+Meton+, der Astronom und Geometer, tritt hochgestiefelt auf, mit
einer Meßstange, Winkelmaßen und einem Riesenzirkel beladen:
Ich komm’ zu euch ...
+Ratefreund+:
Ein neues Übel!
Woher des Weges wallt dein Stiebel?
Was willst denn +du+? Was ist dein Plan?
Welch hoher Ratschluß treibt dich an?
+Meton+:
Die Luft will ich quadrangulieren
Und sie in Tagwerk’ segmentieren.
Das Seine mess’ ich jedem zu ..
+Ratefreund+:
Potztausend auch, wer bist denn du?
+Meton+:
Ich? +Meton+. Meines Geistes Kraft
Rühmt Hellas und die Nachbarschaft.
(Beginnt mit seinen Geräten zu wirtschaften)
+Ratefreund+:
Was nimmst du da in deine Hände?
+Meton+:
Das sind die Luftmeßinstrumente.
(eifrig):
Der Luftraum ähnelt doch, nicht wahr,
Der Käseglocke auf ein Haar?
(lebhaft gestikulierend):
Ich nehme nun dies Lineal,
Gekrümmt für den besondren Fall,
Und setze drauf den Zirkel ein,
Hier oben, sieh! ... Verstehst du?
+Ratefreund+ (kopfschüttelnd):
Nein.
+Meton+:
Hernach so zieh’ ich eine Grade
Und mach’ den Zirkel zum Quadrate.
Der Marktplatz soll inmitten sein,
Viel grade Gassen führen drein.
’s ist wie ein Stern, ganz akkurat:
Die Strahlen laufen allseits grad,
Und doch — er selbst ist eine Sphäre ...
+Ratefreund+:
Ein zweiter Thales! ... Aber höre!
+Meton+: