(Nr. 5574-5599.)
=Braunfels.= +Se. Durchl. Fürst Ferdinand zu Solms-Braunfels+: 19
Photographien nach Reliquien der hl. Elisabeth u. a. mittelalterl.
Denkmälern. -- =Danzig.= +Stadtmagistrat+: 18 Photographien nach
alten Architekturen zu Danzig. R. +Bergau+, Architekt: Photographie
nach einem Schrotblatt in der Allerheil.-Bibliothek zu Danzig.
-- =Darmstadt.= +Se. kgl. Hoheit Großherzog Ludwig+ III. +von
Hessen-Darmstadt+: 8 gemusterte Fußplatten von der Ruine Tannenburg,
14. Jhdt. 2 kleine Steingutkrüge mit vier Henkeln. -- =Eichstätt.=
+Krüll+’sche Buch- und Verlagshandlung: 2 Blätter aus dem Leben der
Maria von A. Dürer, Copien von C. Deis. -- =Köln.= +Stadtmagistrat+:
4 Gypsabgüsse mittelalterl. Elfenbeinschnitzereien im städt. Museum
zu Köln. -- =Krumbach.= +Fr. Baader+, Conditor: Photograph. Aufnahme
mehrerer Ausgrabungen. -- =Leipzig.= H. +Altendorff+, Baumeister:
Photographie nach dem westl. Lettner im Dome zu Naumburg. -- =Lohr.=
K. +Mörschell+, Anwaltsconcipient: 2 Papiersiegel vom 18. Jhdt.
-- =Magdeburg.= +Ed. Bänsch+: Eine einfache und eine verzierte
Graburne, zwei Lanzenspitzen und ein Messer von Eisen, ausgegraben
auf dem Rittergute Preichau an der Oder. Blumenvase von Steingut,
durchbrochen und bemalt, 18. Jhdt. Fußangel von Eisen. -- =Nürnberg.=
+Lammers+, Commerzienrath: Württemberger Silbermünze von 1634. +Frl.
von Scheurl+: Schrank mit bemalten Flügelthüren, 17. Jhdt. Große
Ansicht von Wien, Radierung von J. Hoefnagel. Karte des Geuderischen
Weiherhauses bei Pillenreuth. Color. Federzeichnung, 1722. 2
Karten des Nürnberger Gebietes, Kupferstiche vom 16. u. 17. Jhdt.
+Ungenannter+: 3 Silbermünzen vom 17. und 18. Jhdt. Rechenpfennig
von Messing mit dem Reichsadler. -- =Nutha.= +Stenzel+, Pastor: 6
Erfurter, Nordhauser u. a. Bracteaten vom 14. Jhdt. -- =Stade.= L.
+Rodde+, Wasserbau-Conducteur: Große Silbermünze von Karlmann und zwei
byzant. Kupfermünzen. -- =Stollberg= in Sachsen. A. H. +Schubert+:
Papierabdruck des Stadtsiegels von Stollberg, aus dem 14. Jhdt. --
=Stuttgart.= +Dr. med. Hölder+: 2 Kupferstiche von Chr. Rugendas.
Porträt des A. von Haller, Kupferstich von J. F. Bause. -- =Warschau.=
M. +Bersohn+: 3 Photographien nach einem mit Elfenbein ausgelegten
Schrank vom 17. Jhdt.
Chronik der historischen Vereine.
+Mittheilungen der k. k. Central-Commission zur Erforschung und
Erhaltung der Baudenkmale.+ XIII. Jahrg. -- Jänner-Februar. Wien, 1868.
4.
Ein Porträt der Barbara Blomberg, der Mutter des Don Juan d’Austria.
