Roman. 18. Auflage. Geh. 4 Mark, geb. 5 Mark.
Frauen und Jünglinge, leset dies neue Buch -- Ingeborg --, diesen zweiten
Roman von Bernhard Kellermann. Die Liebe lebt darin und die Romantik. Und
der Wald lebt darin und alle Jahreszeiten. Wahrhaftig, ein närrisches Buch,
aber weise und klug bei aller Narretei, denn die unerforschlichen,
unabänderlichen Lebensgesetze sprechen daraus. Jung ist es, ganz jung-jung,
und das Blut macht es unruhig, es fiebert von Liebe. In einigen
Märznächten, als der Föhn vor den Fenstern stürmte, habe ich es gelesen;
mein Herz kam völlig aus dem Takt, und ich glaube nicht, daß der Föhn
allein daran schuld war . . . Mit einer kindlich zarten und zugleich
unerhört verfeinerten Gabe wird hier von den heiligsten und besten Dingen
gesprochen. Ich will mich mit diesem Buche nicht allein freuen. Jedem
möchte ich es in die Hände drücken, der überhaupt noch einen Roman lesen
kann.
(Die Zeit, Wien)
Ganz trunken von Schönheit und Schmerz ist das Buch. Es schlägt Töne an,
die man schwer vergißt . . . Selten ist etwas Glühenderes und Sanfteres
geschrieben worden als die Schilderung dieser Liebe.
(Der Tag, Berlin)
Maßlos schön muß ich dieses Buch nennen. Ich habe vier Wochen daran
genossen, so schön und schwer ist es an blühenden Wundern und quellenden
Tränen. So schwer ist es an tiefem Leben, daß man Stufe um Stufe
mitschreiten und Tropfen um Tropfen mitkosten muß, so voll ist es von Liebe
und Blut aus einem großen, großen Herzen.
(Münchener Zeitung)