Immer näher rückt die furchtbare Stunde des Abschieds; ich kann sie nicht
aufhalten; unthätig sitze ich hier und sehe dem Schlage entgegen, der all'
mein Glück zertrümmern soll. Die Stunde ist noch nicht bestimmt, und die
Hoffnung ruhet so fest an meinem Herzen, das mir ist als dürfte ich noch
hoffen. Ich weiß es, ich weiß es gewiß, daß er mich verläßt; allein es ist
mir wie der Tod, gewiß und unglaublich. Die Kraft kann den Gedanken ihrer
eignen Vernichtung nicht denken, das wäre vernichtet seyn, und denken
ist leben: und auch die Hoffnung schwindet erst mit dem Leben. Aber meine
Freuden sind mir doch getrübt, jede seiner Liebkosungen lockt mir Thränen
in die Augen, und wie ein drohendes Gespenst mischt sich die Furcht, ihn zu
verlieren, zu dem Glücke, ihn zu besitzen.