Du sagst, daß Vater eine Menge Bücher schreibt, aber was er schreibt,
versteh' ich nicht.
Er hat Dir den ganzen Abend vorgelesen, aber konntest Du wirklich
herausbekommen, was er meinte?
Welch schöne Märchen, Mutter, kannst =Du= uns erzählen! Warum kann Vater
nicht solche schreiben?
Hat er niemals von seiner eignen Mutter Märchen gehört von Riesen und
Elfen und Prinzessinnen?
Hat er sie alle vergessen?
* * * * *
Oft, wenn er spät kommt zum Baden, mußt Du gehn und ihn hundertmal
rufen.
Du wartest und hältst sein Essen warm für ihn, und er schreibt weiter
und vergißt.
Vater spielt immer Büchermachen.
Wenn ich je spielen gehe in Vaters Zimmer, kommst Du und rufst mich:
»Was für ein schlimmes Kind!«
Wenn ich den leisesten Lärm mache, sagst Du: »Siehst Du nicht, daß Vater
arbeitet?«
Was hat das für Sinn, schreiben und immer schreiben?
* * * * *
Wenn ich Vaters Feder oder Bleistift nehme und in sein Buch schreibe,
gerade wie er -- a, b, c, d, e, f, g, h, i, --, warum wirst Du dann böse
mit mir, Mutter?
Du sagst nie ein Wort, wenn Vater schreibt.
* * * * *
Wenn mein Vater solche Haufen Papier verschwendet, Mutter, scheint es
Dich gar nicht zu stören.
Wenn ich aber nur =einen= Bogen nehme, um mir ein Schiff draus zu
machen, sagst Du: »Kind, wie Du einen quälst!«
Was hältst Du von Vaters Bogen und Bogenverderben mit schwarzen Zeichen,
über und über auf beiden Seiten?