A. F.

_Aufsätze in Zeitschriften._

+Die Biene+: Nr. 19. Böhmische Getreidesagen. -- Nr. 20. Das

Gevatterloch und das Bad Teplitz bei Weißkirchen in Mähren. (Dr. J.

N. Enders.)

+Daheim+: Nr. 40, S. 630. Die Feldschulen im dreißigjährigen

Kriege. Historische Skizze. (Georg Hiltl.)

+Europa+: Nr. 26, Chron., Sp. 398. Die Wandgemälde im Kreuzgange

des Paulinums in Leipzig. -- Nr. 27. Das deutsche Schauspiel

im sechszehnten Jahrhundert. -- Französischer Vandalismus in

Deutschland.

+Die Gartenlaube+: Nr. 25. Die Johannisfeier im heiligen Köln.

+Der Hausfreund+: 11. Heft, Nr. 33, S. 517. Schloß Carolath. (Dr.

Otto Spielberg.)

+Jahrbücher für deutsche Theologie+: 13. Bd., 2. Hft. Ein

Weihnachtslied für die Knaben im Kloster zu St. Gallen von Ekkehart

IV.

+Der Katholik+: Mai. Die Confraternitäten des Mittelalters etc.

+Allgem. Kirchen-Zeitung+: Nr. 37 f. Briefe der Päpste an

Maximilian I., Herzog von Bayern, Kurfürsten.

+Monatsblätter f. innere Zeitgeschichte+: 31. Bd., 3. Heft., März.

Kaiser Heinrich IV. und die Geschichtschreibung. (O. Hartwig.)

+Notes and Queries+: Nr. 26, S. 597. Notes on certain theosophists

and mystics. Tauler and his school. (Eirionnach.)

+Augsburger Postzeitung+: Beil. Nr. 39 f. Zur Geschichte und

Bedeutung der Tagespresse. Vortrag. (Herm. Geiger.)

+Internationale Revue+: 4, Bd., 5. Hft. Zur Geschichte unserer

Ziffern. (H. Deutsch.)

+Der Salon+: Juli, S. 218. Prag. (E. M. Vacano.)

+Sonntagsblatt+ (von Dohm): Nr. 18-22. Die blutige Maria.

Geschichtliche Skizze. (J. Mühlfeld.) -- Zur Geschichte des Ringes.

+Preuß. Staatsanzeiger+: Beilage Nr. 127. Brandenburgisch-preuß.

Denkmäler am Rhein. -- Nr. 138. Die Einnahme der Tempelburg Arkona

auf Rügen am 15. Juni 1168.

+Illustr. Zeitung+: Nr. 1305, S. 9. Kloster Nimbschen.

+Leipziger Zeitung+: Wissensch. Beil. Nr. 43 f. Der Kriegszug des

Kurfürsten Moritz von Sachsen gegen Kaiser Karl V.

Vermischte Nachrichten.

69) Nach dem Gutachten der Dombaumeister Voigtel, Schmidt und Denzinger

handelt es sich bei der +Herstellung+ des +Domes+ zu +Frankfurt+ a.

M. nicht blos um die Heilung der Brandschäden, sondern auch um die

Verbesserung der Fehler, welche in frühern Jahrhunderten aus Mangel

genügender physikalischer Kenntnisse begangen worden sind. Die

eisernen Verbindungen der Thurmquadern haben in demselben viel tiefer

reichende Zerstörungen angerichtet als das Feuer. Eine Abtragung der

Kuppel und des Achtecks bis zum Ansatze der Fenster und der Neubau

derselben scheint erforderlich. Dieser Neubau aber macht die aus

ästhetischen Rücksichten und wegen Schutz vor abermaliger Feuersgefahr

wünschenswerthe Freilegung des Doms zur Nothwendigkeit, da sonst die

erforderlichen Gerüste nicht angebracht werden können. Im Interesse

der Sicherheit sollen auch alle Holzbausachen: Schneebretter, Läden,

Dachsparren, Glockenstuhl, welche dem Feuer Eingang und Nahrung

gewährten, beseitigt und durch Eisen ersetzt werden. Freilich würde

die Ausführung der Pläne der Commission, ohne die Ankaufskosten der

niederzulegenden Gebäude, einen Aufwand von ½ Mill. fl. verursachen,

während das Vermögen des Dombauvereins nur 100,000 fl. beträgt.

(Ill. Ztg. Nr. 1306.)

70) In dem Kreuzgange des +Paulinums+ in +Leipzig+ befinden sich alte

+Frescogemälde+, welche der seit kurzem daselbst bestehende Verein für

Geschichte Leipzig’s von ihrer Uebertünchung befreien und wo möglich in

ihrer Urspünglichkeit wiederherstellen lassen will. Am 19. Juni waren

bereits zwei Felder in der frühern Gestalt bloßgelegt, und es scheint

sich nach den neuentdeckten Angaben herauszustellen, daß die Bilder

1390 gemalt und im Jahre 1517 übermalt worden sind.