Von E. Frhrn. v. Sacken. (Mit einer Tafel.) -- Die Kathedrale
von Fünfkirchen. Von E. Henszlmann. (Mit 1 Kupfertafel und 27
Holzschnitten.) -- Die Kirche zu Sievring. Beschrieben und aufgenommen
von Hans Petschnig. (Mit 5 Holzschnitten.) -- Glasgemälde in der
Marienkirche zu Wasen bei Leoben. -- Reliquiar in Form einer
Infel. (Mit 1 Holzschnitt.) -- Siegel der Stadt Groß-Enzersdorf in
Nieder-Oesterreich. (Mit 1 Holzschnitt.) -- Das Bürgerspital in Stadt
Steyer. -- Besprechungen.
+Berichte u. Mittheilungen des Alterthums-Vereines zu Wien.+ Jahrg.
1866. Bnd. X. I. Heft. Wien MDCCCLXVI. 4.
Die Herren und Grafen von Schaunberg und ihre Gräber in der
Stiftskirche zu Wilbering von Dr. Jodocus Stülz. Beschreibung der
beiden Denkmale, verfaßt von Dr. Karl Lind. (5 Holzschnitte.) --
Aus dem Kreise ober dem Manhartsberge, beschrieben von Dr. Karl
Lind (2 Holzschnitte). -- Johannes Tichtel, ein Wiener Arzt des XV.
Jahrhunderts, culturhistorische Skizze von Dr. Adalb. Horawitz. -- Die
zweischiffige Kirche in Payerbach, aufgenommen und beschrieben von
Hanns Petschnig (5 Holzschnitte). -- Kaiser Karl’s V. Heerschau über
die Reichstruppen am Marchfelde bei Wien im Jahre 1532, besprochen von
Dr. Karl Lind (2 Tafeln). -- Ein Turnierharnisch Kaiser Maximilian’s
I. im Waffenmuseum des k. k. Arsenals zu Wien, beschrieben und erklärt
von Anton Widter (4 Tafeln). -- Die Tafelgemälde auf der Rückseite
des Email-Altares im Stifte Klosterneuburg, von Dr. Eduard Freiherrn
von Sacken (5 Tafeln.) -- Die Ruine Kreuzenstein im V. U. M. B.,
beschrieben von Dr. Karl Fronner (5 Holzschnitte).
II. Heft: Materialien zur Topographie der Stadt Wien in den Jahren
1563 bis 1587 von Dr. Ernst Birk. -- Die kirchlichen Baudenkmale
des Mittelalters im Markte Mödling von Jul. Koch und Joh. Klein. --
Das Heidenthor bei Petronell von Dr. Friedrich Kenner. -- Ueber das
römische Heerwesen in Pannonien von Prof. Aschbach. -- Beiträge zur
Geschichte von Schwallenbach von Prof. Keiblinger.
18. +Jahresbericht+ über den Zustand und das Wirken des histor.
+Vereins für Steiermark+ vom 1. December 1866 bis 30. November 1867.
Von Prof. Dr. Franz Ilwof. (Graz.) 8.
+Correspondenzblatt des Gesammtvereines der deutschen Geschichts-
und Alterthumsvereine.+ Herausgeg. vom Verwaltungsausschusse des
Gesammtvereines in Altenburg. Sechzehnter Jahrgang. 1868. Nr. 2.
Februar. 4.
Angelegenheiten des Gesammt-Vereins. -- Literarische Anzeigen. --
Notizen über alterthümliche Funde etc.
+Beschreibung der deutschen Gaue.+ Herausgegeben durch den
+Gesammt-Verein der deutschen Geschichts- und Alterthums-Vereine+.
Zweiter Band. Beschreibung des Hessengaues von Dr. G. Landau. Zweite
Ausgabe. Halle, Verlag von G. Emil Barthel. 1866. 8. (VIII u. 268 Stn.,
1 lith. Karte.)
+Meklenburgisches Urkundenbuch.+ Herausgegeben von dem +Verein für
meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde+. IV. Band. 1297-1300,
Nachträge und Register zu Band I-IV. Schwerin, 1867. 4. (A. 1297-1300
und Nachträge. 1867. 2 Bll. u. 243 Stn. -- B. Register zu Band I-IV.
