Und auch der große Ruf des Engels im Traum, der ihn, dem Lichten zu, sich
gleiten zu lassen befahl, schien ihm, über das Blut und seine Gesetze
hinaus, in diesem Sinne beschlossen zu sein.
Aufstehend legte er die Arme der Herzogin im Kreuz über die Brust. Dann
nahm er Öl und Chrisma und salbte seinen Scheitel wie einem Neugeborenen.
Langsam ging er aus der Kirche, nach Ruhe gierig, und sonst nichts.
Diesen Ort verließ er. Hier lebte es sich nicht länger.
Er ging durch den frühen Morgen, der noch dunkelte, hinab zum Fluß.
Einmal noch wandte er sich, und wie er den Arm steil gehoben gegen Paris,
so hob er ihn rückwärts gegen sein ganzes Leben, weniger in Drohung und
Trotz, aber voll Ablehnung. Es hatte ihn zu keinem großen Abschluß geführt,
darum galt es ihm nicht, so voll und reich es auch war.
Allein schon wurde ihm dies unwesentlich, da er nach Kampf nicht lüstern
mehr war.
Er schob den Blick nach vorn.
Sich auf das harte Holz der Kahnbank pressend, stieß er die Ruder in das
Wasser und fuhr -- -- -- damit das Leben sich weiterhin über ihn stürze,
solange der Rest Tage ihm noch blieb . . .; daß ein Bauer ihn, buhlend,
hinter einem Zaun mit der Gabel ersteche, oder Gott ihn im feurigen Wagen
wie Elias in den brennenden Himmel reiße. Denn dies alles, was sich noch
vor den endlichen Abschluß schob, war ihm gleich und ihm lag nichts am
Ziel. Es war kein Wollen in ihm. Nur Sehnsucht nach Klarheit und kleine
Neugier auf das Ende.