Er öffnete wieder den Mund: »Teile das Heer zwischen Georgien und Kars.«

Da schlug Axalla schäumend auf die Trommel, Wachen führten den Mann,

gebunden die Armgelenke, hinaus. Axalla kniete nieder und aß weiter.

Am Abend öffnete sich das Zelttuch unter einer drängenden Schulter. Der

Unterführer stand in der Mitte des Zeltes bewaffnet und frei.

Axalla fuhr an den Dolch.

Aber der Eingetretene sagte: »Bekümmere dich nicht. Ich könnte dich

zwingen, denn deine Macht geht nicht über mich,« und er wies, die Zähne

fauchend, die gelösten Arme. »Aber ich will deine Klugheit sehen. Darum

rate ich nur. Teile die Geschwader.«

»Wer bist du?«, rief Axalla wieder, aber unter dem Ruf schlug das Zelttuch

schon zusammen.

Am Morgen schied Axalla das Heer.

Die Geschwader gegen Kars trafen den Mittag einer Gruppe in den Rücken, die

die Truppen Axallas in einen Schraubengang locken sollten. Sie hielten sie

zusammen.

Axalla sah den Unterführer nie wieder. Die zwei Säulen der Geschwader

lockerten sich. Georgien wurde überrannt. In einem Halbkreis stießen die

Tataren schweigend aus den Steppen. Ihre runden Schwerter blitzten in der

Sonne. In Kars rissen sie die Rosenstöcke aus und setzten die Männer auf

die Stäbe. Über Georgien wälzten sie eine Flamme, die die Städte erstickte

und die Reisfelder fraß. Die Erde zitterte unter dem Schlag immer trabender

Hufe.

Sie ritten, eine lange glänzende Masse, durch die Engpässe am Rand des

Gebirgs. Dann stoben sie in die Steppen und schwirrten auseinander. Sie

sägten einen Sherif in der Mitte durch. Ein Mann brach das Tor einer Burg

nachts auf mit den Zähnen. Sie schlachteten eine Nacht. Sie hatten die

Weiber auf den Sätteln und verließen die Pferde nicht.

Ein einziger Wink holte sie alle zurück.

Im zehnten Jahre rollten alle tatarischen Heere im Halbkreis aus den vier

Winden gegen Samarkand zurück. Die Stadt schaukelte, wie sie nacheinander

antrabten. Ein Schneesturm überfiel das Heer Axallas zwei Tage vor der

Stadt, sie kamen in einem langen Brausen, der Schnee vor ihnen schmolz auf

Stunden.

Sie lagerten in einem Bogen in der Ebene.

In der Mitte bauten sie einen Thron auf. Dann warteten sie, die Augen

tausendfach gegen das Haus schleudernd.

Aus einem kleinen Vortrupp der Aufgestellten löste sich da ein einfacher

Tatar, ritt an den Thron und stieg fest hinauf.

_Er hinkte und konnte die linke Hand nicht gebrauchen, zwei Köpfe höher als

alle._

Da erkannten ihn alle plötzlich. Sie schrien: »Timur Chan« und warfen sich

auf den Bauch brüllend vor Wonne. Er stand auf und stieß den Finger nach

diesem und jenem: »Dich kenne ich . . . dich kenne ich.«

Axalla verkroch sich unter den Bauch eines gefallenen Pferdes vor Scham,

aber er ließ ihn herausziehen und ihm zwei Ringe schenken.

So ward er sichtbar, unbewegten Gesichts.

Er trug den Kopf barhaupt, lange Haare.

Nach der Jagd, in dem Haus gelagert, sagte Yakou einmal an den Fingern die

Gebiete her, die sie in den Jahren unterwarfen, es machte ihm Mühe, die

Hände reichten nicht aus.

Timur sagte: »Was ist es . . .« und zog mit Stutenmilch einen kleinen Kreis

auf den Tisch.

