„Wie alt seid Ihr denn?“ -- „Ich bin 26 Jahre alt, und er do

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Anmerkungen zur Transkription

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1898 so weit

wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler

wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr

verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert;

fremdsprachliche Ausdrücke wurden nicht korrigiert.

Umlaute in Großbuchstaben (Ä, Ö, Ü) werden, mit Ausnahme

norwegischsprachiger Ortsbezeichnungen ('Österdalen', 'Österbygd'),

als deren Umschreibungen (Ae, Oe, Ue) dargestellt.

Die Fußnoten wurden an das Ende des jeweiligen Kapitels verschoben.

Das Original wurde in Frakturschrift gesetzt; besondere

Schriftschnitte werden im vorliegenden Text mit Hilfe der folgenden

Sonderzeichen gekennzeichnet:

gesperrt: +Pluszeichen+

Antiqua: ~Tilden~

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[Illustration: Fridtjof Nansen.]

Auf Schneeschuhen durch Grönland.

Von

Dr. Fridtjof Nansen.

Autorisirte deutsche Uebersetzung von M. Mann.

Zweite Ausgabe.

Mit 159 Abbildungen und 4 Karten.

Erster Band.

Hamburg.

Verlagsanstalt und Druckerei Actien-Gesellschaft

(vormals J. F. Richter).

1898.

Druck der Verlagsanstalt und Druckerei Actien-Gesellschaft

(vormals J. F. Richter) in Hamburg.

Inhalt.

Seite

Kap. I. Einleitung 1

II. Ausrüstung 30

III. Das Schneeschuhlaufen, die Entwickelung und die Geschichte

dieser Kunst 74

IV. Von Norwegen nach Island 132

V. Reise von Island zum Klappmützenfang 163

VI. Die Klappmütze (~Cystophora Cristata~) 182

VII. An Bord des Jason 200

VIII. Gegen Land. -- Das Treiben im Eise 225

IX. Wir treiben weiter durch das Eis 244

X. Historische Uebersicht über frühere Versuche, den

Eisgürtel auf Grönlands Ostküste zu durchdringen etc. 267

XI. Nordwärts an der Ostküste entlang. Zusammentreffen

mit Eskimos 307

XII. Ein Eskimolager 326

XIII. Weiter nordwärts an der Küste entlang 358

XIV. Neues Zusammentreffen mit Eskimos. Zwischen Eisbergen 379

[Illustration: An der Ostküste Grönlands 1882.

(Nach einer Skizze des Verfassers gezeichnet von E. Nielsen.)]

Kapitel I.

Einleitung.

Es war im Sommer 1882, als ich an Bord des norwegischen Seehundfängers

„+Viking+“ unter dem noch unbekannten Theil der grönländischen Ostküste

(auf dem 66° 50′ N. B.) im Eise stecken blieb. 24 Tage lagen wir dort

fest, und mit jedem Tage wurden wir zum Entsetzen der Besatzung der

felsigen Küste näher getrieben. Die Berggipfel und Gletscher dort

hinter dem Treibeise lagen am helllichten Tage da und glänzten. Am

Abend und zur Nachtzeit, wenn die Sonne sie bei ihrem Rundgang berührte

und den Horizont hinter ihnen in ein Feuermeer verwandelte, trat ihre

wilde Schönheit noch mehr hervor. Daß das Fernrohr vom Großmast aus

mehr als einmal am Tage gen Westen gerichtet wurde, und daß diese ganze

unbekannte Welt meine junge Seele zu sich hin zog und lockte, ist wohl

kaum zu verwundern. Unablässig grübelte ich darüber nach, +wie+ diese

Küste zu erreichen sei, die so Viele vergebens gesucht haben, und ich

kam zu dem Resultat, +daß+ sie zu erreichen sei, wenn nicht +durch+ das

Eis vermittels eines Schiffes -- wie man das früher versucht hatte --,

so doch +über+ dasselbe, und zwar indem man Boote hinter sich herzog.

Ich wollte sogar gleich einen Versuch machen und allein über das Eis

an Land spazieren. Dies Vorhaben scheiterte jedoch an dem Kapitän, der

es unter den obwaltenden Verhältnissen nicht verantworten zu können

glaubte, daß irgend Jemand das Schiff auf längere Zeit verließ.

Nach meiner Heimkehr schrieb ich infolge einer Aufforderung einen

Artikel in der „Geografisk Tidsskrift“ (7. Band, S. 76), in welchem

ich meine Vermuthung aussprach, daß sich Grönlands Ostküste ohne

Schwierigkeiten würde erreichen lassen, indem man mit einem

norwegischen Seehundfänger so weit wie möglich vordränge, das Schiff

dann verließe und sich über das Eis an Land begäbe. Daß mir schon

damals der Gedanke vorschwebte, in das Innere des Landes vorzudringen,

läßt sich also nicht leugnen, -- dieser Gedanke gewann jedoch erst bei

einer späteren Gelegenheit feste Gestalt.

Es war an einem Herbstabend im darauf folgenden Jahre -- also 1883 --,

ich erinnere mich dessen, als sei es gestern gewesen. Ich saß und hörte

gleichgültig zu, wie aus den Zeitungen vorgelesen wurde. Da fesselte

meine Aufmerksamkeit plötzlich ein Telegramm, welches berichtete,

daß Nordenskjöld glücklich von seiner Expedition nach Grönlands

Innerem zurückgekehrt sei, daß er keine Oasen, sondern nur endlose

Schneefelder gefunden habe, auf welchen seine beiden Lappen in kurzer

Zeit eine unglaubliche Strecke zurückgelegt und sich äußerst günstig

über die Schneeschuhbahn geäußert haben sollten. Der Gedanke, Grönland

auf Schneeschuhen von einer Küste bis zur anderen zu durchdringen,

durchzuckte mich wie ein Blitz. Der Plan war fertig, so wie er später

vorgelegt und ausgeführt wurde.

Mein Plan war in aller Kürze der folgende: Wenn man eine Expedition

kräftiger Schneeschuhläufer auf zweckmäßige Art ausrüstete, so mußten

diese im stande sein, Grönland zu durchqueren, falls sie von der

richtigen Seite anfingen; dieser letzte Punkt aber war von großer

Wichtigkeit.

Fing man, wie alle früheren Expeditionen, von der Westküste an, so

konnte man sicher sein, nicht durchzudringen. Man würde in dem Falle

die Fleischtöpfe Aegyptens hinter sich haben, während man vor sich nur

die unbekannte Eiswüste und die Ostküste hatte, die nicht viel besser

ist. Und selbst für den Fall, daß man durchdrang, hatte man einen

ebenso langen Weg zurückzulegen, um wieder in die Heimath zu gelangen.

Der einzig sichere Weg war meiner Meinung nach, durch das Treibeis

vorzudringen, an Grönlands öder, eisbedeckter Ostküste zu landen und

sich von hier aus nach der bewohnten Westküste zu begeben. Auf diese

Weise brach man alle Brücken hinter sich ab, man hatte nicht nöthig,

die Mannschaft vorwärts zu treiben, -- die Ostküste würde kaum einen

Einzigen zur Umkehr verlocken, während vor uns die Westküste lag, die

uns mit allen Annehmlichkeiten der Civilisation winkte und zu sich zog.

