[48] *Amadeo Avogadro* wurde 1776 in Turin geboren. Er war zuerst
Professor der Physik an einem Lyzeum. Später wurde für ihn ein
besonderer Lehrstuhl an der Universität zu Turin errichtet. Dort starb
*Avogadro* im Jahre 1856.
Die wichtige Abhandlung, in der er seine Hypothese entwickelt,
erschien 1811 im Journal de Physique (Bd. 73, S. 58) unter dem Titel:
Versuch eines Verfahrens, die relativen Gewichte der Moleküle und
die Verhältnisse zu bestimmen, nach denen sie sich verbinden. Diese
Abhandlung wurde im 8. Bande von *Ostwalds* Klassikern von neuem
veröffentlicht. Leipzig, W. Engelmann, 1889.
[49] So verbinden sich 3 Volumina Wasserstoff mit einem Volumen
Stickstoff zu 2 Volumina Ammoniakgas. Das Volumen der Verbindung
verhält sich also zum Volumen, das die Gase vor der Verbindung
einnehmen, wie 1 : 2. Näheres siehe im III. Bande, S. 287 u. f.
[50] Die Anzahl der in der Volumeinheit enthaltenen Moleküle sei n.
Bei der Bildung von Ammoniak verbinden sich n Moleküle Stickstoff mit
3 n Molekülen Wasserstoff zu 2 n Molekülen Ammoniak. Die in den 2 n
Molekülen Ammoniak enthaltenen 2 n Atome Stickstoff waren vor dem
Eingehen der Verbindung in n Molekülen Stickstoff enthalten. Jedes
Molekül Stickstoff muß daher aus 2 Atomen bestehen. Noch deutlicher
zeigt dies die folgende Gleichung, welche die volumetrischen
Beziehungen zum Ausdruck bringt:
n Moleküle 3 n Moleküle 2 n Moleküle
+-----+ +------------+ +-----------+
| | | | | | | | |
| | | | | |
| N | + | 3H | = | NH_{3} |
| | | | | | | | |
+-----+ +------------+ +-----------+
[51] Näheres über die Dissociation befindet sich an späterer Stelle
dies. Bds.
[52] Siehe Band III, S. 227 u. f.
[53] *Ampère* entwickelte seine Ansicht in einem an *Berthollet*
gerichteten Briefe, der im Jahre 1814 in den Annales de chimie (Bd.
90, S. 43-86) erschien. In deutscher Übersetzung wurde dieser Brief
im 8. Bande von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften
herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann, 1889.
[54] Siehe Bd. III, S. 282 u. f.
[55] *Gay-Lussac*, Biot, Traité de physique. Bd. I, S. 291.
[56] Annales de Chimie et de Physique XXXIII (1826) S. 337 u. f.
[57] *Hofmann* verdampfte eine gegebene Flüssigkeitsmenge in
einem Barometerrohr, das von dem Dampf einer höher siedenden
Flüssigkeit umspült wurde. *Victor Meyer* bediente sich der
Luftverdrängungsmethode. Sein Verfahren hat sich als besonders geeignet
erwiesen, um die Dampfdichte schwer vergasbarer Stoffe zu ermitteln.
[58] Siehe Bd. III, S. 276.
[59] Siehe Bd. II, S. 253.
[60] Näheres über die Beteiligung *Cauchys* an dem Ausbau der
Undulationstheorie. Siehe Bd. III, S. 277.
[61] Biographisches über *F. Neumann* und näheres über *Neumanns*
Forschungen auf dem Gebiete der Elektrizitätslehre enthält der nächste
Abschnitt dieses Bandes.
[62] *F. E. Neumann*, Theorie der doppelten Strahlenbrechung,
abgeleitet aus den Gleichungen der Mechanik, als 76. Band von
*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften, herausgegeben von *A.
Wangerin*. Leipzig, W. Engelmann, 1896.
[63] *F. Neumann*, Die Gesetze der Doppelbrechung des Lichtes in
komprimierten oder ungleichmäßig erwärmten, unkristallinischen Körpern.
Abhandlungen der Berliner Akademie vom Jahre 1841. S. 1-247.
[64] Abhandl. der königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften, V.
Folge, Bd. 2. Prag 1842.
[65] Sie wurde nebst anderen Arbeiten *Dopplers*, 1907, als 161. Band
von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften durch *H. A.
Lorentz* neu herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann.
*Doppler* wurde 1803 in Salzburg geboren. Er wirkte als Professor der
Mathematik in Prag und Wien und starb im Jahre 1853.
[66] *Charles Wheatstone* wurde 1802 geboren. Er war Professor der
Physik und Mitglied der Royal Society in London. *Wheatstone* starb
im Jahre 1875. Er erfand unter anderem einen zweckmäßigen Apparat zum
Messen von Leitungswiderständen (*Wheatstone*sche Brücke) und machte
sich um die Einführung der Telegraphie in die Praxis sehr verdient.
[67] *Ch. Wheatstone*, Beiträge zur Physiologie der Gesichtswahrnehmung
(1838). Neuerdings in deutscher Übersetzung herausgegeben im 168. Bande
von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, W.
Engelmann, 1908.
[68] *David Brewster* (1781-1868) wirkte als Professor der Physik in
St. Andrews in Schottland. Er ist der Erfinder des Kaleidoskops und
der Entdecker der Fluoreszenz, einer Erscheinung, die er besonders am
Chlorophyll und am Flußspat studierte. Die erste, an dem Auszuge des
Nierenholzes gemachte Beobachtung der Fluoreszenz war in Vergessenheit
geraten.
*Brewsters* auf das Stereoskop bezügliche Abhandlungen finden sich
gleichfalls im 168. Bande von *Ostwalds* Klassikern.
[69] *August Toepler* wurde schon gelegentlich der Erfindung der
Quecksilberluftpumpe erwähnt. (Siehe S. 49.) Er wurde 1836 in der
Nähe von Bonn geboren, wo er an der landwirtschaftlichen Hochschule
Physik und Chemie lehrte. Später war er Professor der Physik in Graz.
*Toepler* starb 1912.
[70] *August Toepler*, Beobachtungen nach einer neuen optischen Methode
(1864) und Beobachtungen nach der Schlierenmethode (1866). Beide
Abhandlungen wurden als Band 157 und Band 158 von *Ostwalds* Klassikern
der exakten Wissenschaften von neuem herausgegeben. Leipzig, Verlag von
W. Engelmann, 1906.
[71] *E. Mach* veröffentlichte die Ergebnisse seiner
ballistisch-photographischen Versuche in den Sitzungsberichten der
Wiener Akademie, Bd. 78, S. 5, 98, 105, 106.
[72] *Fizeau*, La vitesse de propagation de la lumière in Compt. rend.
XXIX, 90, 1849, sowie in *Poggendorffs* Annalen XIX, S. 167. 1850.
*Hippolyte Fizeau*, geboren in Paris am 23. Sept. 1819, gestorben am
18. Sept. 1896.
[73] Siehe S. 36 dieses Bandes.
[74] Annales de Chimie et de Physique. 1854. XLI, 163.
[75] Philos. Transact. f. the year 1834, sowie *Poggendorffs* Annalen,
Bd. XXXIV.
[76] *Macedonio Melloni*, geboren den 11. April 1798 in Parma,
gestorben den 11. August 1854, war Professor der Physik zu Parma,
später Direktor des Konservatoriums der Künste und Gewerbe in Neapel.
Seine zahlreichen Abhandlungen über strahlende Wärme erschienen in den
»Annales de Chimie et de Physique«, sowie in *Poggendorffs* Annalen.
[77] Philosophical Transactions, 1800,437.
[78] Neben *Melloni* haben sich besonders *Knoblauch*, *Magnus*,
*Tyndall* und *Leslie* um die Erforschung der strahlenden Wärme
verdient gemacht.
[79] Siehe den 12., 13., 14. und 15. Abschnitt des dritten Bandes.
[80] *S. F. Thompson*, *Faraday* und die englische Schule der
Elektriker. Vortrag. Halle a. S. Knapp 1901.
Die kleine Schrift bietet eine gute Übersicht über *Faradays* Leben und
seine wissenschaftliche Tätigkeit. Sie schildert ferner den Einfluß,
den *Faraday* auf die weitere Entwicklung der Wissenschaft und der
Technik ausgeübt hat.
[81] *Tyndall*, *Faraday* und seine Entdeckungen. Braunschweig 1870. S.
167 ff.
[82] *Thilorier* stellte zuerst flüssige und feste Kohlensäure dar;
*Natterer* verflüssigte Stickoxydul und führte für verflüssigte Gase
die jetzt gebräuchlichen eisernen Flaschen ein.
[83] *Faraday*, Ann. de chim. et de phys. T. XVIII. *Gilberts* Annalen
Band LXXI und LXXII.
[84] Experimental researches in electricity, 3 vol., London 1839-55.
Übersetzt von *S. Kalischer*, Berlin 1891. Das Gesamtwerk umfaßt 30
Reihen. Reihe I-XIII bildet den Inhalt der Nummern 81, 86, 87, 126,
128, 131, 134, 136 und 140 von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann.
[85] *Ostwalds* Klassiker Nr. 81, S. 27 u. f. Die betreffenden
Abhandlungen *Aragos* erschienen in den Ann. de chim. et de phys. T.
XXVII, XXVIII und XXXII.
[86] 1838 durch *Rieß* und gleichzeitig durch *Marianini*. Siehe
*Poggendorffs* Annalen, Bd. 47 (1839) S. 65 und Memorie di fisica
sperimentale Modena 1838.
*Peter Theophil Rieß* wurde 1800 in Berlin geboren, wirkte dort als
Professor der Physik und starb im Jahre 1883. Sein Hauptwerk erschien
1853 unter dem Titel »Die Lehre von der Reibungselektrizität«. *Stefano
Marianini* wurde 1790 in Piemont geboren. Er wirkte als Professor der
Physik in Modena.
[87] *Palmieri* und *Santi Linari*, *Poggend*. Ann. Bd. LIX u. LXII.
[88] Über die Entdeckung des elektrischen Rückstandes berichtet
*Poggendorff* in seiner Geschichte der Physik im 5. Bande auf S.
496 und 509. Die Entdeckung ist danach *Wilson* und *Gralath*
zuzuschreiben; sie erfolgte aber gleichzeitig, vielleicht auch früher
durch *Winkler* im Jahre 1746. Über die Bedeutung, welche *Wilson*,
*Gralath* und *Winkler* für die Elektrizitätslehre besitzen, siehe auch
im III. Bande (Abschnitt 2) dieses Werkes.
[89] *Kohlrausch* hat später den Rückstand aus der Influenzwirkung
erklärt. *Poggendorffs* Annal., Bd. 91 (1854) S. 56 u. 179.
[90] *Ostwalds* Klassiker Nr. 86, S. 33.
[91] Siehe die III. Reihe von *Faradays* Experimentaluntersuchungen
über Elektrizität. Philos. Transact. f. 1833. Die III., IV. und V.
Reihe dieser Untersuchungen wurden in deutscher Übersetzung als Nr. 86
von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben.
Leipzig, W. Engelmann, 1907.
[92] Ann. de chimie et de phys. T. LI, pag. 72.
[93] *Ostwalds* Klassiker, Nr. 87, S. 36.
[94] Philosoph. Transactions f. 1834. In deutscher Übersetzung zusammen
mit der VI. und VIII. Reihe herausgegeben als Nr. 87 von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, W. Engelmann, 1897.
[95] *Ostwalds* Klassiker, Nr. 87, S. 48.
[96] *Ostwalds* Klassiker, Nr. 87, S. 61 u. f.
[97] *Faradays* Experimentaluntersuchungen, VII. Reihe (*Ostwalds*
Klassiker Nr. 87, Fig. 14.)
[98] *Ostwalds* Klassiker Nr. 87, S. 77.
[99] *Tyndall*, *Faraday* und seine Entdeckungen. Braunschweig 1870. S.
59. Die Stelle, die von *Tyndall* etwas abgeändert und verkürzt ist,
findet sich in der XVII. Reihe der Experimentaluntersuchungen. Siehe
auch *Ostwalds* Klassiker Nr. 134, S. 97.
[100] Siehe Band III, S. 237-239.
[101] Siehe Band III, S. 224.
[102] *Auguste Arthur de la Rive* wurde in Genf am 9. Oktober 1801
geboren. Er war Professor der Physik an der Akademie zu Genf und starb
im Jahre 1873.
[103] *Poggendorffs* Annalen Bd. 78, S. 289.
[104] *Faraday*, Experimental researches ser. XIX. Siehe auch
*Poggendorffs* Annalen, Bd. LXVIII, S. 105. Die XIX. Reihe wurde
neuerdings zusammen mit der XVIII. Reihe als 136. Bändchen von
*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben.
Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1903.
[105] D. h. in der Verbindungslinie der Pole.
[106] *Faraday*, Experim. research. ser. XX. oder auch
*Poggendorffs* Annalen Band LXIX. Die XX. und XXIII. Reihe der
Experimentaluntersuchungen *Faradays* wurde neuerdings in deutscher
Übersetzung als 140. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften herausgegeben. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1903.
[107] Experimentaluntersuchungen über Elektrizität. XIV. Reihe.
*Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften Nr. 131. Leipzig,
Verlag von W. Engelmann 1902.
[108] *J. Tyndall*, *Faraday* und seine Entdeckungen. S. 67.
[109] *G. S. Ohm*, Die galvanische Kette, mathematisch bearbeitet,
Berlin 1827.
[110] *A. J. v. Oettingen* in *Ostwalds* Klassikern Nr. 87, S. 178.
[111] *C. F. Gauß*, Die Intensität der magnetischen Kraft auf absolutes
Maß zurückgeführt; herausgegeben von *E. Dorn* als 53. Band von
*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften.
[112] Im 20. Abschnitt des III. Bandes, S. 302 u. f.
[113] Siehe Bd. III. S. 224.
[114] Annales de chimie et de physique XV, S. 222.
[115] *Jean Baptiste Biot* wurde 1774 in Paris geboren. *Biot* war ein
sehr vielseitiger Forscher. Er wirkte als Professor der Physik und der
Astronomie in Paris und starb dort 1862.
[116] *Felix Savart* wurde 1791 geboren; er wirkte als Professor
der Physik in Paris und hat sich besonders durch seine akustischen
Untersuchungen bekannt gemacht. Er starb in Paris im Jahre 1841.
[117] In der Formel bedeutet i die Stromstärke, m die Polstärke, ds ein
Stromelement, r die Entfernung des Poles von dem Stromelement und w den
Winkel, den die Richtung des Stromelementes mit r bildet.
[118] Siehe Band III, S. 228 u. f.
[119] Der vollständige Ausdruck des elektrodynamischen Grundgesetzes
lautet:
K = (i . i^1 . ds . ds^1)/r^2 · (3 cos θ . cos θ^1 - 2 cos ε).
Siehe Annales de chimie et de phys. Bd. 20, pag. 60. Der Titel der
*Ampère*schen Abhandlung lautet: Mémoire sur la théorie mathématique
des phénomènes électrodynamiques etc.
[120] Siehe die Einleitung der *Ohm*schen Schrift.
[121] Seine ersten Veröffentlichungen über diesen Gegenstand finden
sich in *Schweiggers* Journal vom Jahre 1825 und 1826. Erwähnt sei
noch, daß 1892 eine Gesamtausgabe der Schriften *Ohms* erschien und
zwar bei J. A. Barth in Leipzig.
[122] In Frankreich und in England wurde man mit dem *Ohm*schen Gesetz
erst bekannt, nachdem *Pouillet* 1887 seine Richtigkeit mit Hilfe der
von ihm erfundenen Sinusbussole nachgewiesen hatte. *Pouillet* erwähnte
*Ohms* Entdeckung nicht, obgleich er sie sehr wahrscheinlich kannte.
Prioritätsansprüche, die zugunsten *Pouillets* geltend gemacht wurden,
haben jedenfalls keine Berechtigung.
[123] *G. Th. Fechner*, Maßbestimmungen über die galvanische Kette.
Leipzig 1831.
*Gustav Theodor Fechner* wurde 1801 in der Lausitz geboren. Er
wirkte zunächst als Professor der Physik und später als Professor
der Philosophie an der Universität Leipzig. *Fechner* gehört zu
den Begründern der neueren, auf einer engen Verbindung mit den
Naturwissenschaften fußenden Philosophie. Er ist der Entdecker des
psychophysischen Grundgesetzes. (Siehe an späterer Stelle dieses
Bandes.)
[124] Siehe S. 89 dieses Bandes.
[125] Philosophical Transactions 1821. S. 7.
[126] Näheres über sein Leben siehe an späterer Stelle dieses Bandes.
*Joule* veröffentlichte seine Untersuchung im Philosophical Magazin,
Bd. XIX (1841). Siehe auch *Doves* Repertorium, Bd. VIII, S. 309 und
317.
