CHAPTER II

CONCEPTIONS OF _VOLK_ AS SEEN IN HERDER’S USE OF THE TERM

I

_Volk_ is that part of a nation which is the governed class as distinct

from those who are above them in authority and who stand as the ruling

class; i.e., the governed as separate from the governing.

I, 16: “Man weiss dass nach den Staatsplänen Lykurgs und Solons, die als

die Muster der übrigen glänzten, die Stimme des Volks, eine Stimme des

Staats, ja beinahe selbst Gott war.” _Volk_ here is the collective mass

of individuals constituting the state as opposed to the ruling heads.

I, 16: “Dies konnte das Volk beantworten, nicht aus Staatseinsichten,

sondern weil jeder Bürger streiten musste.” Herder is discussing the

power which the people have in the simplest democratic form of government

to declare or to forbid war. _Volk_ is here the collection of citizens

which make up the state as opposed to nominal rulers.

I, 188: “Cicero ärgert sich, dass er dem Volk zu gefallen, ‘pulcher’ und

‘triumphus’ statt ‘pulcer’ und ‘triumpus’ aussprechen müsste.” In similar

connotation are such phrases as: “fraget das Volk”; “die niemand als das

Volk geben wird”; “worauf das Volk hinkte, wenn es nicht gehen konnte”;

“bloss weil das Volk sie vor Drüsen ansahe.”

I, 18: “Selbst das Volk ist nicht mehr dasselbe. Dort war dieser Name

ehrwürdig: er begriff alle Bürger, Rath und Priester ausgenommen.” The

collective mass of citizens who form the state in contradistinction to

the individuals who were nominal rulers.

I, 22: “So sieht man, dass ihre Schutzgötter, und ihre Gottesdienste,

dass Orakelsprüche und Ceremonien blos heiliger Nebel und Opferrauch

waren, die Augen des Volks zu blenden.” Herder here mentions Cicero

as augur and writer on religious subjects; _Volk_ are the citizens,

exclusive of those occupying the official rank such as that held by

Cicero, for example.

XIV, 34: “So ist ein Unterschied zwischen Cultur der Gelehrten und Cultur

des Volks.” Herder speaks here concerning the organization of the state

among ancient peoples. The _Gelehrten_ were the teaching and priestly

class—those who were in possession of certain secret knowledge. The

_Volk_, while not having this knowledge, were nevertheless not without

culture. We may take _Volk_ to mean nation or people in the same sense

in which a modern people might be considered as such and include its

clergymen and lawyers who had special professional training.

II

Quotations in which _Volk_ is used as synonymous with nation. The ideas

of collective personality and of _Nationalgeist_ are prominent here.

I, 23: “Der Charakter unseres Volks ist nicht mehr die dreiste Wildheit

der Alten; sondern eine feinere und mässigere Freiheit; die Freiheit des

Gewissens.” Herder discusses the question of freedom in the fatherland

and uses “fatherland” as synonymous with _Volk_; _Volk_ is nation.

I, 147: “Ein Volk das ohne Poetische Sprache grosse Dichter ... gehabt

hätte ist ein Unding.” _Volk_ is nation.

I, 261: “So sehr sich immer Voltaire, und die seines Theils sind,

beklagen, dass wir ein eckles dummes Volk aus einem Winkel der Erde so

sehr erheben.” _Wir_ here refers to the German people in the eighteenth

century. _Volk_, then, means a nation.

I, 262: “singen wir denn für Juden? die sich für das einzige Volk Gottes

hielten? die von dem feurigsten Nationalstolz belebt wurden?” _Volk_,

here, in the light of _Nationalstolz_, clearly means nation. In the same

connection and with the same meaning he says: “Unser Gott ist ein Vater

der Menschen nicht eines Volks.”

I, 276: “Ein Rabbi, der für sein Volk Patriotismus, Känntniss seiner

Gebräuche.” _Volk_ here refers to the Jews, hence means nation.

II, 8: “Allerdings ist auch die Sprache einer Nation ein beträchtliches

Stück in der Litteratur derselben.... Man kann die Litteratur eines

Volks, ohne seine Sprache nicht übersehen.” _Volk_ is clearly a synonym

with nation.

I, 13: “ein Vorrath, der freilich oft durch Raub und Beute Nachbarn

bereichert, aber so wie er ist doch eigentlich der Nation zugehört, die

ihn hat ... der Gedankenschatz eines ganzen Volks.” In this passage,

language (_Sprache_) is the word _Vorrath_, to which reference is made.

