III. Für die Kunst- und Alterthumssammlung[58].

(Nr. 5574-5599.)

=Braunfels.= +Se. Durchl. Fürst Ferdinand zu Solms-Braunfels+: 19

Photographien nach Reliquien der hl. Elisabeth u. a. mittelalterl.

Denkmälern. -- =Danzig.= +Stadtmagistrat+: 18 Photographien nach

alten Architekturen zu Danzig. R. +Bergau+, Architekt: Photographie

nach einem Schrotblatt in der Allerheil.-Bibliothek zu Danzig.

-- =Darmstadt.= +Se. kgl. Hoheit Großherzog Ludwig+ III. +von

Hessen-Darmstadt+: 8 gemusterte Fußplatten von der Ruine Tannenburg,

14. Jhdt. 2 kleine Steingutkrüge mit vier Henkeln. -- =Eichstätt.=

+Krüll+’sche Buch- und Verlagshandlung: 2 Blätter aus dem Leben der

Maria von A. Dürer, Copien von C. Deis. -- =Köln.= +Stadtmagistrat+:

4 Gypsabgüsse mittelalterl. Elfenbeinschnitzereien im städt. Museum

zu Köln. -- =Krumbach.= +Fr. Baader+, Conditor: Photograph. Aufnahme

mehrerer Ausgrabungen. -- =Leipzig.= H. +Altendorff+, Baumeister:

Photographie nach dem westl. Lettner im Dome zu Naumburg. -- =Lohr.=

K. +Mörschell+, Anwaltsconcipient: 2 Papiersiegel vom 18. Jhdt.

-- =Magdeburg.= +Ed. Bänsch+: Eine einfache und eine verzierte

Graburne, zwei Lanzenspitzen und ein Messer von Eisen, ausgegraben

auf dem Rittergute Preichau an der Oder. Blumenvase von Steingut,

durchbrochen und bemalt, 18. Jhdt. Fußangel von Eisen. -- =Nürnberg.=

+Lammers+, Commerzienrath: Württemberger Silbermünze von 1634. +Frl.

von Scheurl+: Schrank mit bemalten Flügelthüren, 17. Jhdt. Große

Ansicht von Wien, Radierung von J. Hoefnagel. Karte des Geuderischen

Weiherhauses bei Pillenreuth. Color. Federzeichnung, 1722. 2

Karten des Nürnberger Gebietes, Kupferstiche vom 16. u. 17. Jhdt.

+Ungenannter+: 3 Silbermünzen vom 17. und 18. Jhdt. Rechenpfennig

von Messing mit dem Reichsadler. -- =Nutha.= +Stenzel+, Pastor: 6

Erfurter, Nordhauser u. a. Bracteaten vom 14. Jhdt. -- =Stade.= L.

+Rodde+, Wasserbau-Conducteur: Große Silbermünze von Karlmann und zwei

byzant. Kupfermünzen. -- =Stollberg= in Sachsen. A. H. +Schubert+:

Papierabdruck des Stadtsiegels von Stollberg, aus dem 14. Jhdt. --

=Stuttgart.= +Dr. med. Hölder+: 2 Kupferstiche von Chr. Rugendas.

Porträt des A. von Haller, Kupferstich von J. F. Bause. -- =Warschau.=

M. +Bersohn+: 3 Photographien nach einem mit Elfenbein ausgelegten

Schrank vom 17. Jhdt.

Chronik der historischen Vereine.

+Mittheilungen der k. k. Central-Commission zur Erforschung und

Erhaltung der Baudenkmale.+ XIII. Jahrg. -- Jänner-Februar. Wien, 1868.

4.

Ein Porträt der Barbara Blomberg, der Mutter des Don Juan d’Austria.