Da war keine Wahl, -- nur vorwärts! Die Parole würde lauten: Der Tod

oder Grönlands Westküste.

Im folgenden Jahr setzte ich meinen Plan einem Bekannten in

Dänemark brieflich auseinander und machte den Vorschlag, eine

dänisch-norwegische Expedition nach der Ostküste Grönlands zu

unternehmen. Die Dänen sollten die Ostküste untersuchen, während sich

die Norweger auf Schneeschuhen über das Inlandseis nach der Westküste

begaben.

Dieser Vorschlag führte jedoch zu keinem Resultat, und da ich

anderweitig stark in Anspruch genommen war, ruhte die Sache während

einiger Jahre. Erst im Herbst 1887 faßte ich den Entschluß, meinen

Plan allen Ernstes wieder aufzunehmen. Meine ursprüngliche Absicht

war es, die Expedition mit Privatmitteln auszuführen, als ich aber

von verschiedenen Seiten dringend aufgefordert wurde, die norwegische

Universität um die nöthigen Mittel zu ersuchen, um der Expedition

dadurch ein öffentliches, nationales Gepräge zu verleihen, willigte ich

ein und reichte ein Gesuch um 5000 Kronen zu der Ausführung einer Reise

nach diesem Plan an die Universität ein.

Das Gesuch wurde auf das kräftigste von dem akademischen Kollegium

unterstützt und der Regierung übersandt, damit diese die Sache

in Erwägung ziehen und das Gesuch auf reguläre Weise als

Regierungsvorschlag an das Storthing weiter befördern sollte. Von der

Regierung erhielt ich indessen die Antwort, daß man nicht glaube, auf

den Vorschlag eingehen zu können, und in den regierungsfreundlichen

Organen hieß es sogar, daß man keinerlei Grund habe, das norwegische

Volk die große Summe von 5000 Kronen bezahlen zu lassen, damit ein

Privatmann eine Vergnügungsreise nach Grönland unternehmen könne. Die

Meisten, die von meinem Plan hörten, hielten ihn für den reinsten

Blödsinn, -- ich müsse entweder nicht bei meinen fünf Sinnen oder

doch mindestens lebensüberdrüssig sein, -- was denn in Grönlands

Innerem zu holen sei? Glücklicherweise war eine Unterstützung seitens

der Regierung oder anderer keine Nothwendigkeit für mich, denn ich

erhielt von einem Manne in Kopenhagen das Anerbieten, mir die Summe,

um welche ich eingekommen war, auszubezahlen. Dieser Mann war der

Etatsrath +Augustin Gamél+, der sich schon durch die Ausrüstung der

+Dijmphna+-Expedition um die arktische Forschung verdient gemacht

hatte. Dies Anerbieten von einem Ausländer und einem mir persönlich

unbekannten Manne, zu einer Expedition beizutragen, welche von den

Meisten für Wahnsinn erklärt wurde, erschien mir so edelmüthig, daß ich

mich keinen Augenblick besinnen konnte, es anzunehmen.

[Illustration: Etatsrath Augustin Gamél.]

Erst im Januar 1888 trat ich in einem Artikel in der norwegischen

Zeitschrift „Naturen“, betitelt „Grönlands Inlandsis“, mit meinem Plan

an die Oeffentlichkeit. Nachdem ich u. a. die zahlreichen früheren

Versuche, in das Innere Grönlands vorzudringen, erwähnt hatte, sage ich:

„Mein Plan ist in aller Kürze der folgende: Mit drei bis vier der

besten, ausdauerndsten Skiläufer, die aufzutreiben sind, beabsichtige

ich, mich anfangs Juni mit einem der norwegischen Seehundsfangfahrzeuge

von Island aus nach Grönlands Ostküste zu begeben und ungefähr beim 66°

N. B. zu versuchen, mich so weit wie möglich der Küste zu nähern.[1]

Kann das Fahrzeug das Land nicht erreichen, was jedoch nach den von

den Seehundsfängern gemachten Erfahrungen, die sich häufig dieser

Küste genähert haben,[2] nicht unwahrscheinlich ist, -- so verläßt die

Expedition das Fahrzeug, sobald dies der Küste so nahe wie möglich

gekommen ist, und begiebt sich über das Eis an Land. Um über das offene

Wasser zu gelangen, das sich voraussichtlich in der Nähe der Küste

befindet, zieht man ein leichtes Boot auf Schienen hinter sich her

über das Eis. Daß eine solche Fahrt über das Treibeis möglich ist,

glaube ich auf Grund früherer Bekanntschaft mit demselben annehmen

zu können. Im Jahre 1882 machte ich nämlich mit dem Seehundsfänger

„Viking“ aus Arendal eine Reise in diese Gegend, und wir saßen im Juni

an der Ostküste von Grönland im Eise fest. 24 Tage hindurch trieben

wir an der Küste, an welcher ich jetzt an Land zu gehen gedenke,

entlang, und ich hatte während der Zeit auf meinen zahlreichen

Wanderungen und Jagdausflügen reichliche Gelegenheit, Bekanntschaft

mit der Beschaffenheit des Eises und den Schneeverhältnissen zu

machen, wie wir auch auf unserer Reise häufig infolge plötzlicher

Einklemmungen gezwungen waren, unsere Boote lange Strecken über die

Eisschollen zu ziehen. -- Auf diese Weise glaube ich also das Land

erreichen zu können. Am liebsten würde ich es sehen, wenn dies ein

wenig nordwärts von Kap Dan geschehen könnte, da die Küste hier noch

nicht von Europäern bereist ist und schon an der Küste vielerlei von

Interesse zu untersuchen sein würde. Weiter südwärts dagegen ist die

Küste verhältnißmäßig bekannt, da die dänische Frauenboots-Expedition

unter Kapitän +Holms+ Leitung im Jahre 1884 bis zu einem etwas nördlich

von Kap Dan gelegenen Punkt vordrang und in Angmagsalik, einer Kolonie

heidnischer Eskimos, etwas südlich von dem genannten Vorgebirge,

überwinterte. Nachdem wir die Untersuchungen an der Küste gemacht

haben, die sich ohne große Zeitvergeudung ausführen lassen, treten

wir sobald wie möglich die Wanderung über das Inlandseis an. Gelangt

die Expedition nördlich von Kap Dan ans Land, so beginnen wir unsere

Wanderung am Ende eines der dort belegenen Fjorde; landen wir dagegen

südlicher, so müssen wir uns in den tiefen Sermilikfjord begeben, um

von hier aus auf das Eis zu kommen.

