III. Für die Kunst- und Alterthumssammlung.

(Nr. 5679-5715.)

=Aachen.= +B. Suermondt+: 5 Photographieen nach Gemälden von Luc.

Cranach u. Rubens u. Handzeichnungen von A. Dürer und H. Holbein, im

Besitz des Hrn. Geschenkgebers. -- =Bamberg.= +Schmidt-Friedrich+,

Professor: Gypsabguß eines Hauptes Christi, Steinsculptur um 1500.

-- =Berlin.= +Dr. H. F. Maßmann+, Univers.-Professor: Schriftprobe

auf Pergament vom 8.-9. Jhdt. Schwedische Silbermünze, 18. Jhdt. --

=Bonn.= +v. Cuny+, Landger.-Assessor: Wallachisches Portativ-Altärchen

von Erz. 64 Miniaturen, Schrift- und Druckproben auf Pergament,

12.-17. Jhdt. Sammlung von 42 Holzschnitten aus Derschau’s Abdrücken

alter Stöcke. Das Bad, Holzschnitt von A. Dürer. B. 128. St. Martin,

Holzschn. von H. Schäufelein. Zwei lustwandelnde Paare, Kupferstiche

von Lucas von Leyden. B. 144, 145. Drei musicierende Satyre und Gruppe

von Kindern, Kupferstiche von H. S. Beham. B. 109-111, 210. Stehender

Soldat, Radierung von dems. B. 203. St. Christoph und ein Gefecht im

Walde. Radierungen von Jer. Hopfer, B. 13, 44. Darstellungen zu den

Sprüchen Salomonis. Radierung von D. Hopfer, B. 30. David spielt vor

Saul. Radierung von C. B. Hopfer. B. 1. Zehn Blätter Miniaturen vom 14.

Jhdt.-1604. Gedenkblatt auf den Tod König Gustav Adolf’s. Kupferstich

von J. B. -- =Breslau.= Dr. H. +Häser+, Univers.-Professor: Halber

Thaler der acht sächs. Herzoge zu Weimar von 1610. -- =Donaueschingen.=

+Dr. Barack+, fstl. Hofbibliothekar: Tabakspfeife des Volksdichters

Grübel. -- =Eisenach.= +Dr. Ch. Galette+, Lehrer am Realgymnasium:

Silbermünze v. König Philipp II. v. Spanien und 2 Kupferjetons vom

15. u. 16. Jhdt. -- =Esslingen.= v. +Schiller+, Kanzlist: Ahnenprobe

des Wilhelm Anton von Knobelsdorf, Pergamentmalerei, 16. Jhdt.

-- =Graz.= J. +Zahn+, Archivar am Joanneum: Pergamentblatt mit 2

gemalten Wappen: 16. Jhdt. -- =Kupferzell.= +Se. Durchl. Fürst F.-K.

zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst+: Photographie nach der

Gedenktafel der in den Freiheitskriegen gefallenen Brüder Joseph

und Albert, Fürsten von Hohenlohe. -- =Mariazell.= +Hundegger+,

kgl. Notar: Sammlung von Lacksiegeln. -- =Neustadt a. S.= +Vocke+,

kgl. Staatsanwalt: Sammlung von Siegeln in Lack-, Papier- und

Wachsabdrücken. -- =Nürnberg.= +Kracker+, Bierwirth: 6 Silbermünzen

vom 17. u. 18. Jhdt. Meck, Schlossermeister: Durchbrochen verzierter

Thürgriff, aus Eisen geschnitten. Friedr. Schultheiß, Journalist:

11 Stück Reliquien aus der abgebrochenen Augustinerkirche zu

Nürnberg. -- =Pfaffenhofen.= G. +Mayer+, kgl. Bezirkamts-Assessor:

2 bronzene Panzerspangen, Ausgrabung. -- =Stuttgart.= M. +Bach+:

Photographie nach d. ehemaligen Neuen Bau zu Stuttgart. -- =Ulm.=

+Knöringer+, Registrator: Photograph. Abbildung der Thür von 1509

am Wartzimmer des Rathhauses zu Ulm. -- =Wien.= +Klein+, Professor:

Stück schweren, golddurchwirkten Seidenstoffes, 14. Jhdt. Rückentheil

eines gemusterten, seidenen Meßgewandes, 17. Jhdt. Braunglasierte

Fliese mit Reliefdarstellung eines Wappens, 16. Jhdt. F. =Paterno’s=

Verlagshandl.: Oesterreichische Nationaltrachten von Ranftl, Kollarz

u. A., 139 Bl. in color. Steindruck. -- -- =Würzburg.= M. +Lossen+,

Hüttenwerksbes.: Goldgulden Kaiser Rudolf’s II.

Chronik der historischen Vereine.

+Mittheilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen.+

VI. Jahrgang. Nr. III-VIII. -- VII. Jahrgang. Nr. I u. II. Redigirt von

Dr. Jos. Virgil Grohmann. (Ausgegeben 1867 u. 1868.) Prag u. Leipzig. 8.