_Volk_ is the same as nation.

II, 28: “Der ganzen Nation wäre ein solches Buch ein Schatz: ... denn der

Genius, der über die Wissenschaften eines Volks wachet ist zugleich der

Schutzgott der Sprache desselben.” _Volk_ is nation.

II, 32: “Und was dörfen wir uns unserer Consonanten schämen, wenn sie

Concente der Tapferkeit sind, um Götter und Stammväter unseres Volks,

Helden und Erretter der Nation zu preisen.” _Volk_ is nation.

II, 160: “Gemeiniglich waren die grössesten Schriftsteller zugleich die

grössesten Nationalautoren. Den Geist ihrer Zeit, die Denkart ihres

Volks, die Natur ihrer Sprache, wusten sie.” _Volk_ is nation.

III, 30: “sie werden Thränen und Thaten wecken: ein Schatz des

Vaterlandes, und das Gefühl, das sie besingen und wirken, Gefühl des

Volks, Nationalgeist.” _Volk_ here is nation.

III, 62: “ihn sollte ein Held anstimmen, der zugleich König war, der

dadurch die Griechen rettete, der ihnen die Opferung versprochen hatte:

dieser also sein Wort brechen, sein Volk nicht lieben, dafür auch nicht

etwas Saures thun wollen?” _Volk_ here refers to the ancient Greeks, and

therefore has the meaning of nation.

III, 398: “Wo, unsre Religion noch sinnlichen Vorstellungen Raum gibt; wo

sie sich einer Poetischen Bildersprache bequemt: da ist sie—Orientalisch.

Unter einem Volke gebildet, das ihr Gott auf alle Art von Bildnissen

abwenden wollte, in Gegenden, die das Uebermenschliche suchten, in

Nationen, die Verhüllungen des Körpers, und Geheimnisse des Geistes

lieber verehren als das offne Schöne lieben wollten—im Geist und in der

Sprache dieses Volks die sinnliche Bildersprache unsrer Religion also

geoffenbaret.” _Volk_ is nation.

III, 414: “Wenn er durch Dichter gebildet war, wenn einem Publikum in

Griechenland Dichterverse und Poetische Bilder ihrer Mythologie im

Kopfe schwebten, ohngefähr auf die Art, als unserm Volke Kirchenlieder,

Bibelsprüche (eine Vergleichung die hier blos Nationalunterschied seyn

soll).” _Volk_ is nation.

III, 425: “eine Nation, deren Merkwürdigkeiten eben so verwickelt von

der Politischen Wissenschaft sind, dass eine einzelne Münzensymbole

sie nicht vorstellen kann, ein Volk, das aus der verblümten Bilderzeit

hinaus, Wahrheit suchet, und Wahrheit findet: ein Volk endlich, in dem

die Münzen und der Geschmack auf denselben durchaus für keine Produktion

des Publikum gelten kann—ein solches Volk soll sich seine Geschichte

des Geschmacks und der Kunst aus Münzen weissagen, sich ein Buch durch

mit einem andern, dessen Numismatik Himmelweit von der ihrigen abliegt,

hämisch vergleichen lassen? wer ist Bürger dieses Volks, und sagt nicht:

_unde mihi lapides?_” This passage shows _Volk_ to be synonymous with

nation.

There are frequent uses of the word _Volk_ in the plural, _Völker_, with

the same connotation:

II, 19: “Die Litteratur fremder Völker und Sprachen ist oft als eine

fremde Colonie unter andere Nationen eingeführt.”

II, 23: “Was haben Völker und Sprachen für Vor- und Nachtheile gegen

einander?”

II, 79: “das Namenregister ... das mich aus allen Zungen und Sprachen und

Völkern und Gesellschaften der Erde überführen soll.”

III, 32: “eine Ader des Gefühls, die die besten Dichtungen und

Geschichte, nicht blos der Griechen, sondern aller Völker durchströmt.”

III, 52: “warum die Griechen in Bildung des Schönen so hoch gekommen, um

allen Völkern der Erde hierinn den Preis abzulaufen?”

IV, 168: “der das Schöne unter allen Völkern und Zeitaltern sucht.”

V, 86: “der Erste Kopf der an eine wahre Philosophie der Grammatik ...

denkt, muss gewiss erst die Geschichte derselben durch Völker und Stuffen

hinab überdacht haben.”