Dann nahm er Yakou mit in das Nebengemach. Sie blieben den Abend bis zur

Nacht. Später rief Yakou heraus, daß sie Guines hereinführten; er erschien,

aus dem Schlaf gerissen, mit verklebten Augen und halb angekleidet und warf

sich auf die Knie, aber Timur winkte nur nach oben und grüßte ihn. Guines

schrieb die ganze Nacht. Yakou bewunderte es kauernd daneben und fraß die

Nägel seiner Hand.

Timur änderte das Heer, vertauschte, warf weg und ernannte. In der Nacht

noch schlugen sie Pflöcke ein. Tausend Unterführer wurden in die Sonne

hinein gepflockt. Der Fürst von Tanais erhielt eigene Korps, einfache

Tataren rückten an den ersten Platz. Die Reiter erhielten Kumis und waren

berauscht am Abend vom Anfang der Stadtgärten bis wo das Auge das Ende der

Ebene faßte.

Feuer umbrannten den ganzen Nachthimmel.

Timur hielt Abrechnung über zehn Jahre. Schuldige wie von Blitzen gefaßt

entleibten sich selbst. Ihm war nichts unbekannt, der ihre Lager geteilt

hatte. Kam er nahe an unbesichtigte Geschwader, wälzten sich einzelne

heraus, auf dem Bauch Verzeihung erbittend, den Mund voll Anklagen. Er

hatte nur _einen_ Wink.

Monate hindurch ordneten die Führer. Timur schickte einen Vortrupp gegen

die Grenzen. Er blieb einen Monat länger als ein halbes Jahr, das er ihm

gesetzt. Der Führer sagte: »Wir konnten nicht rascher als der Wind.« Timur

griff in den Bauch ihrer Pferde, fühlte Fett zwischen zwei Fingern und ließ

sie enthaupten.

Dann zog er gegen Moscow.

Tatarenheere tauchten wieder in die Steppen, der Chan unter ihnen, sie

wußten es und sagten es den Pferden in die Ohren. Das Heer der Moscower war

dreimal größer wie das der Tataren, sie schrien schon aus der Entfernung.

Der Fürst von Tanais zog einen Bogen nach rückwärts ab, als es noch

dunkelte. Am Morgen stand die Sonne an einem geschweiften Hügel, an den die

Feinde sich lehnten.

Brüllend rückten sie vor. Yakou warf ihnen zwei Flügel entgegen und trennte

ein Teil. Dazwischen brauste Timur, eine silberhelle Wolke lag zwischen den

Massen, sie erkannten ihre Flügel nicht mehr. Ungarische Reiter der

Moscower durchbrachen die Mitte und gingen in eine Falle Axallas.

Da brach ein weißer Glanz auf dem Hügel auf. Der Fürst von Tanais bohrte in

die Seite sich mit zwanzigtausend Rossen. Die Moscower bliesen stählerne

Drommeten. Die Flitschpfeile der Tataren sausten in die Leiber ihrer Pferde

wie in Faschinenkörbe. Klatschend spickten sie die hellen Bäuche.

Die weiße Flut vom Hügel schoß tiefer in die Masse. Durch die Wolke brach

Timur zurück, die nackten Säbel zerhieben die Flanke der Brüllenden. Die

Ebene dampfte in dickem Rot. Tataren nahmen die Säbel in die linke Hand und

schlugen. Ein junger Sohn Yakous rief vorbeifliegend, tagelang müßten sie

Scharten aus den Säbeln schleifen. Timur sah zu.

Axalla wälzte einen Haufen Gefangener heran.

Er zog einen Bogen mit der Hand: »Sklaven«.

Timur schüttelte den Kopf:

»Du hast zuviel jüdisches Blut, Axalla.«

Axalla warf sich nieder, eine Falte des Zorns in der Stirn. Timur gab das

Zeichen, sie zu schlachten, zwanzigtausend. Er nahm Axallas Bogen und schoß

nach einem Moscowerfürsten. Der Pfeil flog in seine Hüfte, sein Pferd

machte einen Satz, er sprang fallend vor und zusammenbrechend, eine Hand

auf dem Boden, die andere drohend mit dem Kopf gehoben, krisch er:

»Blutiger Hund« . . .

