Das schließt nun aber nicht aus, daß gewisse Einzelheiten in einem

perspektivischen Bilde, namentlich gegen den Rand zu, nicht so

gezeichnet werden dürfen, wie es mehr der direkten Blickrichtung

entspricht. Namentlich für menschliche Figuren ergeben sich unangenehm

wirkende Verzerrungen, indem die Köpfe und Körper zu breit werden und

zu allen Zeiten haben sich die Künstler dann einer freieren Darstellung

bedient. Eine Reihe gleichgroßer Säulen, die parallel zur Bildebene

angeordnet sind, werden im Bilde gleichgroß wiedergegeben, während die

äußeren breiter sein müßten, eine Kugel, die seitwärts im Bilde zu

sehen ist, wird durch einen Kreis wiedergegeben und nicht durch eine

Ellipse. In Raffaels Schule von Athen (Abb. 8, Seite 71) sind, um ein

Beispiel zu geben, rechts bei der Gruppe der Astronomen zwei Kugeln

dargestellt: die obere wird durch eine Ellipse, die untere wohl durch

einen Kreis wiedergegeben.

Diese und ähnliche Milderungen der perspektivischen Schablone kann

man ruhig dem Geschmack des Künstlers überlassen. Wenn er sich nur

über die Hauptgesetze der Linienführung im klaren ist, wird er auch

die eine oder andere Abweichung als zweckdienlich erkennen. Denn die

perspektivische Zeichnung ist nicht Selbstzweck, sondern nur ein Mittel

zum Zweck. Es wird aber auch hier das Wort gelten:

Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.

Literaturverzeichnis.

+Schlotke, J.+, Lehrbuch der darstellenden Geometrie. III. Teil.

Perspektive. 2. Aufl. Dresden 1902. Mathematisch durchgeführter

Lehrgang, in elementarer Weise gut und anschaulich begründet.

+Kleiber, M.+, Angewandte Perspektive. 5. Aufl. Webers

illustrierte Katechismen. Nr. 137. Leipzig 1912. Gute,

praktische und durch viele Beispiele erläuterte Darstellung.

+Hauck, G.+, Malerische Perspektive und Schattenkonstruktionen.

Berlin 1910.

+Niemann, G.+, Handbuch der Linear-Perspektive für bildende

Künstler. 2. Aufl. Stuttgart 1902.

+Meisel, F.+, Lehrbuch der Perspektive. Leipzig 1908.

+Dalwigk, v. F.+, Vorlesungen über darstellende Geometrie. 2. Bd.

Perspektive. Leipzig u. Berlin 1914.

+Rohn+ u. +Papperitz+, Lehrbuch der darstellenden Geometrie. 3

Bände. Die Perspektive enthält der 2. Bd. Leipzig 1906.

Sachregister.

(Die beigefügten Zahlen geben die betreffende Seite des Buches an.)

Achse, optische eines Objektives 64

Ähnliche Figuren 45, 78

Ähnlichkeitspunkt 78

Apparat, photographischer 64

Aufriß 10

Aufsicht 50

Auge 4, 16

Augpunkt 16

Augenhöhe 25

Beleuchtung durch paralleles Licht 96

Bildebene 4

Bild, perspektivisches 3 ff.