I, 2: “Gestorbene Sprachen.... Glücklich, dass die Völker denen sie eigen

waren, verlebt sind.”

I, 3: “Hier knüpft die Politik des Staats die Sprachen zur allgemeinen

Kette der Völker.”

I, 262: “Von allen Völkern der Erde abgesondert, brachte es seinem

Schutzgott Nationalgesänge.” (Jews.)

V, 500: “Der Stamm des Baums zu seiner grössern Höhe erwachsen, strebte,

Völker und Nationen unter seinen Schatten zu nehmen, in Zweige.”

V, 501: “Wenn alle Völker unter dem Römischen Joche gewissermaasse die

Völker zu seyn aufhörten, die sie waren?”

V, 514: “Norden wars. Und was man auch nun über den Zustand dieser Völker

für Ursprünge und Systeme ersinnen mag.”

VI, 115: “Kannte Noah diese ganz? Konnte er allen Völkern die Warnung

Gottes bekannt machen?”

VI, 128: “Ich bleibe bei den Umwandlungen dieser Philosophie bei spätern

benachbarten Völkern, und dünkts mich kein Traum.”

“Aber dass sich die Geheimnisse mit Ideen dieser Gattung unter allen

Völkern beschäftigt.”

III

_Volk_, a special group, less cultured, unaltered in certain respects by

the influence of civilization. There are marked implications of theories

of universalism and democracy here. The largest part of the people are

the most important and respectable.

In the following two passages we have a degree of characterization of the

rabble:

XVII, 91: “den leider ist es nur Ein Ding, Poebelsinn und Tyrannei, mit

zwei Namen genannt, wie die rechte und linke Seite.”

XXV, 323: “Volk heisst nicht der Poebel auf den Gassen, der singt und

dichtet niemals, sondern schreyt und verstümmelt.”

These characterizations of _Poebel_ suggest not a lack of culture but

culture of a sort that has had a warping effect. If _Volk_ is not this

rabble and, yet, not the learned class, it must stand in some respects,

at least, between the two. It is more dignified and respectable than the

rabble; it has certain intellectual aptitudes and moral traits found

among primitive peoples, but which are usually effaced by a high degree

of civilization and culture.

I, 392: “O eine Schrift, die das ist, was eine Erbauungs—eine

Bildungsschrift für den grössten, nutzbarsten und ehrwürdigsten Theil

der Menschen, das Volk sein soll.” The author has been regretting that

the weekly journals, religious books, and sermons are not suited to the

common man, and suggests the kind of literature that would meet his

needs. _Volk_ is here the largest, most useful, and most respectable part

of mankind. These people are to be edified and cultivated.

VII, 246: “die bei dem grossen ehrwürdigen Haufen Volk erregt werden

müssen, wenn etwas würken soll. Dies Volk noch nicht zu Raisonnement

gebildet, glaubt und handelt.” These are too naïve to have reason; _Volk_

are the naïve, simple people.

VI, 294: Herder here calls the Bible “Orakel Gottes für den besten,

grössten Theil der Menschheit, Kinder und Volk.”

VI, 309: “über den Euch noch immer Kind und Volk, der edelste Theil der

Menschheit.”

VI, 443: “wie die Kindes- und Volkswelt sich das ursprünglich denken

konnte.”

In these last three passages the mental capacity of _Volk_ is that of a

child, and the thought therefore implies for _Volk_ a meager degree of

education and culture.

VI, 104: “Wo sind in allen unsern Ländern Weisheitsschulen für den

ehrwürdigen Theil unsers Publikum, den man das Volk nennet?” Herder says

these are human beings who form the stock of the nation and distinguishes

them from the nobility who would refuse to enlighten the _Volk_ that

these might be the better utilized by the nobility and the better become

the subjects of their tyranny. _Volk_ is here a class beneath the

nobility, but ideally they are enlightened and made better by social

contact and religious observances.

VI, 301: “Zu dem schrieb er fürs Volk; ich verstehe unter diesem Namen

die Menge derer, die sich nicht durch die Sprachlehre zu Deutschen

gebildet hatten.” Herder here refers to Luther and the people for whom he

wrote; these were the less cultured people.

