scheint nach dem Muster des vorhergehenden gebauet zu seyn, nur ist er
größer: denn er übertrifft selbst den europäischen an Größe. Mit dem
letztern hat er einen sehr merklichen Zug von Aehnlichkeit, nemlich
die rothe Einfassung der Augen, die aber noch breiter, als bey jenem,
ist: denn sie fällt ihm an beyden Seiten unter den Unterschnabel, in
Gestalt der Backenlappen, herab, und auf der andern Seite erhebt sie
sich, wie ein dopelter Kamm, über den Oberschnabel.
Das Weibchen ist ein wenig kleiner, als das Männchen, von dem es aber
in Absicht auf die Farbe sehr abgeht. Es ist weder, wie das Männchen,
am Obertheile des Körpers weiß, noch am Untertheile schwarz mit einem
purpurfarbigen Widerschein. Man siehet nur etwas weniges Weißes unter
der rothen Einfassung der Augen, die bey weitem nicht so groß, als
am Männchen, ist. Das übrige alles ist rothbraun, bald dunkler, bald
heller, ausser unter dem Bauche und an den Seitenfedern des Schwanzes,
wo man schwarze Querstreifen auf einem grauen Grunde erblickt. Sonst
aber geht das Weibchen in dieser Raçe weniger von dem Männchen ab, als
in den übrigen Fasanraçen, und hat auch, wie dieses, eine Haube, doch
nicht von so langen Federn, wie das Männchen; sie hat auch die braune
Farbe des Kopfs, da sie hingegen bey dem Männchen schwarz ist und sich
auf dem weißen Nacken vortreflich ausnimmt. Die Füße sind an beyden
roth und bey dem Männchen mit weit stärkern Sporen, als des Goldfasans
seine sind, bewaffnet. In dem +Linne-Müllerischen+ System heißt
dieser Vogel lateinisch =Nycthemerus=, deutsch aber, wie bey
+Hallen+, der weiße Fasan.
Im nördlichen Theile von China findet man eine Art von Fasanen, deren
Flügel und Schwanz mit einer großen Anzahl runder Flecken, welche Augen
ähnlich sehen, besäet sind, daher man diese Vögel
Argus,
sonst aber