Abdul-Kerim

Anlage 6.

(Türkische Kaukasusarmee.) Bakou, le 25-9-34.

Excellence,

J’ai reçu votre télégramme et votre honoré du 20.9.18 informant les

évènements arrivés à Bakou.

Ces nouvelles ne peuvent être de si authentique comme d’annonce.

Le premier jour de l’offensive générale de nos troupes contre Bakou, la

résistance de l’ennemi n’avait pas été rompu tout à fait.

Le lendemain, par suite de la défense et durable et définitive de

l’ennemi, l’armée a été obligée d’entrer en combat à la ville.

Plusieurs musulmans déjà chagrinés du massacre des musulmans fait par

les arméniens en date 18 Mars 1918, et surtout les gaspilleurs ouvriers

Persans, profitèrent instantanément de l’occasion présentée et se

mirent à commettre quelques offenses.

Ces évènements a pu se rétablir en sûreté par les preuves et les

mesures énergiques prit par l’armée et par la condamnation à mort de

centaines de musulmans coupables de ces atrocités.

Dès lors, la ville possède une sûreté extraordinaire de sorte qu’aucun

du peuple ne porte plainte.

Les renseignements que vous venez de recevoir sur les sujets allemands

tombés victimes des atrocités ne sont pas ni vrais et ni réels, si

il y a de même des offenses commis envers les sujets allemands, le

Gouvernement Azerbaydjanien est obligé de dédommager les pertes

désignées.

Les troupes turcs ont déjà rétabli l’ordre et la sûreté public. Voilà

pourquoi il ne serait pas nécessaire d’envoyer les troupes allemandes

pour la sauvegarde des sujets allemands.

C’est un de mes spéciaux devoirs la charge de protéger les vies et les

intérêts des sujets allemands.

Noury, Général de Division.

Son Excellence le Général von Kreß,

Délégué Impérial Allemand Tiflis

443.

Auswärtiges Amt. Berlin, den 29. Oktober 1918.

Die Meldung der Tribune de Genève[157] ist unzutreffend. Der wahre

Sachverhalt ist folgender:

Bereits am 4. Juni hat die Türkei in Batum mit der damals neu

gegründeten armenischen Republik einen Friedensvertrag geschlossen,

dessen Bestimmungen in territorialer Hinsicht für die Armenier sehr

ungünstig waren. Die türkische Grenze war weit über die im Frieden

von Brest-Litowsk gezogene Linie vorgeschoben. Das den Armeniern

verbleibende unfruchtbare Gebirgsland reichte nicht aus, um außer den

ursprünglichen Bewohnern, den vielen Flüchtlingen aus Türkisch-Armenien

und den von den Türken besetzten kaukasischen Gebieten Unterkommen und

Nahrung zu bieten. Wir haben den Vertrag von Batum nicht anerkannt und

alsbald energische Schritte unternommen, um die Türken zur Innehaltung

der Bestimmungen des Brester Friedens zu veranlassen. Lange zeigte

sich die türkische Regierung taub gegen alle Vorstellungen. Auch unser

Versuch, den armenischen Flüchtlingen wenigstens zur Bergung der Ernte

die Rückkehr in ihre verlassenen Dörfer zu ermöglichen, blieb zunächst

erfolglos.

Erst bei den Verhandlungen, die im September hier mit dem Großwesir

geführt wurden, gelang es uns, ihn zum Entgegenkommen gegenüber den

Wünschen der Armenier zu bewegen und das Versprechen einer Revision der

territorialen Bestimmungen des Vertrages von Batum zu erlangen. Die

seit Anfang Juni in Berlin anwesenden armenischen Delegierten haben an

den deutsch-türkischen Verhandlungen nicht teilgenommen. Talaat Pascha

hat sich aber ihnen gegenüber im gleichen Sinne ausgesprochen.

Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Konstantinopel hat er dann sein

uns gegebenes Versprechen erfüllt und mit der armenischen Republik eine

Vereinbarung über Wiederabtretung und Räumung des armenischen Gebiets

bis zur Grenze von Brest-Litowsk abgeschlossen.

I. A.:

von Langwerth.

An die Deutsche Gesandtschaft, Bern.

_November._

444.

Société Impériale ottomane

du Chemin de Fer de Bagdad. Konstantinopel, den 5. November 1918.

An den Verwaltungsrat der Bagdad-Eisenbahn-Gesellschaft, Berlin,

betreffend Armenierfrage.

In dieser Frage haben wir Ihnen in den Jahren 1915 und 1916 --

hauptsächlich im Sommer und Herbst 1915 -- vielfach und eingehend zu

berichten gehabt.

Wie Sie sich erinnern werden, hatten wir Kämpfe zu bestehen, um unsere

armenischen Angestellten ihrem Dienst an unseren Bahnen zu erhalten.