I, 298: “Weil damals noch nicht ein Unterschied zwischen der Sprache der

Weisen und des Volks, zwischen der Denkart der Vornehmen und Geringen

war; was Homer sang war die Sprache der Götter und zugleich eine

veredelte Sprache des Pöbels.” Herder is speaking of Homer’s language

and times. In the parallel the wise are the aristocratic; the _Volk_ are

those of humble rank.

IV

_Volk_ meaning a special group characterized by primitivism in various

forms.

II, 25: “wie die Denkart des Volks mit der gelehrten Denkart neben und

in einander laufe?” “Was giebt die Denkart und Sprache des Volks dem

Philosophen, Dichter und Redner für Masse?” “Was hat dies für Vortheile

und Nachtheile für die Weisen und dem Schüler des Volks?” Here Herder

discusses two separate manners of thinking, designating one as being

peculiar to the _Volk_ and the other as being that of the _Gelehrten_;

one as belonging to the _Volk_, the other to the _Philosophen_, _Dichter_

and _Redner_. Here is a clear implication that the _Volk_ is a class

apart from philosophers, poets, and orators; a class different from

the sages. Not being wise and learned, they must be those upon whom

artificial methods of training and culture have had less effect than upon

the philosophers, poets, and orators. They are therefore more nearly the

natural man.

I, 157: “So wie das Völkerrecht jetzt im Staat zum Gesez ward: so in der

Sprache.... Es entstand ein Adel ein Pöbel und ein Mittelstand unter den

Völkern wie er in der Gesellschaft entstand.” Herder here has traced

the development of prose out of poetry. He finds that the language of

passion gave way to that of mediocre wit, and this in turn became the

speech of reason. Here is suggested a parallel between the rights of

the people, which passed into state laws, and the language which passes

from _Poebel_ to _Mittelstand_ and then to _Adel_. If we make parallel

the _Völkerrecht_ in the development of law with the _Mittelstand_ in

the social status, then _Volk_ is a class between the rabble and the

nobility. If we follow the analogy suggested in the second sentence of

the quotation, we shall make the rabble those who have the language of

passion; the _Volk_ those who have the language of mediocre wit; and the

nobility those whose language is that of reason. Herder’s _Volk_ here

would be a middle class.

_Volk_ is used commonly to mean primitive peoples, i.e., people who

have reached only an early stage of civilization. Among those to whom

frequent reference is made as such are: Greenlanders, Laplanders, Early

Scandinavians, Early Germans, Greeks of Homer’s time, Ancient Hebrews,

Ancient Celts in Scotland and Ireland, and American Indians. The moral

standards and intellectual equipment found among these are eulogized and

idealized whenever these peoples as groups are compared with civilized

communities.

V, 189: “In mehr als einer Provinz sind mir Volkslieder,

Provinziallieder, Bauerlieder bekannt, die an Lebhaftigkeit und

Rhythmus und Naivetät und Stärke der Sprache vielen derselben gewiss

nichts nachgeben würden.” Here _Volk_ is put in apposition with that

which is provincial, which has a peasant character. A meaning which is

equivalent to the less cultured. Herder is discussing the whereabouts of

_Volkslieder_ which he locates among the _Volk_, and _Volk_ are to be

found in the lanes, in the fish markets, and in the country.

V, 185: “Zuerst sollten also wohl für die Seele des Volks die doch nur

fast sinnlicher Verstand und Einbildung ist.” ... Herder here considers

the _Volk_ as having the kind of soul which would be formed by contact

with the forces of nature, unaltered by the hand of man, and, especially,

little touched by reflection, the reasoning faculty.

II, 349: “Alles was für das Volk redete und schrieb, Redner, und

Geschichtsschreiber, musste populär sprechen; alles was für Gebildetere

schrieb, Dichter, und Philosoph, und Redner, und Briefschreiber war

freyer.” This statement clearly opposes _Volk_ to those more cultured.

The adjective, “populär,” used with reference to that which would befit

them, gives a shading to the meaning of _Volk_, derived from the meaning

of “popular,” that which partakes of a quality peculiar to the populace.

_Volk_ here are the less cultured.

V

CONNATIONS ARISING FROM USES WITH ADJECTIVES

These imply an emphasis on a group in which crudeness, the natural as

opposed to the cultured and polished, are eulogized.

XIII, 299: “Jedes eingebohrne _sinnliche Volk_ hat sich also mit seinen

Begriffen auch in seine Gegend umschränkt.”

XIII, 303: “Was ich auszuzeichnen habe sind einige allgemeine

Wahrnehmungen aus diesem Schattenreich _phantasierender Völker_.”

