Sie riß die Thür auf und rief nach Minna und nach Wasser.
Das Mädchen brachte das Verlangte erstaunt.
"Is Fräulein krank?" fragte sie und half der Mutter, die Ohnmächtige auf
den kleinen Lederdivan betten.
"Se is man beten flau", war die Antwort. "Lat man dat Füer nich utgahn,
hörst Du?"
Und Minna sah nach dem Herdfeuer, während Frau Behn der sich erholenden
Lulu sanft über Stirn und Scheitel strich.
"Deern, Deern", sagte sie vorwurfsvoll, aber mit weichem, warmem
Herzenston. "Wat'n Sak, wat'n Sak."
Seit dieser Stunde waren Mutter und Tochter ausgesöhnt, hatten sich
wieder gefunden.