--, photographisches 64, 74

-- eines Punktes 4

Breitenmaßstab 50

Brennweite eines Objektives 65

Deckenriß 90

Diagonale eines Quadrates 26

Diagonalpunkt 57

Distanz 16

Distanzpunkt 25

Eigenschatten 99

Einstellung auf Unendlich 65

Ellipse als Bild eines Kreises 93, 95

Fallende Linien im Bilde 40

-- -- im Raum 59, 60

Flucht, Fluchtpunkt einer Geraden 20

Fluchtpunkt-Lineal 86

Freiheiten, künstlerische 99

Gerade Ansicht 58

Gerader Riß 7

Gesichtswinkel 46

Gesamteindruck 69

Grundebene 24

Grundlinie 24

Grundriß 10

Grundschatten 97

Hauptpunkt 16

Höhenmaßstab 43, 44, 50

Horizont 18

Horizontale Gerade 39

Horizontebene 16, 18

Horizontalprojektion 10

Hyperbel als Bild eines Kreises 95

Innenraum 50, 73

Interieur 50, 73

Kante 11

Kellergrundriß 90

Kreis in der Grundebene 92

-- in einer Horizontalebene 92

-- -- -- zur Tafel parallelen Ebene 90

-- -- -- Tiefenebene 93

Linearperspektive 5

Linienperspektive 5

Mittelpunkt eines Objektives 64

-- einer Ellipse 93, 95

Orthogonaler Riß 7

Optische Achse eines Objektives 64

Parabel als Bild eines Kreises 95

Parallelprojektion 13

Perspektive 5

Perspektograph 19

Perspektivisches Bild 3 ff.

Projektion 7

Projektionsstrahlen 4

Projektionszentrum 16

Projizierende Strahlen 4

Reduktion 52

Riß, gerader, rechtwinkliger 7

--, zentraler 4

Satz vom Fluchtpunkt 22

Schiefe Gerade im Raum 59

Schlagschatten 99

Schnittmethode 13

Schrägbilder 13

Schräge Ansicht 58

Sehstrahlen 4

Seitenansicht 51

Spur einer Geraden 20

Steigende Linien im Bilde 40

-- -- -- Raum 59, 60

Stürzende Linien 66

Tafel 4

Tiefenebene 41

Tiefenlinie 25

Tiefenmaßstab 33, 50

Übereckstellung 58

Umgelegtes Auge 34, 37

Umlegung des Auges 34

-- der Grundebene 37

-- -- Horizontebene 35, 37

Untersicht 51

Unzugänglicher Distanzpunkt 75

-- Fluchtpunkt 77 ff.

Verjüngung 52

Verschiebung der Grundebene 27

Verschwindungspunkt einer Geraden 20

Vertikalprojektion 10

Vogelperspektive 68

Weitwinkel 74

Zentralprojektion 4

Zusammenlegen der Tafeln 11

Geschichte der bildenden Künste

Eine Einführung von ~Dr.~ +Ernst Cohn-Wiener+. Geb. ca. M. 4.--

Das Buch will kein historisch geordnetes Nachschlagebuch sein,

sondern möglichst viel vom Wesen der Kunst und des Kunstwerkes

geben. Es sucht neben dem bloßen Wissen die Freude am Kunstwerk zu

vermitteln, erkennen zu lassen, daß hinter dem Werk der Künstler als

schöpferische Persönlichkeit steht. Seine Aufgabe, der Selbstbelehrung

und als Lehrbuch zu dienen, sucht es nicht zu lösen, indem es durch

oberflächliche Behandlung eines verwirrenden Vielerei »mitzureden«

befähigt, sondern durch eingehende, Bildhaftigkeit und Anschaulichkeit

anstrebende Besprechung der behandelten Kunstwerke sucht es dem Leser

den inneren Gehalt der Kunstepochen so vor Augen zu stellen, daß

er auch die Werke, die das Büchlein selbst nicht erwähnen kann, zu

verstehen vermag. Eine reiche Zahl von Abbildungen -- darunter auch

farbige -- dient der Anschaulichkeit. Die neueste Zeit ist besonders

eingehend behandelt worden, weil hier das Bedürfnis am unmittelbarsten

ist.

Elementargesetze der bildenden Kunst

Grundlagen einer praktischen Ästhetik von Prof. ~Dr.~ +Hans Cornelius+.

