Ihr Richard Freyer.
Lieber Herr Professor,
ich danke für Ihren Brief. Ich habe keine schlechten Nachrichten
bekommen, ich bin nur heimgegangen, weil ich mich allein gefürchtet
habe. Großmutter meint auch, ich soll nur bei ihr bleiben, ich habe
ja doch so viel, so wenig, wie man will, gelernt, daß ich malen und
Stunden geben kann.
Es war sehr schön in München, aber ich kann jetzt nicht wieder hin.
Sie waren immer gut zu mir, lieber Herr Professor, und es ist mir sehr
leid, daß ich Ihre Vorträge nicht mehr hören kann.
Geht es Ihnen gut?