Die Objekte müssen in Sublimat (am besten) (S. 16) oder in
Zenkerscher (S. 16) oder in Flemmingscher Flüssigkeit (S. 17), (für
Granula am besten in Alkohol-Formol oder in Kalibichromat-Formol
[S. 15]) fixiert, die Schnitte sehr dünn sein, sind also nach
Paraffineinbettung mit dem Mikrotom anzufertigen und auf einem
Objektträger aufzukleben. Der Objektträger kommt aus dem absoluten
Alkohol zur Beize
a) in eine Schale mit ca. 50 ccm Eisenlösung
(S. 6, 18) 6-12 Stunden,
dann b) in destill. Wasser zum Abspülen ein paar Sekunden
dann c) in eine Mischung von 30 ccm Weigertschem
Hämatoxylin und 30 ccm destill. Wasser 12-36 Stunden.
Das so verdünnte Hämatoxylin kann immer wieder zur
Eisenlackfärbung gebraucht werden. Man sammle es in einer
besonderen Flasche. Altes Weigertsches Hämatoxylin ist frisch
bereitetem vorzuziehen.
Dann wird der Objektträger mit den undurchsichtig schwarz gewordenen
Schnitten mit ~Brunnenwasser~ gut abgespült und in die obige
Eisenlösung zur ~Entfärbung~ und ~Differenzierung~ zurückgebracht.
Nach einiger Zeit (eine genaue Zeitangabe ist hier nicht möglich, man
unterbreche die Färbung öfter, spüle die Objektträger mit Brunnenwasser
kurz ab und untersuche ohne Deckglas mit starken Vergrößerungen, ob
der Zweck der Färbung erreicht ist), spüle man den Objektträger ca. 15
Minuten (nicht länger) in womöglich fließendem Wasser (auf jeden Fall
in ~Brunnenwasser~) ab; dann Einschließen in Xylolbalsam nach § 10,3
(S. 45).
Die treffliche Methode gelingt leicht, sobald die Entfärbung
langsam und sorgfältig vorgenommen wird. Ihr Nachteil liegt
in der Willkürlichkeit der Färbung, indem bei zu langer
Differenzierung die Farbe allmählich völlig ausgezogen wird.
Nachfärbung mit Eosin, Pikrofuchsin möglich (G.).
G. Färbungen des Zytoplasma und der Grundsubstanzen -- »Gegenfärbungen«.
Es handelt sich hier in der Regel um Färbungen, die mit anderen -- in
der Regel Kern- -- Färbungen kombiniert, angewendet werden.