DER DAMLOOPER.

[Sidenote: II 212]

Dasselbe Schiff so gebaut, dass es die alte Schleuse des Leydener

Dammes durchfahren kann, heisst «Damlooper». ~Van Yk~ beschreibt die

Grössenverhältnisse dieses Schiffes folgendermassen (S. 312.): «’t

schip (de Damlooper) zal lang zijn 56 voeten, wijd dat de zwaarden

afhangen, het rakende en echter gemakkelijk door de Duikers van den

Leidsen dam kan gebragt werden, zo sal dat schip op de bovebuitekant

van den Vrimmegang of wentelstrook, zo wijd als op ’t Barkhout wesen

moeten en ten minsten van binnen tegen de zetwegers gemeeten zijnde elf

voeten en een duym wijdte hebben[25]».

Die Ladefähigkeit des Schiffes wird später mit 18 Last (36 t) angegeben.

Die Schleuse des Leydener Dammes, von der hier die Rede ist, ist kraft

der Provinzialakte von 1617 gebaut und 1648 umgebaut worden. Diese

Schleuse wie die von der Gouwe aus dem 14. Jahrhundert[26] ist erst

1885 durch eine neue Schleuse von 7 m nutzbarer Breite und 2,20 m

Wassertiefe über dem Drempel ersetzt worden. Die Provinzialverbände von

Südholland haben in das Schleusenwärterhaus am Leydenschen Damm einen

Stein mit folgender Inschrift einsetzen lassen:

«In 1885 is de verbetering der vaart tuschen Rijn en Schie door de

Staten van Holland ondernomen. Hier war de naijver der steden tot

1648 slechts een overtoom en daarna een verlaat van 3,80 m wijdte en

doorvaarthoogte van 2,20 m gedoogde, hebben zij deze sluis wijd 7 m met

beweegbare bruggen bevolen[27]».

Also erst i. J. 1885 hat man diese Hindernisse beseitigt. Bis zu

dieser Zeit haben demnach die «Smal-» und «Wijdschepen» und die

«Damloopers» ihre Daseinsberechtigung gehabt. Sie werden jedoch nicht

mehr im 19. Jahrhundert erwähnt; man spricht da fast ausschliesslich

von den «Tjalken». Demnach handelt es sich wiederum um eine einfache

Namenvertauschung, ohne dass die Schiffe ihre Form geändert haben.

Die Binnenschiffe haben jedoch im Laufe des 19. Jahrhunderts eine

wesentliche Umänderung erfahren. ~Van Loon~ (S. 69), schreibt nämlich:

Die eckigen Formen des Vorder- und des Hinterteils haben runderen

Formen des Vorderteils und des Rumpfes überhaupt Platz gemacht. Das

Schiff erhält also eine regelmässige und glatte allgemeine Form. Die

eckigen Formen finden sich nur noch bei einigen alten «Poonen» und

«Schuiten» wieder. Die alten Stiche geben uns eine gute Vorstellung

dieser eckigen Bauart, die bei einigen Mustern so tief ist, dass man

glauben möchte, mit einem Bau zu tun zu haben, der mit Überlappung

hergestellt ist.

Wir sehen also, dass im 19. Jahrhundert eine grosse Zahl von Schiffen,

die früher unter verschiedenen Namen bekannt waren, unter dem

Gattungsnamen «Tjalk» zusammengefasst werden.

Der Schiffbau seit seiner Entstehung, Band 1 · 第 47 / 142 题