1867. 2 Bll. u. 554 Stn.)
+Meklenburgische Siegel.+ Erstes Heft. Siegel aus dem 12. u. 13.
Jahrhundert. Separat-Abdruck aus dem IV. Bande des Meklenburgischen
Urkunden-Buches. Schwerin, 1867. 4. 36 Stn.
+Jahrbücher für die Landeskunde der Herzogthümer Schleswig, Holstein
und Lauenburg+ herausgegeben von S. H. L. +Gesellschaft für
vaterländische Geschichte.+ Band IX. Heft 3. Kiel, 1867. 8.
Die Insel Fehmarn. Eine Holsteinische Landschaft. Von Prof. Dr. J. C.
Ravit. -- Beiträge zur Adelsgeschichte. 2. Die Familie von der Wisch
und Pogwisch. Vom Appellationsgerichts-Präsidenten a. D. v. Stemann.
+L’Investigateur. Journal de l’Institut historique de France.+
Trente-quatrième Année. Tome VII. -- IV. Série. 398. Livraison. --
Janvier 1868. 399. Livraison. -- Février 1868. Paris 1868. 8.
François Salfi, continuateur de l’Histoire littéraire d’Italie
par Ginguené; notice biographique, par M. A. Renzi. -- Prise par
les Anglais (en 1424) du Mont-Aiguillon, place forte de la Brie
champenoise, par M. l’abbé Boitel.
+Bulletin Monumental ou collection de mémoires sur les monuments
historiques de France+, publié sous les auspices de la +Société
française d’archéologie pour la conservation et la description des
monuments nationaux+, et dirigé par M. de Caumont. 4. Série, Tome 4,
34. Vol. de la Collection. Nr. 3. Paris et Caen, 1868. 8.
Lettre à M. de Caumont sur une excursion en Poitou, par M. de Cougny
(Suite). -- Notice sur une villa gallo-romaine au château de Roches,
commune de Sceaux (Sarthe), par M. L. Charles. -- Les puits funéraire
de Primelles (Cher), par M. Eugène de Robillard de Beaurepaire. -- De
Normandie en Nivernais. Rapport archéologique, par M. Charles Vasseur
(Suite).
+Publications de la société pour la recherche et la conservation des
monuments historiques dans le Grand-duché de Luxembourg.+ Année 1866.
XXII. Luxembourg. Imprimerie-librairie de v. Buck. 1867. 4.
Table chronologique des chartes et diplômes relatifs à l’histoire de
l’ancien comté de Luxembourg. Règne de Jean, roi de Bohême et comte
de Luxembourg. 1310-1346. Supplement. Par M. Fr. Wurth-Paquet. -- Die
wichtigsten Exemplare in meiner Sammlung römischer Münzen. Von Dr.
Elberling (Pl. VII et VIII). -- Wieder Münzfunde aus der Epoche der
sog. dreißig Tyrannen. -- Vier wiedergefundene Bildsteine aus der
Römerzeit, beschrieben und erklärt von Prof. Joh. Engling (Pl. I et
II). -- Exposé des bons résultats de notre autonomie, avec d’autres
notes historiques sur la période de 1848 à 1867, par M. Ulveling. -- De
la liquidation entre les Pays-Bas et le Grand-Duché de Luxembourg. --
Der Marscher Wald vor, bei und nach dem Feudalrechte, von Prof. Joh.
Engling (Pl. III). -- Mélanges.
Nachrichten.
Literatur.
_Neu erschienene Werke._
9) +Trajan am Rhein und die Inschriftenfälschung zu Trier+; offener
Brief an L. J. F. Janssen, von W. Brambach. Elberfeld, 1866. 8. 16 Stn.
10) +Die Secundiner und die Echtheit der Nenniger Inschriften+, von J.
