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Die Truppen waren ausgeschifft.
Umarmungen. Küsse. Endlose Händedrücke.
Die Tränen der Tausende von Witwen und Waisen glätteten nicht diesen
Freudenstrudel.
Auch Frank Morrow und Thomas Butler waren heimgekehrt.
Mary Green war aus dem Gefängnis entlassen ...
* * * * *
Das Nachkriegsleben begann.
Weder Frank Morrow noch Thomas Butler nahmen ihren Abschied. Sie blieben
bei der Truppe ... Auch Mary war dafür, überall mußte angepackt werden,
und man konnte nicht wissen ... Denn von Abrüstung war nicht die Rede,
im Gegenteil. Die Waffen wurden vervollkommnet. Die Kriegserfahrungen
eigentlich erst jetzt recht ausgewertet. Es gab großartige Manöver,
Manöver, bei denen kein Mensch mehr sichtbar war: sie wurden nur mit
mechanischen Kriegsmitteln, mit Tanks und mit Panzerwagen ausgeführt. Es
wurden gewaltige Befestigungspläne besprochen, der Panamakanal und die
Hawaiischen Inseln sollten zu Wunderwerken modernster Kriegskunst
ausgebaut werden, zu den stärksten militärischen Stützpunkten der Welt.
Militärischer Drill begann bereits in den Schulen, Privatarmeen wurden
aufgestellt, geheime illegale Organisationen, militärisch organisierte
Streikbrechergarden entstanden ... Das Land wurde unruhig ... Millionen
enteigneter Farmer wanderten in die Städte. Die Regierung griff straff
in die Zügel. Prozesse gegen Sozialisten häuften sich. Zu gleicher Zeit
wurden die Propagandamittel, Kino und Presse, stark forciert. Rußland:
so hieß die Gefahr. Im Herzen Amerikas selbst wohnt Rußland. Die
werktätigen Massen Amerikas schauten nach Russland. Gefängnismauern und
Barrikaden mußten gegen die rote, gegen die bolschewistische Gefahr
errichtet werden ... Da liefen in allen Newyorker Kinos schon die
antibolschewistischen Greuelfilme: da war zu sehen, wie es die
Kommunisten trieben: Berge von Erschossenen häuften sich vor dem
andächtig glotzenden Publikum ... Die weißgardistischen Emigranten
stützten den Feldzug: sie schrieben Lebenserinnerungen, und ihre Flucht
aus dem roten Massengrab war wirklich heldenhaft abenteuerlich.
Kapitalisten aller Länder vereinigt euch! Diese Parole, zwar nicht so
deutlich ausgesprochen, wurde bis zu einem gewissen Grad zur Tat ...
Japan wuchs sich energisch groß.
Vereine von Rassenschützern erhoben warnend die Stimme.
Da geschahen einige Erdbeben, Feuersbrünste bei den Gelben: man dankte
auf Wallstreet Gott auf den Knien. Doch bedeutete das nur einen
zeitweiligen Aufschub.
Man hörte aus Deutschland: Die Arbeiterschaft mobilisiert sich, Rote
Armeen bilden sich, das bolschewistische Feuer springt nach Europa über.
In der amerikanischen Finanzwelt gab es zwei Meinungen: die einen: das
kümmert uns nicht, laßt Europa Europa sein; die anderen: wir brauchen
Europa, unser Kapitalexport stockt ... Deren Meinung setzte sich
allmählich durch. In Deutschland war Ruhe und Ordnung auch wieder
eingekehrt. Frankreich klopfte man rechtzeitig noch auf die Finger. Der
Frank sank ... Und die Vertreter der Nationen erschienen,
der amerikanische diesmal mit einbegriffen, zur Lösung des
Reparationsproblems am Verhandlungstisch. –
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Die beiden Freunde bildeten sich weiter. Es war ihnen allmählich bewußt
geworden, welche Funktion sie als Offiziere der bewaffneten Macht
auszuüben hatten. Sie wurden radikale Sozialisten, das heißt gründliche
Sozialisten.
„Jeder an seinem Platz ... Und wir, wir werden _hier_ unsere Pflicht
tun.“