Die Expedition versucht gleich so hoch wie möglich auf eisfreies

Terrain zu gelangen, selbst wenn die Steigung hier bedeutend stärker

sein sollte als auf den Gletschern; hierdurch hat man nämlich den

Vortheil, daß man, wenn es sich endlich als nothwendig zeigt, auf das

Eis zu gehen, voraussichtlich flacheres und ebeneres Eis finden und

gleichzeitig das schlimmste Gletschereis vermeiden wird, das uns durch

seine Unebenheiten und Spalten nicht geringe Gefahren und Hindernisse

in den Weg legen kann. Auf das Eis gekommen, richtet die Expedition

ihren Kurs auf Christianshaab an der Diskobucht, und sucht diesen Ort

baldmöglichst zu erreichen. Indem man sich nach der Diskobucht begiebt,

statt eine südlichere Richtung einzuschlagen, hat man auf der einen

Seite den Vortheil, daß man auf dem nördlicheren Wege voraussichtlich

eine bessere Schneeschuhbahn finden wird, und auf der anderen Seite

den, daß man an der Diskobucht, wo keine tiefen Fjorde in das Land

einschneiden, verhältnißmäßig leicht bewohnte Orte antreffen wird,

da die vor der Küste belegene Diskoinsel mit ihren etagenförmigen

Basaltklippen vom Inlandseise aus gesehen einen guten Wegweiser abgeben

dürfte, um von dort mit Leichtigkeit nach einer der beiden Kolonien

Jakobshafen oder Christianshaab zu gelangen, die ungefähr einen halben

Grad voneinander entfernt an der Diskobucht liegen.

Die Entfernung von der Ostküste, wo ich zu landen gedenke, bis zu der

Diskobucht beträgt ungefähr 670 ~km~; wenn man nun rechnet, daß man

täglich 20-30 ~km~ zurücklegen kann, was für Schneeschuhläufer sehr

mäßig gerechnet ist, so wird die Reise nicht über einen Monat währen;

nimmt man aber Proviant für die doppelte Zeit mit, so scheint alle

Wahrscheinlichkeit für einen glücklichen Ausgang vorhanden zu sein.

Der Proviant muß auf Schlitten gezogen werden. Außer den gewöhnlichen

Schneeschuhen (+Ski+) denke ich eine andere Art Schneeschuhe

(+Truger+)[3] mitzunehmen, die dort, wo der Schnee weich und naß ist,

zweckmäßiger sind.

Neben dem Proviant für ungefähr zwei Monate, sowie den verschiedenen

Arten von Schneeschuhen sollen ferner die nothwendigen Instrumente zur

Ortsbestimmung etc. etc. mitgenommen werden.“

Daß gegen einen Plan wie diesen auch in der Presse mehr oder weniger

kräftige Einwendungen erhoben wurden, ist ja nicht zu verwundern; sie

zeichneten sich jedoch durchgehend dadurch aus, daß sie auffallende

+Unkenntniß+ der Eis- und Schneeverhältnisse sowie der Passage über die

Eis- und Schneefelder verriethen.

Ich kann mir das Vergnügen nicht versagen, hier einige kleine Auszüge

aus einem Vortrag wiederzugeben, der von einem jungen dänischen

Grönlandsfahrer in Kopenhagen gehalten und in der dänischen Zeitschrift

„Neue Erde“ (~Ny Jord~) im Januar 1888 abgedruckt worden ist. Da heißt

es u. a.:

„Andere Pläne sind nicht weiter als bis auf das Papier gelangt, so

z. B. der Vorschlag in einem Ballon quer über das Inlandseis zu gehen,

der schon Ende des vorigen Jahrhunderts gemacht wurde. Zu der letzten

Klasse von Vorschlägen, die bis dahin nur bis auf das Papier gelangten,

gehört auch derjenige, der von dem nordischen Zoologen, dem Konservator

an dem Museum zu Bergen, +Fridtjof Nansen+ gemacht ist.“ -- -- --

„Es ist sehr viel, was für den Grundgedanken in +Nansens+ Expedition

spricht, sowohl daß er sich von der Ostküste nach dem civilisirten

Theil Grönlands hinüberzubegeben gedenkt (statt umgekehrt), als auch,

daß er als tüchtiger Skiläufer Ski als Beförderungsmittel benutzen

will. Aber mit dieser Anerkennung der Grundgedanken des Planes muß

auch für Jeden, der etwas von den Verhältnissen kennt, die Anerkennung

aufhören. Schon die Art und Weise, wie +Nansen+ die Ostküste zu

gewinnen gedenkt, indem er nämlich die sichere Schiffsplanke verlassen

und gleich einem Eisbären von einer schaukelnden Eisscholle auf

die andere wandern will, bis er das Ufer erreicht hat, ist ja so

dummdreist, daß man nicht weiß, was man dazu sagen soll.

Jedoch den Fall gesetzt, das Glück wäre dem Kühnen hold und +Nansen+

erreichte die Ostküste Grönlands, was will er dann anfangen, um das

eigentliche, ebene Inlandseis zu erreichen, -- mit anderen Worten, wie

will er über den äußeren Rand des Inlandseises gelangen, wo Fels auf

Fels aus der Eisdecke emporragt und diese aller Wahrscheinlichkeit nach

an den meisten Stellen unpassirbar macht.“ -- -- --

„+Nansens+ Plan, gerade die steilen Küstenfelsen zu erklimmen und von

dort auf das aufgedämmte hohe Eisfeld zu spazieren, verräth deshalb

eine vollständige Unkenntniß der Verhältnisse.“ -- --

-- -- „Mit dem, was man vom Außenlande sehen kann, hört meine Erfahrung

auf, und ich kann deswegen nicht darauf eingehen, den Plan zu

kritisiren, der darauf ausgeht, den inneren Theil des Inlandseises zu

passiren, und eine genügende Menge Proviant mit sich zu führen, -- ich

glaube übrigens, daß sich dieser Plan möglicherweise ausführen ließe,

falls +Nansen+ wirklich über den ersten Rand des Eises gelangen könnte.

Auf etwas ganz anderes dagegen halte ich mich für verpflichtet und

berechtigt in der vorliegenden Angelegenheit aufmerksam zu machen:

nämlich, daß meiner Ansicht nach Niemand das moralische Recht hat,

durch Wagnisse, die nur eine geringe Aussicht haben, zu irgend welchem

Resultat zu führen, die Eskimo-Einwohner Ostgrönlands zu belästigen,

indem man von ihnen verlangt, daß sie Einem aus der Klemme helfen, in

die man sich selber ohne jeglichen Zweck hineinbegeben hat. Es kann

nämlich für uns Wenige, die etwas von den Verhältnissen im dänischen

Ostgrönland kennen, kein Zweifel darüber sein, daß man, -- so wie

+Nansens+ Plan entworfen ist, falls nicht das Schiff die Küste erreicht

und auf ihn wartet, bis er gezwungen ist, seinen Plan aufzugeben, --

zehn gegen eins wetten kann, daß +Nansen+ entweder sein Leben und

vielleicht das Anderer, ohne allen Zweck aufs Spiel setzt oder auch,

daß er von den Eskimos aufgenommen und von diesen an der Küste entlang

bis zu den dänischen Stationen an der Westküste geführt wird. Niemand

aber hat das Recht, die Ostgrönländer ohne Zweck zu einer langen und

für sie verderblichen Reise zu veranlassen.“ -- -- --

Diese Artikel waren sicher in bester Absicht geschrieben, aber sie

geben doch ein klares Beispiel, welche fast abergläubische Angst viele

Menschen -- und darunter selbst Sachverständige und Autoritäten -- vor

dem Inlandseise und vor einer Passage über die Schnee- und Eisfelder

bis vor ganz kurzem empfunden haben müssen. Der Verfasser des oben

erwähnten Artikels hatte sich selber mehrere Jahre lang am Rande des

Inlandseises aufgehalten, aber niemals war ihm der Gedanke gekommen,

einen kleinen Spaziergang über diesen Rand hinaus zu machen. Er würde

sicher schon bei den ersten Schritten viele seiner groben Irrthümer

eingesehen haben und sich darüber klar geworden sein, „was eine völlige

Unkenntniß der Verhältnisse“ bedeute.