2. Auflage. Mit 245 Abb. und 13 Tafeln. Geh. M. 7.--, geb. M. 8.--

»Es gibt kein Buch, in dem die elementarsten Gesetze künstlerischer

Raumgestaltung so klar und anschaulich dargelegt, so überzeugend

abgeleitet wären. Wir haben hier zum ersten Male eine zusammenfassende,

an zahlreichen einfachen Beispielen erläuterte Darstellung der

wesentlichsten Bedingungen, von denen namentlich die plastische

Gestaltung in Architektur, Plastik und Kunstgewerbe abhängt.«

(+Zeitschrift für Ästhetik+.)

Die bildenden Künste

Ihre Eigenart und ihr Zusammenhang. Vorlesung von Professor ~Dr.~ +Karl

Doehlemann+. Geheftet M. --.80

»Eine tiefgründige Besprechung der bildenden Künste -- Malerei, Plastik

und Architektur umfassend -- in durchweg anregender Form. Die Fachwelt

wie die gebildeten Stände werden die Schrift mit hoher Befriedigung

aufnehmen.«

(+Wiener Bauindustrie-Ztg.+)

Unser Verhältnis zu den bildenden Künsten

Von Prof. ~Dr.~ +August Schmarsow+. Geh. M. 2.--, geb. M. 2.60

»Diese Vorträge bilden den wertvollsten Beitrag zur Literatur über die

Kunsterziehungsfrage. Schmarsow entwickelt seine Anschauung über das

Verhältnis der Künste zueinander, um zu zeigen, wie jede einzelne einer

besonderen Seite der menschlichen Organisation entspreche, wie darum

auch alle Künste eng miteinander verknüpft sind, da alle von einem

Organismus ausstrahlen.«

(+Deutsche Literaturzeitung+.)

Psychologie der Kunst

Darstellung ihrer Grundzüge. Von ~Dr.~ +R. Müller-Freienfels+. 2 Bde.

I: Die Psychologie d. Kunstgenießens u. d. Kunstschaffens. II: Die

Formen d. Kunstwerks u. d. Psychol. d. Bewertung. Je M. 4.40, in 1 Bd.

M. 10.--

»Was diesem Werke Beachtung und Anerkennung erworben hat, ist zum

Teil der Umstand, daß es zu den sehr seltenen wissenschaftlichen

deutschen Büchern gehört, die auch einen ästhetischen Wert besitzen,

aus denen eine Persönlichkeit spricht, die über eine gute Beherrschung

des gesamten psychologischen und ästhetischen Stoffes und über eine

ungewöhnliche Gabe der Synthese verfügt.«

(+Zeitschrift für Ästhetik+.)

Die Natur in der Kunst

Stud. eines Naturforschers z. Geschichte d. Malerei. Von Prof. ~Dr.~

+F. Rosen+. M. 120 Abb. nach Zeichn. von +E. Süß+ u. Photographien d.

Verf. Geb. M. 12.--

»... Botanik und Kunstgeschichte -- zwei Disziplinen, die einander

fremd gegenüberzustehen scheinen! Und doch, wieviel neuen Stoff ergibt

dieses doppelte Studium. Mit wachsendem Interesse folgen wir dem Führer

und wandeln mit ihm von Stufe zu Stufe empor. Zum Genuß des anregenden

Buches tragen auch die vielen Abbildungen bei.«

(+Kunstchronik+.)

Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin

+Mathematik und Malerei.+ Von Oberlehrer ~Dr.~ G. Wolff. Mit 25

Abb. und 19 Fig. im Text. Kart. ca. M. 1.60

Die nahen historischen Beziehungen zwischen Malerei und mathematischer

Perspektive werden dazu benutzt, um aus formaler Darstellung eines

Bildes dessen künstlerischen Wert zu beurteilen. Der 1. Teil entwickelt

im engsten Anschluß an die Malerei die Grundlagen der malerischen

Perspektive. Der 2. Teil analysiert mit den so gewonnenen Mitteln

einzelne perspektivisch besonders lehrreiche Bilder.

+Die altdeutschen Maler in Süddeutschland.+ Von Helene Nemitz.