Timur bewegte sich nicht, zielte in seinen Hals und warf ihn mit dem Schuß

um sich selbst.

Dann zog er die linke Braue ein wenig hoch wie im Lächeln.

Sie schlachteten stundenlang des Abends.

In der Frühe ging Yakous Sohn leuchtend aus Timurs Zelt, sprang auf sein

Roß und jagte los. Hinter ihm, daß sie die Spitze seiner Mütze über den

Staub noch sahen, ritten zweihundert Tataren. Sie ritten über den flachen

Hügel, der sich aus dem Kampfplatz in den Horizont stieß, und über ihn

hinaus in Tag und Nacht. Fünf Monate trabend kamen sie an die Vorhuten

Chinas. Beobachtet stündlich erreichten sie wenige Wochen darauf

Juen-min-Juen.

Sie nächteten drei Tage, bis ein geschminkter schwarzer Eunuch sie in den

Palast führte, ein Zelt mit unendlichen Gemächern, größer als Samarkand.

Yakous Sohn, Zeinabdeddin, trat, geleitet von zwanzig Führern, in einen

Saal. Durch ein Spalier fettschenkliger Eunuchen glitten sie in den Garten.

Der Hof stand um einen Pavillon aus Gold. Gedämpfte Musik, feierlich, und

entfernte Glocken schwollen an. Diener sprangen erregt umher. Der König

stand hinter einem Schirm.

Plötzlich stoben alle Musikanten in die höchste Harmonie ihrer Instrumente,

der Hof lag gefällt auf dem Bauch, über erstarrte Leiber stieg Yakous Sohn,

stieg, beugte ein Knie am Thron und empfing das Friedenszeichen, ein

Ju-schi in weißlichem Serpentinstein mit geritzten Emblemen.

Da schlug sich Yakous Sohn auf die Schenkel und drehte sich um sich selbst

vor Lachen. Die Tassen mit Milch und Eiswasser klirrten in den Händen der

Chinesen. Ihre Augen klotzten dick und rund.

»Timur Chan fordert von dir die Provinzen Pazanfu und Paquinfu. Aber

außerdem Pässe am Fluß Tachij.« Zeinabdeddin grinste und wiegte, auf einem

Fuß hüpfend, das Ju-schi auf der Hand.

Der König verlor keinen Strahl Würde aus seinem Gesicht. Er ließ die vor

Schreck eingehakte Musik ausklingen und ließ dem Sohn Yakous, indem ein

Diener ihm Tee einschenkte, sagen, nur Güte sei es gewesen, daß er seither

das kleine Reisgericht des tatarischen Reiches nicht zu seiner Tafel

gezogen.

Zeinabdeddin begann zu schreien und ungeberdig wie ein Ochs die eroberten

Gebiete auszurufen, aber der Schirm schob sich zwischen ihn und den König.

Sie trabten zurück, verließen verbundenen Auges die Grenze. Ein Jahr und

drei Monate nach dem Ausritt erreichten sie Timur. Die Rippen blähten sich

aus den Pferdeweichen.

»Sind es die gleichen Pferde?« fragte Timur.

»Die gleichen,« sagte Zeinabdeddin.

Timur ließ sich eine Fontäne bauen von gefangenen persischen Künstlern. Die

Abende wanderte er in großen Kreisen um den Auf- und Niederfall des

Wassers. Er ging darauf zu, streckte die Hand aus und zog den Kopf rasch

zurück zwischen die Schultern.

Im Frühjahr schwanden dann alle Zelte. Der Horizont besternte sich mit

fliegenden Punkten. Sie schwollen zu Lawinen, stürzten zusammen, sie

trabten, die Ebene hallte unter ihnen. Sie stiegen hoch und sammelten sich

aus Westen in der Wüste Ergimul. Im Osten wirbelte das zweite Geschwader,

breite Schenkel bogen sich um klopfende Bäuche. Pferdehälse strotzten von

jagendem Blut. Sie hatten den Wind im Rücken und schwiegen. Sie stauten

sich in den Hordas von Baschir.