Die Majestas Carolina. Von Dr. Franz Pelzel. -- Beitrag zur Geschichte

der Bauernaufstände in Böhmen im 17. u. 18. Jahrhunderte. Nach Quellen

mitgeth. von B. Scheinpflug. -- Die Jesuitenresidenz Mariascheune. Von

Dr. Hallwich. -- Leitmeritz (Forts. u. Schluß). Von Julius Lippert. --

Das Recht am alten Schöppenstuhle zu Leitmeritz und seine Denkmäler.

Von dems. -- Das böhmische Sprachengesetz vom Jahre 1865. Von Dr.

Joseph Winter. -- Die Verhältnisse des Selauer Prämonstratenserstiftes

zu Iglau. Von Prof. Karl Werner. -- Volksthümliches aus dem

nordwestlichen Böhmen. Von Dr. Jul. Ernst Födisch. -- Die böhmischen

Theobalde. Nach Originalquellen und zum Theil noch ungedruckten

Urkunden bearbeitet von Hermann Kohn. -- Das Stadtrecht von Eger und

seine Verbreitung. Von Dr. Franz Kürschner. -- Bericht des Direktors

der Kriegskanzlei Albrechts von Waldstein, Herzogs von Meklenburg,

über dasjenige, was ihm von den Plänen desselben bekannt worden sei.

Aus dem Friedländischen Archive mitgetheilt von Prof. Höfler. -- Der

Tschernoseker Wein. -- Ueber die deutschen Ortsnamen Böhmens. Von Ignaz

Petters. -- Skizzen aus dem Böhmerwalde. -- Die Alterthümer Kommotau’s.

Von Franz Hüber. -- Biographien. -- Miscellen. -- Geschäftliche

Mittheilungen.

+Sechster Jahresbericht+ desselben Vereines. Vom 16. Mai 1867 bis 15.

Mai 1868. Prag, 1868. 8.

+Mitglieder-Verzeichniß+ desselben Vereines. Geschlossen am 12. Mai

1868. 8.

+Sitzungsberichte der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften.+

Philosophisch-historische Classe. LVI. Band, Heft III und LVII. Band,

Heft I. Jahrgang 1867. Juli, October. In Commission bei Karl Gerold’s

Sohn. 8.

Die römischen Bibliotheken. 6. Die vaticanische Bibliothek. a.

Bibliotheca Palatina. Von A. Reifferscheid. -- Beiträge zur Litteratur

der Sieben weisen Meister. Von A. Mussafia. -- Das deutsche Kinderspiel

im Mittelalter. Von J. V. Zingerle. -- Ueber drei in Prager

Handschriften enthaltene Canonen-Sammlungen. Von Friedr. Schulte.

+Archiv für österreichische Geschichte.+ Herausgeg. von der zur Pflege

vaterländischer Geschichte aufgestellten Commission der kais. Akademie

der Wissenschaften. 38. Band, 2. Hälfte. Wien, 1867. 8.

Kaiser Maximilian’s II. Jagdordnung vom Jahre 1575. Veröffentlicht

durch Dr. B. Dudik. -- Sull’ epistolario di Stefano Gradi. Relazione

del Dre. Baldassare Bogišić. -- Francesco Petrarca’s Brief an Kaiser

Karl IV. über das österreichische Privilegium vom Jahre 1058. Von

Albert Jäger.

39. Band, 1. Hälfte. 1868. Archive im Königreiche Galizien und

Lodomerien. Beschrieben und durchforscht von Dr. B. Dudik. -- Karl

IV. in seinem Verhältnisse zur Breslauer Domgeistlichkeit. Von Dr. C.

Grünhagen. -- Jobst von Einsiedel und seine Correspondenz mit der Stadt

Eger. Aus dem Archive der Stadt Eger. Mitg. von Dr. F. Kürschner.

+Berichte und Mittheilungen des Alterthums-Vereines zu Wien.+ Jahrgang

1866. Band VIII. Abth. III. Wien, MDCCCLXVIII. 4.

Wien’s Bedrängniß im Jahre 1683, von Albert Camesina. (Mit vielen

Abbildungen und Plänen.)

+Mittheilungen des historischen Vereines für Steiermark.+ Mit zwei

Abbildungen. Sechzehntes Heft. Gratz, 1868. 8.

Vereins-Angelegenheiten. -- Rechnungslegung des Herrn Stephan Grasweyn,

Feldhauptmann in Steier, über Empfang und Ausgabe zur Zeit des

Bauernkrieges vom J. 1525, als Beitrag zur Geschichte des Letzteren.

Von F. Krones. -- Zur Geschichte der steiermärkischen Landschäden

im Jahre 1529. Von dems. -- Die Burgruine Hanstein (Hauenstein) in

Steiermark. Von J. Scheiger. Geschichte des Chorherrenstiftes St.

