Jagsthausen

Hans von Selbitz. Götz.

Selbitz. Jedermann wird Euch loben, daß Ihr denen von Nürnberg Fehd

angekündigt habt.

Götz. Es hätte mir das Herz abgefressen, wenn ich's ihnen hätte lang

schuldig bleiben sollen. Es ist am Tag, sie haben den Bambergern

meinen Buben verraten. Sie sollen an mich denken!

Selbitz. Sie haben einen alten Groll gegen Euch.

Götz. Und ich wider sie; mir ist gar recht, daß sie angefangen haben.

Selbitz. Die Reichsstädte und Pfaffen halten doch von jeher zusammen.

Götz. Sie haben's Ursach.

Selbitz. Wir wollen ihnen die Hölle heiß machen.

Götz. Ich zählte auf Euch. Wollte Gott, der Burgemeister von

Nürnberg, mit der güldenen Kett um den Hals, käm uns in Wurf, er sollt

sich mit all seinem Witz verwundern.

Selbitz. Ich höre, Weislingen ist wieder auf Eurer Seite. Tritt er

zu uns?

Götz. Noch nicht; es hat seine Ursachen, warum er uns noch nicht

öffentlich Vorschub tun darf; doch ist's eine Weile genug, daß er

nicht wider uns ist. Der Pfaff ist ohne ihn, was das Meßgewand ohne

den Pfaffen.

Selbitz. Wann ziehen wir aus?

Götz. Morgen oder übermorgen. Es kommen nun bald Kaufleute von

Bamberg und Nürnberg aus der Frankfurter Messe. Wir werden einen

guten Fang tun.

Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand: Ein Schauspiel · 第 20 / 98 题