[127] *Poggendorffs* Annalen Bd. LXI (1844) S. 18. *Heinrich Friedrich
Emil Lenz* wurde 1804 in Dorpat geboren. Er wirkte als Professor der
Physik in Petersburg und starb im Jahre 1865.
[128] *John Frederic Daniell* wurde 1790 in London geboren; er wirkte
dort als Professor der Chemie und starb 1845.
[129] Siehe Band III, S. 237 u. f.
[130] *Jean Peltier* wurde 1785 in der Nähe von Paris geboren. Er war
Privatgelehrter und starb 1845 in Paris. Über *Peltiers* Entdeckung
siehe *Poggendorffs* Annalen Bd. 43 (1838) S. 324.
[131] Im Jahre 1834.
[132] *Poggendorffs* Annalen Bd. XXXI (1834), S. 483.
[133] *Poggendorffs* Annalen Bd. XXXIV (1835), S. 385.
[134] *Franz Neumann*, Erinnerungsblätter von seiner Tochter, mit
Titelbild, Faksimiles und Abbildungen im Text. Tübingen und Leipzig
1904.
Das Buch behandelt *Neumann* weniger als Forscher, sondern als einen
Menschen, dessen Selbstlosigkeit, Pflichttreue und Forschungsdrang im
höchsten Grade vorbildlich sind. Unter den vielen schönen Beispielen
sei hier nur eins mitgeteilt. Als *Neumann* eine mineralogische
Durchforschung des Riesengebirges unternommen hatte, schenkte er die
gesammelten Mineralien und Gesteine dem Staat. Der Aufforderung, sich
wenigstens seine Reisekosten ersetzen zu lassen, entsprach er, indem er
sich eine Mark für den Tag berechnete.
[135] Siehe S. 99 dieses Bandes.
[136] Beide Arbeiten *Neumanns* erschienen in den betreffenden
Jahrgängen der Berliner Akademie der Wissenschaften. Ihrer
grundlegenden Bedeutung wegen wurden sie als 10. und 36. Band von
*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften durch *Neumanns* Sohn
von neuem herausgegeben. Die Abhandlung vom Jahre 1845 führt den Titel:
Die mathematischen Gesetze der induzierten elektrischen Ströme. Der
Titel der späteren Abhandlung (von 1847) lautet: Über ein allgemeines
Prinzip der mathematischen Theorie induzierter elektrischer Ströme.
[137] Siehe Bd. III, S. 303 u. f.
[138] *Wilhelm Weber* wurde 1804 als Sohn eines Professors der
Theologie in Wittenberg geboren. Seine ersten Untersuchungen stellte
er gemeinsam mit seinen Brüdern an. Mit *Ernst Heinrich Weber*
verfaßte er die »Wellenlehre auf Experimente gegründet« und mit *Ernst
Weber* die »Mechanik der menschlichen Gehwerkzeuge«. Während die
Brüder sich auch weiterhin physiologischen Untersuchungen widmeten,
wurde *Wilhelm Weber*, nachdem *Gauß* seine Berufung nach Göttingen
bewirkt hatte, ganz für die Physik gewonnen. In gemeinsamer Tätigkeit
widmeten sich *Gauß* und *Weber* insbesondere der Erforschung des
Erdmagnetismus. (Siehe Bd. III, S. 307). Im Jahre 1833 verbanden
sie die Sternwarte und das physikalische Institut durch den ersten
elektromagnetischen Telegraphen. 1837 wurde *Weber* gleich sechs
anderen Göttinger Professoren seines Amtes entsetzt, weil er sich gegen
den Bruch der Hannoverschen Verfassung erklärt hatte (Die berühmten
Göttinger Sieben). Er war zunächst stellenlos, lehrte dann einige
Jahre in Leipzig, wurde aber 1849 in seine Stellung nach Göttingen
zurückberufen. Dort war er bis zu seinem im Jahre 1891 erfolgten
Tode mit wissenschaftlicher Arbeit beschäftigt. Auch die akademische
Lehrtätigkeit *Webers* war wie diejenige *Neumanns* eine ganz
hervorragende.
[139] *W. Weber*, Elektrodynamische Maßbestimmungen. Leipzig 1846.
[140] Wenn man die Elektrizitätsmengen mit e, e_{1} und ihre Entfernung
mit r, die relative Geschwindigkeit mit dr/dt und die relative
Beschleunigung mit d^2r/dt^2 bezeichnet, dann nimmt *Webers* Gesetz
folgende Form an für die Kraft, welche die Elektrizitätsmengen
aufeinander ausüben:
(ee_{1})/r^2 (1 - 1/c^2 · dr/dt + 2r/c^2 · d^2r/dt^2)
[141] *Riccardo Felici* wurde 1819 in Parma geboren. Er wirkte als
Professor der Physik in Pisa.
[142] *Riccardo Felici*, Über die mathematische Theorie der
elektrodynamischen Induktion. Als Bd. 109 von *Ostwalds* Klassikern der
exakten Wissenschaften herausgegeben von *E. Wiedemann*. Leipzig, W.
Engelmann, 1899.
[143] *Ostwalds* Klassiker, Bd. 109.
[144] *W. Weber*, Messung starker galvanischer Ströme bei geringem
Widerstande nach absolutem Maße. 1840. (*Ostwalds* Klassiker der
exakten Wissenschaften, Bd. 142. Leipzig, W. Engelmann, 1904.) Die
Tangentenbussole konstruierte *Pouillet*, indem er das einfache
Galvanometer zu einem Meßapparat umgestaltete (1837). *Weber* gab 1840
der Tangentenbussole eine Form, durch die er sie zum Messen starker
Ströme besonders geeignet machte.
[145] Die Berechnung besteht darin, daß man die Tangente des
Ablenkungswinkels der Nadel mit einer konstanten Zahl multipliziert,
die von der Größe des Kupferringes und der absoluten horizontalen
Intensität am Beobachtungsorte abhängt. Letztere betrug für Göttingen
1,78. (Siehe Bd. III, S. 310.)
[146] *Wilhelm Weber*, Über das elektrochemische Äquivalent des Wassers
(*Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften, Bd. 142. Leipzig, W.
Engelmann, 1904.)
[147] Sie betrug bei dem Apparat, den *Weber* konstruierte, 253600 mm.
[148] Von 164 mm Durchmesser.
[149] 1130 Windungen.
[150] 4638330 Quadratmillimeter.
[151] W. *Weber*, Messungen galvanischer Leitungswiderstände nach einem
absoluten Maße, 1851. (*Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften,
Bd. 142. Leipzig, W. Engelmann, 1904.)
[152] *Poggendorffs* Annalen Bd. 94 (1856) S. 10-25. Siehe auch
*Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften Bd. 142, S. 20 u. f.
[153] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.
[154] Siehe *Liebigs* Anleitung zur Analyse organischer Körper.
Braunschweig 1837. 2. Aufl. 1853.
[155] *Wöhler* und *Liebig*, Untersuchungen über das Radikal der
Benzoësäure, in den Annalen der Pharmazie, Bd. 3, S. 249 ff. Neuerdings
herausgegeben von *Hermann Kopp* als Nr. 22 von *Ostwalds* Klassikern
der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1891.
[156] Siehe S. 127.
[157] *Martrès* im Jahre 1803.
[158] *Ostwalds* Klassiker Nr. 22, S. 7 u. f.
[159] Gelegentlich der Jahrhundertfeier des Geburtstages *Liebigs* ist
eine umfangreiche Literatur über diesen Forscher entstanden, von der
hier einiges angeführt sei:
*Jakob Volhard*, Justus von Liebig. Sein Leben und Wirken. Annalen der
Chemie, Bd. 328 (1903) Heft 1, S. 1-40.
*G. F. Knapp*, Justus von Liebig nach dem Leben gezeichnet. Annalen der
Chemie, Bd. 328 (1903), Heft 1, S. 41-60.
Beide Abhandlungen sind als Sonderheft unter dem Titel »Justus von
Liebig, Gedenkblätter zu dessen hundertjährigem Geburtstage« erschienen
(Winter, Leipzig 1903).
*Volhard*, einer der hervorragendsten Schüler Liebigs, hat der
chemischen Wissenschaft auch die bedeutendste Biographie des großen
Forschers beschert.
*Jacob Volhard*, Justus von Liebig. 2 Bde. Leipzig 1909.
[160] So äußerte sich über ihn der Dichter Platen, mit dem Liebig in
Erlangen befreundet war.
[161] *J. v. Liebigs* biographische Aufzeichnungen. Vgl. die Berichte
der Deutschen chemischen Gesellschaft. XXIII,785.
[162] *J. v. Liebig*, chemische Briefe erschienen 1844 und erlebten
seitdem viele Neuauflagen und Übersetzungen. *Liebig* ragte als
Schriftsteller in solchem Maße hervor, daß selbst ein J. Grimm ihn
sprachgewaltig nannte.
[163] Dr. *Buch*.
[164] Im Jahre 1817. Siehe *Schweiggers* Journal 23, S. 309 u. 430.
[165] Von diesem Zeitpunkt an bis zum Tode von *Berzelius* standen
*Berzelius* und *Wöhler* in engster, wissenschaftlicher und
freundschaftlicher Beziehung. Diesem Verhältnis entsprang ein
umfangreicher, für die Geschichte der Chemie bedeutungsvoller
Briefwechsel. Er erschien unter folgendem Titel:
*Berzelius, J.* und *Wöhler, F.*, Briefwechsel. Mit einem Kommentar von
*J. v. Braun*; herausgegeben von *O. Wallach*. Leipzig, Verlag von W.
Engelmann, 1901. Bd. I (717 S.) und Bd. II (743 S.).
[166] Auf die Möglichkeit einer Isomerie chemischer Verbindungen hat
schon *A. v. Humboldt* in seinem Werke »Versuche über die gereizte
Nerven- und Muskelfaser« (1797) hingewiesen. Er sagt dort: »Drei Körper
a, b, c können sehr wohl aus gleichen Mengen Sauerstoff, Wasserstoff,
Stickstoff und Metall zusammengesetzt und dennoch in ihrer Natur
unendlich verschieden sein.« (*E. O. v. Lippmann*, *A. v. Humboldt* als
Vorläufer der Lehre von der Isomerie. Chemiker-Zeitung 1901. Nr. 1.)
[167]
/NH_{2}
CNONH_{4} = CO
\NH_{2}
Cyansaures Ammonium Harnstoff.
[168] Siehe *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig,
Verlag von W. Engelmann, 1908, S. 279.
[169] Herausgegeben von *H. Kopp* als 26. Band von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W.
Engelmann, 1891.
[170] *Thomas Graham* wurde 1805 in Glasgow geboren. Er wirkte als
Professor der Chemie in Glasgow und in London, war Mitglied der
Royal Society und starb im Jahre 1869. *Graham* ist besonders durch
seine Untersuchungen über die Diffusion der Gase und die Osmose
bekannt geworden. Von der Konstitution der Salze handelt eine 1836
in den Philos. Transact. erschienene Abhandlung *Grahams* (Inquiries
respecting the constitution of salts...).
[171] *Ostwalds* Klassiker Nr. 26, S. 25.
[172] *Ostwalds* Klassiker Nr. 26, S. 59.
[173] Er nannte es Benzin.
[174] *Eilhard Mitscherlich*, Über das Benzin und die Verbindungen
desselben. Herausgegeben von *J. Wislicenus* als 98. Band von
*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von
Wilhelm Engelmann, 1898.
[175] C_{6}H_{5}COOH + CaO = CaCO_{3} + C_{6}H_{6}.
[176] CH_{3}COONa + NaOH = Na_{2}CO_{3} + CH_{4}.
[177] CCl_{3}COOK + KOH = K_{2}CO_{3} + CHCl_{3}.
[178]
*Mitscherlich* fand 92,46 (statt 92,31) Kohlenstoff,
und 7,54 ( " 7,69) Wasserstoff.
[179] Durch Zinin im Jahre 1841. Journal für prakt. Chemie 27, 149.
[180] *Ostwalds* Klassiker, Nr. 98, S. 14.
[181] *Ostwalds* Klassiker, Nr. 98, S. 18.
[182] Als 27. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften, herausgegeben von *A. von Bayer*. Leipzig, Verlag von
W. Engelmann, 1891.
[183] Biographisches über *Bunsen* enthält die von seinem Schüler
und Nachfolger *Theodor Curtius* gehaltene Gedächtnisrede.
Universitätsdruckerei in Heidelberg 1900.
Eine vortreffliche Würdigung der wissenschaftlichen Leistungen und
der Persönlichkeit *Bunsens* enthält die Gedenkrede, die einer seiner
bedeutendsten Schüler und Mitarbeiter, Sir *Henry Roscoe*, am 29. März
des Jahres 1900 in der Londoner chemischen Gesellschaft hielt. Sie ist
im I. Bande der von der Deutschen *Bunsen*-Gesellschaft gesammelten
Abhandlungen *Bunsens* (Bd. I, S. XV u. f.) in deutscher Übersetzung
wiedergegeben. Die gesammelten Abhandlungen *Bunsens* umfassen 3 Bände.
Sie wurden von *W. Ostwald* und *M. Bodenstein* herausgegeben. Leipzig,
Verlag von W. Engelmann, 1904.
[184] Von *Bunsens* Bedeutung als Lehrer handelt ein von *Georg
Kahlbaum* in den Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und
Naturwissenschaften (Bd. I, S. 9) erschienenes Referat.
[185] *Bunsen* und *Berthold*, Eisenoxydhydrat, das Gegengift des
weißen Arseniks und *Bunsen*, Untersuchungen über die Doppelcyanüre.
Beide Arbeiten sind im I. Bande der gesammelten Abhandlungen (S. 77 und
S. 173) wieder veröffentlicht worden.
[186] Von 1837-1843.
[187] Die nach dem Entdecker benannte *Cadet*sche rauchende
arsenikalische Flüssigkeit.
[188] Des Kakodylcyanids.
[189] Der Name sollte eine Beziehung zum Alkohol und zu Arsen
ausdrücken.
[190] Abgeleitet von Κακώδησ (stinkend), wegen des furchtbaren
Geruches, den die Verbindung besitzt.
[191] Die Konstitution des Kakodyls und seiner Verbindungen geht aus
folgender Zusammenstellung hervor:
/CH_{3}
As-- = Kakodyl (ein einwertiges Radikal)
\CH_{3}
/CH_{3}
As
|\CH_{3}
| = freies Kakodyl
|/CH_{3}
As
\CH_{3}
/CH_{3}
As--CH_{3} = Kakodylchlorid
\Cl
/CH_{3}
As--CH_{3}
\
O = Kakodyloxyd
/
As--CH_{3}
\CH_{3}
[192] *Wurtz*, Abhandlung über die Glykole oder zweiatomige Alkohole
und über das Äthylenoxyd als Bindeglied zwischen der organischen und
der Mineralchemie. Als Band 170 von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften herausgegeben von M. und *A. Ladenburg*. Leipzig, Verlag
von W. Engelmann, 1909.
*Adolf Wurtz* wurde 1817 in Straßburg geboren. Er trat 1853 in die
durch den Rücktritt von *Dumas* erledigte Stelle ein. Später wurde für
ihn ein besonderer Lehrstuhl für organische Chemie errichtet. *Wurtz*
starb 1884.
[193] *A. Wurtz*, Über das Äthylenoxyd als Bindeglied zwischen
organischer und Mineralchemie. In Band 170 von *Ostwalds* Klassikern
der exakten Wissenschaften herausgegeben von M. und *A. Ladenburg*.
Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1909.
[194] *Karl Gerhardt* wurde 1816 in Straßburg geboren. Er wirkte als
Professor der Chemie in Paris und in Straßburg, wo er 1856 starb.
[195] *Jean Baptiste Dumas* (1800-1884) wirkte als Professor der
Chemie in Paris, wo er als Lehrer in einem von ihm selbst gegründeten
Laboratorium und als Forscher, sowie bei der Organisation des
öffentlichen Unterrichts eine hervorragende Tätigkeit entfaltete.
[196] Die heutigen Konstitutionsformeln lauten: CH_{3}COOH und
CCl_{3}COOH. Der Umsatz erfolgt nach der Gleichung: CH_{3}COOH + 6Cl =
CCl_{3}COOH + 3HCl.
[197] Den Typus Grubengas stellte *Kekulé* im Jahre 1856 auf (Annalen
der Chemie, Bd. 101, S. 204).
[198] *A. W. Williamson* wurde 1824 in der Nähe von London geboren.
Seine Theorie der Ätherbildung erschien 1852 (Quat. Journ. chem. Soc.
IV).
[199] *A. W. von Hofmann* wurde 1818 in Gießen geboren. Er ist aus
der Schule *Liebigs* hervorgegangen. Als akademischer Lehrer in Bonn,
in London und in Berlin, sowie als Forscher auf allen Gebieten der
Chemie entfaltete *Hofmann* eine ganz hervorragende Tätigkeit. Seine
Forschungen kamen auch der chemischen Technik in hohem Maße zu gute.
Vor allem schuf er die wissenschaftlichen Grundlagen, die zu dem so
außerordentlichen Emporblühen der Teerfarbenindustrie in Deutschland
geführt haben.
[200] Von Stibium, dem lateinischen Wort für Antimon.
[201] Siehe S. 138.
[202] *H. Kolbe*, Über den natürlichen Zusammenhang der organischen
mit den unorganischen Verbindungen (1859). Als 92. Band von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von *E. v. Meyer*.
Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1897.
*Hermann Kolbe* wurde 1818 in der Nähe von Göttingen geboren. Er war
Schüler von *Wöhler* und von *Bunsen*. Während der letzten beiden
Jahrzehnte seines Lebens wirkte er als Professor der Chemie in Leipzig.
*Kolbe* starb 1884.
[203] Karlsruhe 1860.
[204] *S. Cannizzaro*, Abriß eines Lehrgangs der theoretischen
Chemie (1858). Als 30. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften herausgegeben von *Lothar Meyer*. Leipzig, Verlag von W.
Engelmann, 1891.
*Stanislaus Cannizzaro* wurde 1826 in Palermo geboren. Er wirkte als
Professor der Chemie an verschiedenen Orten Italiens.
[205] Im Jahre 1818 entdeckten die Franzosen *P. L. Dulong* und *A. Th.
Petit*, daß das Produkt aus dem Atomgewicht und der spezifischen Wärme
für die im festen Zustande befindlichen Elemente annähernd konstant
(6,4) ist. Dieser konstante Wert wird als Atomwärme bezeichnet.
[206] Annalen der Chemie, Bd. 85, S. 368 u. f.
[207] Wie sich *A. W. v. Hofmann* auf der 63. Vers. deutscher Naturf.
und Ärzte ausdrückte. Siehe auch *v. Hofmann*, *J. v. Liebig* und *Fr.
Wöhler*, zwei Gedächtnisreden. Leipzig 1891. S. 24.
[208] *J. Liebig*, Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf
Agrikultur und Physiologie, 1842. S. 167.
[209] *Max von Pettenkofer* wurde 1818 in der Nähe von Neuburg a.
d. Donau geboren. Er wirkte als Professor der Hygiene in München
und leitete dort gleichzeitig das auf sein Betreiben eingerichtete,
erste hygienische Institut. Auch die Einrichtung von Lehrstühlen für
Hygiene an den übrigen Universitäten ist besonders auf den Einfluß
*Pettenkofers* zurückzuführen. *Pettenkofer* starb 1901 in München.
Einen Nachruf widmete ihm sein Schüler und Mitarbeiter *Voit* unter
dem Titel: *Max von Pettenkofer* zum Gedächtnis. Rede im Auftrage der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften in der öffentlichen Sitzung vom
16. November 1901 gehalten von *Carl von Voit*. München 1902.
[210] *C. Dubois Reymond*, Gedächtnisrede auf *J. Müller*. Abhandlungen
der Berl. Akademie 1859/60.
[211] *J. Müller*, Handbuch der Physiologie des Menschen. Coblenz 1833
bis 1840. 2 Bde.
[212] *Johannes Müller*, Zur vergleichenden Physiologie des
Gesichtssinnes. Leipzig 1826, Teil VII, Kapitel 4 und 5.
[213] *J. Liebig*, Chemische Briefe 1844. S. 146.
[214] *Heinrich Friedrich Link* (1767-1851) war damals Professor der
Naturwissenschaften in Rostock. Später wurde er als Professor der
Botanik nach Berlin berufen.
Einen zweiten Preis erhielt der Berliner Anatom *Rudolphi* (1771 bis
1832). Seine Arbeit steht indessen hinter derjenigen *Links* weit
zurück und kann hier übergangen werden.
[215] *Kurt Sprengel*.
[216] *Link*, Grundlehren der Anatomie und Physiologie der Pflanzen.
Göttingen 1807.
[217] Von *Corti*, 1772.
[218] *Robert Brown*, 1831.
[219] So durch *Johannes Müller*. Siehe S. 151 dieses Bandes.
[220] In Neuß. Er starb 1882 in Köln.
[221] Siehe S. 150 dieses Bandes.
[222] Siehe an anderer Stelle dieses Bandes.
[223] Im Jahre 1824 durch *Prévost*.
[224] Als 176. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften wieder herausgegeben von *F. Hünseler*. Leipzig, Verlag
von W. Engelmann, 1910.
[225] Die Chorda dorsalis ist die erste Anlage der Wirbelsäule, sie
wird im Laufe der Entwicklung durch die Wirbelkörper verdrängt, bleibt
aber bei den niedersten Wirbeltieren, wie dem Amphioxus und dem
Neunauge, während der ganzen Dauer ihres Lebens erhalten.
[226] *Rudolph Virchow*, Die Zellularpathologie in ihrer Begründung auf
physiologische und pathologische Gewebelehre. Berlin 1858. S. 12.
[227] *Virchow*, Zellularpathologie. Berlin 1858, S. 25. Von *Virchow*
rührt das Wort omnis cellula e cellula her.
[228] *E. Rádl*, Geschichte der biologischen Theorien. II. Bd., S. 380.
Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1909.
[229] *Mathias Jakob Schleiden* wurde 1804 in Hamburg geboren und starb
im Jahre 1881.
[230] Zuerst 1848, in 6. Aufl. 1864 bei W. Engelmann in Leipzig
erschienen.
[231] *Corti* 1772; *Treviranus* 1811.
[232] *Robert Brown.*
[233] Durch *von Mohl*.
[234] Den Namen schuf *von Mohl* 1846.
[235] *Unger*, Die Pflanze im Momente der Tierwerdung. Siehe
*Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher, 1908. S. 331.
[236] *Nägeli*, Die Stärkekörner. 1858.
[237] Durch Intussusception, wie der wissenschaftliche Ausdruck für
diesen Vorgang lautet.
[238] *Karl Wilhelm Nägeli* wurde 1817 in der Nähe von Zürich geboren.
Er wurde 1842 Dozent der Botanik und erhielt 1858 die Professur für
diese Wissenschaft in München. Er starb 1891.
[239] *Nägeli*, Zellkern, Zellbildung und Zellenwachstum bei den
Pflanzen. 1844 u. f.
[240] Siehe Bd. III, S. 107.
[241] *Nägeli*, Beiträge zur wissenschaftlichen Botanik 1858.
[242] Von großem Einfluß für die Fortschritte auf diesem Gebiete war
*Nägelis* und *Schwendeners* Werk »Das Mikroskop«.
[243] Siehe Bd. III, S. 385 u. f.
[244] Bd. II, S. 419.
Zu den Männern, die schon im 18. Jahrhundert eine genetische Auffassung
auf den Gebieten der Geologie und der Biologie vertraten, gehört der
Franzose *B. de Maillet* (1662-1738). Er verfaßte um 1715 eine Schrift
(Telliamed), in der er seine Ansichten über die Entwicklung der Erde
und die Entstehung der Organismen veröffentlichte. Diese Schrift
erschien erst 1748. Sie hat auf die Entwicklung der evolutionistischen
Ideen einen bedeutenden Einfluß geübt, der sich besonders bei *Buffon*
und auch bei *Lamarck* bemerkbar macht. *Cuvier* bezeichnet deshalb
die Deszendenztheoretiker seiner Zeit als Nachtreter (sectateurs) *de
Maillets* (*Kohlbrugge*, *B. de Maillet*, *J. de Lamarck* und *Ch.
Darwin*. Biolog. Zentralblatt 1912, S. 505.)
Nach *de Maillet* war die Erde ursprünglich ganz vom Meere bedeckt.
Letzteres barg anfangs keine Organismen, daher enthalten die
ältesten geologischen Schichten auch keine Versteinerungen. Nach
dem Emportauchen von Inseln und Festländern sollen sich aus den
Meeresbewohnern Landtiere und Vögel entwickelt haben.
[245] *Von Hoff*, Geschichte der durch Überlieferung nachgewiesenen
natürlichen Veränderungen der Erdoberfläche. 3 Bände. 1822-1834. Zwei
weitere Bände wurden nach hinterlassenen Aufzeichnungen *v. Hoffs*
durch *H. Berghaus* herausgegeben. 1840/41.
[246] *Ch. Lyell*, Principles of Geology, being an attempt to explain
the former changes of the earths surface by reference to causes now in
operation 1830. Eine Übersetzung ins Deutsche gab *Hartmann* 1833 nach
der 2. Auflage des Originals heraus.
[247] *Lyell*, Über das Alter des Menschengeschlechts, 1863.
[248] Geboren zu Delitzsch am 19. April 1795. Eine Biographie schrieb
*M. Laue* unter dem Titel: *Chr. G. Ehrenberg*. Berlin 1895.
[249] Syzygites Ehbg. Siehe die Abhandlungen der Leopoldiniscben
Akademie vom Jahre 1820.
[250] *Chr. G. Ehrenberg*, Die Infusorien als vollkommene Organismen.
Ein Blick in das tiefere Leben der organischen Natur. Nebst einem Atlas
mit 64 kolorierten Kupfertafeln. Berlin 1838.
[251] Jahrbuch für Mineralogie 1837, S. 105.
[252] *Chr. G. Ehrenberg*, Mikrogeologie, Das Erden und Felsen
schaffende Wirken des unsichtbaren, kleinen selbständigen Lebens auf
der Erde. Mit über 4000 Figuren. Berlin 1854.
[253] Siehe *Harnacks* Geschichte der Preußischen Akademie der
Wissenschaften. S. 624.
[254] *Ch. Darwin*, The structure and distribution of coral reefs. Eine
deutsche Übersetzung veröffentlichte 1876 *V. Carus*.
[255] *Julius Robert Mayer* wurde am 25. November 1814 in Heilbronn
geboren. Nach Beendigung seiner medizinischen Studien unternahm er eine
Reise als Schiffsarzt, worauf er sich in seiner Vaterstadt niederließ.
Als um 1850 das Prinzip von der Erhaltung der Kraft zur allgemeinen
Annahme gelangte, wurde *Mayers* Verdienst um die Aufstellung
dieses Prinzips zunächst nicht anerkannt. Der Prioritätsstreit mit
*Joule* versetzte ihn in eine tiefe Gemütsverstimmung. Erst gegen
das Ende seines Lebens (er starb am 20. März des Jahres 1878) wurden
*Mayers* Ansprüche gewürdigt. Sogar die Royal Society ehrte ihn durch
Übersendung einer Medaille. Die neueste Ausgabe der Schriften samt
einer ausführlichen Biographie *Mayers* verdanken wir *J. J. Weyrauch*.
2. Bde. Stuttgart 1893.
[256] *R. Mayer*, Die Mechanik der Wärme, S. 105 (*Weyrauchs* Ausgabe.)
»Die Mechanik der Wärme, zwei Abhandlungen von *Robert Mayer*« wurde
neuerdings auch als Bd. 180 von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften durch *A. v. Oettingen* herausgegeben. Leipzig, Verlag
von W. Engelmann, 1911.
[257] *Mayer*, Die Mechanik der Wärme (*Weyrauchs* Ausgabe), S. 244.
[258] A. a. O. S. 55.
[259] Siehe Bd. III, S. 270.
[260] Siehe Bd. III, S. 278, sowie *Ostwalds* Klassiker Nr. 37, S. 23.
[261] *Mayer*, Die organische Bewegung in ihrem Zusammenhange mit dem
Stoffwechsel. 1845. *Dannemann*, »Aus der Werkstatt großer Forscher«
enthält eine auszugsweise Wiedergabe dieser wichtigen Schrift *Mayers*.
[262] Ein von den älteren Physikern oft gebrauchter Ausdruck. Er
bedeutet Experiment des Kreuzes. Gemeint ist das Kreuz, das an der
Stelle, wo sich zwei Wege trennen, errichtet wird.
[263] *J. R. Mayer*, Die Mechanik der Wärme. Stuttgart 1867. S. 279.
[264] Siehe Bd. III, S. 265 und 268.
[265] *James Prescott Joule* wurde 1818 in Salford bei Manchester
geboren, wo sein Vater eine Brauerei besaß. In Manchester wurde *Joule*
durch *Dalton* in die chemisch-physikalische Forschung eingeführt. Er
war gezwungen, seine Arbeiten als Privatmann fortzusetzen, da er schon
mit fünfzehn Jahren in das Geschäft seines Vaters eintreten mußte.
*Joule* starb im Jahre 1889.
[266] On the production of heat by voltaic electricity. Proceedings of
the Royal Society. 1840.
[267] Das mechanische Wärmeäquivalent, gesammelte Abhandlungen von *J.
P. Joule*, übersetzt von *Sprengel*, 1872. S. 37.
[268] Philos. Magaz. Bd. XXIII, p. 442.
[269] Philosophical Transactions 1850, S. 61 u. f.
[270] Philos. Transact. 1850. I. Teil. Tafel VII. Fig. 1 und 9.
[271] Beiblätter der Annalen der Physik II, 1878, S. 248.
[272] *L. A. Colding* wurde 1815 auf Seeland geboren. Er wirkte als
Ingenieur in Kopenhagen.
[273] *H. Helmholtz*, »Über die Erhaltung der Kraft«. Berlin 1847.
Neu herausgegeben als 1. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1889.
*Hermann v. Helmholtz* wurde am 31. August 1821 als Sohn eines
Gymnasiallehrers in Potsdam geboren. Nachdem er in Königsberg, Bonn und
Heidelberg die Professur für Physiologie bekleidet hatte, wurde er im
Jahre 1871 als Professor der Physik an die Universität Berlin berufen.
Während der letzten Jahre seines Lebens leitete *Helmholtz* die
Physikalisch-technische Reichsanstalt in Charlottenburg, ein Institut,
das er unter der Mitwirkung von *Werner Siemens* ins Leben gerufen
hatte. *Helmholtz* starb am 8. September 1894.
[274] *Helmholtz* selbst schrieb später über diese Episode: »Die
physikalischen Autoritäten waren geneigt, die Richtigkeit des Gesetzes
zu leugnen und in dem eifrigen Kampfe gegen *Hegels* Naturphilosophie,
den sie führten, auch meine Arbeit für eine phantastische Spekulation
zu erklären. Nur der Mathematiker *Jacobi* erkannte den Zusammenhang
meines Gedankenganges mit dem der Mathematiker des vorigen
Jahrhunderts, interessierte sich für meinen Versuch und schützte mich
vor Mißdeutung.« *L. Königsberger*, Gedächtnisrede auf *Jacobi*, 1906.
G. B. Teubner.
[275] Siehe Bd. III, S. 272.
[276] Nach der schon von *Galilei* abgeleiteten Fallformel ist die
Geschwindigkeit v des fallenden Körpers gleich √(2gh). Also ist g h =
v^2/2.
[277] *Hermann v. Helmholtz*, Über die Wechselwirkung der Naturkräfte
und die darauf bezüglichen neuesten Ermittelungen der Physik. 1854.
[278] *Pouillet*, Mémoire sur la chaleur solaire etc. Paris 1838. Siehe
*Poggendorffs* Annalen Bd. LXV.
[279] *Rudolf Clausius* wurde 1822 in Cöslin geboren. Er studierte
Mathematik und Naturwissenschaften, bekleidete zunächst eine Stelle an
einer Artillerie- und Ingenieurschule und wirkte später als Professor
der Physik an verschiedenen Universitäten. Zuletzt lehrte er in Bonn,
wo er 1880 starb. *Clausius* war Theoretiker. Er hat niemals Resultate
eigener Versuche veröffentlicht und dennoch einen ganz bedeutenden
Einfluß auf die Entwicklung der modernen Physik gehabt.
[280] Siehe Bd. III, S. 278.
[281] *R. Clausius*, Über die bewegende Kraft der Wärme und die
Gesetze, die sich daraus für die Wärmelehre selbst ableiten lassen
(1850). Von neuem als Bd. 99 von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften herausgegeben von *M. Planck*. Leipzig, Verlag von W.
Engelmann, 1898.
[282] *Nernst*, Über die neuere Entwicklung der Thermodynamik.
Verhandlungen der Naturforscherversammlung vom Jahre 1912.
[283] *Bernoulli* in seiner Hydrodynamik vom Jahre 1738.
[284] *Karl August Krönig* wurde 1822 geboren. Er wirkte als Lehrer an
einer Realschule in Berlin und starb dort 1879. *Krönig* ist als der
Begründer der kinetischen Gastheorie zu betrachten. Er entwickelte sie
im Jahre 1856.
