DIE VORIGEN. MARIA, _von einer Schar jugendlich amorettenhaft
gekleideter Engel, die ihr vorauseilen und ihr Blumen streuen, sowie
von erwachsenen Engels-Knaben, die Lilienstengel tragen, gefolgt und
begleitet, kommt in hochmütig-stolzer Haltung, eine kleine Krone
auf dem Haupte, in einem blauen, sternbesäten Kleid, welches vorne
das weiß-seidene Untergewand erblicken läßt, durch die Haupt-Thüre
herein, macht in Front von Gott Vater, von dessen Thrones-Stufen
sich der Cherubim inzwischen zurückgezogen, eine steife, hofmäßige
Verbeugung und begibt sich dann auf einen zweiten, in der Zwischenzeit
von dienstbaren Engeln, etwas entfernt von Gott Vater, ebenfalls
an der Wand zurechtgerichteten Thron, der, mit hoher Rücklehne, im
Stile sich der Zeit der Minnesänger anpaßt. Sie verweilt dort während
des Folgenden, von ihrem Engels-Chor umgeben, ausschließlich mit
Herrichtung ihrer Toilette, Benutzung eines kleinen Spiegels sowie
Selbst-Besprengung mit wohlriechenden Wässern, beschäftigt.--Ein
weiches Geflüster schalkhafter, augenschmeißender Amoretten macht
sich um ihn vernehmbar.--Währenddem unterhalten sich auf der
entgegengesetzten Seite, links im Vordergrund, die drei aus der ersten
Szene bekannten_ ENGEL.
ERSTER ENGEL. DER MANN kommt.
ZWEITER ENGEL (_in die Hände patschend_). Der Mann, der Mann kommt.