Niklas zu Rottenmann von seiner Gründung bis zu seiner Uebertragung

in die Stadt. Von Mathias Pangerl. -- Unedierte Römerinschrift. Von

Dr. Richard Knabl. -- Kepler’s Dienstzeugniß bei seinem Abzuge aus den

innerösterreichischen Erbländern. Von Dr. R. Peinlich. -- Versuch zur

Lösung der Frage, in welchem Hause Kepler zu Gratz wohnte. Von dems. --

Literatur.

+Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen.+ Herausg. von

dems. Vereine. Graz, 1868. 8.

Aktenmäßige Beiträge zur Geschichte des windischen Bauernaufstandes

vom Jahre 1573. Von Krones. -- Ueber Joh. Albert Kendlmayr und seine

Chronik des Chorherrenstiftes zu Rotenmann. Von Pangerl. -- Das

fürstbischöfliche Archiv zu Laibach und sein Inhalt an Materialien

für Steiermark. Von Luschin. -- Topographische Studien. I. Ueber die

Lage des pagus Chrouuat. Von Felicetti. -- Stiriaca in der fürstlich

Dietrichstein’schen Bibliothek zu Nikolsburg. Notiz von Zahn. -- Ueber

die Archive zu Eisenerz. Notiz von Luschin. -- Literatur. -- Register.

27. +Bericht über das Museum Francisco-Carolinum.+ Nebst der 22.

Lieferung der +Beiträge zur Landeskunde von Oesterreich ob der Ens+.

Linz, 1868. 8. LXXII u. 636 Stn. (Mit 1 Charte.)

Peuerbach. Ein rechts-historischer Versuch von Julius Strnadt.

+Vierunddreißigster Jahresbericht des historischen Vereins von

Mittelfranken 1866.+ Ansbach. 4.

Abhandlung über Schreibmaterialien der Alten, von Johann Georg Pfister.

-- Ueber das Steuerwesen im 16. u. 17. Jahrhundert. Ein Beitrag zur

Finanzgeschichte des Fürstenth. Brandenb.-Ansbach, von W. Vocke. -- M.

Wenceslaus Gurckfelder’s Chronik, betit.: Stamm der von Eyb im Land

zu Franken, neu hrsg. von Dr. J. C. M. Laurent. -- König Friedrich II.

zu Ansbach, von J. Baader. -- Der Placker Hanns Thomas von Absberg,

von dems. -- Pechthaler Ehhaft, von Prof. Dr. Schiller. -- Regesten

zur Geschichte der Stadt Ansbach. II. Abtheil. Die Zollern’sche Zeit,

zunächst von 1331-1361. Hrsg. von S. Hänle u. W. Caselmann.

Nachrichten.

Literatur.

_Neu erschienene Werke._

29) +Die vornehmsten Kunstdenkmäler in Wien.+ Von +G. F. Waagen+,

Director der königl. Gemälde-Gallerie u. s. w. in Berlin. 2 Bde.

Wien, 1866, 1867. Wilhelm Braumüller. 351 u. 420 Stn. 8.

Einen Complex von Kunstschätzen, wie die alte, reiche Kaiserstadt Wien

sie enthält, von der Feder eines so bewährten Kenners beschrieben

und ihrem werthvollen Inhalte nach bestimmt und zusammengestellt

zu sehen, ist für den Forscher wie für den Liebhaber gewiß eine

bedeutungsvolle Thatsache. Nach der allbekannten schriftstellerischen

Thätigkeit Waagen’s dürfen wir für Charakterisierung des Buches selbst

kein Wort mehr verlieren; der nun verewigte Verfasser hat in dieses

sein letztes Werk die ganze Reife und Fülle niedergelegt, welche sein

langes, ausschließlich und rastlos dem Studium zugewendetes Leben

ihm zum Gewinn gegeben. Es ist, wie wir aus der Vorrede ersehen, die

Frucht einer während vierundvierzig Jahre wiederholt aufgenommenen

Arbeit. Um indeß auf den Reichthum des Inhalts aufmerksam zu machen,

geben wir einige Auszüge der vorgesetzten Verzeichnisse. Der erste

Band behandelt mit geringen Ausnahmen, welche durch die örtliche

Zusammengehörigkeit des Stoffes veranlaßt sind, ausschließlich die

Malerei, und zwar zunächst die k. k. Gemäldegallerie des Belvedere,

sodann die Sammlungen der k. Akademie der Künste, des Fürsten

Liechtenstein, der Grafen Czernin, Schönborn, Harrach, Landskoronsky

und sechs andere Privatgallerieen. Wo Anhaltspunkte gegeben, ist die

Geschichte dieser Sammlungen vorangeschickt, von ihrem Inhalte Alles

ausgehoben, was der Beachtung werth, und jede Nummer kunstgeschichtlich

gewürdigt. Der zweite Band bespricht zunächst die in der k. k.

Hofbibliothek befindlichen Miniaturen, die byzantinische Schule

in zwei Handschriften, die deutsche in dreizehn, die böhmische in

acht, die niederländische in sechsunddreißig Manuscripten u. s.

w., mit einem Anhang von arabischen, persischen und türkischen

Malereien dieser Art und drei niederländischen Gebetbüchern in der

Privatbibliothek des Kaisers. Sodann folgt die Besprechung der

Handzeichnungen der Albertinischen Sammlung, der Kupferstiche in dieser

und der Hofbibliothek, der Ambraser-Sammlung insgesammt, des k. k.

Münz- und Antiken-Cabinets, der kais. Schatzkammer und endlich des

österreichischen Museums für Kunst und Industrie. Ausführliche Register

machen das Werk zugleich zu einem sehr dienlichen Handbuch.

v. E.

29) +Die Waffensammlung des österreichischen Kaiserhauses im k. k.

Artillerie-Arsenal-Museum+ in +Wien+, herausgegeben von +Quirin

Leitner+, k. k. Hauptmann. I. Band. I. u. II. Lieferung. Wien,

Verlag von H. Martin. Gr. Fol.

So unersetzlich die Photographie erscheint, wo es sich darum handelt,

den Charakter und geistigen Ausdruck eines Kunstwerkes wiederzugeben,

worin sie nach dem jetzigen Stande ihrer Vervollkommnung auch den

geschicktesten Künstler übertrifft, so unzulänglich sind ihre Mittel,

wenn es gilt, die technische Zusammensetzung und Ausführung irgend

eines Kunst- oder Gewerbserzeugnisses zu verdeutlichen. Da sie

bekanntlich die Zeichnung in den tieferen Schatten nicht zu verfolgen

vermag, hüllt sie oft Theile des Gegenstandes in einen Schleier, der

das Verständniß zu sehr unterbricht, und läßt Dinge nur errathen,

die man vollständig überschauen müßte. So freuen wir uns, auf einem

Gebiete, auf welchem man der neueren Entdeckung bereits einen zu

großen Spielraum eingeräumt, wieder einmal ein anderes, solides

Verfahren angewandt zu sehen. Die Steinradierung, an passenden Stellen

abwechselnd mit Tondruck in Kreidemanier, zeigt sich in Darstellung von

Bewaffnungsgegenständen um so entsprechender, wenn sie so trefflich

durchgeführt ist, wie in dem vorliegenden Werke. -- Jede Lieferung

desselben bringt fünf Blätter mit Abbildungen und einen Bogen mit

erklärendem Text. Um Abwechselung in die einzelnen Lieferungen zu

bringen, sollen stets Gegenstände verschiedener Art abgebildet werden,

jedoch das Schlußheft ein chronologisches Verzeichniß enthalten. Aus

den vorliegenden Blättern heben wir eine prachtvolle, Kaiser Maximilian

I. zugeschriebene Rüstung hervor, einen Mailänder Harnisch aus etwas

späterer Zeit, das Koller, welches König Gustav Adolf in der Schlacht

bei Lützen trug, u. s. w. Der beschreibende Text ist sehr eingehend, die

Ausstattung des Werkes dem Gegenstande angemessen.

v. E.

_Aufsätze in Zeitschriften._

+Europa+: Nr. 39, Sp. 1223. Die aus Holz geschnitzte Stube zu

Lübeck (das Fredenhagensche Zimmer, verfertigt 1573-85). -- Nr. 41,

Sp. 1289. Ritter Blaubart.

+Die Grenzboten+: Nr. 40, S. 19. Die mecklenburgische Pfandstadt

Wismar.

+Der Hausfreund+: 16. Heft, Nr. 47, S. 748. Das graue Kloster.

(Wilh. Petsch.)

+Danziger Kathol. Kirchenblatt+: Nr. 41. Die Pfarrkirche zu

Christburg. (R. Bergau.)

+Magazin für die Literatur des Auslandes+: Nr. 42, S. 623. Das

Burggrafenamt Meran. -- S. 635. Besprechungsformeln (aus Pommern,

1604).

+Illustrierte deutsche Monatshefte+: Octbr., Nr. 49 (145), S.

59. Die Mythen u. Sagen von wundersamen Meergeschöpfen und

Meerbewohnern. (G. F. Daumer.) -- Ueber Ursprung und Bedeutung der

Sage von Shylock. (Rud. Grisebach.)

+Die Natur+: Nr. 40. 42. Zur Geschichte der Erfindung des Fernrohrs

und des Mikroskops. Nach dem Holländ. des Prof. Harting, von H.

Meier. 1. u. 2. Artikel.

+Notes and Queries+: Nr. 38. 40. The „St. Christopher of 1423.“

-- Nr. 38-41. Fairford windows. -- Nr. 40. Observations on early

engraving and printing. Part. 1. (Henry F. Holt.)