Mit Bilderanhang Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Das Bändchen sucht das Verständnis für die Eigenart und Größe der

altdeutschen Malerei des 15. Jahrhunderts und so den Sinn für die in

ihren Werken sich offenbarende echt deutsche Schönheit zu wecken. Es

zeigt, wie das kraftvolle, tiefinnerliche Gefühlsleben jener Zeit kaum

irgendwo eine künstlerisch reinere Ausprägung und Verklärung gefunden

hat als in den Bildern der Meister Süddeutschlands.

+Albrecht Dürer.+ V. ~Dr.~ R. Wustmann. M. Titelbild u. 32 Abb.

Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Eine schlichte und knappe Erzählung des gewaltigen menschlichen und

künstlerischen Entwicklungsganges Dürers und eine Darstellung seiner

Kunst, in der nacheinander Selbst- und Angehörigenbildnisse, die

Zeichnungen zur Apokalypse, die Darstellungen von Mann und Weib, das

Marienleben, die Stiftungsgemälde, die Radierungen v. Rittertum, Trauer

und Heiligkeit sowie die wichtigsten Werke aus der Zeit der Reife

behandelt werden.

+Niederländische Malerei im 17. Jahrhundert.+ Von ~Dr.~ H.

Jantzen. Mit 37 Abb. Geh. M. 1.--, in Lw. geb. M. 1.25

Gibt eine Einführung in das Verständnis dieser Blütezeit der Malerei,

indem es die zahlreichen, dort in immer neuen Stoffgebieten:

Historienmalerei, Porträt, Gruppenbild, Sittenbild, Interieur,

Landschaft, Seestück, Kirchenstück, Stilleben auftauchenden malerischen

Probleme sowie ihre gesetzmäßigen Zusammenhänge darlegt und die

einzelnen hervortretenden Künstlerpersönlichkeiten und -gruppen kurz

und treffend charakterisiert.

+Rembrandt.+ V. Prof. ~Dr.~ P. Schubring. Mit 1 Titelb. u. 219

Abb. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Eine lebensvolle Schilderung des menschlichen u. künstl.

Entwicklungsganges R's. Zur Darstellung gelangen seine persönl.

Schicksale bis 1642, die Frühzeit, die Zeit bis zu Saskias Tode, die

Nachtwache, sein Verhältnis zur Bibel, die Radierungen, Urkundliches

über die Zeit nach 1642, die Periode des farbigen Helldunkels, die

Gemälde nach der Nachtwache und die Spätzeit. Beigefügt sind die beiden

ältesten Biographien Rembrandts.

+Die deutsche Malerei im 19. Jahrhundert.+ Von Prof. ~Dr.~ R.

Hamann. 1 Bd. Text, 1 Bd. Abb. Geh. je M. 2.--, in Lw. geb. je

M. 2.50, in Halbperg. geb. M. 6.--

»H. hat eine ausgezeichnete Darstellung des Entwicklungsganges der

Malerei im letzten Jahrhundert gegeben. Meines Wissens gibt es in

der ganzen modernen Kunstgeschichtschreibung keine annähernd so

vortreffliche Darstellung des Wesens der Malerei seit 1860 bis zum

Einbruch des Naturalismus, als sie H. im 6. Kap. seines Werkes gibt. Es

ist ein Genuß, sich der meisterhaften Behandlung dieser Epoche ruhig

hinzugeben.«

(+Preuß. Jahrb.+)

+Der Impressionismus.+ V. Prof. B. Lazar. Mit 1 farb. Tafel u. 32

Abb. auf Tafeln. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Betrachtet Werden und Wesen des Impressionismus bis in die jüngste

Zeit, mit besonderer Betonung der geschichtlichen Entwicklung u. mit

Charakterisierung aller großen impressionistischen Maler der Neuzeit.

+Die künstlerische Photographie.+ Entwicklung, Probleme,

Bedeutung. V. ~Dr.~ W. Warstat. M. Bilderanh. Geh. M. 1.--,

geb. M. 1.25

+Deutsche Kunsterziehung.+ Im Auftrage des Deutschen

Landesausschusses für den III. Internat. Kongreß zur

Förderung des Zeichen- und Kunstunterrichts veröffentl. Mit

Schülerzeichn. aus Preußen, Bayern, Sachsen u. Hamburg auf 16

Taf. Ausstattung des Buches v. Prof. P. Behrens. Geh. M. 2.--

+Inhalt+: +L. Pallat+: Zeichenunterricht. +G. Kerschensteiner+: Die

Entwicklg. d. zeichner. Begabung. +P. Jessen+: Handarbeit u. Kunst.

+G. Pauli+: Das deutsche Bilderbuch. +P. Hermann+: Das Wandbild in der

Schule. +C. Götze+: Junge Kräfte. +A. Lichtwark+: Die Entwicklung der

deutschen Kunstmuseen.

+Die Erziehung d. Anschauung.+ Von Prof. H. E. Timerding. Mit 164

Fig. Geh. M. 4.80, in Leinw. geb. M. 5.60

+Wandtafel und Kreide+ im Elementarunterricht. Gedächtniszeichn.

m. erläut. Text von Lehrer Othmer. 25 bunte Taf. mit

Erläuterungsheft. In Mappe M. 6.50

+Die Technik des Tafelzeichnens.+ Von ~Dr.~ Ernst Weber. 3.

Aufl. 40 teils farb. in Kreidetechnik gezeichn. Taf. nebst 1

Erläuterungsheft m. 6 Illustr. In Mappe M. 6.--

+Das darstellende u. schmückende Zeichnen in der Volksschule+ auf

der Grundlage der Arbeitsidee. Eine Lehrplanskizze von Lehrer

P. Wendler. Mit 9 Taf. (1 farb.) und 4 Abbildungen. Geh. M. 2.--

+Technisches Zeichnen.+ Von Prof. Horstmann, Regierungs- u.

Gewerbeschulrat Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

+Lebendiges Papier.+ Erfindgn. u. Entdeckung. ein. Knaben. Der

eig. Jugenderinner. nacherz. v. ~Dr.~ E. Weber. Mit 24 Taf. M.

2.50

+Bau und Leben der bildenden Kunst.+ Von ~Dr.~ Theodor Volbehr.

Mit 44 Abb. Geh. M. 1.--, in Leinw. geb. M. 1.25

»Im Gegensatz zu den Kompendien und Leitfaden alten Stils, die,

die ›Stile‹ nach ihren äußeren Merkmalen klassifizieren, sucht der

Verfasser von einem neuen Standpunkte aus in das Verständnis des Wesens

der bildenden Kunst hineinzuführen. In durchaus allgemeinverständlicher

Darstellung führt uns das Buch in das Verständnis der

Künstlerpersönlichkeit als des für die Kunst entscheidenden Faktors

ein. Die Entwicklung eigener Ansichten verleiht dem feinsinnigen Buche

hohen Reiz, so daß es auch der Künstler u. der Kunstgelehrte nicht ohne

Anteilnahme lesen wird.«

(+Zeitschrift f. d. gewerbl. Unterricht.+)

+Die Entwicklungsgeschichte der Stile in der bildenden Kunst.+

Von ~Dr.~ Ernst Cohn-Wiener Bd. I: Vom Altertum bis zur Gotik.

Mit 57 Abb. Bd. II: Von der Renaissance bis zur Gegenwart. Mit

31 Abb. Geh. je M. 1.--, in Lw. geb. je M. 1.25

»... Ein feinsinniges, in hohem Grade anregendes Werk von ersichtlich

starker Selbständigkeit seines geistigen Gehaltes. Wir empfehlen Cohns

Darlegungen mit ihrem klaren, angenehmen Fluß d. Darstellung der

nachdenklichen Kenntnisnahme.«

(+St. Galler Bl.+)

+Zur Architektur u. Plastik des früheren Mittelalters.+

Untersuchungen v. ~Dr.~ G. Weise. M. Abb. [U. d. Pr.]

