[1] *E. du Bois Reymond*, Kulturgeschichte und Naturwissenschaft.
[2] Nach den Angaben von Prof. Dr. *J. Ruska* in Heidelberg.
[3] Als geradezu folgenschwer muß es bezeichnet werden, wenn das
Spezialistentum unseres Zeitalters dazu führt, daß selbst Männer,
die an dem weiteren Ausbau der Wissenschaft beteiligt sind, mitunter
keine oder eine nur sehr oberflächliche Kenntnis von den geistigen
Zusammenhängen besitzen, die den wesentlichen Inhalt der Geschichte der
Wissenschaften bilden. *R. Burckhardt*, der wiederholt für die höhere
Bewertung des historischen Momentes eingetreten ist (*R. Burckhardt*,
Biologie und Humanismus, Jena 1907) führt als ein besonders krasses
Beispiel an, ein namhafter Zoologe habe ihm gestehen müssen, daß
er noch niemals eine Zeile von *Cuvier*, dem Begründer der neueren
Zoologie, gelesen habe.
[4] Im *Wintersemester* 1912/13 fanden an deutschen Hochschulen
folgende Vorlesungen über Geschichte der Mathematik, Astronomie,
Physik, Chemie und Erdkunde statt: *Strunz* (Techn. Hochsch. Wien):
Geschichte der Naturwissenschaften und der Naturbetrachtung im Altertum
I (2); *ders.*: Gemeinsame Lektüre und Besprechung der neueren
Literatur über Geschichte der Naturwissenschaften und ihre Grenzgebiete
(2). -- *Simon* (Univ. Straßburg): Geschichte der Mathematik im
Altertum (3). -- *Klein* (Univ. Göttingen): Über die Entwickelung
der Mathematik im 19. Jahrhundert (4). -- *Oppenheim* (Univ. Wien):
Geschichte der Astronomie (1). -- *Ambronn* (Univ. Göttingen):
Einzelne Kapitel aus der Geschichte der Astronomie (1). -- *Foerster*
(Univ. Berlin): Geschichte der mittelalterlichen Astronomie (2). --
*L. Günther* (Techn. Hochschule Berlin): Entwickelungsgeschichte
unserer Landkarte (1). -- *v. Pfaundler* (Univ. Graz): Ausgewählte
Abschnitte aus der Geschichte der Physik (1). -- *Würschmidt* (Univ.
Erlangen): Geschichte der Physik und Mathematik der älteren Zeit (1).
-- *Cherbuliez* (Techn. Hochschule Zürich): *Galileis* Leben und Werk
(1); *ders.*: Geschichte der Physik von *Newton* bis zum Ende des
18. Jahrhunderts (2). -- *Auerbach* (Univ. Jena): Die Entwickelung
der Physik im 19. Jahrhundert (1½). -- *Haas* (Univ. Wien):
Geschichte der Physik I (von den ältesten Zeiten bis zum Ende des 18.
Jahrhunderts) (2); *ders.*: Besprechung ausgewählter Abschnitte aus
physikalischen Klassikern (1). -- *v. Buchka* (Univ. u. tech. Hochsch.,
Berlin): Geschichte der Chemie (2). -- *Strunz* (Techn. Hochschule,
Wien): Geschichte der Chemie und Alchemie (2). -- *Schäfer* (Univ.
Leipzig): Die Wandlungen des Atombegriffs (1). -- *Benrath* (Univ.
Königsberg): *Justus Liebig* und seine Zeit (1). -- *S. Günther*
(Techn. Hochschule München): Geschichte der Erdkunde, I. Teil (3). Nach
Angaben von Dr. *A. Haas* (Wien).
[5] *S. Arrhenius*, Theorien der Chemie. Leipzig 1909. Siehe Vorwort.
[6] Siehe den nächsten Abschnitt dieses Bandes.
[7] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.
[8] Tables astronomiques, publiées par le bureau des longitudes,
contenant les tables de Jupiter, de Saturne et d'Uranus. Paris 1821.
[9] *Flamsteed*, *Bradley*, *Mayer*.
[10] *Urbain Jean Joseph Leverrier*, 1811 in St. Lô (Département La
Manche) geboren, seit 1854 Direktor der Pariser Sternwarte, starb im
Jahre 1877. Siehe *Leverrier*, Recherches sur les mouvements de la
planète Uranus. Compt. rend. XXII, S. 907 ff.
