Indem ich nun meine Mitteilungen den damaligen Zuständen, Eindrücken
und Gefühlen gemäß einrichten möchte und daher aus eigenen Briefen,
welche freilich mehr als irgendeine spätere Erzählung das
Eigentümliche des Augenblicks darstellen, die allgemein interessanten
Stellen auszuziehen anfange, so find' ich auch Freundesbriefe mir
unter der Hand, welche hiezu noch vorzüglicher dienen möchten.
Deshalb ich denn solche briefliche Dokumente hie und da einzuschalten
mich entschließe und hier sogleich damit beginne, von dem aus Rom
scheidenden, in Neapel anlangenden Tischbein die lebhaftesten
Erzählungen einzuführen. Sie gewähren den Vorteil, den Leser sogleich
in jene Gegenden und in die unmittelbarsten Verhältnisse der Personen
zu versetzen, besonders auch den Charakter des Künstlers aufzuklären,
der so lange bedeutend gewirkt, und, wenn er auch mitunter gar
wunderlich erscheinen mochte, doch immer so in seinem Bestreben als in
seinem Leisten ein dankbares Erinnern verdient.