„Ihr hättet Gonzalo an diesem Morgen auch gar nicht wach gekriegt,“
sagte ich.
„Warum denn nicht?“ fragte Antonio, die Wahrheit schon halb ahnend.
„Weil er bereits tot war!“ –
„Aber das ist die Wahrheit, Gale. Wir können noch gleich jetzt zu Sam
gehen, der weiß es auch.“
„Ist nicht nötig Antonio. Lassen Sie nur sein. Ich glaube es. Es ist die
Wahrheit!“
19.
Die Musik im Park hatte angefangen zu spielen.
Die Ouverture zu Cavalleria rusticana.
Da kam das wehmütige Motiv des Intermezzos.
Klagend und weinend schwebten die Töne über den Plaza. Sie schlangen
sich trauernd um die königlichen Palmen.
Ich schloß die Augen, um die starren elektrischen Lampen nicht sehen zu
müssen.
Aber ich sah Gonzalo auf dem Boden liegen. Vertrocknet. Ausgelöscht aus
den Lebenden und Hoffenden. Seine Hand mit einem Knäuel roher schwarz
verfärbter Baumwolle auf die Brust gepreßt.