In einem anderen wenn möglich noch weniger sachkundigen Artikel hieß

es, daß wenn Nansen selber so verrückt sein wolle, so etwas zu wagen,

er doch sicher nicht einen einzigen Menschen mit sich bekommen würde,

und allein könne er das Wagniß doch nicht unternehmen!

Auch in der englischen Presse erschienen mehrere Artikel gegen die

Expedition.

Aber trotz aller dieser warnenden Stimmen und trotz der allgemeinen

Ansicht, daß das Ganze eine Tollheit sei, fanden sich doch genug

Menschen, die sich daran betheiligen wollten. Ich erhielt über 40

Gesuche von Leuten in den verschiedensten Stellungen. -- Da waren

Offiziere, Pharmaceuten, Kaufleute, Bauern, Seeleute, Studenten etc.

etc. Und außerdem waren noch Viele da, die kein direktes Gesuch

einreichten, die aber sagten, daß sie mehr als gerne mitwollten, und

daß sie sich melden würden, wenn sie wüßten, daß es ihnen nützen könne.

Es waren auch nicht allein Norweger, sondern aus Dänemark, Frankreich,

Holland und England liefen gleichfalls Gesuche ein.

Ich konnte indessen nur Leute gebrauchen, die mit dem Schneeschuhlaufen

vertraut und die als energische ausdauernde Menschen bekannt waren. Ich

wählte folgende Norweger: +Otto Sverdrup+, früheren Schiffskapitän,

+Oluf Dietrichson+, damals Premier-Lieutenant, jetzt Kapitän bei der

norwegischen Infanterie, und +Kristian Kristiansen Trana+, einen

norwegischen Bauernburschen. Da ich ursprünglich die Absicht hatte,

Rennthiere mitzunehmen, und da ich glaubte, Nutzen aus dem angeborenen

Ortssinn der Naturvölker, sowie ihrer Gabe, sich in alle möglichen

Lagen des Lebens zu finden, ziehen zu können, so schrieb ich an ein

paar mir empfohlener Männer in Finnmarken und fragte an, ob sie mir ein

paar Berglappen verschaffen könnten, die geneigt seien mitzukommen. Ich

fügte hinzu, daß es muthige Leute sein müßten, bekannt als besonders

ausdauernd und geeignet, sich auf unbekanntem Terrain zurecht zu

finden; auch müßten sie von vorneherein völlig über die gefahrvolle

Natur des Vorhabens unterrichtet sein, es müsse ihnen eingeschärft

werden, daß ebenso viel Aussicht vorhanden sei, daß sie nicht

zurückkehrten, als daß sie ihre Heimath glücklich wieder erreichten,

-- ferner müßten es unverheirathete Leute in einem Alter zwischen 30

und 40 Jahren sein, da ich glaube, daß Körper wie Geist in dem Alter am

widerstandfähigsten und geeignetsten für ein solches Unternehmen seien.

Es währte lange, ehe Antwort auf meine Vorfrage kam, -- die Post

gelangt nicht schnell zu den Bewohnern Finnmarkens, -- nur alle

vierzehn Tage kommt sie mittels einer Rennthierpost über das Gebirge

zu ihnen. Endlich als die Zeit bereits drängte, erhielt ich die

Antwort, ich könne zwei tüchtige Kerle aus Karasjok bekommen, wenn

ich gut bezahlen wolle. Ich ging so ungefähr auf ihre Forderungen ein

und telegraphirte, daß sie baldmöglichst kommen müßten. Dann erhielt

ich die Nachricht, sie seien unterwegs und würden den und den Tag

eintreffen, -- ich war natürlich sehr gespannt darauf, sie zu sehen.

An einem Sonnabend Abend wurden sie erwartet. Es waren Leute am

Bahnhof, um sie in Empfang zu nehmen und sie in ihr Logis zu führen.

Aber keine Lappen kamen. Auch am Sonntag kamen sie nicht. Niemand

konnte begreifen, was aus ihnen geworden war; endlich am Montag hieß

es, nun seien sie angekommen. Und wirklich, sie waren gekommen, -- mit

dem gemischten Güterzug statt mit dem Eilzug. Ich eilte nach ihrem

Logis und kam in ihr Zimmer, -- mitten in demselben stand ein junger,

hübscher Mann mit einem beinahe mehr finnischen als lappländischen

Aussehen, hinten in einer Ecke saß ein alter Mann mit langem, schwarzem

Haar, das ihm über die Schultern hing; er war klein von Wuchs, sah aber

noch kleiner aus, wie er da zusammengekrochen auf einer Kiste saß. Er

hatte ein stärkeres lappländisches Aeußere als der Junge. Auf ihn paßte

völlig die Beschreibung, die +Peder Daß+ (1685) von den Lappen giebt:

Das Volk, das ist von ganz eigner Natur,

Kurzbeinig im Wuchs und von kräft’ger Statur,

Es gleicht auf ein Haar den Zwergen.

-- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --

Mit klugem Aug, das gar scharf weiß zu schau’n,

Von Antlitzfarbe ganz gelblich und braun,

Spitzkinnig mit länglichen Kiefern.

Als ich eintrat, neigte er den Kopf und kreuzte die Arme auf

morgenländische Weise, -- der Junge grüßte auf ganz gewöhnliche Art.

Der Alte konnte nur wenig Norwegisch, deshalb mußte ich mit dem Jungen

sprechen. Ich fragte, ob sie sich wohl befänden, und weshalb sie mit

dem langsamen Zuge gekommen seien. Ja, sie hätten es nicht besser

gewußt, und dann sei es mit dem Zuge ein paar Kronen billiger gewesen.

„Wie alt seid Ihr denn?“ -- „Ich bin 26 Jahre alt, und er dort, Ravna,

ist 45 Jahre.“ Das war denn doch eine merkwürdige Geschichte! Ich hatte

ausdrücklich betont, daß sie zwischen 30 und 40 Jahre alt sein sollten.

„Ihr seid beide Berglappen?“ -- „Nein, nur Ravna ist Berglappe, ich bin

in Karasjok ansässig.“ -- Noch schlimmer; ich hatte ausbedungen, daß

es Berglappen sein sollten. „Aber seid Ihr denn gar nicht bange davor,

die Reise zu unternehmen?“ -- „Ja, wir ängstigen uns sehr, man hat

uns unterwegs gesagt, die Expedition sei so gefährlich, daß wir wohl

nicht lebendig wieder nach Hause kämen, und deshalb sind wir so bange

geworden.“ -- Aber das war denn doch zu arg! Sie waren nicht einmal

von dem in Kenntniß gesetzt worden, worauf sie eingingen, die armen

Menschen! Ich hatte die größte Lust, sie gleich wieder nach Hause zu

schicken, aber jetzt war es zu spät, andere Leute zu verschreiben.