Die kritischste Periode war im August 1915, als die türkische Regierung

unvermittelt eines Tages an die Ausführung ihrer Absicht ging, unsere

armenischen Angestellten in der Zahl von etwa 850 zwangsweise mit

ihren Familien in die entfernteren Gegenden des Reiches abzuführen.

Sie erinnern sich, daß der Zeichner dieses damals zunächst einen

Aufschub der Maßregeln erwirkte dadurch, daß er erklärte, zur selbigen

Stunde den Betrieb auf der ganzen Linie einzustellen, weil ein solcher

in geregelter Weise nach der Herausnahme von 850 geschulten und

eingearbeiteten Beamten eine Unmöglichkeit sei. An unserer ohnehin

geschwächten Organisation zu rühren, bilde überhaupt eine Gefahr von

ungeheurer Tragweite, die sogar den Gang des Krieges beeinflussen könne.

Es war dann eine sehr schwierige Aufgabe, den Aufschub in eine

Aufhebung der Maßregeln gegen unsere armenischen Angestellten

umzuwandeln, und, wie Sie wissen, haben wir diese Aufgabe trotz

vielfacher und immer wieder aufs neue einsetzender starker Pression

siegreich durchgeführt.

In diesen Tagen war nun eine Deputation unserer armenischen

Angestellten bei uns, um zu erklären, daß sie erst jetzt die

Freiheit besäßen, uns auszusprechen, was sie seit 1915 in steigender

Lebhaftigkeit empfunden hätten, nämlich daß sie und ihre Familien Leben

und Existenz nur unserem damaligen festen Eingreifen zu danken hätten.

Daß sie seien, und was sie seien, dankten sie einzig der Leitung der

anatolischen Eisenbahn-Gesellschaft, und es gäbe in den armenischen

Familien an unseren Linien kein Familienmitglied, daß dieser Tatsache

nicht jeden Tag, den Gott gibt, dankbar gedächte. In diesem Sinne

sprach sich die Deputation aus, und unsere Erwiderung bewegte sich

in der Richtung, daß wir an unseren armenischen Angestellten stets

gewissenhafte Mitarbeiter besessen hätten, und daß es sich um ein

einfaches Gebot der Pflicht für uns gehandelt hätte, Treue mit Treue

zu entgelten. Den Dank nähmen wir gerne entgegen und hofften, daß wir

ihn in der Gestalt von treuer Pflichterfüllung und Hingabe an unsere

gemeinsame Aufgabe betätigt sähen. Wenn wir uns wie bisher auf unsere

armenischen Angestellten verlassen könnten, so könnten sie sich mit

Zuversicht auch auf uns -- die Leitung -- verlassen, und auf diese

Weise könnten wir in gemeinsamer ernster Arbeit jeder von seinem Platze

aus die Aufgabe erfüllen, die unseren Bahnen in der Türkei zum Besten

des Landes und seiner Bewohner gestellt ist.

Einige Tage nach dem Erscheinen dieser Deputation sandte der armenische

Patriarch in seiner Vertretung einen Herrn zu uns, dessen offizielle

Tätigkeit die Führung der Geschäfte des armenischen Patriarchats ist.

Im Namen des Patriarchs und des ganzen armenischen Volkes dankte er

mir für meine Intervention zugunsten unserer armenischen Angestellten

und deren Familien. Die armenische Nation habe eine Dankesschuld

abzutragen, die Ehrensache eines jeden Armeniers sein müsse.

Ich möchte hier noch beifügen, daß unmittelbar nach meinem ersten

Vorgehen im August 1915 und meiner stürmischen Auseinandersetzung mit

den Behörden der damalige armenische Patriarch einen Vertrauten zu mir

sandte mit folgender Botschaft: Er (der Patriarch) sei ein alter Mann

und hoffe bald vor Gottes Thron zu stehen. Er sehne diesen Augenblick

herbei, und er werde sich dem Throne Gottes mit einem Gebet auf den

Lippen für mich nähern. Das sei alles, was er mir für jetzt im Namen

der Armenier sagen lassen könne.

Die Armenier werden jetzt wieder in ihre ursprünglichen Wohnorte

zurückgeführt. Das Elend der Armen ist nach ihren mehrjährigen Leiden

ungeheuer. Um im Gebiet unserer Bahn den Leuten etwas Hilfe zu

leisten, haben Herr Huguenin und Zeichner dieses im Hinblick auf die

Unmöglichkeit einer vorhergehenden Verständigung mit Ihnen jeder von

sich aus Ltq. 500 dem bestehenden Komitee gespendet.

Hochachtungsvoll

Der Generaldirektor.

Günther.

Deutschland und Armenien, 1914-1918: Sammlung diplomatischer Aktenstücke · 第 121 / 134 题