Herder gives as an example of the _phantasierender Völker_ the people

of Greenland, India, Lappland, Japan, Peru, and Africa at a period of

their existence when they have a mythology. The mythology he calls a

philosophical effort of the human soul, which dreams before it awakens

and gladly remains in its childhood.

XIII, 328: “Auch unter den _wildesten Völkern_ unterscheidet sich das

Weib vom Mann.”

XIII, 389: “Daher ist auch bei den _rohesten Völkern_ die Sprache der

Religion immer die älteste.”

XIII, 392: “die göttlichen Gesetze und Regeln der Humanität, die sich

wenn auch nur in Resten bei dem _wildesten Volk_ äussern.”

XIII, 393: “Von den _rohen Völkern_ der Vorwelt.”

V, 681: “.... wie die Römische Staatskunst mit den Deutschen Fürsten

spielte; und die Grundverfassung dieser _Barbarischen Völker_ in Freiheit

und Einigung zu erschüttern suchte.”

XXV, 7: “Rohe Gesänge eines _rohen Volks_! Barbarische Töne und Märchen,

der Grundsuppe einer Nation.”

XXV, 7: “Ohne Zweifel war das _Gallische_, _Englische_ und noch mehr das

_Nordischere Volk_ blos Volk!”

XXV, 8: “Und wenn man sich nun diese Lieder..... in die _lebendige

Rührung des Volks_ zurückdenkt.”

XXV, 9: “die Denkart der Nation selbst National; das Volk mit ein so

_ansehnlicher Theil des Volks_ dessen Namen man also nicht so Schaamroth

oder eckelnd und betroffen ansah und abscheute.”

XXV, 11: “die Reste aller _lebendigen Volksdenkart_ rollen mit

beschleunigtem letzten Sturze in Abgrund der Vergessenheit hinab. Das

Licht der sogenannten Kultur frisst wie der Krebs um sich.”

COMPOUNDS WITH VOLK

Words compounded with _Volk_ show all the various meanings distinguished

in the following simple usages.

XXIV, 268: “Wenn Du Deine Ballade einem jungen Bauermädchen aus einem

Thale .... gäbest die ausser den Kirchenliedern .... oder sonst einem

alten schlichten Gesang nie eine Musik gehört dabei jedoch von Natur eine

angenehmere und für den Zweck deines Gedichts _passendere Volks-Melodie_

wählen als irgend einer unserer grössten Virtuosen.”

XXIV, 280: “Ein engerer Bund zwischen Gott und dem Stammvater eines

Hirtenvolks wird darauf dieses Volks Losung.” This _Hirtenvolk_ is the

Hebrews.

XXIV, 305: “dieser grosse _Völkerstamm_ sich nicht von Nord nach Süden

hinab sondern von Gallien Nordwärts.” This _Völkerstamm_ is the Irish and

Scotch.

XXIV, 307: “nur so viel ist gewiss dass die allgemeine Volkssage Ossian

einige Jahrhunderte später leben lässt.”

XXIV, 399: “und da sie Gesetzgeber, Volksleiter waren.”

I, 86: “Die herumschweifenden Beduinen sind noch solche Rhapsodisten als

Homer war: sie sammeln einen _Volkhaufen_ um sich.”

I, 157: “so wie das _Völkerrecht_ jetzt im Staat zum Gesez ward.”

V, 8: “Eigentlich ist diese Sprache der Natur eine _Völkersprache_ für

jede Gattung unter sich und so hat auch der Mensch die Seinige.”

V, 132: “Eine Morgenländische Urkunde über die Trennung der Sprachen

(die ich hier nur als ein Poetisches Fragment zur Archäologie der

_Völkergeschichte_ betrachte).”

V, 218: “Shakespeare .... fand keinen so einfachen _Volks_- und

_Vaterlandscharakter_.”

V, 486: “Wie tausendmal mehr thöricht wenn du einem Kinde .... deine

allgemeine _Völkerliebe_ voll tolerante Unterjochung .... gönnen

wolltest!”

V, 493: “ob der Phönicier gleich nicht aus Menschenliebe, Nationen

besuchte, es ward eine Art von _Völkerliebe_, _Völkerbekanntschaft_,

_Völkerrecht_ sichtbar.”

XXV, 5: “Dünkts mich indessen recht, dass wenn auch diese nie ganz

erwünschbare Vaterlandsschätze gefunden würden, sie doch kaum

_Volks-Vaterlands-Lieder_ für uns im strengern Verstande wären.”