Ich mußte sie behalten, deshalb war es das Beste, sie zu trösten, so

gut ich konnte und ihnen zu sagen, daß das, was die Leute redeten,

Unsinn sei, -- ihnen schon im voraus den Muth zu nehmen, hatte gar

keinen Zweck, sie konnten ihn ohnedies schnell genug verlieren. Wenn

sie auch nicht so stark und ausdauernd aussahen, wie ich es gewünscht

hatte, so machten sie doch den Eindruck von herzensguten, zuverlässigen

Menschen. Und daß sie das waren, haben sie in vollem Maße bewiesen, und

in Hinsicht auf ihre Ausdauer ließen sie nichts zu wünschen übrig. Als

Naturvolk betrachtet, hatte ich von ihnen übrigens bei weitem nicht den

erwünschten Nutzen. So wurden sie beispielsweise zu Rekognoscirungen

überall nicht verwendet.

In einer Schilderung,[4] welche +Balto+ von der ganzen Fahrt gemacht

hat, fährt er, nachdem er von seiner Reise von Finnmarken erzählt und

wie ihnen die Leute unterwegs allen Muth genommen hätten, indem sie

mich als einen ganz verrückten Menschen darstellten, folgendermaßen

fort:

„Am 14. April reisten wir von Trondhjem und kamen am 16. April nach

Kristiania. Nansen hatte einen Mann nach dem Bahnhofe geschickt, um uns

in Empfang zu nehmen, nämlich Sverdrup; er kam zu uns und fragte: „Seid

Ihr die beiden Männer, die mit Nansen wollen?“ -- Wir antworteten, daß

wir es seien. Sverdrup erzählte, daß auch er einer von denen sei, die

mit Nansen wollten, und er erzählte, daß er ausgegangen sei, um uns zu

empfangen. „Kommt jetzt mit mir!“ und wir gingen mit ihm, und er führte

uns in ein Hotel, das in der Tolbodgade Nr. 30 liegt. Nach Verlauf

einer Stunde kamen Nansen und Dietrichson, um uns zu begrüßen. Es war

überaus herrlich und wunderbar, als wir diesen unsern fremden Herrn

zu sehen bekamen, nämlich Nansen. Er war uns fremd, aber sein Antlitz

schien uns entgegen, als sei es das Antlitz unserer zurückgebliebenen

Eltern gewesen, so schön kam es mir vor, und so war auch sein an uns

gerichteter Willkommgruß. Alle die fremden Leute in der Stadt waren

sehr gut und freundschaftlich gegen uns Lappen während der ganzen

Zeit, die wir in Kristiania waren; von der Zeit an wurden wir noch

vergnügter, und das war sehr angenehm für uns.“

Da wir uns nun durch dies ganze Buch hindurch mit diesen fünf Menschen

beschäftigen sollen, wäre es vielleicht ganz angebracht, sie einzeln

vorzustellen. Wir wollen mit den Norwegern anfangen und sie dem Alter

nach vorführen.

+Otto Neumann Sverdrup+ wurde am 31. Oktober 1855 auf dem Hofe Haarstad

in Bindalen auf Helgeland geboren. Sein Vater war der Wald- und

Hofbesitzer +Ulrik Sverdrup+ und seine Mutter war +Petra Knoph+.

In einer rauhen Natur geboren und von Kindheit an daran gewöhnt, sich

in allen möglichen Beschäftigungen und in allem möglichen Wetter in

Wäldern und auf Bergen umherzutreiben, lernte er früh für sich selbst

sorgen und auf eigenen Füßen stehen. Er war noch ein kleiner Knabe,

als er anfing auf Skischuhen zu laufen, und daß sich in einem so

unkultivirten Distrikt wie in Bindalen die beste Gelegenheit findet,

sich zu einem tüchtigen und unerschrockenen Skiläufer auszubilden,

liegt auf der Hand. Mit zehn Jahren erhielt er eine Flinte, und von

der Zeit an streifte er stets auf Jagdausflügen umher, im Winter auf

Schneeschuhen, im Frühling auf der Auerhahn- und im Herbst auf der

Bärenjagd. Er wurde nicht in die Stadt geschickt, um zur Schule zu

gehen, sondern er hatte einen Hauslehrer. Eine besondere Vorliebe für

Bücher scheint er jedoch niemals gehabt zu haben.

Mit 17 Jahren ging er zur See und reiste dann während vieler Jahre

theils mit norwegischen, theils mit amerikanischen Schiffen.

Im Jahre 1878 machte er sein Steuermannsexamen in Kristiania und fuhr

dann mehrere Jahre als Steuermann. Als solcher erlitt er vor einigen

Jahren mit einem norwegischen Schoner an der Westküste von Schottland

Schiffbruch. Bei dieser Gelegenheit zeigte er so recht, welcher Kern

in ihm steckte, denn es ist hauptsächlich seiner Besonnenheit und

Schneidigkeit zu verdanken, daß die Mannschaft gerettet wurde. Einen

Schoner und ein Dampfschiff führte er als Kapitän, -- ein Jahr lang

lag er auch mit einem Fischkutter an der Nordlandsküste. Vor einer

Reihe von Jahren geschah es, daß man in Göteborg einen Führer für

+Nordenfeldts+ unterseeisches Boot suchte, das über die Nordsee nach

England geführt werden sollte. Man setzte eine Belohnung für Denjenigen

aus, der dies gefahrvolle Amt übernehmen wolle, aber es fand sich

Niemand, der es wagte. Da kam +Sverdrup+ zufällig dorthin und erbot

sich gleich dazu, er überredete einen Vetter, als Maschinist

mitzugehen, und diese Beiden wollten es übernehmen, das unsichere

Fahrzeug, das noch Niemand auf größere Entfernungen versucht hatte,

nach England zu führen, ja, +Sverdrup+ meinte, es sei ein wahrer Sport,

aber dann, im letzten Augenblick, änderten die Unternehmer ihren

Entschluß und ließen das Boot über die See bugsiren.

[Illustration: Schiffskapitän Otto Sverdrup.]

Während der letzten Jahre hat sich +Otto Sverdrup+ größtentheils auf

dem Gute seines Vaters aufgehalten, der vor ungefähr 11 Jahren seinen

Besitz in Bindalen verkauft und sich weiter südwärts auf Trana bei

Stenkjär angesiedelt hatte. Hier beschäftigte er sich bald mit dem

Einen, bald mit dem Andern, bald stand er dem Forstwesen, bald dem

Flößen des Holzes vor, bald war er Schmied, bald ging er auf Fischfang

aus, und überall war er der Erste. Sein liebster Zeitvertreib war es,

in stürmischem Wetter in einem Nordlandsboot auszusegeln, wenn das Boot

mit vierfach gerefften Segeln die schäumende Brandung durchschnitt,

ganz so, wie es bei +Peder Daß+ heißt:

„Gebt acht auf die Schote!

