Das Vorderteil hatte ursprünglich nicht diese Form; aber in den
letzten Jahren hat man diesen Schiffen vollere Formen gegeben, und
das Vorderteil hat ebenfalls eine gekrümmte Gestalt erhalten, um die
Länge des Schiffes zu vermindern und die Ladefähigkeit zu erhöhen.
Der älteste Typ ist der «Whalemajol» (auch Mijole). Das Vorder- und
das Hinterteil enden spitz, die Hauptrippe ist ein Trapez mit drei
übereinander greifenden Borden; unterhalb derselben ist der Rumpf glatt.
[Sidenote: II 208]
[Sidenote: III 111]
Die «Herna», welche eben so gross ist wie das vorbeschriebene Schiff,
hat ein breites Vorder- und Hinterteil und endet in einem horizontalen
Holzstück. Die Hauptrippe, die früher ebenfalls trapezförmig war, ist
jetzt ein Rechteck, ganz wie bei den rheinischen «Sloffen».
Der _Spitsbek_ ist eine kleine «Herna» (Altes Muster), ganz offen. Man
trifft solche aller Grössen und nennt sie «Spitsbek» (Spitzschnäbel)
wegen ihrer spitzen Form.
Augenblicklich scheint man die «Klaphekken» vorzuziehen.
Das alte Steuerruder der «Whalemajols» ist allmählich durch diese
ersetzt worden. Ein «Whalemajol» mit Klaphekken heisst «Whalepont» oder
«Maaspont».
Diese Schiffe findet man auch auf dem südlichen Teil der limburgischen
Maas. Weiter flussabwärts sieht man jedoch mehr die «Hedelschen Aken»,
die ein Mittelding zwischen einem «Keen» und einem «Majol» sind. Sie
haben «Klaphekken» und gegenwärtig manchmal auch ein gewöhnliches
Steuerruder.
[25] Das Schiff soll eine Länge von 56 Fuss und eine solche Breite
an den Schwertern haben, dass es die Schleuse des Leydener
Dammes durchfahren kann, d. h. 11 Fuss 1 Zoll höchstens.
[26] Siehe _Gedenkboek van Koninklijk Instituut van Ingenieurs_, S.
51. ~Van der Vegt~, J., _De Binnenscheepvaart in Zuid-Holland_.
[27] Im Jahre 1885 haben die Staaten von Holland die Verbesserung
der Schiffahrtsstrasse zwischen Rhein und Schie unternommen. Da
wo bis 1648 die Gegnerschaft der Städte nur eine Beförderung
oberhalb des Dammes und später eine Schleuse von 3,80 m Breite
und 2,20 m Wassertiefe zuliess, haben sie diese Schleuse von 7 m
Breite mit beweglichen Brücken erbauen lassen.
[28] Durch Verfügung vom 22. Mai 1628 befiehlt man, morgen dem
Ingenieur Adam Clippens, der die Schlammmühle erbaut hat, eine
Summe von 100 Gulden für die Submission zuzustellen, die er
vorgelegt hat.
[Illustration: 5]