+Novellen-Zeitung+: Nr. 37. Die Vogelsprache bei den Czechen.

(Alfr. Waldau.)

+Revue des deux mondes+: 1. Septbr., 1. livr., p. 81. La Suisse et

ses ballades. II. Les chants de la guerre, par M. Louis Etienne.

+Deutscher Sprachwart+: Nr. 13, S. 202. Ueber die sprichwörtliche

Redensart „Hunde führen“. (J. Franck.)

+K. preuß. Staatsanzeiger+: Beil. Nr. 192. 198. 204. Die

vaterländischen Bildwerke in dem k. Residenzschloß Potsdam. -- Nr.

192. Aus dem bürgerlichen Leben in Graudenz während der ersten

Hälfte des 17. Jahrhunderts. -- Nr. 210. Preußische Städtewappen.

-- Uebersicht der Nothmünzen, welche während der Belagerung

preußischer Festungen ausgegeben worden sind.

+Wochenblatt d. Joh.-Ord.-Balley Brandenburg+: Nr. 37. Deutsche

Fürsten im Reformationszeitalter. I. Landgraf Wilhelm der Weise von

Hessen-Kassel. -- Nr. 38. II. Landgraf Moritz I. von Hessen-Kassel,

zubenannt der Gelehrte.

+Zeitschrift f. d. ges. luth. Theol. u. Kirche+: 4. Quart.-Heft.

Die Mystik und ihr Verhältniß zur Reformation. 1. Art. (Tietz.)

+Zeitschrift f. wissenschaftl. Theol.+: 11. Jhg., 4. Hft. Zwei

ungedruckte Briefe Philipp Melanchthon’s. (B. Spiegel.)

+Allgem. Zeitung+: Beil. Nr. 261. Prof. Aschbach und die Gedichte

der Nonne Roswitha. (Wilh. Christ.)

+Illustr. Zeitung+: Nr. 1315, S. 183. Der Feenstein bei Regnier

in Savoyen. (W. Lampmann.) -- Nr. 1316, S. 199. Land und Leute

in Mecklenburg. -- Nr. 1317, S. 221. Das „goldene Rössel“ zu

Altötting. (Hans Weininger.)

+Land- und forstwissensch. Zeitung der Prov. Preußen.+ Nr. 34. Der

Mörtel in den Bauten des Deutschen Ordens in Preußen. (R. Bergau.)

Vermischte Nachrichten.

96) Der +internationale Congreß für Alterthumskunde und Geschichte+

nahm nach dem vorausgeschickten Programm vom 14.-21. September seinen

Verlauf. Die Betheiligung war zahlreich; hervorragende Gelehrte vom

In- und Auslande hatten sich eingefunden, letztere namentlich aus

Frankreich, Belgien, England und Rußland. Geleitet von den Präsidenten

Berghauptmann Nöggerath und geh. Regierungsrath von Quast, unterstützt

von den Generalsekretären Prof. aus’m Weerth und Dr. Dognée aus

Lüttich, theilte sich die Versammlung in drei Sectionen: für die

Urgeschichte, das heidnische Alterthum und für die christliche Zeit.

Schlossen sich die Vorträge auch nicht genau an das aufgestellte

Programm, so kamen doch die darin zum Vorwurf gebrachten Fragen fast

ohne Ausnahme zur Behandlung, und wenn es, namentlich was die erste

Section betraf, in der Natur der Sache lag, daß eine vollständige

Lösung der Fragen nicht gegeben werden konnte, so galt es doch viel,

den Standpunkt klar gelegt zu sehen, bis zu welchem die Wissenschaft

sich der Lösung genähert hatte. Von besonderem Interesse war es,

Vertreter von Fächern, die bis dahin kaum noch gemeinschaftlich auf

einen Punkt hingewirkt, denselben Gegenstand von verschiedenen Seiten

beleuchten und so verwandschaftliche Berührungen einzelner Zweige der

Wissenschaft aufgedeckt zu sehen, deren Begegnung äußerst anregend und

befruchtend wirken mußte. Durch alle in Betracht kommenden Umstände

begünstigt, fanden auch die Ausflüge nach archäologisch wichtigen

Punkten in der näheren oder ferneren Umgebung der Stadt Bonn zahlreiche

Betheiligung, so nach der Doppelkirche zu Schwarzrheindorf, den

Ruinen von Heisterbach, Godesberg, Rolandseck u. s. w. Vor allem

wurde ein Besuch der archäologischen Merkwürdigkeiten der Stadt Köln

unter kundiger Leitung des Stadtarchivars Dr. Ennen und des Herrn von

Quast eine Fundgrube der Belehrung. Mehr noch galt dieses von der

für den Congreß im Capitelsaale der Münsterkirche und einem Theile

des Kreuzganges angeordneten Ausstellung, zu welcher die Dome zu

Trier, Aachen, Limburg, Minden, die Kirchen zu Essen, Deutz, Xanten,

Quedlinburg, St. Denis bei Paris, das Musée des Souverains daselbst,

das königliche Museum zu Berlin, der Verein der Alterthumsfreunde im

Rheinlande, das germanische Museum zu Nürnberg, die Bibliothek zu

Gotha, der König von Preußen, die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen,

von Wied und viele Private, namentlich mit Rücksicht auf sonst schwer

zugängliche Schätze des Alterthums, beigesteuert hatten, worin Stoff zu

eingehenden Besprechungen für alle Sectionen, namentlich aber Material

für eine Uebersicht der Geschichte des Email gegeben war, wie sie

reichhaltiger und entsprechender niemals beisammen gefunden sein dürfte.

