Dienstag, den 24. Juli

Nach der Villa Patrizzi, um die Sonne untergehen zu sehen, der

frischen Luft zu genießen, meinen Geist recht mit dem Bilde der großen

Stadt anzufüllen, durch die langen Linien meinen Gesichtskreis

auszuweiten und zu vereinfachen, durch die vielen schönen und

mannigfaltigen Gegenstände zu bereichern. Diesen Abend sah ich den

Platz der Antoninischen Säule, den Palast Chigi vom Mond erleuchtet,

und die Säule, von Alter schwarz, vor dem helleren Nachthimmel, mit

einem weißen glänzenden Piedestal. Und wie viel andere unzählige

schöne einzelne Gegenstände trifft man auf so einer Promenade an.

Aber wie viel dazu gehört, sich nur einen geringen Teil von allem

diesem zuzueignen! Es gehört ein Menschenleben dazu, ja das Leben

vieler Menschen, die immer stufenweis voneinander lernen.

Italienische Reise — Band 2 · 第 26 / 91 题