[285] Siehe *Krönig*, Grundzüge einer Theorie der Gase. Berlin,
A. W. Hayn, 1856. Diese Abhandlung erschien auch im 99. Bande von
*Poggendorffs* Annalen (1856), S. 315.
[286] *Poggendorffs* Annalen 1857. Bd. 100, S. 353. Die betreffende
Abhandlung findet sich auch in *Clausius'* Abhandlungen über die
mechanische Wärmetheorie. II. Abteilung 1867. Braunschweig, Verlag von
P. Vieweg. S. 229 u. f.
[287] *G. Kirchhoff*, Über einen Satz der mechanischen Wärmetheorie und
einige Anwendungen desselben (1858). Neuerdings mit einigen anderen,
die mechanische Wärmetheorie betreffenden Abhandlungen *Kirchhoffs*
als Band 101 von *Ostwalds* Klassikern wieder herausgegeben von *M.
Planck*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1898.
[288] *Schwann* in *Poggendorffs* Annalen. XLI. 1837. S. 184.
Vorläufige Mitteilung betreffend Versuche über die Weingärung und
Fäulnis.
[289] *Schröder* und *v. Dusch*, Über Filtration der Luft in Beziehung
auf Fäulnis und Gärung. Journal für praktische Chemie. 1854. t. LXI. p.
485.
[290] *Pasteur*, Die in der Atmosphäre enthaltenen organischen
Körperchen. Annales de Chimie et de Physique. 3. Série. Bd. LXIV. 1862.
Übersetzt von Dr. *A. Wieler* und als 39. Bd. von *Ostwalds* Klassikern
der exakten Wissenschaften bei Wilhelm Engelmann in Leipzig 1892
erschienen.
*Louis Pasteur*, der uns als bahnbrechender Forscher noch auf mehreren
Gebieten begegnen wird, wurde 1822 im französischen Jura geboren.
Im Jahre 1848 wurde er Professor der Chemie in Straßburg. Später
bekleidete er dieses Amt in Paris an der Sorbonne. Außer seinen
Untersuchungen über niedere Organismen hat er sich durch seine Lehre
von den abgeschwächten Krankheitsgiften und die mit solchen Giften
bewirkten Schutzimpfungen ein unsterbliches Verdienst erworben. Auch
auf dem Gebiete der physikalischen Chemie hat er Hervorragendes
geleistet. *Pasteur* starb im Jahre 1895.
[291] *Unger*, hervorragender Paläontolog und Botaniker, wurde im Jahre
1800 in Steiermark geboren, war Professor der Botanik in Wien und starb
im Jahre 1870. Die ersten Beobachtungen über die Schwärmsporen der
Algen wurden schon im Beginne des 19. Jahrhunderts angestellt.
[292] Die Gattung Vaucheria, welche etwa 30, darunter 15 deutsche Arten
umfaßt, gehört zu den Schlauchalgen. Letztere bestehen aus nur einer,
meist sehr großen, verästelten Zelle. Die Vaucherien bilden verworrene
Rasen, welche die Steine fließender Gewässer überziehen.
[293] *Thuret*, Annal. des sc. natur. 1854. II. S. 197. *Thurets*
Abbildungen sind in zahlreiche Lehrbücher der Botanik übergegangen
(siehe *Sachs'* Lehrbuch der Botanik, Leipzig 1874, Fig. 185.)
[294] Näheres über dieses Ergebnis der besonders von *Hofmeister*
geführten Untersuchungen findet sich an späterer Stelle.
[295] *Henri Dutrochet* wurde 1776 in einem kleinen Orte Frankreichs
geboren. Er studierte Medizin, wurde Militärarzt, widmete sich aber
später ausschließlich physiologischen Untersuchungen. Er gehörte der
französischen Akademie an und starb in Paris im Jahre 1847. Sein
Hauptwerk führt den Titel: Mémoires pour servir à l'histoire anatomique
et physiologique des végétaux et des animaux, 1837.
[296] Siehe S. 38 dieses Bandes.
[297] Annales de chimie et de phys. Bd. 35 (1827) S. 400.
[298] *Dutrochets* Physiologische Untersuchungen erschienen 1824. Sie
wurden in deutscher Übersetzung als 154. Band von *Ostwalds* Klassikern
der exakten Wissenschaften herausgegeben. Leipzig, Verlag von W.
Engelmann, 1906.
[299] Die in Brasilien einheimische Mimosa pudica L., deren Blätter
in so hohem Grade reizbar sind, daß sie das dankbarste Objekt für die
Untersuchung der Reizbewegungen bilden.
[300] Näheres über den Entwicklungsgang der Anatomie der Pflanzen,
siehe im II. Bande, S. 340 und im IV. Bande an späterer Stelle.
[301] *Purkinje* (1787-1869) wirkte als Professor der Physiologie
in Breslau. Er machte besonders auf den zelligen Bau der Epithelien
aufmerksam.
[302] Siehe S. 157 dieses Bandes. Bis zu welcher Klarheit *Dutrochet*
in der Auffassung der Zellen als Elementarorganismen schon gelangt
war, geht aus folgenden Worten hervor: »Die Beobachtung lehrt, daß
jede Zelle ein besonderes Organ mit einer eigenen Membran ist, das man
deutlich von den umgebenden Organen abheben kann, sodaß sich annehmen
läßt, die verschiedenen Zellen seien miteinander nur verklebt. Diese
Theorie wird durch meine Beobachtungen über den Bau der Tiere gestützt.
Diese Beobachtungen lassen nämlich die Gewebe gleichfalls als die
Vereinigung einer ungeheueren Zahl von Zellbläschen erscheinen.«
[303] Siehe III. Band, S. 360.
[304] *Ernst Brücke*, Über die Bewegungen der Mimosa pudica. Siehe
das Archiv für Anatomie und Physiologie von *J. Müller*. 1848. Seite
434. Neuerdings herausgegeben als II. Abhandlung des 95. Bandes von
*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften. Leipzig, Verlag von
W. Engelmann, 1898.
[305] *Ernst Brücke*, dessen Verdienst um den Ausbau der Physiologie
der Tiere an anderer Stelle geschildert werden soll, wurde 1819 in
Berlin geboren. Er zählte zu den Schülern *Johannes Müllers*. Im Jahre
1849 wurde er Professor der Physiologie in Wien. In dieser Stellung
entfaltete er vierzig Jahre eine hervorragende Tätigkeit als Lehrer und
als Forscher. *Brücke* starb 1892.
[306] *Sachs*, Geschichte der Botanik. S. 602.
[307] *E. Brücke*, Über das Bluten des Rebstockes. 1844. *Ostwalds*
Klassiker, Bd. 95. I. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1898.
[308] *E. Brücke*, Die Elementarorganismen. 1861. *Ostwalds* Klassiker
der exakten Wissenschaften, Nr. 95. IV. Leipzig, Verlag von W.
Engelmann 1898. Herausgegeben von *A. Fischer*.
[309] *Ostwalds* Klassiker Nr. 95, S. 86.
[310] *E. H.* und *W. E. Weber*, Die Wellenlehre auf Experimente
gegründet. Leipzig, 1825.
[311] Als 6. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften
herausgegeben von *M. v. Frey*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1889.
[312] Siehe Bd. III, S. 78.
[313] Spätere Versuche haben gezeigt, daß für die Blutgefäße mit
steigendem Druck die Geschwindigkeit der Wellen größer wird.
[314] *Ostwalds* Klassiker Nr. 6, Fig. X.
[315] *Hales*, Statik, S. 57.
[316] Die Geschwindigkeit dieser strömenden Bewegung beträgt in dem
vielverzweigten, einen großen Reibungswiderstand darbietenden Netz
der Kapillargefäße nur den Bruchteil eines Millimeters. In den Venen
dagegen erreicht sie wieder einen Wert von mehreren hundert Millimetern
für die Sekunde.
[317] *C. Ludwig*, Neue Versuche über die Beihilfe der Nerven zur
Speichelabsonderung. *Ostwalds* Klassiker Nr. 18. Leipzig, Verlag von
Wilhelm Engelmann 1890. Mit Anmerkungen herausgegeben von *M. von
Frey*. In demselben Bändchen finden sich noch zwei Abhandlungen über
verwandte Gegenstände von *E. Becher* und *C. Rahn*. Karl Friedrich
Wilhelm *Ludwig* wurde 1816 in Witzenhausen (Hessen) geboren. Er lehrte
Anatomie und Physiologie in Marburg, Zürich, Wien und Leipzig, wo er im
Jahre 1895 starb.
[318] *E. du Bois-Reymond*, Tierische Elektrizität II, 1, 393.
[319] Siehe Bd. III, S. 71.
[320] *Ostwalds* Klassiker Nr. 18, S. 24 u. 25.
[321] Siehe S. 212 dies. Bds.
[322] *Ernst Brücke*, Untersuchungen über den Farbenwechsel des
afrikanischen Chamäleons. Herausgegeben von *M. v. Frey*. *Ostwalds*
Klassiker Nr. 43. Verlag von W. Engelmann, Leipzig 1893.
[323] Aristot. Historia animalium II, 11.
[324] *Plinius*, Hist. naturalis VIII, 33.
[325] *Athanasius Kircher*, Ars magna lucis et umbrae, Amsterdamer
Ausgabe, S. 56. Die erste Ausgabe erschien 1646 in Rom. Über *Kircher*
siehe Bd. II dies. Werkes S. 301.
[326] *Ostwalds* Klassiker Nr. 43, S. 41.
[327] Schon *Brücke* erhob hierzu die Frage, ob nicht vielleicht ein
Agens, das auf einen sensiblen Nerven einwirkt, auf dem Wege des
Reflexes Lähmung in einem motorischen Nerven hervorbringt und dadurch
das Phänomen, daß scheinbar Dunkelheit als Reiz wirkt, seine Erklärung
findet. Seitdem sind derartige Reflexe vielfach nachgewiesen worden.
[328] *Franz Cornelius Donders* (1818-1889), berühmter Augenarzt.
[329] Abhlgn. d. Kgl. Gesellsch. d. Wiss. zu Göttingen. 1838-1841.
[330] *J. B. Listing*, Beitrag zur physiologischen Optik. Als 147. Band
von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von
*O. Schwarz*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann 1905.
*Johann Benedikt Listing* wurde 1808 in Frankfurt a. M. geboren. Er
studierte in Göttingen Mathematik bei *Gauß* und bekleidete dort seit
1842 die Professur für mathematische Physik. Listing starb 1882.
[331] *Ostwalds* Klassiker Nr. 147, Tafel I, Fig. 2.
[332] *Ostwalds* Klassiker Nr. 147, S. 14.
[333] Siehe auch *Helmholtz*, Physiologische Optik. 1867. §10.
[334] *Ostwalds* Klassiker Nr. 147, S. 30.
[335] Tastsinn und Gemeingefühl von *Ernst Heinrich Weber* als 149.
Band von *Ostwalds* Klassikern herausgegeben von *Ewald Hering*.
Leipzig, Verlag von W. Engelmann 1905.
[336] *Hueck*, Von den Grenzen des Sehvermögens (Müllers Archiv 1840.
S. 94 u. f.).
[337] *Gustav Theodor Fechner*, Elemente der Psychophysik, 1860.
[338] *Max Wilhelm Wundt* (geb. 1832), Grundzüge der physiologischen
Psychologie. 1893.
[339] *Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften, Nr. 148.
Leipzig, W. Engelmann, 1905 (Vortrag von *Ewald Hering*, gehalten in
der Akademie der Wissenschaften zu Wien am 30. Mai 1870).
[340] Philos. Transact. f. 1839. Siehe auch *Ostwalds* Klassiker Nr.
131. Leipzig, W. Engelmann, 1902.
[341] Siehe Band III, S. 24.
[342] »Untersuchungen über tierische Elektrizität.« Berlin 1848-1854.
2 Bde. und »Gesammelte Abhandlungen zur allgemeinen Muskel- und
Nervenphysik.« Leipzig 1875-1877. 2 Bde. Die Abhandlungen der von
*Müller* begründeten Physiologenschule, der auch *Du Bois-Reymond*
angehört, erschienen in Müllers Archiv für Anatomie und Physiologie.
[343] Gesammelt in zwei Bänden erschienen in Leipzig 1885-1887.
[344] Siehe S. 172 dieses Bandes.
[345] *J. J. S. Steenstrup*, Über den Generationswechsel oder die
Fortpflanzung und Entwicklung durch abwechselnde Generationen, eine
eigentümliche Form der Brutpflege in den niederen Tierklassen.
Kopenhagen 1842.
[346] *Adelbertus de Chamisso*, De animalibus quibusdam e classe
vermium Linnaeana in circumnavigatione terrae auspicante Comite N.
Romanzoff duce Ottone de Kotzebue annis 1815, 1816, 1817, 1818 per
acta. Fasc. I. De salpa. Berolini 1819.
[347] Siehe *Buffons* Einleitung zu seiner Histoire naturelle.
[348] Siehe Bd. III. S. 376 u. f.
[349] *Etienne Geoffroy St. Hilaire* (1772-1844) wirkte als Professor
der Zoologie am Jardin des Plantes zu Paris.
[350] *Jean de Lamarck* (1744-1829) wirkte gleich *St. Hilaire* als
Professor der Zoologie am Jardin des Plantes. Während *St. Hilaire*
besonders das Gebiet der Wirbeltiere bearbeitete, war es die Aufgabe
*Lamarcks*, sich in erster Linie mit der Erforschung der wirbellosen
Tiere zu befassen.
[351] *Lamarck*, Philosophie zoologique. 1809. Deutsch von *A. Lang*,
Jena 1876. Eine deutsche Ausgabe veröffentlichte auch *Heinrich
Schmidt*, Leipzig, Verlag von A. Kröner XVI und 118 Seiten 1 Mk. Diese
billige Ausgabe enthält nur den ersten Teil des Werkes. Sie kann zur
Orientierung über die Grundzüge der *Lamarck*schen Lehre dienen.
[352] Philosophie zoologique I, 268.
[353] Aus der neueren Literatur über *Lamarck* seien erwähnt:
*Adolf Wagner*, Geschichte des Lamarckismus. Als Einführung in die
psychobiologische Bewegung der Gegenwart. Stuttgart, Franckh'sche
Verlagshandlung. VIII u. 314 S.
*August Pauly*, Darwinismus und Lamarckismus. Entwurf einer
psychophysischen Teleologie. Ernst Reinhardt, München 1905.
[354] *J. P. Blumenbach*, Beiträge zur Naturgeschichte. 1806. S. 13.
[355] *Blumenbach*, Beiträge S. 29.
[356] Leipzig, W. Engelmann 1851.
Seine Ergänzung findet das Werk durch *Hofmeisters* Schriften »Die
Entstehung des Embryos der Phanerogamen (1849)« und »Neue Beiträge zur
Kenntnis der Embryobildung der Phanerogamen 1859.«
*Wilhelm Hofmeister* wurde 1824 in Leipzig als Sohn eines
Verlagsbuchhändlers geboren. Er trat zunächst in das Geschäft des
Vaters ein, widmete sich aber gleichzeitig mit solchem Eifer und
Erfolge botanischen Untersuchungen, daß er seine epochemachenden Werke
veröffentlichen konnte, ohne regelrechte Universitätsstudien getrieben
zu haben. Erst im Jahre 1863 trat er in die akademische Laufbahn
ein, indem er zum Professor der Botanik in Heidelberg ernannt wurde.
Später wirkte er in Tübingen. *Hofmeister* starb 1877. Siehe auch *E.
Pfitzers* Abhandlung in der Festschrift der Universität Heidelberg. Bd.
II. 265-358.
[357] Siehe S. 239 dieses Bandes.
[358] *Rudolf Leuckart* (1822-1898), Professor der Zoologie in Leipzig,
»Über die Morphologie und Verwandtschaftsverhältnisse niederer Tiere«.
Braunschweig 1848.
[359] Siehe Bd. III S. 391.
[360] *A. Kowalevsky* in den Mémoires de l'Académie de St. Pétersbourg
1866 u. 1867.
[361] *A. Kowalevsky*, Embryologische Studien an Würmern und
Arthropoden. St. Petersburg 1871.
[362] Die wichtigsten Werke *Darwins* sind: Der Bau und die Verteilung
der Koralleninseln (1842). -- Über die Entstehung der Arten durch
natürliche Zuchtwahl (1859). -- Die Reise eines Naturforschers (1860).
-- Über die verschiedenen Einrichtungen, durch welche Orchideen
von Insekten befruchtet werden (1862). -- Die Bewegungen und die
Lebensweise der kletternden Pflanzen (1867). -- Das Variieren der
Tiere und Pflanzen im Zustande der Domestikation (1867). -- Die
Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl (1871). --
Insektenfressende Pflanzen (1875). -- Die Entstehung der Ackererde
durch die Tätigkeit der Regenwürmer (1881). *Darwins* Werke wurden
durch *J. V. Carus* ins Deutsche übertragen. Eine Biographie *Darwins*
gab sein Sohn *F. Darwin* heraus (Life and letters of *Ch. Darwin*,
London 1887; Deutsch von *J. V. Carus*, Stuttgart 1887).
[363] Eine umfangreiche Literatur über *Darwins* Leben, seine Lehre
und ihre Folgen entstand im Jahre 1909 aus Anlaß der hundertsten
Wiederkehr seines Geburtstages. Eine Zusammenstellung und Besprechung
dieser Literatur findet sich in dem entsprechenden Jahrgange der
Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und
der Naturwissenschaften.
[364] *Erasmus Darwin*, Zoonomia or the Laws of Organic Life. London
1794-1796.
[365] Siehe S. 169 dieses Bandes.
[366] Essay on the principles of population.
[367] *Darwin* hat die Grundzüge seiner Theorie schon zu Beginn der
vierziger Jahre entwickelt. Seine 1842 und 1844 verfaßten, für die
Entwicklung seiner Vorstellungen wichtigen Abhandlungen, die als
die Fundamente des 1859 erschienenen Werkes über die Entstehung der
Arten zu betrachten sind, wurden neuerdings in deutscher Übersetzung
veröffentlicht:
*Charles Darwin*, Die Fundamente zur Entstehung der Arten. Zwei
1842 und 1844 verfaßte Essays, herausgegeben von *Francis Darwin*.
Autorisierte deutsche Übersetzung von *M. Semon*. Leipzig B. G. Teubner
1911 (VIII u. 326 Seiten).
[368] H. G. Bronn.
[369] Zu den gleichen Anschauungen, wie sie *Darwin* in seinem Werke
über die Entstehung der Arten entwickelte, war auch der englische
Naturforscher *Wallace* gelangt. Er durchforschte von 1848-1852
Brasilien und 1854-1862 den Malayischen Archipel. Durch einen Vergleich
der Faunen und der Floren des alten und des neuen Kontinents kam
er, gleichfalls angeregt durch die von *Lyell* und von *Malthus*
entwickelten Lehren, zu einer mit der *Darwin*schen sich deckenden
Theorie der natürlichen Zuchtwahl. Die betreffende Abhandlung datiert
vom Jahre 1858 und führt den Titel »Über die Neigung der Spielarten,
unbegrenzt von dem ursprünglichen Typus abzuweichen«.
[370] *Ch. Darwin*, Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche
Zuchtwahl.
[371] *C. Semper*, Die Verwandtschaftsbeziehungen der gegliederten
Tiere. Würzburg 1875.
[372] *Ernst Haeckel* wurde 1834 in Potsdam geboren. Er wirkte seit
1862 als Professor der Zoologie in Jena. *Haeckels* Arbeiten liegen
insbesondere auf dem Gebiete der wissenschaftlichen Erforschung
des niederen marinen Tierlebens (Schwämme, Medusen, Korallen,
Planktonstudien). *Haeckel* schuf ferner die Grundlagen einer auf der
Entwicklungslehre fußenden theoretischen Biologie. Auch erwarb er sich
große Verdienste um die Popularisierung der Zoologie (Kunstformen der
Natur 1904; Indische Reisebriefe 1883). Seine wichtigsten Werke sind
die generelle Morphologie 1866 und die Anthropogenie oder natürliche
Stammesgeschichte des Menschen 1874.
[373] Daß Anklänge an das biogenetische Grundgesetz, wie es *Haeckel*
formuliert hat, sich in der älteren Literatur finden, zeigte vor kurzem
*J. H. F. Kohlbrugge* im zoologischen Anzeiger Bd. 38 (1911) S. 447.
Wenn danach schon früher von Forschern wie *Meckel* die Embryogenie
als eine Wiederholung der Zoogenie oder Morphogenie aufgefaßt wurde,
so darf man doch nicht vergessen, daß man die Entwicklung der Formen
meist nicht als ein allmähliches Entstehen der einen Form aus der
anderen, sondern als einen Zusammenhang der in der Natur waltenden
schöpferischen Ideen betrachtete.
[374] S. S. 249 dieses Bandes.
[375] *E. Haeckel*, Gastraeatheorie. Jenenser naturwiss. Zeitschrift
1874.
Gegen *Haeckels* Gastraeatheorie wurde sofort von dem bedeutenden
Wiener Zoologen *C. Claus* eine Reihe von Einwänden erhoben. Trotzdem
besitzt die Theorie noch heute in wissenschaftlichen Kreisen Anhänger.
[376] *C. Bergmann* und *R. Leuckart*, Anatomisch-physiologische
Übersicht des Tierreichs. Vgl. Anatomie und Physiologie, Stuttgart 1852.
[377] *W. Roux*, Programm und Forschungsmethoden der
Entwicklungsmechanik der Organismen. Leipzig, W. Engelmann 1897.
[378] Über die hierfür von *Roux* und *Driesch* gegebenen Erklärungen
findet sich das Nähere in *W. Roux*: Vorträge und Aufsätze über
Entwicklungsmechanik der Organismen. Heft I: Die Entwicklungsmechanik,
ein neuer Zweig der biologischen Wissenschaft. Leipzig, W. Engelmann
1905.
[379] Siehe Bd. III. S. 82-90.
[380] *Karl Friedrich Gärtner* war der Sohn des um die Morphologie
der Blüte hochverdienten *Joseph Gärtners* (Bd. III. S. 352). *Karl
Friedrich Gärtner* lebte als Arzt in Calw (Württemberg), wo er 1850
starb. Sein Hauptwerk erschien 1849 unter dem Titel: Versuche und
Beobachtungen über die Bastarderzeugung. Als Einleitung zu diesem
Buche erschienen im Jahre 1844 *Gärtners* »Versuche und Beobachtungen
über die Befruchtungsorgane der vollkommeneren Gewächse und über die
natürliche und künstliche Befruchtung durch den eigenen Pollen.«
[381] *Sachs*, Geschichte der Botanik. S. 462.
[382] *Wichura*, Die Bastardbefruchtung im Pflanzenreich erläutert an
Bastarden der Weiden. Breslau 1865, sowie *Nägeli* in den Berichten der
bayr. Akademie d. Wissensch. 1865.
[383] *Ch. Darwin*, Das Variieren der Tiere und Pflanzen im Zustande
der Domestikation. Aus dem Englischen übersetzt von *V. Carus*.
Stuttgart 1873. Bd. II. S. 106 u. f.
[384] *Gregor Mendel*, Versuche über Pflanzenhybriden, zwei
Abhandlungen 1866 und 1870. Neu (als Bd. 121 der *Ostwald*schen
Klassiker) herausgegeben von *Erich von Tschermak*. Leipzig, W.
Engelmann 1911.
*Johann Gregor Mendel* wurde 1822 in dem deutsch mährischen Orte
Heinzendorf geboren. Er widmete sich dem geistlichen Stande. Als
Augustinermönch studierte *Mendel* in Wien Naturwissenschaften. Darauf
wirkte er (1854-1868) als Lehrer dieses Faches an der Oberrealschule in
Brünn. In diese Zeit fallen seine ausgedehnten Bastardierungsversuche.
*Mendel* starb 1884 als Prälat seines Ordens.
Vergl. *Hugo Iltis*, *Johann Gregor Mendel* als Forscher und Mensch.
Brünn 1908, sowie *R. C. Punnett*, Mendelismus; herausgegeben von *Hugo
Iltis*, Brünn 1910. Ferner, *Erich von Tschermak*, zusammenfassende
Orientierung über den gegenwärtigen Stand des Mendelismus im Handbuche
der Züchtung der landwirtschaftl. Kulturpflanzen. 4. Bd. S. 63-106.
Verlag von P. Parey, Berlin 1910.
[385] S. S. 263.
[386] Näheres darüber siehe bei *E. Rádl*, Geschichte der biologischen
Theorien. Bd. II. S. 510. Leipzig, W. Engelmann 1910.
[387] *Henry Clifton Sorby*, englischer Privatgelehrter, 1826 geboren,
wandte das Verfahren der mikroskopischen Untersuchung von Dünnschliffen
der Gesteine seit etwa 1850 an. Seit 1831 war dies Verfahren schon zur
Untersuchung fossiler Hölzer benutzt worden.
[388] Quart. journ. geol. Soc. 1858. XIV. S. 453.
[389] *Ferdinand Zirkel* wurde 1838 in Bonn geboren.
[390] *Zittel*, Geschichte der Geologie S. 732.
[391] Bonn 1870.
[392] *Rosenbusch*, Mikroskopische Physiographie der massigen Gesteine.
Stuttgart 1877.
[393] Siehe auch *Günther*, Geschichte der anorganischen
Naturwissenschaften. S. 782.
[394] *Gabriel August Daubrée* wurde 1814 in Metz geboren. Nach
Beendigung seiner Studien an der École polytechnique zu Paris
bekleidete er zunächst das Amt eines Bergingenieurs. Darauf wurde er
Professor der Geologie in Straßburg. In gleicher Stellung wirkte er
seit 1861 in Paris. *Daubrée* starb im Jahre 1896. Seine »Géologie
expérimentelle«, die »Études synthétiques de géologie expérimentale«
und sein umfangreiches Buch über die geologischen Wirkungen des Wassers
(»Les eaux sousterraines«) sind seine wichtigsten Werke.
[395] *J. Thurmann* (1804-1855) in einer im Jahre 1830 erschienenen
Abhandlung.
[396] *A. Favre*. Arch. Scienc. phys. et nat. Genève 1878.
[397] *H. R. Goeppert*, Abhandlung, eingesandt auf die Preisfrage: Man
suche darzutun, ob die Steinkohlen aus Pflanzen entstanden sind, welche
an den Stellen, wo jene gefunden werden, wuchsen. 1848.
[398] *C. Engler* in den Berichten der deutschen chemischen
Gesellschaft. Bd. 21, 22, 26 u. 28.
[399] Mit 12 Tafeln Abbildungen. Berlin 1873.
[400] Die erste leitete *Wyville Thomson* 1869 und 1870 auf dem
englischen Schiffe »Porcupine«.
[401] *Hausmann.*
[402] *Charpentier*, 1837.
[403] Siehe *Zirkel*, Geschichte der Geologie, S. 331.
[404] *Jean Louis Agassiz* wurde 1807 im Kanton *Waadt* geboren. Er
bekleidete Jahrzehnte eine Professur in Neufchatel und wirkte später am
Harvard College in Nordamerika. Als Geologe hat sich *Agassiz* durch
seine Studien über Gletscher und glaziale Gebilde verdient gemacht. Er
begann diese Studien in Gemeinschaft mit *Charpentier* in den Alpen,
setzte sie aber später in England und in Nord- und Südamerika fort.
Nicht geringer war jedoch sein Verdienst um zahlreiche Gebiete der
Zoologie und der Versteinerungskunde. Vor allem ist hier sein Werk
über fossile Fische zu nennen. *Agassiz* starb 1873 als amerikanischer
Bürger.
[405] Neues Jahrbuch für Mineralogie 1832. S. 257.
[406] *Otto Torell*, Undersökningar ofver Istiden (Stockholm, Akad.
Handb. 1872 und 1873).
[407] Es ist das diejenige Fläche, für deren Punkte das aus der Schwere
und der Zentrifugalkraft zusammengesetzte Potential gleiche Werte
annimmt.
[408] Es rührt von *G. Ph. v. Jolly* her.
[409] Siehe Bd. IV. S. 33.
[410] *Johann Friedrich Christian Hessel* wurde 1796 in Nürnberg
geboren. Er wirkte als Professor der Mineralogie und Geologie in
Marburg und starb 1872.
*Hessels* Untersuchung über die geometrischen Gesetze, nach welchen
sich Kristalle bilden, erschien 1830 als Teil von *Gehlers*
physikalischem Wörterbuch. Sie wurde vielleicht infolge dieser Art
der Veröffentlichung zunächst wenig beachtet. Im Jahre 1897 wurde
*Hessels* Arbeit als 88. u. 89. Band von *Ostwalds* Klassikern der
exakten Wissenschaften von neuem herausgegeben (Leipzig, Verlag von
W. Engelmann). Die Herausgabe und Erläuterung besorgte *E. Heß*, ein
Schüler *Hessels*. Der genauere Titel lautet: Kristallometrie oder
Kristallonomie und Kristallographie auf eigentümliche Weise und mit
Zugrundelegung neuer, allgemeiner Lehren der reinen Gestaltkunde
bearbeitet von *J. F. C. Hessel*.
[411] Von *Hessel* als »Gerengesetz« bezeichnet.
[412] Siehe Band III S. 340.
[413] *A. Bravais* (1811-1863) wirkte als Professor an der École
Polytechnique zu Paris.
[414] *A. Bravais*, Abhandlung über die Systeme von regelmäßig auf
einer Ebene oder im Raume verteilten Punkten. 1848 (Ostwalds Klassiker
Nr. 90). Übersetzt und herausgegeben von C. und *E. Blasius*.
*A. Bravais*, Abhandlungen über symmetrische Polyeder. 1849 (*Ostwalds*
Klassiker Nr. 17). Übersetzt und in Gemeinschaft mit *P. Groth*
herausgegeben von C. und *E. Blasius*.
[415] *Axel Gadolin* wurde 1828 in Finnland geboren. Er gehörte der
Petersburger Akademie an und starb im Jahre 1894.
[416] Abhandlung über die Herleitung aller kristallographischen Systeme
mit ihren Unterabteilungen aus einem einzigen Prinzip von *Axel
Gadolin*. 1867. Als 75. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften deutsch herausgegeben von *P. Groth*. Leipzig, Verlag
von Wilhelm Engelmann 1896.
[417] *L. Sohncke*, Die Gruppierung der Moleküle in den Kristallen.
Eine theoretische Ableitung der Kristallsysteme und ihrer
Unterabteilungen. *Poggendorffs* Annalen 132. Bd. (1867).
[418] Die rhomboedrischen Formen werden heute als Halbflächner der
hexagonalen betrachtet, so daß sich die sieben Systeme auf sechs
reduzieren.
[419] Neu herausgegeben als Bd. 155 von *Ostwalds* Klassikern der
exakten Wissenschaften. Leipzig, W. Engelmann 1906.
*Quintino Sella* wurde 1827 in Oberitalien geboren. Er wirkte
als Professor der Mineralogie in Turin und starb 1884. *Sellas*
Untersuchungen erstrecken sich besonders auf die theoretische
Kristallographie und die Kristallographie künstlich dargestellter
Verbindungen wie der Platinammoniumsalze.
[420] Vom Jahre 1857. Erschienen in den Abhandlungen der Turiner
Akademie vom Jahre 1858.
[421] Bd. III, 25.
[422] *Leonhard*, Taschenbuch für die gesamte Mineralogie. 1826. Bd. I.
S. 486.
[423] Siehe auch *Naumann*, Elemente der Mineralogie. Leipzig, W.
Engelmann 1877. S. 632 u. f.
[424] *C. W. C. Fuchs*, Die künstlich dargestellten Mineralien.
Gekrönte Preisschrift. Harlem 1872.
[425] *Ostwalds* Klassiker Nr. 145. S. 86.
[426] Näheres hierüber siehe bei *C. Glaser*, Der Einfluß *Kekulés*
auf die Entwicklung der chemischen Industrie. Rede gehalten bei der
Enthüllung des Kekulé-Denkmals in Bonn. Erschienen in der »Chem.
Industrie«. 1903. Nr. 12.
[427] *Ostwalds* Klassiker Nr. 145. S. 9.
[428] *A. Kekulé*, Über die Konstitution und die Metamorphosen der
chemischen Verbindungen und über die chemische Natur des Kohlenstoffs
(Ann. d. Chemie und Pharm. Bd. 106. II. S. 129 u. f.). Die Abhandlung
wurde neuerdings durch *A. Ladenburg* im 145. Bd. von *Ostwalds*
Klassikern neu herausgegeben. Leipzig. Verlag von Wilhelm Engelmann
1904.
[429] *A. S. Couper*, Über eine neue chemische Theorie. Als Bd. 183 von
*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben von *R.
Anschütz*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann 1911.
*Archibald Scott Couper* wurde 1831 in der Nähe von Glasgow geboren.
Er studierte in Berlin und in Paris Chemie und reichte das Manuskript
seiner Abhandlung über eine neue chemische Theorie zur Weitergabe an
die französische Akademie der Wissenschaften bereits ein, als *Kekulés*
Abhandlung über die chemische Natur des Kohlenstoffs (*Ostwalds*
Klassiker Bd. 145) noch nicht erschienen war.
[430] *A. Kekulé*, Untersuchungen über aromatische Verbindungen. Ann.
d. Chemie u. Pharm. 137. Bd. 2. Heft. S. 129 u. f. Die Abhandlung wurde
neuerdings durch *A. Ladenburg* im 145. Bd. von *Ostwalds* Klassikern
neu herausgegeben. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann 1904.