97) Das berühmte +Bild+ in der +Marienkirche+ zu +Danzig+: „Das jüngste

Gericht“, ist von den neuem Kunstkritikern bekanntlich fast einstimmig

als ein Werk Hans Memling’s anerkannt worden. Früher hielt man Johann

van Eyck, dann Albert von Ouwater, Hugo van der Goes oder auch Roger

van der Weyden für den muthmaßlichen Urheber. Jetzt ist aus Brügge

die Kunde nach Danzig gelangt, daß Weale, ein bedeutender Forscher

auf dem Gebiete altvlämischer Malerei, den Niederländer Stourbout

als den wirklichen Maler des Bildes ermittelt habe. Laut eines noch

existierenden Contracts hat Stourbout „Das jüngste Gericht“ für eine

mailändische Adelsfamilie gemalt, die Weale aus den Wappenschildern auf

der Rückseite des Gemäldes noch bestimmt zu recognoscieren gedenkt.

(Ill. Ztg. Nr. 1315.)

98) Dem Dr. Salviati in Venedig, dessen Glas-Mosaiken und Gläser auf

der letzten Pariser Ausstellung gerechtes Aufsehen gemacht haben,

ist die +Restauration+ der bekannten mosaicierten +Marienstatue+ zu

+Marienburg+ für den Preis von 1100 Thalern übertragen worden.

R. +Bergau+.

99) Da die bisherigen Publicationen von Frick, Büsching etc. des

historisch wie künstlerisch gleich wichtigen Ordenshaupthauses

+Marienburg+, welches man wol mit Recht als die bedeutendste aller

aus dem Mittelalter uns erhaltenen Profanbauten bezeichnen kann, als

ungenügend sich erwiesen, bereitet Blankenstein in Berlin eine neue,

vollständige, dem hohen Werth des Gebäudes und dem heutigen Stande der

Wissenschaft entsprechende Aufnahme und Publication desselben vor.

R. +Bergau+.

100) Der König von Preußen hat die Summe von 20,000 Thlrn. als Beitrag

zum +Ausbau+ der +Liebfrauenkirche+ in Trier bewilligt.

(Ill. Ztg. Nr. 1316.)

101) Bei Gelegenheit des Umbaues der Sacristei des +Kölner Doms+ mußte

das an der Ostseite stehende +altare fixum+ abgebrochen werden. Die

im sepulchrum vorgefundene Urkunde ergibt die interessante Notiz, daß

der Altar bereits im Jahre 1271 (die letzte Ziffer ist nicht mehr

deutlich, dem Anscheine nach aber eine 1), also 31 Jahre nach der

Grundsteinlegung des Doms, und zwar durch den sel. +Albertus Magnus+,

consecriert worden ist. Die Urkunde lautet: In Nomine Patris et Filii

et Spiritus Sancti. Consecratum est hoc altare a venerabili patre

Domino Alberto episcopo quondam Ratisbonnensi regnante rege Rudolfo sub

venerabili patre nostro Syfrido Coloniensi Episcopo in honorem Thome

martyris atque pontificis, Beatae Mariae Magdalenae et Gregorii Papae

anno Domini MCCLXXI in vigilia Cosmae et Damiani.

(Organ f. chr. Kunst Nr. 17.)

102) In +Köln+ ist im Garten eines Hauses der Christophstrasse, bei

der Ausschachtung eines Kellers, 10 Fuß tief, das untere Stück eines

schmalen +römischen Weihaltars+ aus Jurakalk gefunden worden. Erhalten

ist nur der Sockel und der Schluß der Inschrift: SVLEVIS S* L* M* P.

Sulevis solvit (oder sua?) lubens merito posuit. Die matres Suleviae,

denen der Altar gewidmet war, sind auch sonst bekannt. Ein in Deutz

gefundener, ihnen geweihter Stein ist verloren gegangen, ebenso ein

auf der Schweppenburg bei Andernach befindlicher Altar. In Italien,

Frankreich und England findet man sie. Aber auch in der Einheit kommt

eine Göttin Sulevia oder Sulivia vor. Der Name des Weihenden begann

hier die Inschrift. Die Weihungsformel weicht von der gewöhnlichen ab.

