Nun wollte der Greis den wahren Grund sagen. Er sagte: »Das wäre es ja
nicht, Herr, aber es wird so bekannt -- so bekannt überall -- und wir
wollten in aller Stille Gras über das Kind unserer Verwandten wachsen
lassen.«
»Gut! Aber man muß sich doch des verlassenen Kindes annehmen, nicht wahr?«
Oh, da gebe es ja die schwere Menge, sagte die Greisin und lächelte
pfiffig.
»Ganz einerlei! Man muß sich jedes einzelnen Kindes annehmen. Da ist nun
der Herr beschäftigt, Hanf zu knacken und er hat extra Mehlwürmer gezüchtet
und richtet jeden einzelnen her für sein Rotkehlchen wie einen Braten, man
kann recht gut beobachten, mit welcher Sorgfalt er es tut -- und nun ein
Kind! Ein Menschenkind! Vielleicht wird etwas Besonderes aus ihm -- das ist
wie eine Lotterie, vielleicht ist es ein Treffer.«
Man gewinne nie etwas. Der Alte mit der Quaste gluckste. Er band sich eine
grüne Schürze um und begann Schleißen zu schnitzen.
»Oh, erlauben Sie recht sehr, ich habe bei einem Tischler gewohnt, der
gewann das große Los -- er hat jetzt ein Karussell und ein
Wachsfigurenkabinett, zieht umher und bläst die C-Trompete« -- nein,
vielleicht sei es nur ein kleiner Treffer, oder gar kein Treffer, man müsse
sich des Kindes unbedingt annehmen.