EINGANG. Einige werden zu Preis und Rühmen geführt durch die Tugendkraft
ihrer geliebten Helden, die anderen -- durch die kriegerischen Taten; die
dritten durch deren Weisheit, viertens endlich manche durch wundersame
Begebungen und Zeichen. Aber in Ordnung aller Heldennamen der vergangenen
oder näheren Jahrhunderte kann man niemand finden, in dem alle diese Gaben
sich so wunderbar einten, wenn nicht den Großen Alexander. Ich erkenne die
ganze Schwere über ihn zu handeln, nach jener Reihe erlauchter Namen,
angefangen von dem in Ewigkeit gedenkwürdigen Kallisthenes, dem Julius
Valerius, Vincenz von Beauvais, Gualterius de Castilione bis auf den
deutschen Lamprecht, Alexander von Paris, Pierre de Saint-Cloud, Rudolf von
Ems, dem trefflichen Ulrich von Eschinbach und dem unbesieglichen Firdusi;
doch mein Wunsch, im Gedächtnis der Menschen den unauslöschlichen Ruhm des
Makedoniers zu erneuern, als zu erleichtern meine von Entzücken übervolle
Seele, zwingt mich, zu tun wie die Pilger, die, Verse der Gebete murmelnd,
sich nicht dies absinnen: von welchen großen Heiligen jene Gesänge
erdichtet seien.