Schöpfkell in die Faust, das Auge im Wind,

Stemmt gegen das Seil, seid schnell und geschwind,“ --

da gefiel +Sverdrup+ das Dasein.

Daß ein solcher Mann für eine Expedition wie geschaffen war, ist

selbstverständlich. Durch sein bewegtes, vielseitiges Leben hatte er

gelernt, sich in allen schwierigen Lagen zurechtzufinden. Stets war er

ruhig, immer wußte er Rath. --

+Oluf Christian Dietrichson+ wurde am 31. Mai 1856 in Skogn bei

Levanger geboren. Sein Vater war der Kreisarzt +Peder Wilhelm Krejdahl

Dietrichson+ und seine Mutter +Canuta Pauline Ditlevine Due+. Er

genoß eine strenge Erziehung und wurde früh zu männlicher Thätigkeit

angehalten und an das Leben in freier Luft gewöhnt. Sein Schulweg bis

Levanger, wo er bis 1873 die Schule besuchte, betrug fast eine deutsche

Meile, später kam er ein Jahr auf Trondhjems Lateinschule und von dort

nach Kristiania auf die Maribogadens-Schule, wo er bis 1876 blieb. Dann

nahm er ein Jahr lang Privatstunden und wurde 1877 Kadett, als solcher

kam er in die mittelste (die sogen. zweite) Klasse der damals aus fünf

Klassen bestehenden Kriegsschule. Im Jahre 1880 wurde er zum Offizier,

im Februar 1882 zum Seconde-Lieutenant und im Sommer 1890 zum Kapitän

in der Trondhjemschen Brigade ernannt.

1886 wurde er Premier-Lieutenant in derselben Brigade.

In den Wintersemestern 1882-84 machte er die Centralturnschule in

Kristiania durch und bildete sich zum Lehrer in der Gymnastik und

Waffenführung aus; im Jahre 1887 wurde er als Hülfslehrer bei dieser

Schule angestellt.

+Dietrichson+ hat sich sein Leben lang auf das eifrigste mit allen

körperlichen Uebungen beschäftigt. Von Natur hat er einen starken, wohl

proportionirten Körper, der durch gute Erziehung stets abgehärtet und

entwickelt worden ist.

In den späteren Jahren hat er jeden Winter lange Schneeschuhtouren

durch die verschiedenen norwegischen Berggegenden gemacht; er hat auf

seinen Schneeschuhen fast alle Thäler zwischen Skien und Trondhjem

durchwandert, und es giebt wohl kaum Jemand, der so viel von Norwegen

zur Winterszeit gesehen hat, wie er.

[Illustration: Kapitän O. C. Dietrichson]

Auf der Expedition gereichten uns die Kenntnisse, die er durch seine

militärische Ausbildung erworben hatte, zu großem Nutzen. Er übernahm

fast ausschließlich die Führung des meteorologischen Tagebuches, wie

auch die ausgeführten Landmessungen und die angefertigten Karten sein

Verdienst sind. Mit Selbstaufopferung und großem Eifer unterzog er

sich dieser Arbeit, die um so anerkennenswerther ist, wenn man bedenkt,

unter welchen Verhältnissen er arbeitete. Vollauf kann das wohl nur

Derjenige verstehen, der es versucht hat, bei einer Temperatur von

unter -30, seine Beobachtungen zu machen, und sein meteorologisches

Tagebuch genau und pünktlich wie gewöhnlich zu führen, selbst wenn man

todtmüde ist, und wenn von allen Seiten der Untergang droht, oder zu

schreiben, wenn die Finger so von Frost angeschwollen sind, daß man

kaum einen Bleistift halten kann. Ja, dazu gehört wahrlich mehr als das

gewöhnliche Maß von Energie und Charakter! --

+Kristian Kristiansen Trana+ war nicht mehr als 24 Jahre alt, als

er sich der Expedition anschloß. Dies ist freilich ein bedeutend

geringeres Alter, als wie ich es zu dergleichen Strapazen für

zweckmäßig halte, aber er war muthig und stark und hatte eine ganz

außerordentliche Lust zu dem Unternehmen. Auf +Sverdrups+ Empfehlung

hin besann ich mich deswegen nicht, ihn mitzunehmen. Ich sollte es auch

nicht bereuen, obgleich er sein kräftigstes Alter sicher noch nicht

erreicht hatte. Er wurde am 16. Februar 1865 in dem Oertchen Grinna

geboren, ein wenig südlich von Trana, dem jetzigen +Sverdrup+schen

Besitz. In seiner Heimath hat er sich hauptsächlich an Forstarbeiten

betheiligt, außerdem ist er mehrmals zur See gewesen und hat

infolgedessen ein wenig von der Welt gesehen. Er war ein tüchtiger,

zuverlässiger Bursche, und wenn +Kristian+ versprochen hatte, irgend

etwas auszuführen, so wußte ich stets, daß es gethan wurde. --

[Illustration: Kristian Kristiansen.]

+Samuel Johannesen Balto+ ist ein in Karasjok ansässiger Lappe, er

war 27 Jahre alt, als er sich auf die Expedition begab. Er war von

mittlerer Größe und hatte eigentlich nichts ausgeprägt Lappländisches

in seinem Aeußern. Er gehört zu den sogenannten Flußlappen, die

gewöhnlich größer von Wuchs sind und stark mit Kvänen (Finnen)

vermischt zu sein pflegen. Die meiste Zeit hatte er mit Forstarbeiten

verbracht, mehrere Jahre hindurch war er aber auch mit auf Fischfang

ausgezogen. Eine Zeitlang hatte er bei den Berglappen gedient und war

beim Hüten der Rennthiere behülflich gewesen.

So war er u. a. eine kurze Zeit hindurch Knecht bei +Ravna+ gewesen.

Er war ein lebhafter, aufgeweckter Bursche, eifrig bei allem, was er

vornahm; er unterschied sich hierin wesentlich von seinem Kameraden

+Ravna+. Dabei besaß er eine große Ausdauer und war stets bereit, bei

allem zu helfen, wodurch er für uns von großem Nutzen wurde. Mit seiner

fließenden Zunge und seinem gebrochenen Norwegisch war er auch im

wesentlichen das erheiternde Element unserer Expedition. --

[Illustration: Samuel Balto. Ole Ravna.]

+Ole Nielsen Ravna+ ist ein Berglappe aus der Karasjokgegend und

zählte 45 oder 46 Jahre, -- er war dessen selber nicht ganz sicher.

