Dick aber kleben jetzt die Gasschwaden noch unten.
Die Rettungsmannschaften kommen in den Förderkörben immer wieder betäubt
nach oben. Eingekleidet wie Taucher. Die Gaskonzentration ist zu stark.
Immer wieder versagen die Sauerstoffapparate.
Da erspäht die vieltausendäugige lebendige Menschenmauer durch die
Gitter des Zechentores hindurch, wie einer auf der Treppe zum
Verwaltungsgebäude mit der Schulter zuckt, den Kopf schüttelt ...
Und die lebendige Menschenmauer schreit aus vielen tausend Mündern einen
einzigen Schrei, Namen, hunderte von Namen schreit sie, jede Frau
schreit den Namen ihres Mannes, jeder Kumpel den Namen irgend eines
Kameraden:
„Lutz, Fritz, Adolf ... wo bist du ... habt ihr den Anton, den Karl
gesehen ... ist der Stiebert noch unten ... August, Josef, Zarewski ...“
Und die Frauen machen Bewegungen mit den Händen, als schaufelten sie;
krümmen die Finger, als ob sie ihre Männer gewaltsam aus der Grube
herauskratzen wollten.