weiße Fasanen,
man weiß aber zu wenig von ihrer Geschichte, als daß man die Ursache
von dieser Farbe des Gefieders angeben könnte. Von andern Thieren
und Vögeln zu schließen, sollte sie eine Wirkung der Kälte seyn. Die
Fasanen sind freylich nicht so tief in Norden eingedrungen, als z. B.
der Pfau: allein sie sind auch nicht vollkommen weiß und haben, nach
+Brisson+, dunkelviolette Flecken auf dem Halse und röthlichbraune
auf dem Rücken; und, nach +Olina+, sieht man zuweilen an den Männchen
die Farben der gemeinen Fasanen an dem Kopf und Hals. Dieser letztere
Schriftsteller sagt, die weißen Fasanen kämen aus Flandern; vermuthlich
aber kommen sie noch weiter aus Norden: Er setzt hinzu, daß die
Weibchen weit weißer seyen, als die Männchen; man sieht aber auch bey
der gemeinen Fasanhenne mehr Weißes an ihrem, als an des Männchens,
Gefieder.
So wie der weiße Pfau mit dem gemeinen den bunten oder gestreiften
hervorgebracht hat, so kann man auch vermuthen, daß der weiße Fasan,
mit dem gemeinen gepaart, den
gespreckelten Fasan
hervorgebracht habe, zumal da er genau die Bildung und Größe der
gemeinen Gattung hat und sein Gefieder, wovon der Grund weiß ist, mit
Flecken übersäet ist, an denen man alle Farben unsers Fasans vereinigt
findet. +Frisch+ merkt an, daß er nicht zur Fortpflanzung tauge.