[431] Siehe Seite 287.
[432] Man hat die so entstehenden Isomerien als Ortho-, Para- und
Metaverbindungen unterschieden.
[433] *W. Körner*, Über die Bestimmung des chemischen Ortes in den
aromatischen Substanzen. Vier Abhandlungen aus den Jahren 1866-1874.
Sie wurden im 174. Bande von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften von neuem herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann 1910.
*Wilhelm Körner* wurde 1839 in Cassel geboren. Er war *Kekulés* Schüler
und bekleidete später eine Lehrstelle für organische Chemie an der
landwirtschaftlichen Hochschule in Mailand.
[434]
Formel Schmelzp. Siedep.
[1,2]-(o)-Dibrombenzol C_{6}H_{4}Br_{2} -1° 224°
[1,3]-(m)-Dibrombenzol C_{6}H_{4}Br_{2} +1° 219°
[1,4]-(p)-Dibrombenzol C_{6}H_{4}Br_{2} +89° 219°.
[435] Das Pyridin und seine Homologen finden sich im Steinkohlenteer
und in dem bei der Destillation von Knochen entstehenden Öl. Das
Pyridin ist eine bei 115° siedende Flüssigkeit. Sie bildet sich auch
bei der Zersetzung der Alkaloide.
[436] Mitteilung vom Jahre 1869, gerichtet an die
naturwissenschaftliche Gesellschaft zu Palermo.
[437] Berichte der Deutschen chemischen Gesellschaft 22,_{1403}.
[438] Es erwies sich als ein Propylpiperidin.
[439] Über seinen Lebens- und Entwicklungsgang siehe an anderer Stelle
dieses Bandes.
[440] Die Arbeit war 1841 erschienen und rührt von *Provostaye* her.
[441] Unter diesem Gesichtspunkte wurden *Ostwalds* Klassiker ins Leben
gerufen.
[442] Comptes rendus des séances de l'académie des sciences, 29,_{297};
31,_{480}.
[443] *Pasteur* veröffentlichte seine Theorie über die physikalische
Isomerie der Weinsäure in zwei Vorträgen, die neuerdings von M. und
*A. Ladenburg* übersetzt und als 28. Bd. von *Ostwalds* Klassikern
herausgegeben wurden. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1901.
[444] Die chemischen Verbindungen zerfallen danach in zwei
große Gruppen, in Verbindungen mit symmetrischen und solche mit
asymmetrischen Atomgruppen oder Molekülen.
[445] Bulletin de la société chimique de Paris 23,_{295}. Vergl. auch
*van't Hoffs* Abhandlung: Dix années dans l'histoire d'une théorie.
1887. *Le Bel.* Bulletin de la société chimique 23,_{337}.
[446] *Johann Wolfgang Döbereiner* wurde am 15. Dezember 1780 in
der Nähe von Hof geboren. Er bekleidete von 1810 bis zu seinem 1849
erfolgten Tode eine Professur für Chemie, Pharmazie und Technologie
in Jena. Bekannt ist *Döbereiner* insbesondere durch seine Erfindung
des Platinwasserstoff-Feuerzeugs geworden. Eine Darstellung seiner
Spekulationen über die Atomgewichte gab er in seinem Versuch zu einer
Gruppierung der elementaren Stoffe nach ihrer Analogie. *Poggendorffs*
Annalen der Physik und Chemie. 1829, 15, Seite 301. Siehe auch
*Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften. Nr. 66. Leipzig.
Verlag von Wilhelm Engelmann. 1895.
[447] Nach *Seuberts* Bestimmungen.
[448] *Max Pettenkofer* wurde 1818 in Bayern geboren. Seit 1847
bekleidete er eine Professur in der medizinischen Fakultät zu München.
Seine Bedeutung liegt auf dem Gebiete der Gesundheitslehre. Das Gebiet
der theoretischen Chemie hat er nur gelegentlich gestreift, und zwar
geschah dies in einem Vortrage über die regelmäßigen Abstände der
Äquivalentzahlen (*Ostwalds* Klassiker Nr. 66. S. 9 u. f. Leipzig
Verlag von W. Engelmann 1895).
[449] *J. H. Gladstone*. On the Relations between the Atomic Weights of
analogous Elements. Phil. Magaz. May 1853. Vol. 5. pag. 313.
[450] Siehe *Ostwalds* Klassiker Nr. 68. S. 4 und 5.
[451] *Ostwalds* Klassiker Nr. 68. S. 18.
[452] *Ostwalds* Klassiker Nr. 68. S. 41.
[453] Siehe an anderer Stelle dieses Bandes.
[454] Annal. d. Chem. u. Pharm. 1871. VIII, Seite 133. Mit
Erläuterungen herausgegeben von *Karl Seubert* (*Ostwalds* Klassiker
der exakten Wissenschaften Nr. 68. Leipzig, 1895).
[455] Es findet sich als Begleiter des Zinks in der Blende und wurde
1875 von *Lecoq de Boisbaudran* entdeckt.
[456] Durch *Cl. Winkler* 1886 in einem Freiberger Silbererz
(Argyrodit) entdeckt.
[457] Siehe Bd. II. S. 310 u. f.
[458] Über Brewster siehe S. 62 dieses Bandes.
[459] Siehe Band III. S. 273, Anm. 1.
[460] Er brachte uns die Sterne näher.
[461] *Joseph Fraunhofer*, Bestimmung des Brechungs- und
Farbenzerstreuungsvermögens verschiedener Glasarten in bezug auf die
Vervollkommnung achromatischer Fernrohre (Denkschriften der Kgl.
Akademie d. Wissensch. zu München für 1814-1815).
*Fraunhofers* Abhandlung wurde neuerdings durch *A. von Oettingen* als
150. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften wieder
herausgegeben. Leipzig, Verlag von W. Engelmann 1905.
[462] *Fraunhofers* Abhandlung in den Denkschriften der Münchener
Akademie von 1814/15, S. 221.
[463] *G. Kirchhoff* und *R. Bunsen*, Chemische Analyse durch
Spektralbeobachtungen. I. Abhandlung, Fig. 1 (*Ostwalds* Klassiker
Nr. 72, Seite 5). Diese grundlegende Abhandlung der beiden Forscher
erschien 1860 in *Poggendorffs* Annal. Bd. 110. Einen Auszug enthält
der Abschnitt von *Dannemann* »Aus der Werkstatt großer Forscher«.
[464] Bei der heutigen Einrichtung des Spektralapparates wird die Skala
bekanntlich nicht von einem besonderen Spiegel, sondern von derjenigen
Prismenfläche reflektiert, aus welcher der zu untersuchende Lichtstrahl
austritt. Letzterer sowie das Bild der Skala werden gleichzeitig durch
das Rohr C (Abb. 46) wahrgenommen.
[465] Die chlorsauren Salze bilden bekanntlich mit oxydierbaren
Substanzen explosive Gemenge.
[466] Siehe *Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften Nr. 100.
Verlag v. W. Engelmann in Leipzig. Die Abhandlung erschien im Jahre
1859.
[467] *Humboldts* Kosmos IV, 7.
[468] *G. Kirchhoff*, Untersuchungen über das Sonnenspektrum und die
Spektren der chemischen Elemente. Berlin 1862.
[469] Die Lage der Metallinien findet sich in der *Kirchhoff*schen
Zeichnung unter dem Spektrum angegeben (siehe Abb. 47). Die Zahl der
Eisenlinien (Fe) ist in diesem Teile des Spektrums nur gering.
[470] Nach *H. A. Rowland*, Johns Hopkins University Circulars, 1891, X.
[471] Auch *Rowland*, dem die neueste Zeit die besten Spektralapparate
(*Rowland*sche *Gitter*) und sehr zuverlässige Untersuchungen verdankt,
war der Meinung, daß unsere Erde, auf die Temperatur der Sonne erhitzt,
ein dem Sonnenspektrum sehr ähnliches Spektrum zeigen würde.
[472] Siehe Bd. III, S. 245-248.
[473] *Kirchhoff* und *Bunsen* entdeckten das Cäsium im Wasser der
Dürkheimer Soolquellen und das Rubidium in dem Mineral Lepidolith.
[474] Der so vervollkommnete Apparat ging gleich dem Heliometer
*Bessels* aus der hervorragenden optischen Werkstätte von Steinheil in
München hervor.
[475] Siehe S. 318 ds. Bds.
[476] Des Cäsiums und Rubidiums. Auf spektroskopischem Wege wurden
ferner das Thallium 1861 durch *Crookes*, das Gallium 1875 durch *Lecoq
de Boibaudran* und das Indium 1863 durch *Reich* und *Richter* entdeckt.
[477] Siehe S. 319 ds. Bds.
[478] Siehe an späterer Stelle.
[479] Die Schwärzung der Haut durch Silberlösung kannte schon *Albertus
Magnus*. *Boyle* erwähnt die Farbenänderung, welche das Chlorsilber
erleidet (1663), schrieb sie aber dem Einfluß der Luft zu.
[480] 1727 durch *J. H. Schulze*, Professor in Halle.
[481] »Some account of the art of photogenic drawing by Henry Fox
*Talbot*. London 1839.«
[482] Siehe S. 319 ds. Bds.
[483] Eine ausführliche Darstellung der Anwendungen, welche die
Photographie gefunden hat, enthält das Werk »Angewandte Photographie
in Wissenschaft und Technik« von *K. W. Wolf-Czapek*. Union, Deutsche
Verlagsgesellschaft. Berlin 1912.
[484] Im Jahre 1891 durch *G. Lippmann* und durch *Vogel*: *G.
Lippmann* hatte sich die Aufgabe gestellt, das Spektrum in seinen
natürlichen Farben zu photographieren. Er löste das Problem mit
den gebräuchlichen Mitteln, indem er sich einer körnerfreien
lichtempfindlichen Schicht bediente und hinter dieser eine
reflektierende Schicht aus Quecksilber anbrachte. Das entstehende
farbige Bild läßt sich aus der Interferenz der in die Schicht
eindringenden und der reflektierten Lichtwellen erklären.
*H. G. Vogel* stellte unter Verwendung gewisser Sensibilatoren,
welche die Platte für gelbes und rotes Licht empfindlich machen, drei
Aufnahmen durch ein gelbes, ein rotes und ein blaues Glas (Lichtfilter)
her. Durch die Verbindung dieses Verfahrens mit dem photomechanischen
Dreifarbendruck gelang ihm gleichfalls die, wenn zunächst auch sehr
umständliche und unvollkommene, Lösung des Problems.
[485] Die neuesten Untersuchungen auf diesem Gebiete rühren von
*Lüppo-Cramer* her. Siehe sein Buch »Das latente Bild«. Als 78. Heft
der Enzyklopädie der Wissenschaften erschienen bei W. Knapp. Halle a.
d. S. 1911.
[486] Eine gemeinverständliche Entwicklungsgeschichte der wichtigsten
Begriffe der physikalischen Chemie enthält *W. Ostwalds* Buch »Der
Werdegang einer Wissenschaft.« Leipzig, Akademische Verlagsgesellschaft
1908.
[487] *Hermann Kopp* wurde 1817 in Hanau geboren. Er wirkte in Gießen
und später in Heidelberg. *Kopp* hat sich nicht nur durch seine
physikalisch-chemischen Untersuchungen, sondern auch durch seine
Arbeiten über die Geschichte der Chemie das größte Verdienst erworben.
[488] Neben ihm sind auch *F. Neumann* und *Regnault* zu nennen.
[489] 1855-1859.
[490] *Bunsen* und *Roscoe*, Photochemische Untersuchungen. Als 34.
und 38. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften
herausgegeben von *W. Ostwald*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1892.
[491] *Dalton*, A new system of chemical philosophy. Vol. I. pt. I.
(1808).
[492] 5 ccm von 0° und 760 mm Druck wurden in der Sekunde durch eine
sehr kleine Druckdifferenz dem Brenner zugeführt.
[493] Annales de chimie et de physique, 1844, p. 214 ff.
Der genauere Nachweis erfolgte durch *Pfeffer* und durch *Sachs*.
[494] Siehe Bd. II. S. 256.
[495] Siehe Bd. II. S. 275.
[496] *Faraday* hat diese Versuchsanordnung benutzt, um die Wirkung der
Elektrizität auf das Licht nachzuweisen. Näheres hierüber siehe S. 92
dieses Bandes.
[497] *Biot*, Mémoires de l'académie des sciences. Tome II. Paris 1819.
[498] *Jellet*, Chemisch-optische Untersuchungen. Als Band 163 von
*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften, herausgegeben von *W.
Nernst*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1908. *Jellet* gab seine
Untersuchungen in den Jahren 1860, 1863 und 1873 bekannt.
*J. K. Jellet* wurde 1817 In Irland geboren. Er war Professor an der
Universität in Dublin und starb dort im Jahre 1888.
[499] D. h. man muß den Analysator, um wieder das Minimum der
Intensität zu erzielen, entweder im Sinne des Uhrzeigers oder
entgegengesetzt drehen.
Rechtsdrehend sind z. B. Lösungen von Rohrzucker, Milchzucker,
Rechtstraubensäure, Cinchonin, Chinidin.
Linksdrehend sind Lösungen von Äpfelsäure, Strychnin, Brucin und
Chinin. Brucin und Chinin wurden von *Jellet* vorzugsweise als Material
für seine Untersuchungen benutzt.
[500] 1 grain Salizin im Kubikzoll.
[501] Näheres siehe im III. Bande S. 150 u. f.
[502] Siehe Bd. III, S. 199 u. f.
[503] Siehe das auf S. 171 des III. Bandes angeführte Beispiel des
Bariumsulfats.
[504] Zur Orientierung über die drei benutzten Alkaloide Strychnin,
Brucin und Codëin diene folgendes:
Eine Chemie der Alkaloide entstand erst seit dem Beginn des 19.
Jahrhunderts. Zuerst wurde das 1805 isolierte Morphium oder Morphin als
basische Verbindung erkannt.
Im Jahre 1818 entdeckte man das Strychnin als wirksamen
Bestandteil der Brechnuß (Strychnis nox vomica). Seine Formel ist
C_{21}H_{22}N_{2}O_{2}. Das Brucin erhält man aus den Mutterlaugen
der Strychningewinnung. Brucin ist ein Derivat des Strychnins und in
Alkohol leichter löslich als dieses, weshalb Brucin bei der Abscheidung
des Strychnins in der Mutterlauge zurückbleibt. Brucin hat die Formel
C_{23}H_{26}N_{2}O_{4}. Es wurde 1819 entdeckt. Mit dem Codein wurde
man 1832 bekannt. Es findet sich im Opium und ist ein Derivat des
Morphins. Die Formel des Codeins ist C_{18}H_{21}NO_{3}.
Eine zusammenfassende Darstellung der Alkaloidchemie veröffentlichten
*E. Winterstein* und *G. Trier* unter dem Titel: Die Alkaloide, eine
Monographie der natürlichen Basen. Berlin 1910.
[505] Salzsaures Chinin, salzsaures Brucin, freies Chinin und freies
Brucin.
[506] Von den b_{1} Molekülen Chinin haben sich x Moleküle mit x
Molekülen Salzsäure verbunden. Es bleiben also b_{1} - x Moleküle
Chinin übrig.
[507] Von den b_{2} Molekülen Brucin haben sich (α - x) Moleküle mit
Salzsäure verbunden. Es bleiben also b_{2} - (α - x) Moleküle Brucin
übrig.
[508] Näheres hierüber siehe in der Abhandlung *Jellets* (*Ostwalds*
Klassiker, Bd. 163, S. 48).
[509] Siehe Bd. III. S. 54 u. f.
[510] Germain *Henri Hess* wurde 1802 in Genf geboren. Er wirkte
als Professor der Chemie in Petersburg und starb dort 1850. Seine
Arbeiten erschienen in den Berichten der Petersburger Akademie. Die
thermochemischen Untersuchungen von *Hess* (1839-1842) wurden als Band
9 von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben
(Verlag von W. Engelmann in Leipzig 1890).
[511] *J. Thomsen*, Berichte der Deutschen chemischen Gesellschaft
1872. V. 770.
[512] *Ostwalds* Klassiker, Bd. 9. S. 12.
[513] Ann. de chimie et de phys. III. Sér. Bd. 34.
[514] Eine Zusammenfassung seiner Arbeiten gab *Thomsen* in dem Werke
»Thermochemische Untersuchungen«, Leipzig 1882-1886.
*Julius Thomsen* wurde 1826 geboren. Er wirkte als Professor der Chemie
in Kopenhagen.
[515] Der Name rührt von *St. Claire-Deville* her, der sich zuerst
eingehender mit der Dissoziation beschäftigte. Siehe *Devilles*
Abhandlung: »Sur la dissociation ou la décomposition spontanée des
corps sous l'influence de la chaleur«. Compt. rend. Tom. 45. p. 857
(1857).
