Cupido, loser, eigensinniger Knabe, Du batst mich um Quartier auf
einige Stunden! Wie viele Tag' und Nächte bist du geblieben, Und bist
nun herrisch und Meister im Hause geworden.
Von meinem breiten Lager bin ich vertrieben, Nun sitz' ich an der Erde
Nächte, gequälet, Dein Mutwill' schüret Flamm' auf Flamme des Herdes,
Verbrennet den Vorrat des Winters und senget mich Armen.
Du hast mir mein Gerät verstellt und verschoben, Ich such' und bin wie
blind und irre geworden. Du lärmst so ungeschickt, ich fürchte, das
Seelchen Entflieht, um dir zu entfliehn, und räumet die Hütte.
Wenn man vorstehendes Liedchen nicht in buchstäblichem Sinne nehmen,
nicht jenen Dämon, den man gewöhnlich Amor nennt, dabei denken,
sondern eine Versammlung tätiger Geister sich vorstellen will, die das
Innerste des Menschen ansprechen, auffordern, hin und wider ziehen und
durch geteiltes Interesse verwirren, so wird man auf eine symbolische
Weise an dem Zustande teilnehmen, in dem ich mich befand, und welchen
die Auszüge aus Briefen und die bisherigen Erzählungen genugsam
darstellen. Man wird zugestehen, daß eine große Anstrengung gefordert
ward, sich gegen so vieles aufrechtzuerhalten, in Tätigkeit nicht zu
ermüden und im Aufnehmen nicht lässig zu werden.