+Leonardy+. Trier, 1867. 8. 36 Stn.
11) +Die Nenniger Inschriften keine Fälschung+ u. s. w., von J.
+Hasenmüller+[59]. Trier, 1867. 8. 32 Stn.
12) +Die angeblichen Trierschen Inschriften-Fälschungen u. s. w.+, von
J. +Leonardy+. Trier, 1867. 4. 68 Stn.
13) +Die römische Villa zu Nennig u. s. w.+, von v. +Wilmowsky+. Trier,
1868. 8. 66 Stn. (auch Fol., 18 Stn.)
Als in den ersten Tagen des Octobers 1866 zu Nennig, sieben Stunden
südlich von Trier, einige auf Stuck gemalte lateinische Inschriften
an einer antiken Mauer, in einer Tiefe von sechs bis zehn Fuß unter
dem jetzigen Boden, aufgedeckt waren, riefen dieselben, während sie
in Trier nur allgemeine Freude und Bewunderung erregten, anderwärts
sogleich den Verdacht der Unechtheit und Fälschung hervor, aus
welcher Veranlassung seitdem nicht nur viele Zeitungsartikel und
Flugblätter, sondern bis jetzt auch die obenerwähnten fünf Schriften
erschienen sind, die wir hier zusammenstellen, jedoch nicht, um
sie einzeln zu besprechen, was jetzt kaum nöthig ist, indem die
letztgenannte die Sache wol für immer abschließt. Nämlich der
bekannte Alterthumsforscher, Domkapitular Wilmowsky, der das berühmte
Nenniger Mosaik (gefunden 1853) in dem J. 1864 f. für den Bonner
Alterthumsverein beschrieben hat, gibt in dieser Schrift eine so
einfache Erzählung der Auffindung, eine so genaue Erklärung der
Inschriften nach Inhalt und Form -- welche letztere namentlich den
Verdacht der Fälschung hervorgerufen hatten --, eine so bündige
Abweisung der Ansicht, daß diese Inschriften in der jetzigen
Zeit könnten gemacht sein, kurz: eine so bestimmte Darlegung und
Beweisführung der ganzen Sachlage, daß wol Niemand mehr an der Echtheit
der Auffindung und dem Alterthum der Inschriften zweifeln wird. Ob
die Gelehrten, wie Mommsen in Berlin, Brambach in Freiburg u. s. w.,
endlich ihre Uebereilung einsehen, weiß man nicht; diese und andere
haben, nachdem sie ihr Verdammungsurtheil ausgesprochen hatten, die
oben angeführten Vertheidigungsschriften von Leonardy und Hasenmüller
vornehm ignoriert; die jetzige Schrift können sie nicht wol außer
Acht lassen, ohne daß man auf sie anwendet: qui tacet, consentit.
Mit richtigem Takt hat Wilmowsky keine der Schriften namentlich
berücksichtigt oder nur angeführt, daher auch die gegnerischen
Ansichten nicht polemisch zurückgewiesen, sondern durch Erzählung und
Schilderung der ganzen Auffindungsgeschichte die Unmöglichkeit der
Fälschung dargethan. Nach ihm fallen die Inschriften in die Zeit der
Antonine, wir möchten sie etwas früher setzen. Der Verfasser benützt
dieselben zugleich, um über die Bauwerke, deren Trier bekanntlich viele
aus der Römerzeit aufweisen kann, Näheres zu bestimmen; u. A. glaubt
er, der Baumeister, welcher in einer der neuentdeckten Inschriften
genannt wird, habe auch einige jener Bauten errichtet. Uebrigens
begrüßen wir dies Schriftchen mit Freuden, indem durch dasselbe der
unerquickliche Streit entschieden ist. Möge die andere Abhandlung,
welche die römische Villa bei Nennig zum Gegenstande haben wird, recht
bald die ganze Sache zum vollen Abschluß bringen.