Der Stein ist vom Museum erworben worden.

(Ill. Ztg. Nr. 1316.)

103) Bei Gelegenheit einer Rectification des Pflasters auf einem

öffentlichen Platze der Stadt +Zürich+ stieß man auf zahlreiche

+Gefäße und Scherben römischen Ursprungs+. Diese waren auf einem so

geringen Raume vereinigt, daß von einer planmäßigen Ausgrabung viel zu

erwarten ist. Dr. Ferd. Keller vermuthet, daß hier ein römischer Tempel

gestanden sei.

(Dies. Nr. 1319.)

104) Ein +altgermanischer Grabhügel+ auf dem Palmberge bei

+Vippach-Edelnhausen+ ist kürzlich im Interesse der Sammlungen des

Germanischen Museums in Jena von dem Conservator desselben, dem Dr.

Klopfleisch, ausgegraben worden. Auf dem Boden des Berges befand sich

ein 4 Fuß hohes, etwa 30 Fuß langes und 20 Fuß breites Steinpflaster,

auf welchem das Leichenfeuer gebrannt hatte, wie die vielen Kohlen und

Aschenstellen bewiesen. Diesen pflasterartigen Steinaltar hatte man,

nachdem das Leichenfeuer ausgebrannt, mit schwarzer, von anderwärts

hergeschaffter Erde bedeckt. Auf diesem künstlich bereiteten Fußboden

lag im Mittelpunkt der ganzen Anlage, von welcher übrigens nach der

Peripherie des Hügels zu einige Nebenaltäre ausliefen, das Feuerspuren

an sich tragende, vollständige Skelet einer Frau; zu ihren Häupten fand

sich in einer zerdrückten Urne ein Häufchen geglühter Menschenknochen,

wol ein Theil der irdischen Reste ihres Gemahls. Ringsherum lagen

viele Reste geschmolzener Bronze, darunter eine wohlerhaltene fibula,

Reste anderer Nadeln, eines medaillonähnlichen Schmuckes und eines

bronzenen, verzierten Gefäßes. Zur linken Seite des Skelets fanden

sich drei von der Erdlast zerdrückte, theilweise verzierte Urnen ohne

Inhalt, und etwas weiterhin die vollständigen Reste eines Rosses,

jedoch ohne Schädel, da dieser den Göttern dargebracht wurde, während

man das Fleisch des übrigen Körpers beim Todtenopfermahl zu verzehren

pflegte. Zur rechten Seite des weiblichen Skelets lagen, mit kleinen

Bruchsteinen umsetzt, die theilweisen Skeletreste eines Mannes.

Bei einer andern Grabstelle desselben Hügels, welche zu dem in der

Peripherie befindlichen Skeletkranze des dienstbaren Gefolges gehörte,

waren nur die Füße von den Hüften an beigesetzt, und zwar vollständig

und in geordneter Lage. Die Reste von Holzpfählen, die sich um das im

Mittelpunkt bestattete Paar vorfanden, werden wol die Träger gewesen

sein, auf denen man die Häupter der hier geopferten Thiere, Kränze u.

dgl. oberhalb des Hügels befestigte. Ueber die ganze Oberfläche des

beschriebenen künstlichen Bodens, auf welchem die zwei Hauptpersonen

und die Urnen lagen, waren ferner außer gebrauchten Mahlsteinen von

Kalk zahlreiche Scherben der Gefäße, die beim Todtenopfermahl gedient

hatten, zerstreut, darunter die Reste einer reich verzierten römischen

patera der Kaiserzeit.

(Ill. Ztg. Nr. 1312.)

105) In dem neuen Flußbett der +Lippe+ hat man kürzlich wieder ein

+altes Schiff gefunden+, welches wie dasjenige, auf welches man vor

drei Jahren beim Durchstich der Lippe stieß, die primitivsten Formen

hat. Es ist nämlich ein ausgehöhlter Baumstamm. Die Höhlung ist zwar

mit Hauwerkzeugen ausgeführt; dagegen sind die Schnäbel und Seiten

im rohen Zustande geblieben. Seine Länge beträgt 24 Fuß und seine

Breite in der Mitte 2½-3 Fuß. Das 1865 aufgefundene und jetzt im

Provinzialmuseum zu Münster befindliche Schiff hat dagegen behauene und

geglättete Seiten.

(Korr. v. u. f. D. N. 531.)

106) Am Nachmittage des 5. October sammelte ein Mädchen von +Lustnau+

(unweit Tübingen) im sog. Lustnauer Wäldchen am Oesterberg Eicheln.

Von einer nicht sehr alten Eiche fielen einige Eicheln in’s Gebüsch

zwischen zwei aufrechtstehende Steine; das Mädchen wollte sie holen,

und als sie die Steine entfernt hatte, fand sie einen großen irdenen

Hafen mit zwei Henkeln, angefüllt mit über tausend alten deutschen

+Silbermünzen+ aus dem Mittelalter, von der Größe eines Kreuzers bis zu

der eines Sechsbätzners, mit undeutlichem Gepräge und theilweise mit

Grünspan bedeckt.

(Ders. Nr. 533, nach dem Schw. M.)

107) Nach Art. XII des Friedensvertrages, welchen Bayern und Preußen

vor zwei Jahren abgeschlossen, sollten „die in dem k. b. +Archiv+

zu +Bamberg+ befindlichen, im Wege kommissarischer Verhandlung zu

bezeichnenden Urkunden und sonstigen Archivalien, welche eine besondere

und ausschließliche Beziehung auf die ehemaligen Burggrafen von

Nürnberg und die Markgrafen von Brandenburg fränkischer Linie haben“,

an Preußen ausgeliefert werden. Das Resultat der kommissarischen

Verhandlungen, welche vom 22. Juni bis 1. August darüber stattfanden,

ist nach der Hoffm. Korresp. (Korr. v. u. f. D. Nr. 479) folgendes. Die

betreffenden Archivalien belaufen sich auf 3071 Stück, bestehen aus

Akten, Korrespondenzen und Verträgen der brandenburgischen Fürsten,

welche sechs Jahrhunderte in Nürnberg, Ansbach, Bayreuth, Kulmbach

residiert und regiert haben, und haben sämmtlich nur noch historischen

Werth. Es gelang dem k. b. Kommissär, den Grundsatz zur Anerkennung

und Durchführung zu bringen, daß jedes Stück, welches auf Bayern

u. seine Geschichte Bezug habe, Bayern verbleiben müsse. Preußen

erhielt dagegen die Familienkorrespondenz der Brandenburger, ihre

Hausverträge, Eheberedungen, Verhandlungen über Apanage, Morgengabe,

Witthum u. Leibgedinge, die Aufzeichnungen über Geburten, Heiraten,

Erziehung, Unglücks- und Todesfälle der Prinzen und Prinzessinnen

u. dgl. m. Im Ganzen erhielt von den 3071 Stücken Preußen 1401 und

behielt Bayern 1670, wobei 135 Stücke unter beide getheilt wurden. Zu

bemerken ist noch, daß von wichtigern Urkunden entweder bereits alte

Copien oder zweite Exemplare sich vorfanden, oder, sei’s für Bayern

oder Preußen, angefertigt werden und die Urkunden, von welchen Bayern

noch Abschriften machen will, noch zurückbehalten sind. Auch ist in

Bezug auf das jetzt in Bamberg verhandelte Archivmaterial das Prinzip

vollster Gegenseitigkeit in der Benützung, sei es zu amtlichen oder

wissenschaftlichen Zwecken, stipuliert worden.

Verantwortliche Redaction: A. +Essenwein+. Dr. G. K. +Frommann+. Dr. A.

v. +Eye+.

Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums in

Nürnberg.

Sebald’sche Buchdruckerei in Nürnberg.

(Mit einer Extra-Beilage.)

(Extra-Beilage zum Anzeiger Nr. 10, 1868.)

Jahresbericht der historischen Commission bei der k. bayer. Akademie

der Wissenschaften.

=München= +im October+ 1868. In den Tagen vom 30. September bis

5. October dieses Jahres hielt die historische Commission ihre

statutenmäßige Plenarversammlung, zu welcher sämmtliche ordentliche

Mitglieder mit Ausnahme des Hofraths und Archivdirektors Ritter

v. +Arneth+ aus Wien und des Professors +Droysen+ aus Berlin sich

eingefunden hatten.

In der Eröffnungsrede wies der Vorsitzende, Geheimer Regierungsrath

v. +Ranke+ aus Berlin, auf Janssens jüngst erschienene Schrift: Joh.

Friedrich Böhmer’s Leben und Briefe hin und legte dar, wie sich

dieser, um das Studium der deutschen Geschichte hochverdiente Gelehrte

unter den Einflüssen seiner Zeit entwickelte, indem zugleich der

wissenschaftliche Standpunkt desselben vom Redner einer eingehenden

Beurtheilung unterworfen wurde. Ueber die Geschäfte des abgelaufenen

Jahres erstattete sodann Professor v. +Giesebrecht+ als Sekretär den

statutenmäßigen Bericht. Nach demselben waren im Laufe des Jahres in

den Buchhandel gekommen:

1) K. +Hegel+, Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis 16.

Jahrhundert. Bd. VI., der erste Theil der von L. +Hänselmann+

bearbeiteten Braunschweiger Chroniken.

2) R. v. +Liliencron+, die historischen Volkslieder der Deutschen

vom 13. bis 16. Jahrhundert. Bd. III.

3) Geschichte der Wissenschaften in Deutschland. Vierte Lieferung,

enthaltend Geschichte der Aesthetik von H. +Lotze+.

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit (1868) Neue Folge. Fünfzehnter Band. · 第 125 / 150 题