[516] Das Gas von geringerem Molekulargewicht, in diesem Falle NH_{3},
diffundiert rascher als das Gas von höherem Molekulargewicht (HCl).
Infolgedessen zeigt der diffundierte Bestandteil alkalische, und der
nicht diffundierte saure Reaktion.
[517] *August Horstmann*, Abhandlungen zur Thermodynamik chemischer
Vorgänge. Als 137. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften, herausgegeben von *J. H. van't Hoff*. Leipzig, Verlag
von W. Engelmann 1902.
*August Friedrich Horstmann* wurde 1842 in Mannheim geboren. Er
bekleidete eine Professur in Heidelberg.
*Horstmanns* Abhandlungen erschienen in dem Zeitraum von 1869 bis
1881 in den Annalen der Chemie und Pharmazie und in den Berichten der
Deutschen chemischen Gesellschaft.
[518] Siehe Seite 342 dieses Bandes.
[519] *C. M. Guldberg*, Thermodynamische Abhandlungen über
Molekulartheorie und chemische Gleichgewichte. 139. Bd. von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften, S. 71 u. f.
*Guldberg* gehört zu den Begründern der neueren physikalischen Chemie.
Er stellte die wichtigsten Untersuchungen gemeinsam mit *Waage* an.
Über das Leben beider Forscher ist an anderer Stelle dieses Bandes
berichtet.
[520] 1872.
[521] 1885.
[522] Die Ableitung der Formel, die *Guldberg* für die Dissoziation
aufstellte, findet sich im 139. Bande von *Ostwalds* Klassikern der
exakten Wissenschaften auf S. 73.
[523] Siehe S. 389 dieses Bandes.
[524] Siehe Bd. III, S. 176.
[525] *Ludwig Wilhelmy*, Über das Gesetz, nach welchem die Einwirkung
der Säuren auf den Rohrzucker stattfindet. Als 29. Band von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften, herausgegeben von *W. Ostwald*.
Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1891.
*Ludwig Ferdinand Wilhelmy* wurde 1812 in Stargard geboren. Er
war 1849-1854 Dozent in Heidelberg. Später lebte *Wilhelmy* als
Privatgelehrter in Berlin. Dort stand er in regem Verkehr mit
*Helmholtz*, *Clausius*, *du Bois-Reymond*, *Brücke*, *Werner*, *v.
Siemens* und anderen hervorragenden Forschern. *Wilhelmy* starb im
Jahre 1864.
[526] Siehe S. 339 u. f. dieses Bandes.
[527] (1 - a)^t wird für den angenommenen Grenzfall = e^{-at}, worin e
die Basis des natürlichen Logarithmensystems bedeutet.
Es ist also 1 - x = e^{-at} und
l (1 - x) = -at
-l (1 - x) = at
l 1/(1 - x) = at
a = 1/t . l 1/(1 - x)
[528] *Wilhelmy* bediente sich der Bequemlichkeit halber der
*Brigg*schen statt der natürlichen Logarithmen, wodurch an den
Verhältnissen nichts geändert wird. Es ist nur jeder der berechneten
Werke 2,3026mal kleiner, weil in diesem Maße der *Brigg*sche
Logarithmus einer Zahl kleiner ist als der natürliche.
[529] a wird auch als der Geschwindigkeitskoeffizient der Reaktion
bezeichnet.
[530] *Berthelot* und *L. Péan de Saint-Gilles*, Untersuchungen über
die Affinitäten. Als Bd. 173 von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften übersetzt und herausgegeben von M. und *A. Ladenburg*.
Leipzig, W. Engelmann 1910.
Die Abhandlung erschien 1861 und in den folgenden Jahren in den Annales
de Chimie et de Physique (Bd. 65, 66 und 68).
*Berthelot* gehörte zu den hervorragendsten Forschern, die Frankreich
im 19. Jahrhundert hervorgebracht hat. An wissenschaftlicher Bedeutung
steht er einem Liebig und einem *Bunsen* nicht nach. *Marcelin
Berthelot* wurde 1827 in Paris geboren (er starb dort 1907), wo er eine
Professur bekleidete. Seine bedeutendsten Leistungen betreffen die
organische Synthese, die allgemeine Chemie, die Thermochemie und die
Geschichte seiner Wissenschaft.
*Péan de St.-Gilles* war ein Schüler *Berthelots*. Er ging ihm bei der
großen, zahllose Experimente erfordernden Untersuchung über die Bildung
und Zersetzung der Äther als Mitarbeiter zur Hand.
[531] Über *Berthollet* (17) siehe Bd. III, S. 167 u. f.
[532] *Berthelot* benutzte einen bei gewöhnlicher Temperatur festen
Alkohol (Äthal) und Stearinsäure. Sie verbanden sich bei etwa 200°
unter Abscheidung des Wassers vollständig zu Stearinsäureäthaläther.
[533] Die Ergebnisse der von *Guldberg* und *Waage* gemeinsam
angestellten Untersuchungen wurden in drei Abhandlungen in den
Jahren 1864, 1867 und 1879 veröffentlicht. Diese Abhandlungen wurden
neuerdings in deutscher Übersetzung als 104. Band von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften von neuem herausgegeben. Der
139. Band von *Ostwalds* Klassikern enthält drei Abhandlungen, die
*Guldberg* allein verfaßte und 1867-1872 veröffentlichte.
*Cato Maximilian Guldberg* wurde 1836 in Christiania geboren, wo er
Mathematik und Naturwissenschaften studierte. Als Preis für die Lösung
einer von der Universität gestellten, mathematischen Aufgabe erhielt
er ein Stipendium, um sich im Auslande fortzubilden. Nach seiner
Rückkehr wurde er Lehrer an der Kriegsakademie und später Professor der
angewandten Mathematik an der Universität.
*Peter Waage* wurde 1832 in einem kleinen Ort des südlichen Norwegens
geboren. Er wirkte seit 1862 als Professor der Chemie an der
Universität in Christiania.
[534] Siehe S. 345 dieses Bandes.
[535] In der Abhandlung vom Jahre 1867. S. *Ostwalds* Klassiker, Bd.
104. S. 100.
[536] *Ostwalds* Klassiker, Bd. 104. S. 106.
[537] *J. H. van't Hoff*, Die Gesetze des chemischen Gleichgewichts
für den verdünnten, gasförmigen oder gelösten Zustand. Als Bd. 110
von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften übersetzt und
herausgegeben von *Georg Bredig*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann.
1900.
*Jacobus Henricus van't Hoff* wurde 1852 als Sohn eines Arztes in
Rotterdam geboren. Er empfing eine realistische Vorbildung, studierte
zunächst Technologie, wandte sich dann aber in Leyden, Bonn und
Paris theoretischen Studien zu. Seine ersten Arbeiten, die unter dem
Einflusse von *Kekulé* und *Wislicenus* entstanden, betrafen das Gebiet
der Strukturchemie. Sie führten *van't Hoff* zu der Annahme einer
verschiedenartigen Lagerung der Atome im Raume und begründeten den
heute als Stereochemie bezeichneten Zweig der chemischen Wissenschaft.
Im Jahre 1878 wurde *van't Hoff* Professor der Chemie an der
Universität Amsterdam. Von dort wurde er 1896 als Mitglied der
Preußischen Akademie der Wissenschaften nach Berlin berufen. Dort
entstanden seine Arbeiten über die Entstehung der ozeanischen
Salzablagerungen. *Van't Hoff* starb am 1. März des Jahres 1911.
Eine ausführliche Biographie *van't Hoffs* veröffentlichte sein Schüler
und Freund *Ernst Cohen*: »*Jacobus Henricus van't Hoff*, sein Leben
und Wirken«. Leipzig, Akademische Verlagsgesellschaft, 1912. 638 S. mit
2 Gravüren und 90 Abbildungen. Den Schluß bildet eine Bibliographie der
Werke und Abhandlungen *van't Hoffs* und seiner Schüler.
[538] Siehe S. 38-44 dieses Bandes.
[539] Siehe S. 208 dieses Bandes.
[540] Es bildet sich dann ein häutiger Niederschlag von
Kaliumkupfercyanür:
K_{4}Fe(CN)_{6} + 2 CuSO_{4} = 2 K_{2}SO_{4} + Cu_{2}Fe(CN)_{6}.
[541] *Pfeffer*, Handbuch der Pflanzenphysiologie, Bd. I (1881), Fig. 6.
[542] Siehe S. 52 dieses Bandes, Anm. 2.
[543] *Pfeffer*, Osmotische Untersuchungen. Leipzig 1877.
[544] Siehe S. 349 dieses Bandes.
[545] *Svante Arrhenius*, Untersuchungen über die galvanische
Leitfähigkeit der Elektrolyte. Als Bd. 160 von *Ostwalds* Klassikern in
deutscher Übersetzung erschienen bei W. Engelmann, Leipzig 1907.
*Svante August Arrhenius* wurde 1859 in der Nähe von Upsala geboren.
Sein Vater war Ingenieur. *Arrhenius* studierte in Upsala. Im Jahre
1884 wurde er Dozent für physikalische Chemie.
Zur Vervollständigung seiner Ausbildung arbeitete *Arrhenius* in den
Instituten bedeutender Physikochemiker des Auslandes. Nachdem er mit
den Arbeiten *van't Hoffs* über die Analogie von Lösungen und Gasen
bekannt geworden war, entwickelte er seine Theorie der elektrolytischen
Dissoziation, die rasch zu allgemeiner Anerkennung gelangte. Im Jahre
1905 wurde *Arrhenius* zum Leiter der physikalisch-chemischen Abteilung
des Nobel-Instituts ernannt, das ihm einige Jahre vorher einen seiner
Preise verliehen hatte.
[546] Die Abhandlung erschien in französischer Sprache. Sie wurde ein
Jahr später in den Annales de chimie Bd. 58, S. 54-74 abgedruckt. In
deutscher Übersetzung wurde die Abhandlung im 152. Bande von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben. Leipzig. Verlag
von W. Engelmann, 1906.
*Theodor von Grotthuß* war Deutsch-Russe. Er wurde 1785 geboren und
starb im Jahre 1822. *Grotthuß* befaßte sich, nachdem er in Paris
studiert hatte, als wohlhabender Privatgelehrter mit chemischen und
physikalischen Untersuchungen.
[547] *W. Hittorf*, Über die Wanderungen der Ionen während der
Elektrolyse (1853-1859). Als 21. und 23. Band von *Ostwalds* Klassikern
der exakten Wissenschaften herausgegeben von *W. Ostwald*. Leipzig,
Verlag von W. Engelmann, 1891. Die Abhandlungen *Hittorfs* sind zuerst
im 89., 98., 103. und 106. Bande der Annalen der Physik und Chemie von
*Poggendorff* erschienen.
*Johann Wilhelm Hittorf* wurde 1824 in Bonn geboren. Er wirkte als
Professor der Physik und der Chemie von 1852 bis 1890 in Münster.
[548] Nach dem Vorgange von *Berzelius*.
[549] *Hittorfs* Abhandlung vom Jahre 1858.
Siehe *Poggendorffs* Annalen, Bd. 103, S. 53, sowie *Ostwalds*
Klassiker, Bd. 21, S. 82.
[550] Siehe auf S. 366 dieses Bandes.
[551] Siehe Band III, S. 302-306.
[552] Im 79. Bande von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften
wieder herausgegeben von *A. Wangerin*. Leipzig, Verlag von W.
Engelmann, 1896.
[553] Mécanique analytique. 1815. II. Bd. S. 304.
[554] *Ostwalds* Klassiker, Bd. 79. S. 37.
[555] *Ostwalds* Klassiker, Bd. 79, S. 38 u. f. Leipzig, Verlag
von W. Engelmann, 1896. Durch zahlreiche Anmerkungen erläutert und
herausgegeben wurde diese Abhandlung von *A. Wangerin*. Sie gehört samt
der ersten, gleichfalls von *A. Wangerin* herausgegebenen Abhandlung
(siehe S. 372. Anm. 2) zu den hervorragendsten Arbeiten auf dem Gebiete
der modernen mathematischen Physik.
[556] Durch zahlreiche Anmerkungen erläutert und als Bd. 80 von
*Ostwalds* Klassikern herausgegeben von *A. Wangerin*. Leipzig, Verlag
von Wilhelm Engelmann, 1896.
[557] Braunschweig, Verlag von F. Vieweg 1862. Dieser ersten sind rasch
eine Reihe weiterer Auflagen gefolgt.
[558] *Helmholtz*, Die Lehre von den Tonempfindungen. 2. Aufl. S. 74.
[559] *Helmholtz*, Die Lehre von den Tonempfindungen. 2. Ausgabe. 1865.
S. 198-223.
[560] Der Italiener *Corti* veröffentlichte 1851 in der Zeitschrift
für wissenschaftliche Zoologie eine Abhandlung über die Histologie des
Ohres, in der er das nach ihm benannte Organ beschrieb.
[561] Siehe Bd. II dieses Werkes, S. 132.
[562] In *Gräfes* Archiv für Ophthalmologie.
[563] Siehe S. 374 dieses Bandes.
[564] Philosoph. Transactions 1834, S. 583. Über Wheatstone siehe S. 60
dieses Bandes.
[565] *Poggendorffs* Annalen, Bd. 36 (1835), S. 148.
[566] Um an Stelle des virtuellen Bildes, das der rotierende
Planspiegel liefert, objektive Bilder zu erhalten, ließ *Feddersen*
einen Hohlspiegel rotieren.
[567] *W. Feddersen*, Entladung der Leydener Flasche, intermittierende,
kontinuierliche und oszillatorische Entladung und deren Gesetze
(1857-1866). Als Bd. 166 von *Ostwalds* Klassikern, herausgegeben von
*Th. Des Coudres*. Leipzig, Verlag von W. Engelmann, 1908.
*Wilhelm Feddersen* wurde 1832 in Schleswig geboren. Er studierte
Chemie, Physik und Mathematik und lebte als Privatgelehrter in Leipzig.
[568] *Poggendorffs* Annalen, Bd. 100, 111, 121.
[569] *Ostwalds* Klassiker, Nr. 1, S. 33.
[570] *Heinrich Hertz*, Untersuchungen über die Ausbreitung der
elektrischen Kraft. II. Band der gesammelten Werke von *Hertz*. Leipzig
1894.
*Heinrich Rudolf Hertz* wurde 1857 in Hamburg geboren. Seine Lehrer
waren in erster Linie *Helmholtz* und *Kirchhoff*. *Hertz* habilitierte
sich 1883 in Kiel. Im Jahre 1885 wurde er als Professor der Physik nach
Karlsruhe berufen. Seit 1889 wirkte er als Nachfolger von *Clausius*
in Bonn. Schon im Jahre 1894 wurde *Hertz* durch den Tod aus seiner
ganz außergewöhnlich erfolgreichen wissenschaftlichen Laufbahn
herausgerissen.
[571] *Hertz* gelang es, Wellen zu erzeugen, deren Länge nach
Zentimetern messen. Spätere Forscher haben elektrische Wellen von
wenigen Millimetern Länge hervorgerufen.
[572] *H. Hertz*, Über Strahlen elektrischer Kraft. Sitzungsberichte
der Berliner Akademie der Wissenschaften 1888. Gesammelte Werke, Bd.
II, S. 184 u. f.
[573] *H. Hertz*, Über die Beziehungen zwischen Licht und Elektrizität.
Ein Vortrag. gehalten auf der 62. Versammlung deutscher Naturforscher
und Ärzte. Bonn 1889.
[574] Auch Kohärer oder Fritter genannt.
[575] Die Versuche wurden von *Ed. Branly* und von *Gabet* angestellt.
[576] Siehe den Bericht über den im Jahre 1912 auf der
Naturforscherversammlung in Münster gehaltenen Vortrag *Arcos*.
[577] *James Clerk Maxwell* wurde 1831 in Edinburg geboren. Er wirkte
zunächst als Professor der Naturphilosophie in Aberdeen, später in
London. 1871 wurde er Professor der Physik in Cambridge. Dort starb er
schon im Jahre 1879.
*Maxwells* wichtigste Schriften über seine elektromagnetische Theorie
sind neuerdings in deutscher Übersetzung und durch zahlreiche
Anmerkungen erläutert von *L. Boltzmann* in *Ostwalds* Sammlung
herausgegeben worden: *James Clerk Maxwell*, Über Faradays Kraftlinien
(1855, 1856). Als Bd. 69 von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften erschienen bei W. Engelmann in Leipzig, 1895.
*James Clerk Maxwell*, Über physikalische Kraftlinien. Als Bd. 10 von
*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften erschienen bei W.
Engelmann in Leipzig, 1898.
[578] Siehe S. 66 dieses Bandes.
[579] Siehe S. 92 dieses Bandes.
