»Beate!« Wie ein Jubelschrei klang das. In tiefer Inbrunst küßte er
erst die eine, dann die andere Hand, »Dank dir tausendmal! Du willst,
Geliebte --«
»Ja, ich will, Georg! Ich will gutmachen, was ich einst an dir, du
Guter, Treuer, gefehlt, mein ganzes Leben soll es dir zeigen, ich will
dein guter Kamerad und dein seliges Weib sein,« sagte sie mit
feierlicher Innigkeit.
»Und meine Frau Doktor,« setzte er leise lächelnd hinzu, »den Titel
nicht von mir geschenkt, nein, vorher schon selbst erworben durch
fleißige, ehrliche Arbeit.« Dann zog er sie fest an sich; sie legte die
Arme um seinen Hals und lehnte den blonden Kopf an seine Brust -- ein
wonniges Gefühl des Geborgenseins erfüllte sie -- »mein Georg, du Lieber,
Getreuer«, flüsterte sie.
In innigem Kusse schloß er ihr da den Mund. »Meine Bea, mein geliebtes,
heißersehntes Weib!«
So standen sie selige Minuten in dem Bewußtsein, sich nun doch für alle
Zeit anzugehören! Das Trübe in ihrem Leben war ausgelöscht, und
glückverheißend lag jetzt die Zukunft vor ihnen.
Ein Zusammenschaffen und Zusammenarbeiten mit dem geliebten Menschen --
das Leben mit segensreicher Tätigkeit ausfüllen, von dem anderen Teil
bis ins kleinste verstanden -- was kann es denn Schöneres geben?
Und das Herz war ihnen voll heißen Dankgefühls, daß der Allmächtige ihr
Geschick so wunderbar gelenkt und doch noch zu dem geführt hatte, was
für sie beide das rechte Glück war.
Ende.