Die Einen nahmen an diesem Begräbnistag Paradeaufstellung.
Sie rüsteten sich zu einer Toten-Parade.
Patriotische Ansprachen, Trauerreden wurden gehalten.
Ein Filmoperateur kurbelte.
Dutzendweis Leichen ließen sie an sich vorüberdefilieren. Viel
Tröstungen und Weihrauch und Versprechungen taten not. Viel künstliche
Tränen mußten vertropft werden. Denn das Ganze schmeckte wieder mal
bedenklich nach Massenmord ... Mit einem breiten Trauerflor waren die
Zylinder umflochten ...
Die Regie klappte.
* * * * *
Die Anderen aber nahmen Kampfaufstellung.
Sie standen da, gerüstet zu einem neuen Kampf.
Wie: Gewehr bei Fuß.
Blutrote Wimpel. Blutrote Banner.
Es war ein blutrotes Meeting.
Flammende Kampfaufrufe schossen empor.
Und stießen sich frei in dem Schwur:
„Lieber im Feuer der Revolution verbrennen, als elend verrecken auf dem
Misthaufen dieser Republik ...“
* * * * *
Und die Sonne schwang flimmernd über sie hin, den ganzen Raum erfüllend,
ein gespenstischer Lichtkreisel. –