Die hier vereinigten Einzeluntersuchungen wollen als Vorarbeiten zu

einer umfassenden Geschichte der Architektur und Plastik des früheren

Mittelalters neue Ergebnisse für die wichtigste Voraussetzung zur

Erkenntnis ihres Entwicklungsganges durch eine möglichst genaue

Datierung der erhaltenen Werke gewinnen und so für die karolingische

und merowingische Zeit eine Vermehrung dieses Materials liefern. In

drei Aufsätzen sind die Ergebnisse der von dem Verfasser in jüngster

Zeit an verschiedenen karolingischen Denkmälern durchgeführten

Grabungen niedergelegt. Eine Reihe kleinerer Aufsätze bringen den

Versuch, das heute der Forschung zugängliche Material an karolingischen

Denkmälern durch Rekonstruktion einzelner verschwundener Bauten auf

Grund der Quellennachrichten zu bereichern.

+Michelangelo.+ Eine Einführung in das Verständnis seiner Werke.

Von Prof. Ed. Hildebrand. Mit 1 Titelbild u. 43 Abb. i. Text.

Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

»Dies Buch dürfte zu den besten populären Werken über M. gehören.

In überzeugenden, klaren Worten behandelt der Verfasser das

übermenschliche Werk dieses großen Meisters, sein Leben und sein

Wirken. Bücher wie diese sind dazu geschaffen, tieferes Interesse

an der Kunst zu erzeugen, zur Veredelung d. Masse im besten Sinne

beizutragen.«

(+Der Architekt.+)

+Deutsche Baukunst+. Von Geh. Reg.-Rat Prof. ~Dr.~ Ad. Matthaei.

3 Bände. Bd I: Deutsche Baukunst im Mittelalter. 3. Aufl. Mit

29 Abb. Bd. II: Deutsche Baukunst seit dem Mittelalter bis zum

Ausgang des 18. Jahrhunderts. Mit 62 Abb. und 3 Tafeln. Bd.

III: Deutsche Baukunst im 19. Jahrhundert und in der Gegenwart.

Mit 35 Abb. Geh. je M. 1.--, geb. je M. 1.25, in 1 Bd. geb. M.

3.75

»... In bündiger, überaus verständlicher Sprache entrollt der Verfasser

die Entwicklungsgeschichte der deutschen Baukunst. Das Buch ist so

recht geeignet, das zu erfüllen, was der Verfasser am Schlusse des

Buches als Zweck desselben ausspricht: ›Den Laien Klarheit schaffen

über die Fragen der Baukunst und die Künstler auf jene Zeit hinweisen,

in der die Baukunst der Ausdruck deutschen Wesens war, und in denen

noch manche entwicklungsfähigen Keime ruhen dürften‹.«

(+Kunst und Handwerk.+)

+Die Entwicklungsphasen der neueren Baukunst.+ Von ~Dr.~ Paul

Frankl. Mit 50 Abb. im Text u. 24 Abb. auf Tafeln. Geh. M.

6.--, geb. M. 7.50

+Inhalt+: Problem u. Methode. Die Entwicklungsphasen der Raumform

-- der Körperform -- der Bildform -- der Zweckgesinnung. Das

Unterscheidende und das Gemeinsame der vier Phasen.

Das Problem, die Architekturstile seit der Renaissance streng zu

definieren, wird hier von neuem aufgenommen. Die Methode ist die, daß

die vier Elemente der Architektur, Raumform, Körperform, Bildform und

Zweckgesinnung, für sich untersucht werden und die Stilmerkmale, die

für jede der Stilphasen, Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus,

als die entscheidenden gelten sollen, auf die allgemeinste Formulierung

gebracht werden. Der gemeinsame Grundzug der ganzen Periode ist

die Beziehung zur Antike zunächst und daraus folgend zu einem die

Kunst verwissenschaftlichenden Begriff von Richtigkeit, der zuletzt

sich ausweitet zu einem Nebeneinander und Nacheinander anerkannter

Stilrichtigkeiten im 19. Jahrhundert.

+Die Begründung der modernen Ästhetik und Kunstwissenschaft durch

Leon Battista Alberti.+ Eine kritische Darstellung als Beitrag

zur Grundlegung der Kunstwissenschaft. Von ~Dr.~ W. Flemming.

[Unter der Presse.]

Muß Galilei der Begründer der modernen Naturwissenschaft genannt

werden, so darf sein etwas älterer Zeitgenosse L. B. Alberti der

Vater der modernen Kunstwissenschaft heißen. Bedeutungsvoller noch

als seine Einzelergebnisse ist seine Methode. Diese herauszuarbeiten,

ihre Fruchtbarkeit zu erweisen und also den Weg des Florentiners

weiterzuschreiten, ist das Ziel dieser Darstellung.

+Planimetrie zum Selbstunterricht.+ Von Prof. P. Crantz. Mit 99

Fig. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Macht, ohne auf wissenschaftliche Strenge zu verzichten, in einfacher

und allgemein verständlicher Darstellung, die durch historische

Bemerkungen belebt wird, mit den Grundlehren der ebenen Geometrie

vertraut, wobei besonders der Zusammenhang der einzelnen Sätze und ihr

Nutzen durch Angabe praktischer Anwendungen hervorgehoben wird und

reichliche Übungsaufgaben nebst Lösungen beigegeben sind.

+Arithmetik und Algebra zum Selbstunterricht.+ V. Prof. P.

Crantz. 2 Bde. I. Teil: Die Rechnungsarten. Gleichungen

ersten Grades mit einer u. mehreren Unbekannten. Gleichungen

zweiten Grades. Mit 9 Fig. 3. Aufl. II. Teil: Gleichungen.

Arithmetische u. geometrische Reihen. Zinseszins- u.

Rentenrechnung. Komplexe Zahlen. Binomischer Lehrsatz. Mit 21

Fig. 2. Aufl. Jeder Bd. geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

... Will in leicht faßlicher u. für das Selbststudium geeigneter

Darstellg. über d. Anfangsgründe der Arithmetik u. Algebra unterrichten.

+Ebene Trigonometrie z. Selbstunterricht.+ Von Prof. P. Crantz.

Mit 50 Fig. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Will wie die andern in der Sammlung »Aus Natur und Geisteswelt«

erschienenen Bändchen über Arithmetik und Algebra und die Planimetrie

in leicht verständlicher Weise mit den Grundlehren der Trigonometrie

bekannt machen. +Vollständig gelöste Aufgaben und praktische

Anwendungen+ sind zur Erläuterung eingefügt.

+Analytische Geometrie zum Selbstunterricht.+ V. Prof. P. Crantz.

Mit 55 Fig. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

Die für den Selbstunterricht bestimmte leicht verständliche Darstellung

führt namentlich durch Beigabe zahlreicher ausführlich gelöster

Aufgaben rasch zu völliger Beherrschung des Stoffes.

+Einführung in die projektive Geometrie.+ Von Prof. ~Dr.~ M.