Sein ganzes Leben lang hat er als Nomade in seinem Zelt gelebt, mit

seinen Rennthieren auf den finnmarkischen Feldern umherziehend. Seine

Rennthierherde war vor seiner Reise nach Grönland nicht sonderlich

groß, -- sie zählte zwischen 200 und 300 Thiere. Er war der Einzige

von der Expedition, der verheirathet war, -- er verließ seine Frau und

fünf Kinder. Wie bereits vorhin erwähnt, hatte ich keine Ahnung davon,

-- ich hatte als Bedingung aufgestellt, daß keiner der Theilnehmer

verheirathet sein solle. Wie es die Berglappen in der Regel zu sein

pflegen, war er bedeutend phlegmatischer als der jüngere Lappe, er

sah es am liebsten, wenn wir uns nicht auf der Wanderschaft befanden,

um mit gekreuzten Beinen still in einer Ecke des Zeltes sitzen zu

können und nichts zu thun, nachdem er sich vorher gründlich vom Schnee

gereinigt hatte. Selten sah man ihn etwas vornehmen, ohne daß er direkt

dazu aufgefordert wurde. Er war sehr klein von Wuchs, aber überraschend

stark und ausdauernd, obwohl er sich selbst und seine Kräfte stets zu

schonen wußte. Er sprach, besonders zu Anfang der Reise, sehr wenig

norwegisch, aber infolgedessen konnten seine Bemerkungen oft äußerst

komisch klingen und große Heiterkeit hervorrufen. Er konnte nicht

schreiben und hatte keinen Begriff von einer so modernen Einrichtung

wie einer Uhr, lesen hingegen konnte er, und seine liebste Lektüre war

das neue Testament in lappländischer Sprache, von dem er sich niemals

trennen wollte.

Beide Lappen waren, wie sie selbst sagten, nur mitgegangen, um Geld

zu verdienen, nicht aus Lust an dem Unternehmen oder an Abenteuern.

Sie waren im Gegentheil äußerst bange vor dem Ganzen und ließen

sich leicht einschüchtern, was ja kein Wunder ist, wenn man bedenkt,

wie wenig sie von vorneherein über unsere Pläne unterrichtet waren.

Daß sie nicht so unwissend zurückkehrten, kann man u. a. aus Baltos

Aufzeichnungen ersehen, von denen auch späterhin einige mitgetheilt

werden sollen.

Beide Lappen waren übrigens gutartige und liebenswürdige Menschen. Ihre

Treue konnte oft etwas Rührendes haben, und ich habe sie mit der Zeit

sehr lieb gewonnen.

Fußnoten:

[1] Am liebsten wollte ich bei dem unbekannten Scoresbyfjord weiter

nordwärts landen. Dazu mußte man jedoch ein besonderes Fahrzeug

miethen, und da es voraussichtlich Schwierigkeiten machen dürfte, die

hierzu erforderlichen Geldmittel aufzutreiben, habe ich diesen Plan

vorläufig aufgegeben.

[2] Als Beispiel kann angeführt werden, daß dort im Sommer 1884 sehr

wenig Eis war und die Seehundsfänger die Klappmützen beinahe hart am

Lande fingen.

[3] Diese „+Truger+“ sind aus einem ovalen Holzrahmen gebildet und

mit einem Weidengeflecht überspannt. Sie werden in Norwegen viel

angewendet, selbst für Pferde.

[4] Auf meine Aufforderung hin schrieb Balto nach unserer Rückkehr

den folgenden Bericht in lappländischer Sprache. Prof. +Fries+ hat

freundlichst einige Theile davon übersetzt, und die Uebersetzung ist so

wortgetreu wie möglich gehalten.

Kapitel II.

Die Ausrüstung.

Bei Expeditionen von einer Natur, wie die, von welcher hier die Rede

ist, hängt selbstverständlich ein glücklicher Ausfall im wesentlichen

von der Ausrüstung ab; ja in diesem besonderen Fall würde das Leben

der Theilnehmer aufs Spiel gesetzt, wenn die Ausrüstung nicht so

war, wie sie sein sollte. Ein Nagel oder eine Fuge, die ihren Zweck

nicht erfüllen, können die ganze Expedition aufhalten, ja die

allerernstlichsten Folgen nach sich ziehen. Jede noch so kleine

Einzelheit muß gewissenhaft geprüft werden, und man darf weder

Veränderungen noch Umstände scheuen, bis alles so vollkommen wie

möglich ist. Das Ganze erfordert die bedachtsame Ueberlegung einer

langen Reihe von Bagatellen, von deren Summe aber der Erfolg abhängig

ist; es kann schwerlich zu viel Gewicht darauf gelegt werden. Viele der

früheren Expeditionen sind meiner Ansicht nach zu leicht über diesen

Punkt hinweggegangen.

Wie bereits erwähnt, war es ursprünglich meine Absicht, falls dies

ausführbar sei, Hunde oder Rennthiere zum Ziehen zu benutzen. Der

hierdurch entstehende Vortheil ist begreiflicherweise kein geringer,

sobald man die Thiere erst glücklich an der Stelle hat, von wo aus

die Schlittenfahrt ihren Anfang nehmen soll. Es ist von vielen

erfahrenen Männern gesagt worden, daß sich Zugthiere nicht zu langen

Schlittenexpeditionen eignen, da die Thiere -- sowohl Hunde wie

Rennthiere -- nur Proviant für sich selber in einem bestimmten Zeitraum

ziehen können. Ich verstehe indessen dies Raisonnement nicht, --

kann man die Thiere nicht den ganzen Weg benutzen, so steht man sich

immerhin gut dabei, sie so lange wie möglich zu benutzen und dann zu

schlachten.

Hat man eine genügende Anzahl Thiere -- Rennthiere oder Hunde -- und

nimmt man so viel Proviant für sie mit, wie sie neben der übrigen

Ausrüstung der Expedition ziehen können, so kann man mit ihrer

Hülfe schnell vorwärts kommen, ohne sich wesentlich anzustrengen.

Gleichzeitig hat man den Vortheil, daß man -- indem man die Thiere

nach und nach schlachtet -- sich beständig frisches Fleisch zu

verschaffen in der Lage ist. Auf diese Weise bedarf man auch keines

so umfangreichen Proviants für sich selber, wie dies sonst nothwendig

sein würde. Wenn man dann endlich gezwungen ist, die letzten Thiere zu

schlachten, muß man voraussichtlich ein gutes Stück vorwärts gekommen

sein, ohne an seinen eigenen Kräften zu zehren; nebenbei hat man den

Vortheil, sich die ganze Zeit hindurch an frischem Fleisch satt essen

zu können, was von großer Bedeutung ist, da man die Reise nun mit

ungeschwächten Kräften fortzusetzen vermag. Mancher wird einwenden, daß

dies nicht der Fall sein kann, wenn es sich um Hunde handelt, darauf

kann ich aber nur antworten, daß ich aus Erfahrung weiß, welch guter

Koch der Hunger ist, und daß Hundefleisch durchaus nicht unschmackhaft

ist, -- die Eskimos halten es sogar für einen Leckerbissen, -- und daß

Derjenige, der es unter Umständen wie den hier obwaltenden, nicht zu

essen imstande ist, sich nicht als Theilnehmer einer Expedition dieser

Art eignet.