Von E. Frhrn. v. Sacken. (Mit einer Tafel.) -- Die Kathedrale

von Fünfkirchen. Von E. Henszlmann. (Mit 1 Kupfertafel und 27

Holzschnitten.) -- Die Kirche zu Sievring. Beschrieben und aufgenommen

von Hans Petschnig. (Mit 5 Holzschnitten.) -- Glasgemälde in der

Marienkirche zu Wasen bei Leoben. -- Reliquiar in Form einer

Infel. (Mit 1 Holzschnitt.) -- Siegel der Stadt Groß-Enzersdorf in

Nieder-Oesterreich. (Mit 1 Holzschnitt.) -- Das Bürgerspital in Stadt

Steyer. -- Besprechungen.

+Berichte u. Mittheilungen des Alterthums-Vereines zu Wien.+ Jahrg.

1866. Bnd. X. I. Heft. Wien MDCCCLXVI. 4.

Die Herren und Grafen von Schaunberg und ihre Gräber in der

Stiftskirche zu Wilbering von Dr. Jodocus Stülz. Beschreibung der

beiden Denkmale, verfaßt von Dr. Karl Lind. (5 Holzschnitte.) --

Aus dem Kreise ober dem Manhartsberge, beschrieben von Dr. Karl

Lind (2 Holzschnitte). -- Johannes Tichtel, ein Wiener Arzt des XV.

Jahrhunderts, culturhistorische Skizze von Dr. Adalb. Horawitz. -- Die

zweischiffige Kirche in Payerbach, aufgenommen und beschrieben von

Hanns Petschnig (5 Holzschnitte). -- Kaiser Karl’s V. Heerschau über

die Reichstruppen am Marchfelde bei Wien im Jahre 1532, besprochen von

Dr. Karl Lind (2 Tafeln). -- Ein Turnierharnisch Kaiser Maximilian’s

I. im Waffenmuseum des k. k. Arsenals zu Wien, beschrieben und erklärt

von Anton Widter (4 Tafeln). -- Die Tafelgemälde auf der Rückseite

des Email-Altares im Stifte Klosterneuburg, von Dr. Eduard Freiherrn

von Sacken (5 Tafeln.) -- Die Ruine Kreuzenstein im V. U. M. B.,

beschrieben von Dr. Karl Fronner (5 Holzschnitte).

II. Heft: Materialien zur Topographie der Stadt Wien in den Jahren

1563 bis 1587 von Dr. Ernst Birk. -- Die kirchlichen Baudenkmale

des Mittelalters im Markte Mödling von Jul. Koch und Joh. Klein. --

Das Heidenthor bei Petronell von Dr. Friedrich Kenner. -- Ueber das

römische Heerwesen in Pannonien von Prof. Aschbach. -- Beiträge zur

Geschichte von Schwallenbach von Prof. Keiblinger.

18. +Jahresbericht+ über den Zustand und das Wirken des histor.

+Vereins für Steiermark+ vom 1. December 1866 bis 30. November 1867.

Von Prof. Dr. Franz Ilwof. (Graz.) 8.

+Correspondenzblatt des Gesammtvereines der deutschen Geschichts-

und Alterthumsvereine.+ Herausgeg. vom Verwaltungsausschusse des

Gesammtvereines in Altenburg. Sechzehnter Jahrgang. 1868. Nr. 2.

Februar. 4.

Angelegenheiten des Gesammt-Vereins. -- Literarische Anzeigen. --

Notizen über alterthümliche Funde etc.

+Beschreibung der deutschen Gaue.+ Herausgegeben durch den

+Gesammt-Verein der deutschen Geschichts- und Alterthums-Vereine+.

Zweiter Band. Beschreibung des Hessengaues von Dr. G. Landau. Zweite

Ausgabe. Halle, Verlag von G. Emil Barthel. 1866. 8. (VIII u. 268 Stn.,

1 lith. Karte.)

+Meklenburgisches Urkundenbuch.+ Herausgegeben von dem +Verein für

meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde+. IV. Band. 1297-1300,

Nachträge und Register zu Band I-IV. Schwerin, 1867. 4. (A. 1297-1300

und Nachträge. 1867. 2 Bll. u. 243 Stn. -- B. Register zu Band I-IV.