Zwei ungeheure Halbkreise brausten, Pferde mit kleinen Tataren, bartlos,

Bogen über den Rücken, über das asiatische Tiefland nach China. Ihre runden

Schwerter blitzten in der Sonne. Sie wälzten die Steppen blank. Die Weiber

auf den Sätteln, schienen sie, zweiköpfig in der Dämmerung reitend,

gegliedert bis ins Unsichtbare. Ihre Gäule wuchsen mit wiehernden Hälsen in

den Himmel hinein.

Über gelben glühenden Sand trabten sie und warfen sich gegen die

chinesische Mauer, die nackt und weiß vor dem Horizont hinstrich.

Vierzigtausend schlugen einen Haken, nahmen verborgene Pässe und stürmten

in chinesische Rücken. Vor den Angreifern glühte die Mauer vor Sonne, die

Hufe der kleinbeinigen Pferde schmolzen. Die Mauer fiel gespickt von

Pfeilen. Ein Mandarin, auf die Mauerreste tretend, flog, zerfetzt von

Flitschpfeilen, so zerrissen in die Luft, daß kein Rest des Körpers

übrigblieb. Über die Mauer rennend, durchschwammen sie einen Strom und

rieben die anziehenden Heere auf in einem heißen Tag.

Die Nacht ritt Timur von seinem Zelt los. Ein Reiter Axallas fragte, ob er

den gefangenen König haben wolle, »es hat Zeit,« sagte Timur und ritt. Es

war eine Nacht voll Hitze, und die Körper faulten schon auf der Sandsteppe.

Der Mond fehlte.

Über den weithin getürmten Leichen in farbenen Seiden wogte eine Helligkeit

wie Gas, ein grünliches Weben, das sich zäh an den Boden klammerte, als ob

es nicht sich heben könne. »Ihre unreinen Seelen stinken in den Himmel,«

sagte Zeinabdeddin, aber Timur entgegnete nicht.

Sein Auge trat groß und opalig, stumpf wie eines Schauspielers, aus der

Wölbung, und es schien, als tanze ihm gehorchend die Landschaft auf diesem

halben Bogen und der mit Gestirn dünn übergossene Horizont.

Die Klammer der linken Hand, mit der er die Bogensehnen spannte, hing

verdorrt um einen Zügel gehakt.

Sie ritten über einen Bach, da bildeten sich Umrisse aus dem Dunkel heraus,

ein Flimmern traf ihr Auge von eingelegten Muscheln und Metallen. Wagen

stieß an Wagen, die ganze Nacht stand voll zusammengefahrener Wagen.

Tatarische Wachen, die die Karrenburg umkreisten, brachen jeden Augenblick

vorüber. Sie ritten näher an den Platz und trabten hinein.

Drinnen hingen Papierlaternen an vielen Schnüren, in bronzenen Krügen

standen Flammen, die steil brannten und Duft ausstreuten.

In grellen Farben mit Skorpionen gezeichneter Seide standen, in fünf Kreise

geteilt, auf dem Rasen die fünf Frauenlager des Königs, in der Mitte jedes

Trupps eine Königin. An einen Ast gelehnt stand Axalla träumerisch mit halb

geschlossenen Augen und wachte, daß kein Mann Timurs beste Beute packte.

Timur ließ sich die Lieblingsfrau zeigen.

Er schleifte ein Bein nach, die Hüften wiegend in torklem Reitergang,

schritt er dicht vor sie, »du heißt?« fauchte er.

»Miser Ulek,« sagte sie und fiel nicht nieder.

Er ließ seinen Kopf bis auf die Berührung der Haut vor den ihrigen

schweben. Sein Geruch strömte über sie. Ihre Augenlider bebten ein wenig,

aber die grauen Augen hielten sich steif und furchtlos in den seinen.

»Du hast den König getrieben zu dem Zug gegen mich.«

Sie fletschte die Zähne.