Hätte ich gute Schlittenhunde auftreiben können, so würde ich

sie unbedingt mitgenommen haben. Die Hunde haben nämlich den

großen Vortheil vor den Rennthieren, daß sie bedeutend leichter

zu transportiren und nicht schwer zu füttern sind, sie ernähren

sich von demselben Proviant wie wir, während die Rennthiere ihren

eigenen Proviant haben müssen, der im wesentlichen aus Rennthiermoos

besteht, und umfangreich und schwer ist. Es war mir indessen nicht

möglich, in der kurzen Zeit, die mir zugemessen war, brauchbare Hunde

aufzutreiben, deswegen mußte ich den Gedanken aufgeben. Dann dachte

ich an Rennthiere, schrieb deswegen nach Finnmarken, versah mich sogar

in Röros mit Rennthiermoos. Aber dann stellte es sich heraus, daß mit

ihrer Verfrachtung große Schwierigkeiten verbunden waren, und daß es

noch größere Schwierigkeiten machen würde, sie in Grönland an Land zu

schaffen. Ich gab deshalb auch die Rennthiere auf und hielt mich nun

ausschließlich an die Menschen.

Wenn man jedes Stückchen Brot, welches man essen will, selbst ziehen

muß, da ist es ganz natürlich, daß man alles so leicht wie möglich

einzurichten sucht; der Proviant, die Geräthschaften, die Kleidung,

alles muß auf das geringste Minimum reduzirt werden. Wenn man mit einer

solchen Ausrüstung beschäftigt ist, so kommt man schließlich ganz

unbewußt dazu, den Werth aller Dinge nach ihrem Mangel an Gewicht zu

berechnen, ja selbst wenn es sich nur um ein Taschenmesser handelt,

kommt es vor allem darauf an, daß es leicht ist. Man muß sich aber

auch hüten, in der Jagd nach Leichtigkeit allzuweit zu gehen, -- die

Geräthschaften müssen +stark+ sein, denn sie sollen manche harte

Probe bestehen. Die Kleidung muß +warm+ sein, Niemand weiß, wie kalt

es wird, und der Proviant muß nahrhaft sein und aus verschiedenen

Nahrungsmitteln in passendem Verhältniß bestehen, denn uns steht ein

schweres Stück Arbeit bevor, weit schwerer als es sich wohl einer der

Theilnehmer träumen läßt.

[Illustration: Aufbruch am Morgen auf dem Inlandseise.]

Das Wichtigste bei einer Schlittenexpedition ist natürlich +der

Schlitten+. Da im Laufe der Zeiten, besonders von England aus, so

viele Schlittenexpeditionen nach den arktischen Regionen veranstaltet

sind, so sollte man annehmen, daß der Schlitten auf Grund der auf

diese Weise gewonnenen Erfahrungen einen hohen Grad der Entwickelung

angenommen haben müsse. Das ist nun freilich nicht der Fall, und man

kann sich nicht genug wundern, daß Expeditionen so neuen Datums,

wie z. B. die zweite deutsche Nordpolexpedition 1869-70 (nach der

Ostküste von Grönland), die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition

1872-74 (nach dem Franz Josef-Land) oder selbst die große englische

Nordpolexpedition unter +Nares+ 1875-76 (nach dem Smith Sund) mit so

großen, klotzigen, unzweckmäßigen Schlitten ausgerüstet wurden, wie

dies der Fall war. Weit besser stand es in dieser Beziehung mit den

beiden letzten amerikanischen Expeditionen (1881-84) und derjenigen,

die im Jahre 1884 unter +Schley+ und +Soleys+ Leitung zu +Greelys+

Entsatz ausgesandt wurde.

Der gewöhnliche Fehler bei den Schlitten der verschiedenen Expeditionen

bestand darin, daß sie zu schwer und zu klotzig gebaut und viel zu

groß waren. Wenn man dazu in Betracht zieht, daß sie gewöhnlich viel

zu schmale Schienen hatten, so wird es leicht zu verstehen sein, daß

sie tief in den Schnee einsanken und oft nur mit größter Schwierigkeit

vorwärts zu bewegen waren. Einzelne Expeditionen gebrauchten wohl die

in Amerika üblichen toboggans, die aus einem einzigen, vorn erhöhten

Brett bestehen. Sie sind gewöhnlich aus Birkenholz oder dergl. und

haben eine Länge von 2,5 ~m~ und eine Breite von 46 ~cm~ oder mehr.

Wir finden diese Schlitten schon im Anfange unsres Jahrhunderts zu

Expeditionen benutzt, -- beispielsweise führte +Franklin+ solche auf

seiner ersten Expedition mit sich. Der englische Reisende ~Dr.~ +Rae+

und nach ihm +Greely+ wandten ähnliche, auf beiden Seiten mit ganz

schmalen und niedrigen Schienen versehene Schlitten an. Es ist ganz

selbstverständlich, daß diese Schlitten sich bei losem Schnee gut auf

der Oberfläche halten und sich zu einer solchen Bahn vorzüglich eignen,

wenn aber der Schnee ein wenig härter ist, geben sie doch eine zu

starke Reibung und sind dann schwer zu ziehen.

Auf den Gedanken, die Schlitten auf breite Schienen zu stellen, sind

merkwürdigerweise nur sehr wenige Expeditionen gekommen.

+Payer+ sagt freilich in seinem Buch über die österreichisch-ungarische

Expedition, „daß breite Schlittenschienen den Marsch durch tiefen

Schnee sehr erleichtern“. Er meint damit Schienen von 2¾ Zoll Breite,

-- was für uns Norweger etwas ganz Natürliches ist, da wir von alten

Zeiten her an die „Skikjälker“ gewöhnt sind. Es sind dies kleine

Schlitten, die auf breiten, den Schneeschuhen (Ski) ähnlichen Schienen

ruhen und in vielen Gegenden Norwegens von den Schneeschuhläufern

sowohl im Walde wie im Gebirge angewendet werden, um Lasten wie Heu,

Holz und dergl. zu befördern. Sie werden an einem Seil gezogen,

aber durch eine an der Seite befestigte Stange gelenkt, was sehr

wichtig ist, um die „Kjälker“ zu verhindern, die Schneeschuhläufer

zu überfahren, wenn es in sausender Fahrt den Berg hinabgeht. Die

„Skikjälker“ sind über Schweden und Finnland bis nach Sibirien hin

verbreitet.[5]

Dieser Kjälke schwebte mir bei der Konstruktion des Schlittens vor, der

von uns zur Anwendung gelangte. Derselbe verband die Eigenschaften, die

bei einem Schlitten als die wichtigsten betrachtet werden müssen, -- er

war stark, leicht, hielt sich gut auf der Oberfläche und glitt leicht

über den Schnee hin, gleichviel wie derselbe beschaffen war. Außer den

norwegischen „Kjälkern“ hatte mir auch der Schlitten vorgeschwebt,

der in der +Greely+-Expedition beschrieben war und dessen sich die

Expedition bediente, welche ausging, um +Greely+ zu suchen.[6]

In dem Tischler +Christiansen+, jetzt in Naes in Telemarken ansässig,

fand ich einen tüchtigen und gewissenhaften Mann für die Anfertigung

der Schlitten. Er sparte nichts, um meinen Wünschen nachzukommen

und das ausgesuchteste Material zu verschaffen. Erst nach zahllosen

Aenderungen und Versuchen, -- u. a. auf einer Reise über das Gebirge

von Bergen nach Kristiania, -- entschloß ich mich für die Form, welche

wir dann später benutzten.

Auf Schneeschuhen durch Grönland. Erster Band · 第 1 / 25 段