1867. 2 Bll. u. 554 Stn.)

+Meklenburgische Siegel.+ Erstes Heft. Siegel aus dem 12. u. 13.

Jahrhundert. Separat-Abdruck aus dem IV. Bande des Meklenburgischen

Urkunden-Buches. Schwerin, 1867. 4. 36 Stn.

+Jahrbücher für die Landeskunde der Herzogthümer Schleswig, Holstein

und Lauenburg+ herausgegeben von S. H. L. +Gesellschaft für

vaterländische Geschichte.+ Band IX. Heft 3. Kiel, 1867. 8.

Die Insel Fehmarn. Eine Holsteinische Landschaft. Von Prof. Dr. J. C.

Ravit. -- Beiträge zur Adelsgeschichte. 2. Die Familie von der Wisch

und Pogwisch. Vom Appellationsgerichts-Präsidenten a. D. v. Stemann.

+L’Investigateur. Journal de l’Institut historique de France.+

Trente-quatrième Année. Tome VII. -- IV. Série. 398. Livraison. --

Janvier 1868. 399. Livraison. -- Février 1868. Paris 1868. 8.

François Salfi, continuateur de l’Histoire littéraire d’Italie

par Ginguené; notice biographique, par M. A. Renzi. -- Prise par

les Anglais (en 1424) du Mont-Aiguillon, place forte de la Brie

champenoise, par M. l’abbé Boitel.

+Bulletin Monumental ou collection de mémoires sur les monuments

historiques de France+, publié sous les auspices de la +Société

française d’archéologie pour la conservation et la description des

monuments nationaux+, et dirigé par M. de Caumont. 4. Série, Tome 4,

34. Vol. de la Collection. Nr. 3. Paris et Caen, 1868. 8.

Lettre à M. de Caumont sur une excursion en Poitou, par M. de Cougny

(Suite). -- Notice sur une villa gallo-romaine au château de Roches,

commune de Sceaux (Sarthe), par M. L. Charles. -- Les puits funéraire

de Primelles (Cher), par M. Eugène de Robillard de Beaurepaire. -- De

Normandie en Nivernais. Rapport archéologique, par M. Charles Vasseur

(Suite).

+Publications de la société pour la recherche et la conservation des

monuments historiques dans le Grand-duché de Luxembourg.+ Année 1866.

XXII. Luxembourg. Imprimerie-librairie de v. Buck. 1867. 4.

Table chronologique des chartes et diplômes relatifs à l’histoire de

l’ancien comté de Luxembourg. Règne de Jean, roi de Bohême et comte

de Luxembourg. 1310-1346. Supplement. Par M. Fr. Wurth-Paquet. -- Die

wichtigsten Exemplare in meiner Sammlung römischer Münzen. Von Dr.

Elberling (Pl. VII et VIII). -- Wieder Münzfunde aus der Epoche der

sog. dreißig Tyrannen. -- Vier wiedergefundene Bildsteine aus der

Römerzeit, beschrieben und erklärt von Prof. Joh. Engling (Pl. I et

II). -- Exposé des bons résultats de notre autonomie, avec d’autres

notes historiques sur la période de 1848 à 1867, par M. Ulveling. -- De

la liquidation entre les Pays-Bas et le Grand-Duché de Luxembourg. --

Der Marscher Wald vor, bei und nach dem Feudalrechte, von Prof. Joh.

Engling (Pl. III). -- Mélanges.

Nachrichten.

Literatur.

_Neu erschienene Werke._

9) +Trajan am Rhein und die Inschriftenfälschung zu Trier+; offener

Brief an L. J. F. Janssen, von W. Brambach. Elberfeld, 1866. 8. 16 Stn.

10) +Die Secundiner und die Echtheit der Nenniger Inschriften+, von J.

+Leonardy+. Trier, 1867. 8. 36 Stn.