Zacharias. Mit 18 Fig. Kart. M. --.80

»Der Leser bekommt ein klares Bild von der Entstehung der projektiven

Geometrie, er kann verfolgen, wie sie sich allmählich zur ›Geometrie

der Lage‹ entwickelt hat. Mühelos lernt er eine Reihe der wichtigsten

Lehrsätze in diesem Gebiete kennen und sieht, welche Aufgaben mit

Hilfe dieser Sätze gelöst werden können. Gute, in den Text eingereihte

Figuren unterstützen im hohen Maße das Verständnis der theoretischen

Ausführungen. Wir können die Schrift bestens empfehlen.«

(+Wochenschr. f. d. öffentl. Baudienst.+)

+Konstruktionen in begrenzter Ebene.+ Von Direktor P. Zühlke. Mit

65 Fig. Kart. M. --.80

»Selbst erfahrene Fachmänner auf diesem Gebiete werden gewiß Neues

finden, so die Hinweise auf die ältesten, bei den Aufgaben in Frage

kommenden Fachschriften und einige Konstruktionen, die überhaupt

noch nicht veröffentlicht worden sind ... Druck und Ausstattung sind

tadellos. Es kann Interessenten wärmstens empfohlen werden.«

(+Österr. Zeitschr. f. Vermessungswes.+)

+Schattenkonstruktionen+ für den Gebrauch an Baugewerkschulen,

Gewerbeschulen u. ähnl. Lehranstalten sowie zum Selbstunter.

von Baugewerkschullehrer J. Hempel. Mit 51 Fig. u. 20 Tafeln

praktischer Beispiele in Lichtdruck. In Leinw. geb. M. 5.--

Von d. Voraussetzung ausgehend, daß allein ein klares Erfassen des

Raumvorgangs den prakt. Zeichner zum sicheren Konstruieren befähigen

kann, gibt der Verfasser nach einem einleitenden Text mit zahlr.

Übungsbeispielen kurze Erläuterungen d. angewandten Lösungsverfahren.

-- Den parallelprojektiven Schattenkonstruktionen ist noch eine

kleinere Gruppe perspektivischer Schattenkonstruktionen angefügt.

+Das Licht u. die Farben.+ 6 Vorles., geh. im

Volkshochschulverein München. Von Prof. ~Dr.~ L. Graetz. 3.

Aufl. Mit 117 Abb. Geh. M. 1.--, in Leinwand geb. M. 1.25

Führt, von den einfachsten optischen Erscheinungen ausgehend, zur

tieferen Einsicht in die Natur des Lichtes u. der Farben, behandelt,

ausgehend v. der scheinbar geradlinigen Ausbreitung, Zurückwerfung und

Brechung des Lichtes, das Wesen der Farben, die Beugungserscheinungen

und die Photographie.

+Die optischen Instrumente.+ Von ~Dr.~ M. von Rohr. 2., verm. u.

verb. Aufl. Mit 88 Abb. Geh. M. 1.--, geb. M. 1.25

»Wer die Schwierigkeiten u. den Umfang der Abbeschen Theorie der

optischen Instrumente kennt, wird der vortrefflichen allgemein

verständlichen Darstellung seine Anerkennung nicht versagen können.

Jedem, der sich über den jetzigen Stand oder irgendeine Frage der

Optotechnik rasch belehren will, kann das Buch wärmstens empfohlen

werden.«

(+Streffleurs militär. Zeitschrift.+)

+Das Stereoskop und seine Anwendungen.+ Von Prof. Th. Hartwig.

Mit 40 Abb. im Text u. 19 stereoskop. Taf. Geh. M. 1.--, geb.

M. 1.25

Behandelt die verschiedenen Erscheinungen u. praktischen

Anwendungen der Stereoskopie, insbesondere die stereoskopischen

Himmelsphotographien, die stereoskopische Darstellung mikroskopischer

Objekte, das Stereoskop als Meßinstrument und Bedeutung und Anwendung

des Stereokomparators, insbesondere in bezug auf photogrammetrische

Messungen.

Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin

Weitere Anmerkungen zur Transkription

Der Katalog »Aus Natur und Geisteswelt« wurde entfernt, er

steht auf Project Gutenberg als Projekt 53614 zur Verfügung.

Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert.

Korrekturen:

Grundzüge der Perspektive nebst Anwendungen · 第 8 / 9 段