2. Regio respiratoria.

Die Schleimhaut besteht aus einem mehrreihigen, flimmernden

Zylinderepithel (Fig. 25, S. 81), das bald viele, bald wenige

Becherzellen enthält, und einer ansehnlichen, an der unteren

Nasenmuschel bis zu 4 mm dicken Tunica propria; diese besteht aus

fibrillärem Bindegewebe, das verschieden große Mengen von weißen

Blutzellen und elastische Fasern (letztere besonders in den tieferen

Schichten) enthält und gegen die Epithelgrenze zu einer gleichartigen,

mit feinen Löchern versehenen Membrana propria verdichtet ist. Die

weißen Blutzellen sind zuweilen zu Solitärknötchen zusammengeballt und

wandern oft in großen Mengen durch das Epithel in die Nasenhöhle (vgl.

S. 335).

Die Tunica propria des Menschen schließt verästelte, tubulo-azinöse

gemischte (S. 89) Drüsen ein; die serösen Abschnitte sind mit

zwischenzelligen Sekretkanälchen, seröse und muköse Drüsenzellen mit

einem Trophospongium (S. 38) ausgestattet. Die Drüsen münden nicht

selten in trichterförmige Vertiefungen, welche von einer Fortsetzung

des Oberflächenepithels ausgekleidet und an der unteren Muschel mit

unbewaffnetem Auge wahrnehmbar sind. In den Nebenhöhlen der Nase sind

Epithel und Tunica propria bedeutend dünner (-0,02 mm) und ärmer an

elastischen Fasern, sonst von gleichem Baue; nur spärliche und kleine

Drüsen finden sich daselbst.

[Illustration: Fig. 392.

Senkrechter Schnitt durch die Schleimhaut der unteren Nasenmuschel

eines Hingerichteten. 48mal vergrößert. Links ist eine trichterförmige

Vertiefung getroffen, die ein Stück eines Ausführungsganges aufnimmt,

rechts daneben ist eine große Vene angeschnitten. Technik Nr. 203,

S. 507.]

Lehrbuch der Histologie und der mikroskopischen Anatomie des Menschen, mit Einschluss der mikroskopischen Technik · 第 169 / 286 题