[580] *Pieter Zeeman*, Professor der Physik in Leyden. Communications
from the Laboratory of Physics at the University of Leyden. Nr. 33.
[581] Von *M. Planck* im 124. Bande von *Ostwalds* Klassikern der
exakten Wissenschaften. Leipzig, W. Engelmann, 1902.
[582] *A. Binz*, Ursprung und Entwicklung der chemischen Industrie.
Berlin, G. Reimer, 1910. Als diejenigen Umstände, die für den
Ursprung der chemischen Großindustrie in erster Linie maßgebend
waren, betrachtet *Binz* die Einführung der Leuchtgasfabrikation,
die Erschließung der chilenischen Salpeterlager (seit etwa 1825)
und die Kontinentalsperre, die zu einer raschen Entwicklung der
Rübenzuckerfabrikation führte.
[583] *Döbereiner*, Über neu entdeckte Eigenschaften des Platins,
*Schweiggers* Journal XXXVIII u. XXXIX.
[584] *Schrötters* Abhandlung über den roten Phosphor erschien in
*Poggendorffs* Annalen vom Jahre 1850. Sie ist im 71. Abschnitt von
*Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher mit einigen Kürzungen
wiedergegeben.
[585] Siehe *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher, Abschnitt
70.
[586] Das Nitroglyzerin wurde von *Sombrero* im Jahre 1847 bei der
Einwirkung von Salpetersäure auf Glyzerin entdeckt, indes erst 1862 von
*Nobel* als Sprengstoff in die Technik eingeführt.
[587] In Hannover wurde die Gasbeleuchtung im Jahre 1825 eingeführt;
in Berlin kam 1826 ein Vertrag mit einer englischen Gesellschaft zum
Abschluß. In England fand die Beleuchtung einzelner Gebäude mit Gas
seit 1792 statt. Londons Straßen wurden zuerst 1814 mit Gas beleuchtet.
Kulturhistorisch interessant ist, daß in einer Stadt wie Köln die
Einführung der Gasbeleuchtung aus theologischen, medizinischen und
sittlichen Gründen bekämpft wurde.
Dies geschah in der Kölnischen Zeitung. Siehe die Mitteilungen zur
Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften, Bd. IX, S. 507.
[588] Die Darstellung des Benzols durch Erhitzen der Benzoësäure mit
Ätzkalk lehrte *Mitscherlich* kennen: C_{6}H_{5}.COOH + CaO = CaCO_{3}
+ C_{6}H_{6}. Der Name Benzol rührt von *Liebig* her.
[589] Siehe Bd. III, S. 78.
[590] Siehe das Referat *Kahlbaums* in den Mitteilungen zur Geschichte
der Medizin und der Naturwissenschaften, Bd. I, S. 206 u. f.
[591] Davon stellt Deutschland allein etwa 1¼ Millionen Tonnen her.
England und Nordamerika erzeugen jedes etwa die gleiche Menge.
[592] Vorher waren Glasgefäße im Gebrauch.
[593] Siehe Seite 392 ds. Bds.
[594] Von der fast 2 Millionen Tonnen betragenden Weltproduktion
entfallen nur noch etwa 150000 Tonnen auf den Leblancprozeß.
[595] Na_{2}SO_{4} + CaCO_{3} + 2C = Na_{2}CO_{3} + CaS + 2CO_{2}.
[596] NaCl + CO_{2} + NH_{3} + H_{2}O = NH_{4}Cl + NaHCO_{3}
2NaHCO_{3} = Na_{2}CO_{3} + CO_{2} + H_{2}O.
[597] Siehe Seite 140 ds. Bds.
[598] Siehe Seite 289 ds. Bds.
[599] Ihre Synthese gelang *H. Kolbe*, indem er auf Phenolnatrium
Kohlendioxyd wirken ließ (1870).
[600] Siehe Seite 295 ds. Bds.
[601] *Ph. Karrass*, Geschichte der Telegraphie, I. Teil, 5. Abschnitt.
Braunschweig, Verlag von Vieweg, 1909. (XII u. 702 S. gr. 8°.)
[602] *Philipp Reis* wurde 1834 in Gelnhausen geboren. Er wirkte als
Lehrer in Friedrichsdorf bei Homburg, wo er 1874 starb. In Gelnhausen
wurde ihm 1885 ein Denkmal errichtet. Seine Erfindung ist beschrieben
im Jahresbericht des Frankfurter Physikalischen Vereins 1860/61, S. 7.
[603] Eine gute Darstellung der Anfänge der Telegraphie und der
Telephonie enthält der 2. Band von »Wissen und Können.« Leipzig J. A.
Barth, 1908. Ihr Verfasser ist *R. Hennig*.
[604] *Reis* führte sein Telephon zuerst im physikalischen Verein in
Frankfurt a. M. vor. Dies geschah am 26. Oktober 1861. Erst 15 Jahre
später meldete der Amerikaner *Graham Bell* das von ihm erfundene
Telephon zum Patent an.
[605] *M. H. v. Jacobi*, geboren den 21. September 1801 in Potsdam,
gestorben den 10. März 1874 zu Petersburg. Siehe seine Schrift »Die
Galvanoplastik.« St. Petersburg 1840.
[606] Eine gründliche, auch volkswirtschaftlich wertvolle Schrift
über dies Gebiet ist: *C. Basch*, Die Entwicklung der elektrischen
Beleuchtung und der Industrie elektrischer Glühlampen in Deutschland.
Berlin, F. Siemenroth, 1910, 94 Seiten.
[607] Näheres siehe im III. Bande, S. 221.
[608] Die bei der Gasgewinnung als Nebenprodukt abfallende
Retortenkohle wurde 1844 von *L. Foucault* für diesen Zweck in
Vorschlag gebracht.
[609] Osramlampe der Auergesellschaft, 1906.
[610] Näheres über die Erfindung der ersten Magnetinduktionsmaschine
enthält der 4. Abschnitt ds. Bds.
[611] *W. Siemens*, Über die Umwandlung von Arbeitskraft in
elektrischen Strom ohne Anwendung permanenter Magnete. Berichte der K.
Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Januar 1867.
[612] Siehe Bd. III, S. 164. Die Wiederholung dieses von *Cavendish*
herrührenden Versuches hat auch zur Entdeckung des Argons geführt.
[613] Er betrug 1910 fast 2½ Millionen Tonnen. Allein Deutschlands
Verbrauch belief sich auf 3/4 Millionen Tonnen im Werte von 160
Millionen Mark.
[614] Beispielsweise gibt es unter den lappländischen Eisenerzlagern,
mit deren Abbau man erst im 20. Jahrhundert begonnen hat, solche, die
250 bis 750 Millionen Tonnen Eisenerz mit einem Gehalt von 60-70%
Eisen enthalten. Ferner wird der Kohlenreichtum Deutschlands nach
den neuesten Ermittlungen noch für eine Reihe von Jahrhunderten dem
stetig wachsenden Bedarf genügen, während für England allerdings eine
Erschöpfung innerhalb der Zeit von etwa 100 Jahren zu erwarten ist.
[615] *O. Warburg* in den Berichten der Deutschen botanischen
Gesellschaft, XIX (1901) S. 170.
[616] Siehe Seite 397 ds. Bds.
[617] Siehe Bd. II dieses Werkes, S. 311 u. f.
[618] *E. O. von Lippmann*, Einige Worte zum Andenken *Achards*.
Vorgetragen in der Generalversammlung des Vereins der deutschen
Zuckerindustriellen. Berlin 1904. Veröffentlicht in der Zeitschrift
»Die deutsche Zuckerindustrie.«
Die erste Zuckerkampagne begann *Achard* danach im Jahre 1802. Von
französischer Seite wurden *Achard* 200000 Taler angeboten, falls er
bereit sei, seine Versuche als ergebnislos hinzustellen. *Achard*
wies das Anerbieten zurück. Daß ihn nicht Eigennutz leitete, hatte er
schon 1799 in seiner Schrift »Ausführliche Beschreibung der Kultur der
Zuckerrübe« erklärt. Es heißt darin, aus heißer Liebe für das Vaterland
sei er bestrebt, einen neuen Zweig europäischer Industrie zu schaffen.
[619] Siehe Seite 379 ds. Bds.
[620] Eingehender werden diese Fragen erörtert in dem Werke von *P.
Volkmann* »Erkenntnistheoretische Grundzüge der Naturwissenschaften«.
Leipzig, B. G. Teubner, 1910.
[621] Die Grundlagen, an die *Fechner* anknüpfte, wurden schon um 1825
von *Ernst Heinrich Weber* geschaffen, den man daher auch wohl als den
Begründer der Psychophysik bezeichnet hat.
[622] Näheres s. S. 233 dieses Bandes.
[623] Siehe das Vorwort zur deutschen Ausgabe, die von *J. Schiel*
herrührt und zuerst 1849 erschien.
[624] Sehr treffend hat dies Verhältnis ein *W. Siemens*
gekennzeichnet, als er sagte: Dadurch erhält die Wissenschaft erst
ihre höhere Weihe, daß sie nicht ihrer selbst wegen besteht, zur
Befriedigung des Wissensdranges der beschränkten Zahl ihrer Bekenner,
sondern daß es ihre Aufgabe ist, den Schatz des Wissens und Könnens
des ganzen Menschengeschlechts zu erhöhen und dasselbe damit einer
höheren Kulturstufe zuzuführen. *W. Siemens*, Wissenschaftliches und
technisches Arbeiten. Berlin 1889.
[625] Siehe Seite 164 ds. III. Bds.
[626] Proceedings of the Royal Society, 1889, Vol. XLV, Nr. 278, p. 425.
[627] Proceedings of the Royal Society, 1894, Vol. LV, Nr. 334, p. 340.
[628] Z. B. aus Ammoniumnitrit.
[629] Proceedings of the Royal Society, 1911, Ser. A, Bd. 84, S. 536.
[630] Siehe den Bericht über die Ausführungen *E. Rutherfords* in der
Naturwissenschaftlichen Rundschau, 1909, S. 483.
[631] Siehe Seite 71 ds. Bds.
[632] Nature, 1898, Vol. LVIII, p. 56.
[633] Corpora non agunt, nisi soluta.
[634] Bulletin de la Société chimique de Paris, XLIV, p. 166.
[635] Elektrischer Ofen aus *Moissans* Werk. Deutsche Ausgabe von Th.
*Zettel*. Berlin, M. Krayn, 1900.
[Illustration: Abb. 69. Schema des elektrischen Ofens.]
*Moissan*: »Mein Ziel war, in die kleinstmögliche Höhlung den
stärkstmöglichen elektrischen Lichtbogen einzuschließen und so ein
Temperaturmaximum zu erreichen.«
Als Material wurde ungelöschter Kalk benutzt. Er ist fast unschmelzbar
und ein sehr schlechter Wärmeleiter. Darin Tiegel aus Graphit. Das
erste Ofenmodell wurde 1892 von *Moissan* der Académie des sciences
vorgelegt.
[Illustration: Abb. 70. Elektrischer Ofen im Betrieb.]
[636] *Cl. Winkler*, Berichte der Deutschen chemischen Gesellschaft,
1897, Jahrg. XXX.
[637] Der Weltbedarf an Chilesalpeter und Ammonsulfat hatte für 1911
den Wert von etwa 800 Millionen Mark. In den letzten Jahren ist die
Produktion an Chilesalpeter allein um jährlich etwa 100000 Tonnen
gestiegen.
[638] Nach den Mitteilungen, die *Bernthsen* 1912 auf dem
Chemikerkongreß in New-York gemacht hat, ist es der Badischen
Anilin- und Sodafabrik im Verein mit Prof. *Haber* (Direktor des
physikalisch-chemischen Instituts der Kaiser-Wilhelmstiftung) gelungen,
dessen Ammoniaksynthese zu einer neuen Industrie zu entwickeln.
[639] Siehe Seite 371 ds. Bds.
[640] Siehe Bd. III, S. 12.
[641] Er wandte zuerst Uran-Kaliumsulfat an.
[642] Compt. rend. 1897, Bd. 124, S. 803.
[643] Compt. rend. 1908, Bd. 127, S. 175.
[644] Das Helium wurde zuerst spektroskopisch auf der Sonne beobachtet
und erst später auf der Erde als Bestandteil des Uranpecherzes und
einiger Mineralwässer entdeckt. Ganz neuerdings ist die Verflüssigung
des Heliums gelungen. Sein Siedepunkt liegt bei 4,5° (-269,5), also
dem absoluten Nullpunkt sehr nahe. Versuche mit flüssigem Helium
ergaben, daß der elektrische Widerstand der Metalle bei dieser
Temperatur nahezu verschwindet. Über die betreffenden von *K.
Onnes* herrührenden Untersuchungen wurde in den Mitteilungen des
physikalischen Laboratoriums der Universität Leyden berichtet. Siehe
auch Naturwissenschaftliche Rundschau. Jahrgang 1912, S. 249.
[645] Physikalische Zeitschrift, 1910, S. 676.
[646] Beobachtet man senkrecht zu den Kurven magnetischer Kraft, so
erscheint jede Spektrallinie in drei Linien gespalten, beobachtet man
parallel zu jenen Kurven, so erscheinen die Spektrallinien verdoppelt.
[647] Dementsprechend ist auch in dem Jahrbuch der Radioaktivität und
Elektronik für beide Gebiete ein gemeinschaftliches Organ geschaffen.
[648] Der Gedanke, das Alter der radioaktiven Gesteine aus ihrem Gehalt
an Helium zu berechnen, rührt von *Rutherford* her. Für archäische
Gesteine Canadas ergab sich ein Alter von 600 Millionen Jahren. Der
Berechnung liegt folgende Überlegung zu Grunde: Man kann ermitteln,
wieviel α-Teilchen (das sind Heliumatome) in einer bestimmten Zeit von
einer bestimmten Menge radioaktiver Substanz erzeugt werden. Vergleicht
man den Gehalt eines Gesteins an Helium und an radioaktiver Substanz,
so ergibt sich hieraus die Möglichkeit, auf den Zeitraum, den der
Zerfall beanspruchte, Schlüsse, wenn auch sehr hypothetischer Art, zu
ziehen.
[649] Das Metall einer 1828 von *Berzelius* entdeckten seltenen Erde,
der Thorerde. Sie wird zur Bereitung von Glühkörpern verwendet.
[650] Siehe Seite 58 ds. Bds.
[651] *Vogel* und *Scheiner*, siehe Sitzungsbericht der Berliner
Akademie der Wissenschaften v. 28. XI. 1889.
[652] Ein solches Verhalten zeigen *Mizar* und β *Aurigae*.
[653] *W. Huggins*, Rede zur Eröffnung der British Association, 1891.
[654] *Stoklasa* in der Biochemischen Zeitschrift, 1911, Bd. 30, S. 433.
[655] Das nachfolgende Verzeichnis ist nicht etwa eine vollständige
Aufzählung der bei der Abfassung des vorliegenden Werkes benutzten
Quellen. Es enthält nur diejenigen selbständigen Werke, die für
eingehendere Studien zu Rate gezogen werden können. Bezüglich
zahlreicher Quellenwerke und der in Akademieschriften, Zeitschriften
und Sammelwerken erschienenen Abhandlungen muß auf die dem Texte der
vier Bände beigefügten Anmerkungen verwiesen werden. Bei manchen,
besonders neueren Werken, sind auch der Preis oder der Umfang oder
beides vermerkt. Diese Angaben, die mitunter sehr zweckdienlich sind,
ließen sich jedoch nicht auf das gesamte Literaturverzeichnis ausdehnen.
Bei der Transkription vorgenommene Änderungen und weitere Anmerkungen:
In "Man hatte schon im 18. Jahrhundert eine Anzahl wohl
charakterisierter organischer Verbindungen kennen gelernt" wurde ein
zweites "man" hinter "hatte" entfernt.
In "Die Akademie zu Göttingen fühlte sich deshalb veranlaßt, eine
Preisaufgabe auszuschreiben, worin sie »die gründlichste und
umfassendste Untersuchung über die Veränderungen der Erdoberfläche«
verlangte." wurde ein zusätzliches schließendes Anführungszeichen
hinter "Untersuchung" entfernt.
Der Name "Haeckel/Häckel" ist uneinheitlich geschrieben, es handelt
sich aber offenbar nicht um Satzfehler, daher wurde die uneinheitliche
Schreibweise beibehalten.
In "das Sulfat eines dem Barium sehr nahestehenden, bisher unbekannten
Elementes beigemengt" stand im Original "unkekannten" (geändert zu
unbekannten, nicht ungekannten).
Die ersten drei Bände dieses Werks sind ebenfalls bei Project Gutenberg
veröffentlicht:
Band 1: https://www.gutenberg.org/ebooks/53428
Band 2: https://www.gutenberg.org/ebooks/54127
Band 3: https://www.gutenberg.org/ebooks/57952