XXV, 6: “nur mit den Augen sehen und mit dem Herzen verstehen .... wie es

allemal _Volksrührung_ ist und seyn sollte.”

XXV, 10: “Natürlich musste auch die Denkart und ruhige _Volksart_ der

Deutschen an dem ewigen Zwistgewitter theilnehmen.”

XXV, 313: “ganz _Volksartig_, d.i. leicht, einfach, aus Gegenständen und

in der Sprache der Menge.”

XXV, 314: “Der grösste Sänger der Griechen Homerus ist zugleich der

grösste Volksdichter. Sein herrliches Ganze ist .... Sage lebendige

_Volksgeschichte_.”

XXV, 316: “und doch ist überall der alte ehrwürdige _Volkssänger_ der

einfältige Hirt.”

XXV, 323: “Zum Volkssänger gehört nicht, dass er aus dem Pöbel sein muss,

oder für den Pöbel singt.”

XXIV, 263: “Heisst also die Romanze, obwohl ihr nachher der Gebrauch

eine engere Bedeutung gegeben eigentlich nichts als Muttersprache der

südlichen Länder Europens und in ihnen _Volksrede_, _Volksgesang_.”

XXIV, 265: “die alten Englischen und Schottischen _Volksgesänge_.”

XXIV, 267: “Und so wäre mit echten _Volksgesange_ abermals nicht etwa nur

ein Hauptzweig alter, edler, rühmlicher und Ruhmweckender Poesie sondern

der Grund aller Poesie die innere _Rechtschaffenheit und Honnettetät im

Herzen des Volks_—ermordet.”

XXIV, 411: “Ungebundenheit (License) soll Endzweck der Regierung sein:

_Volkslaune_ (_populare humour_) Ursprung der Regierung.”

XIII, 39: “Die Abessinier sind ein Arabischer ‘_Völkerstamm_’ (race).”

XIII, 214: “_Völkerschaften_ die den Dörfern und Städten nah sind mildern

und mischen auch mehr ihre Sitten und Züge.”

XIII, 231: “Kennten wir nun noch die zahlreichen _Völkerschaften_ die

über ihren dürren Gegenden .... wohnen.”

XIII, 392: “so ist dieser Begriff, als allgemeiner _Volksglaube_ auf der

Erde.”

XIII, 427: “Priester- und _Volkstradition_.”

XIII, 437: “Geschlechtstafel dieser Stämme .... hält sich in den

Schranken ihrer _Völkerkunde_ und ihres Erdstrichs.”

XIII, 438: “.... widerspricht nicht nur der Zeitrechnung und der

gesammten _Völkergeschichte_.”

XV, 124: “Damit ich mich des altdeutschen _Volksausdrucks_ bediene.” “Aus

dem Latein kam er ins Englische ins Deutsche, wie mehrere Wörter und noch

ist er in der _Volkssprache_.” Herder is discussing the word _Priamel_

which he says is perhaps from the Latin praeambulum. _Volk_ in the two

compounds must mean the less learned.

V, 493: “nun müsste der Bewohner des Schiffs und der Küste der expatrirte

Seestreicher und _Völkerläufer_ dem Bewohner des Zelts und der Ackerhütte

ein ganz anderes Geschöpf dünken.”

V, 501: “Völkerrecht.”

V, 515: “Ihre Feudaleinrichtung wie untergrub sie das Gewühl

_Volkreicher_ üppiger Städte.”

The foregoing citations indicate two distinct senses in which Herder uses

the term _Volk_:

_Volk_ is equivalent to nation; nation carrying the idea of a group bound

together by blood or language or government, or by all three. As such, a

_Volk_ is a collective personality, has a marked individuality, and is

characterized by a national spirit.

2. (_a_) _Volk_ is a race or a nation that never advanced beyond

primitive grades of culture; that therefore never was subject to what he

considers the deteriorating and degrading effects of higher civilization;

(_b_) _Volk_ is a group to be found within a civilized nation; a group

which has retained the primitivism just noted above. Primitivism then is

characteristic of all _Volk_ included in section II. This primitivism

whether in the entire race or in a special portion is always eulogized.

These primitive specimens have the most pronounced racial individuality

because civilization has not interfered with the influences of

environment.

Herder's conception of "das Volk" · 第 2 / 7 章