[11] *Joh. Gottfried Galle*, geboren am 9. Juni 1812 in der Nähe von
Gräfenhainichen, war von 1851 bis 1897 Direktor der Sternwarte zu
Breslau. *Galle* starb am 11. Juni 1910.
[12] *A. v. Humboldt*, Kosmos II, S. 211.
[13] *Friedrich Wilhelm Bessel* wurde 1784 zu *Minden* geboren. Während
er in Bremen als Kaufmannslehrling tätig war, widmete er sich in seinen
Mußestunden mit unermüdlichem Eifer nautischen, mathematischen und
astronomischen Studien. 1804 verfaßte er eine erste selbständige Arbeit
über den Kometen vom Jahre 1607. *Bessel* wurde 1810 als Astronom nach
Königsberg berufen, wo er 1846 starb.
[14] Im Jahre 1829.
[15] Das heißt des Winkels, unter dem der Halbmesser der Erdbahn von
dem betreffenden Fixstern aus gesehen wird.
[16] Das sind 12 Billionen Meilen. Spätere Ermittelungen haben den
Wert der Parallaxe 61 Cygni zu 0,44'' und denjenigen für den der
Sonne nächsten Stern, α Centauri, zu 0,92'' (entsprechend 8 und 4,3
Lichtjahre) ergeben.
[17] *F. W. Bessel*, Untersuchungen über die Länge des einfachen
Sekundenpendels als 7. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften, herausgegeben von *H. Bruns*. Leipzig, Verlag von W.
Engelmann, 1889.
[18] *Ostwalds* Klassiker Nr. 7, S. 100.
[19] Von *Bohnenberger* vorgeschlagen und von dem Engländer *Kater*
zuerst zum Messen der Länge des Sekundenpendels benutzt.
[20] *C. Bruhns*, *Johann Franz Encke*, sein Leben und sein Wirken.
Leipzig 1869. *Encke* starb im Jahre 1865.
[21] A. a. O. S. 143.
[22] *Franz Encke*, Über die Berechnung der Bahnen der Doppelsterne.
1832.
[23] Dieser Gedanke rührt von *F. Savary* (* 1797) einem Franzosen her.
[24] Sie erschien im Berliner Astronomischen Jahrbuch für 1854 und
wurde neuerdings von *Bauschinger* im 141. Band von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften mit Anmerkungen von neuem
herausgegeben. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1903.
[25] Histoire de l'acad. roy. des Sciences. Année 1748 (Paris 1752).
[26] *Jean Antoine Nollet* wurde 1700 in der Nähe von Noyon geboren; er
wirkte als Professor der Physik in Paris und starb dort im Jahre 1770.
[27] Nouvelles recherches sur l'Endosmose et l'Exosmose par M.
*Dutrochet*. Annales de chimie et de physique. Bd. 37 (1828). Ferner
Nouvelles observations sur l'Endosmose et l'Exosmose et sur la cause de
ce double phénomène par M. *Dutrochet*. Ann. de chimie et de phys. Bd.
35 (1827).
[28] Eine Ansicht, die besonders *Poisson* vertrat.
[29] *A. W. Hofmann*, Zur Erinnerung an *G. Magnus*. Berlin, 1871, S.
51.
[30] *Thomas Graham* wurde 1805 in Glasgow geboren. Er studierte in
seiner Vaterstadt und bekleidete dort später eine Professur für Chemie.
Im Jahre 1837 wurde er an die Universität in London berufen, wo er 1869
starb. Während der letzten 15 Jahre seines Lebens verwaltete er das Amt
eines Münzmeisters, das auch *Newton* und *Herschel* innegehabt hatten.
[31] *Poggendorffs* Annalen, Bd. 17 (1829), S. 341. (Freier Auszug aus
dem Quarterly Journ. of Science. New. Series. Nr. XI, p. 74)
[32] *Th. Graham*, Über das Gesetz der Diffusion der Gase. Ein Bericht
über die Arbeit erschien in *Poggendorffs* Annalen, Bd. 28 (1833) S.
331 u. f.
[33] Von dem griechischen Worte Κόλλα, Leim. Kolloidal heißt also
leimartig.
