Eine Straße in Rom vor dem päpstlichen Palast. Trübe, naßkalte
Morgendämmerung; an einer Ecke ein tiefherabgebranntes flackerndes
Öl-Licht.--Totenstille.
_Eine Thüre am päpstlichen Palast öffnet sich leise und heraus tritt_
DAS WEIB, _die Röcke knapp zugebunden, die halb entblößte Brust
vor Kälte schützend, mit verwirrten Haaren und hohläugigen Blicks,
übernächtigt und abgeschlagen; macht die Thüre leise hinter sich zu;
schlürft einige Schritte vorwärts; sie hat zweierlei Pantoffel an,
beide zu groß, in den Ohren und am Hals Brillantschmuck, schaut sich
scheu und vorsichtig um; da bricht der._
TEUFEL (_der bis dahin ungesehen längs einer Dachrinne im Schatten
gestanden, hastig hervor, auf sie zu, gebieterisch._) Jetzt zu den
Kardinälen! Dann zu den Erzbischöfen! Dann zu den Gesandten! Erst zu
den Gesandten der italienischen Staaten; dann zu den fremdherrlichen
Gesandten! Dann zum Camerlengo! Dann zu den Neffen des Papstes! Dann
zu den Bischöfen! Dann durch alle Klöster durch! Dann zu dem übrigen
Menschenpack!--Tummle dich und halte die Rangordnung ein!--(_Weib
langsam ab._)
(_Der Vorhang fällt._)
(Schluß.)