(Dies. Nr. 1304.)

71) In +Würzburg+ haben die Arbeiten, welche auf dem Markte dicht

an der gothischen Marienkirche zum Zweck der Kanalisierung dieses

Stadttheils vorgenommen wurden, sehr unerwartete +antiquarische Funde+

zu Tage gefördert. In einer Tiefe von 8 Fuß unter den Fundamenten

fanden sich in einem torfigen Sande unzählige Knochen von Torfschwein,

Torfkuh, Pferd, Edelhirsch, Reh, Schaf, ganz in derselben Weise gefärbt

und die Mark enthaltenden Höhlungen in derselben Weise aufgebrochen,

wie dies bei den Pfahlbauten stets getroffen wird. Der Schädel eines

Hundes dagegen ist ebenso unverletzt, wie dies gewöhnlich in den

Pfahlbauten der Fall ist. Mit den Thierknochen kommen Sumpfschnecken

und Muscheln (Lymneus, Cyclas), zahlreiche Hölzer und Knollen von

erdigem, phosphorsaurem Eisenoxydul, Vivianit, vor. Nur ein kleiner roh

geformter Krug, wie er den Gräbern der Bronzezeit eigenthümlich ist,

wurde mit den unzweifelhaft in den Sumpf hineingeworfenen Knochen bis

jetzt gefunden. Ueber die Knochenreste stehen weitere Mittheilungen des

Professors Sandberger bevor, welcher dieselben untersucht hat und mit

den früher im Feuerbacher Moor entdeckten völlig identisch fand.

(Dies. Nr. 1306.)

72) Von den unter Leitung von Pertz herausgegebenen +Monum. Germ.

histor.+ sind wieder zwei neue Bände veröffentlicht: Tom. XX der

Scriptores und Tom. IV der Leges. Der erste Band bringt Supplemente zu

Band 1, 5, 7 und 12, darunter Annales Altahenses majores, herausgegeben

von W. von Giesebrecht und Edm. Frhr. v. Oefele, und Herbordi

dialogus de vita Ottonis episc. Babenbergensis, herausgeg. vom Prof.

R. Köpke aus der von Giesebrecht in München wieder aufgefundenen

Orginalhandschrift; ferner enthält er Chronica aevi Suevici, wie

die Opera des berühmten Otto v. Freisingen, das Chronicon Lippoldis

bergense Reineri monachi S. Laurentii opera historica u. s. w.

Bearbeitet haben diese Schriften W. Arndt, K. Pertz u. a. Der 4. Band

der Gesetze bietet die lange erwarteten Leges Longobardorum aus der

Redaction des Geh. Rathes Prof. Dr. Bluhme in Bonn, den Liber legis

Longobardorum Papiensis aus A. Boretius’ Bearbeitung u. a. Jedem Bande

sind einige trefflich ausgeführte Facsimilia beigegeben.

(Das.)

73) +Zur Roswithafrage.+ Am Schluß der in Nr. 5 der Beil. z. Anz.

mitgetheilten Besprechung der Aschbachschen Schrift über Roswitha

findet sich die Vermuthung ausgesprochen, Prof. Aschbach habe die

Sache auf sich beruhen lassen. Daß dieses aber nicht der Fall, die

Angelegenheit folglich auch noch nicht als endgültig entschieden

zu betrachten sei, belehrt uns ein Schreiben desselben vom 22.

Juni, wornach eine zweite, vermehrte Auflage seiner Schrift, welche

nachträgliche Untersuchungen über den Münchener Codex der Roswitha,

über die Legende des heiligen Pelagius (worin die Mystification

am offensten an den Tag treten soll) und über den als echte

Geschichtsquelle in die Monum. Germ. histor. aufgenommenen Ottonischen

Panegyricus enthält, bereits im Drucke erschienen ist. Die gedruckte

Vorrede zu dieser zweiten Auflage war dem Schreiben beigelegt. Sobald

die Schrift selbst in unsere Hände gelangt, werden wir nicht verfehlen,

die Leser mit dem Inhalt derselben, soweit er Neues bietet, näher

bekannt zu machen.

Verantwortliche Redaction: A. +Essenwein+. Dr. G. K. +Frommann+. Dr. A.

v. +Eye+.

Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums in

Nürnberg.

Sebald’sche Buchdruckerei in Nürnberg.

[Illustration:

Ladenbüchsen

Z. A. f. K. d. d. V. 1868 Nº 6.

Hanndbuchsen

Druck v. A. Leykam^s Erben. in Graz.

]

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit (1868) Neue Folge. Fünfzehnter Band. · 第 86 / 150 题