[Sidenote: III 26]
[Sidenote: III 29]
Die _Tjalk_. Die eigentliche «Tjalk» stammt aus Friesland und der
Provinz Groningen. Ihre Ladefähigkeit schwankt von 30 bis 80 t. In
der Provinz Groningen baut man jedoch «Tjalken» für die See von 200
t. Der Hauptunterschied zwischen einer Tjalk von Groningen und einer
friesischen Tjalk ist, dass die erstere einen «Draai-over-boord» und
die letztere eine «Statie» hat.
Man nennt die letzteren auch «Friesche Praam», wenn sie etwas gradere
Linien zeigen. (~Le Comte~, S. 17.)
Ausserdem hat die «Friesische Tjalk» einen schrägeren Vordersteven.
Wie unsere Binnenschiffe hatten die «Tjalken» früher eine Takelung
mit lateinischen Raaen (Spriettuig, auch Ferrytuig genannt), die fast
überall im 19. Jahrhundert durch die gewöhnliche Takelung mit Besanmast
(Bazaantuig) ersetzt wurde.
Während die «Tjalk» im allgemeinen einen Mast besass, sind einige
grosse Tjalken manchmal noch mit einem kleinen Mast auf der «Statie»
versehen.