Laut stieß ihr Timur ins Gesicht »warum . . .«, aber, nicht zitternd vor

dem Rollen, gab sie zurück: »Er sollte herrschen über dich«.

Sie hielt mit taumelndem Hirn in seinem Gestank. Auf ihren roten Lippen

tanzten kleine weiße Blasen, sie legte den Kopf schräg.

Er sah auf sie. Ihre Augen stachen hell vor Haß.

Er ließ ihren Blick steigen. Eine Weile wartete er. Dann sagte er: »Dein

Lager kann in mein Frauenhaus geführt werden. Ich nehme dich als fünfte

große Frau. Du sollst später die Residenz dieser neuen Provinz haben.«

Er winkte nach der Seite, wo eine Kolonne sich schon formte. Sie stand

ruhig, während ihr Blick in dunklem Schatten einfror. Dann warf sie die

Hände hoch, stieß die Arme in den Himmel und sank mit einem Schrei, das

Haupt zurück, auf seine Füße und biß sie vor Lust.

Weggehend ritt sie mit schmalen weichen Hüften davon, sie war eine

Kurdistane von kleinem Fuß.

Timurs Auge wölbte sich in die Braue zurück. Sie ritten über das

Schlachtfeld, Tataren huschten durch die gasige Luft, nahmen das Gold und

rissen die Ringe aus den Ohren.

Gegen Morgen kamen sie an das Zelt.

Timur schlief jedoch nicht.

Nach einer Stunde öffneten Hände außen den inneren Vorhang, der chinesische

König trat langsam zwei Schritte in den Raum. Timur stand, aufgestanden,

ihm gegenüber. Sie schwiegen eine Zeit. Dann senkte der Gefangene das

Gesicht, schaute zu Boden und erhob es wieder.

Timurs Gesicht ballte sich nach innen zusammen, als der andere begann:

»Im Umschwung der sieben Planeten habe ich siebenmal den Zyklus von zwölf

Jahren durchlaufen . . .«

Timur deutete auf den Pfühl.

Der König schüttelte den Kopf:

». . . ich war der glücklichste König. Ich hatte jeden Erfolg. Ich hatte

Ruhe. Du scheinst glücklicher als ich.«

Einen Augenblick zuckte Timurs graues Gesicht. Zwischen dem Zuschlag der

Lider verschwand der schmale Schlitz des betroffenen Auges. Dann quollen

die Äpfel breit aus den Höhlen und stierten in Nichtbegrenztes:

»Ich habe keine Ruhe. Du irrst. Es hängen so viele Dinge an mir, die ich

zusammenraffte, daß sie schon in meinem Schlaf sich lösen. Sie fallen

auseinander, wenn ich nur erkranke. Nur ich bin das Gegengewicht. Es ist

mehr Qual als du ahnst, kleiner König.«

Timur beugte sich ein wenig nieder und sah auf den Mann, der ihm

gegenüberstand. Er hatte eine Habichtsnase und einen dunklen Blick,

verwöhnt von Frauen und trotzig auf seine Jahre.

Der König trat mit dem Fuß zurück, hob den Kopf und sagte wie in die Stille

redend:

»Ich ließ in zweihundert Städten Priester um die Feuer der Sonne gehen und

kupferne Pauken schlagen, daß ich siege. Ich tat es nicht.«

Er trat nun, das Gesicht umändernd, wieder vor und sah lächelnd zu Timur:

»Was beweist es?«

Und: »Was beweist es . . .?« warf dieser ihm in den Mund zurück.

»Nichts für dich,« sagte der König, auf jedem Wort ruhend, »aber zwei

Dinge: Daß dein Sieg ein Irrtum ist und falsch -- oder daß die Bestimmung

des Gottes in mir ist, daß ich mich neige zur Prüfung.«

Da hub Timur den Arm zum erstenmal und brüllte: »Nein. Schwächling.« Seine

Stimme rollte durch das Zelt, daß die Vorhänge flogen.

Der König aber hob stumm fragend sein ruhiges Gesicht.

Timur: Novellen · 第 16 / 22 题