Schleimhaut.
Die innere Oberfläche des gesamten Darmtraktus, der Respirationsorgane
sowie gewisser Bezirke des Urogenitalsystems und einzelner
Sinnesorgane ist von einer weichen, feuchten Haut, der ~Schleimhaut,
Membrana mucosa~, überzogen. Dieselbe besitzt gegen das Lumen einen
Epithelüberzug, der je nach der Aufgabe des von der Schleimhaut
ausgekleideten Organes sehr verschieden gebaut sein kann; an
vielen Stellen sind aus diesem Epithel Drüsen entstanden, die sich
entweder im Bereich der Schleimhaut vorfinden oder mit ihr nur
durch Ausführungsgänge in Verbindung geblieben sind. Das vielerorts
mit besonderen Einrichtungen (speziell im Verhalten der Blut- und
Lymphgefäße) versehene Bindegewebe der Schleimhaut bezeichnen wir als
~Tunica propria~ (Stroma). Dieses geht bei solchen Schleimhäuten, die
unverschieblich mit der Unterlage (besonders mit Knochen) verbunden
sind, unmittelbar in das die Verbindung herstellende Bindegewebe über,
das wir als ~Tela submucosa~ bezeichnen. Wo die Schleimhaut auf der
Unterlage stark verschieblich ist, ist dieses Bindegewebe sehr locker
gebaut; auch besitzen solche Schleimhäute in der Regel als basalen
Abschluß eine schmächtige Lage glatter Muskulatur (~Tunica muscularis
mucosae~), die der Schleimhaut eine Eigenbeweglichkeit verleiht.
Die Schleimhaut setzt sich also in diesen Fällen zusammen aus:
I. Tunica epithelialis,
II. Tunica propria,
III. Tunica muscularis mucosae.
A. Kopfdarm.