11) +Die Nenniger Inschriften keine Fälschung+ u. s. w., von J.

+Hasenmüller+[59]. Trier, 1867. 8. 32 Stn.

12) +Die angeblichen Trierschen Inschriften-Fälschungen u. s. w.+, von

J. +Leonardy+. Trier, 1867. 4. 68 Stn.

13) +Die römische Villa zu Nennig u. s. w.+, von v. +Wilmowsky+. Trier,

1868. 8. 66 Stn. (auch Fol., 18 Stn.)

Als in den ersten Tagen des Octobers 1866 zu Nennig, sieben Stunden

südlich von Trier, einige auf Stuck gemalte lateinische Inschriften

an einer antiken Mauer, in einer Tiefe von sechs bis zehn Fuß unter

dem jetzigen Boden, aufgedeckt waren, riefen dieselben, während sie

in Trier nur allgemeine Freude und Bewunderung erregten, anderwärts

sogleich den Verdacht der Unechtheit und Fälschung hervor, aus

welcher Veranlassung seitdem nicht nur viele Zeitungsartikel und

Flugblätter, sondern bis jetzt auch die obenerwähnten fünf Schriften

erschienen sind, die wir hier zusammenstellen, jedoch nicht, um

sie einzeln zu besprechen, was jetzt kaum nöthig ist, indem die

letztgenannte die Sache wol für immer abschließt. Nämlich der

bekannte Alterthumsforscher, Domkapitular Wilmowsky, der das berühmte

Nenniger Mosaik (gefunden 1853) in dem J. 1864 f. für den Bonner

Alterthumsverein beschrieben hat, gibt in dieser Schrift eine so

einfache Erzählung der Auffindung, eine so genaue Erklärung der

Inschriften nach Inhalt und Form -- welche letztere namentlich den

Verdacht der Fälschung hervorgerufen hatten --, eine so bündige

Abweisung der Ansicht, daß diese Inschriften in der jetzigen

Zeit könnten gemacht sein, kurz: eine so bestimmte Darlegung und

Beweisführung der ganzen Sachlage, daß wol Niemand mehr an der Echtheit

der Auffindung und dem Alterthum der Inschriften zweifeln wird. Ob

die Gelehrten, wie Mommsen in Berlin, Brambach in Freiburg u. s. w.,

endlich ihre Uebereilung einsehen, weiß man nicht; diese und andere

haben, nachdem sie ihr Verdammungsurtheil ausgesprochen hatten, die

oben angeführten Vertheidigungsschriften von Leonardy und Hasenmüller

vornehm ignoriert; die jetzige Schrift können sie nicht wol außer

Acht lassen, ohne daß man auf sie anwendet: qui tacet, consentit.

Mit richtigem Takt hat Wilmowsky keine der Schriften namentlich

berücksichtigt oder nur angeführt, daher auch die gegnerischen

Ansichten nicht polemisch zurückgewiesen, sondern durch Erzählung und

Schilderung der ganzen Auffindungsgeschichte die Unmöglichkeit der

Fälschung dargethan. Nach ihm fallen die Inschriften in die Zeit der

Antonine, wir möchten sie etwas früher setzen. Der Verfasser benützt

dieselben zugleich, um über die Bauwerke, deren Trier bekanntlich viele

aus der Römerzeit aufweisen kann, Näheres zu bestimmen; u. A. glaubt

er, der Baumeister, welcher in einer der neuentdeckten Inschriften

genannt wird, habe auch einige jener Bauten errichtet. Uebrigens

begrüßen wir dies Schriftchen mit Freuden, indem durch dasselbe der

unerquickliche Streit entschieden ist. Möge die andere Abhandlung,

welche die römische Villa bei Nennig zum Gegenstande haben wird, recht

bald die ganze Sache zum vollen Abschluß bringen.

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit (1868) Neue Folge. Fünfzehnter Band. · 第 47 / 150 题