[34] *Th. Graham*, Abhandlungen über Dialyse. Bd. 179 von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften, S. 33. Leipzig, Verlag von
Wilhelm Engelmann, 1911.
[35] Na_{2}SiO_{3} + 2 HCl + H_{2}O = Si(OH)_{4} + 2 NaCl.
[36] *Ostwalds* Klassiker, Bd. 179, S. 106 u. f. Daß es sich dabei
mitunter nicht um einen bloßen Durchtritt, sondern um eine Verbindung
des Gases mit dem Metall handelt, zeigt das schon von *Graham*
untersuchte Verhalten des Palladiums. *Graham* ermittelte, daß das
Palladium bei einer unter dem Siedepunkt des Wassers liegenden
Temperatur mehr als das 600fache Volumen Wasserstoff absorbiert.
[37] Die Entzuckerung der Melasse durch Dialyse (Anwendung von
Pergamentpapier) wurde 1863 in Frankreich erfunden. Die Anwendung
von Kolloidalsubstanzen in gelatinierter Lösung hat in der
Bakteriologie (Nährgelatine), in der Sprengtechnik, in der Photographie
(Trockenplatte), zur Herstellung von Trockenelementen usw. Anwendung
gefunden. Eine Zusammenfassung des Wichtigsten aus der Kolloidchemie
enthält *Wo. Ostwalds* Grundriß der Kolloidchemie, Dresden 1911.
[38] Siehe Bd. III, S. 285.
[39] Eine Nachprüfung der Ergebnisse *Gay-Lussacs* und *Daltons* durch
Reduktion auf vergleichbares Maß hat später ergeben, daß der von
*Gay-Lussac* gefundene Koeffizient (0,00375) von dem durch *Dalton*
ermittelten erheblich abweicht. Die richtig durchgeführte Reduktion,
die man unbegreiflicher Weise verabsäumt hatte, ergibt nämlich nach
*Daltons* Zahlenangaben für den Ausdehnungskoeffizienten der Gase
0,00391.
[40] *Fredrik Rudberg* (1800-1839) war Professor der Physik in Upsala.
[41] *F. Rudberg*, Über die Ausdehnung der trocknen Luft zwischen
0° und 100° C. *Poggendorffs* Annalen, Bd. 41 (1837), S. 271-293.
Neuerdings wieder abgedruckt in *Ostwalds* Klassiker, Bd. 44. Siehe
dort S. 59 unten.
[42] *Heinrich Gustav Magnus* (1802-1870) war Professor der Physik
an der Berliner Universität. Er veröffentlichte seine, im Jahre 1840
zum Abschluß gebrachte Untersuchung in *Poggendorffs* Annalen, Bd. 55
(1842). Siehe auch *Ostwalds* Klassiker, Bd. 44, S. 67 u. f.
[43] *Regnaults* Abhandlungen über die Ausdehnung der Gase, erschienen
1842 in den Annales de chimie et de physique. Sie wurden im 44. Bande
von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften neu herausgegeben.
*Henri Victor Regnault* (1810-1878) wirkte als Professor der Chemie und
der Physik in Paris.
[44] *Thomas Andrews* wurde 1813 in Belfast geboren. Er wirkte dort als
Professor der Chemie und starb im Jahre 1885.
Die wichtigsten Abhandlungen *Andrews* über das Verhalten der Gase
erschienen 1869 und 1876 in den Philosophical Transactions. Sie wurden
neuerdings ins Deutsche übersetzt und im 132. Bande von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften neu herausgegeben.
[45] Es geschah im Jahre 1877, ein Jahr nach der Veröffentlichung von
*Andrews* zweiter Abhandlung über den gasförmigen Zustand der Materie
durch die französischen Physiker *Cailletet* und *Pictet*.
[46] *Van der Waals* (geb. 1837, Professor in Amsterdam), Die
Kontinuität des gasförmigen und flüssigen Zustandes. 1879. Deutsch von
F. Roth, Leipzig 1881.
[47] Nach dieser Gleichung ist das Produkt aus dem Druck (P) und dem
Volumen (V) eines Gases der absoluten Temperatur T proportional. R ist
eine konstante Größe, die sich aus dem Druck und dem Volumen ergibt,
die dem Gase bei 0° zukommen: