Um vier Uhr morgens stellte der Wachtposten sein Gewehr gegen die hohe
Mauer des Kasernenhofes, zog die Löschkette der letzten Gaslaterne herab,
murmelte, den Fez ins Gesicht gedrückt, die Stirne nach Mekka gewandt, das
kurze Morgengebet. Durch die grauen Alleen trabten die Gemüsewagen, die
Eselsgespanne mit Milch nach der schlafenden Stadt. Die niedrigen Fenster
des Offizierkasinos warfen noch immer einen breiten Lichtschein über die
Straße weg bis an die Baumreihe der anderen Seite. In den langgestreckten
Speisesaal und die Spielzimmer drang kein Zug des eben anhebenden scharfen
Morgenwindes, im dicken Qualm bewegten sich die erhitzten Herren; sie lagen
in lockeren Uniformjacken in Klubsesseln. Sie drängten sich zu dreien und
vieren um einen grünen runden Tisch, schleuderten mit wilden Blicken ihre
Karten schräg über den Tisch, um nach einigen Minuten atemloser Stille in
ein lautes Geschrei auszubrechen, sich bei den Schultern zu fassen, im
Zimmer herumzutanzen. Am Kopfende des völlig verwüsteten Speisetisches
saßen hinter ihren Ehrenpokalen noch immer die beiden Brüder Kyrias, denen
der Abend gegolten hatte, saßen in einem trinkfesten Kreise und schwelgten
in Erinnerungen aus einer Mittelmeerfahrt. Der jüngere Kyrias, Nick
geheißen, schwarzäugig wie sein Bruder, aber feurig, vollwangig, mit
kurzgeschorenem starren Haar, einem kleinen Schnurbärtchen über den
wulstigen roten Lippen, sprudelte über und schwatzte unaufhörlich Dinge,
denen keiner zuhörte, mit seiner hohen weichen Stimme. Ab und zu ließ sich
der ältere Kyrias, ein vollbärtiger Hypochonder, von ihm fortreißen,
erzählte in feierlich stockender Art weiter, erschrak aber, sobald er an
eine Pointe kam, nahm unsicher ein Streichholz zwischen zwei Finger, stand
auf, lächelte und Nick mußte beenden. Nick erzählte von den riesigen
Summen, die sie beide in Monte Carlo gesetzt hatten, von den Kniffen, die
man beim Spiel anwenden mußte. Er hatte seinen Talisman ständig in der Hand
gehalten, hatte sich ein andermal die Stiefel heimlich unter dem Tisch
ausgezogen und in bloßen Strümpfen gespielt, hatte, als dies und vieles
andere nichts nutzte, zum Trotz eine alte häßliche Frau das Spielgeld an
einem Freitag Morgen von der Bank abholen lassen. Das Spitzglas fiel ihm
aus der fleischigen Hand und der Wein perlte über sein faltiges Vorhemd. Er
begann eben zu erzählen, wie er klug geworden war, als der Oberleutnant
Irfen aus der Spielzimmertür auf sie zukam und sich schweigend Nick
gegenüber auf einen Rohrstuhl aufpflanzte. Nick hatte dadurch gelernt, daß
er zunächst bei kleinen Einsätzen etwa drei Stunden lang den Verlauf des
Spieles beobachtete, daß er dann von einer augenblicklichen beliebigen
Kombination ausging und nun eine kleine Wahrscheinlichkeitsrechnung machte.
Die Chancen seines Spiels stiegen jetzt um etwa achtzig Prozent. Er nahm
von dem Schreibpulte am Fenster eine weiße Löschunterlage und malte mit
einem Kohlestift eine Tabelle auf.
Rittlings auf seinem Rohrstuhle sitzend, sah der lange Oberleutnant ihn
starr an. Das ungemein scharf geschnittene Gesicht war glatt rasiert, die
Oberlippe hing stark über und zuckte viel. Der Schädel kahl. Das Haar an
Schläfe und Hinterhaupt pfeffergrau und abstehend; in scharfem Winkel zogen
die Augenbrauen an der Nasenwurzel zusammen. Nur die Trunkenheit verlieh
seinen sonst schweifenden Augen den starren Blick und ließ durch das fahle
Grau der Wangen eine fleckige Rötung leuchten. Irfen war selten gesehen in
diesem Kasino. Er trieb sich -- das wußten seine Vorgesetzten so gut wie
der jüngste Rekrut -- in den niedrigsten Spelunken der Stadt herum, mußte
oft morgens in den schlimmsten Schenken von seinen Burschen gesucht werden.
Aber ein ungewöhnlicher Scharfsinn, ein eiserner Fleiß machte ihn unnahbar
für strenge Disziplinierung. Er war durch ein sonderbares Vorkommnis vor
rund drei Jahren aus der Hauptstadt in diese Provinzgarnison versetzt
worden. Als bei den damaligen Frühjahrsmanövern ein großes Avancement
stattfinden sollte, war Irfen für eine bevorzugte Stelle in dem Stabe
seines Korps vorgeschlagen. In der wundervollen Märznacht, tags vor dem
Ausrücken seiner Abteilung, jagte er über die Dörfer, trank sich in einer
Bauernschenke fest, beendete die Nacht bei einer verrufenen Dorfhexe, deren
Fenster er vorher einschlug. Morgens setzte er kurz vor der Inspektion auf
dem Übungsplatze mit einem Schimmel an, von dem er später selbst nicht
wußte, wem er abgetrieben war. Der Kommandeur ritt an dem Offizier vorüber,
der kerzengrade auf dem Gaul saß, aber Stroh im Haar hatte und dessen
linker Ärmel weit bis in die Achsel aufgeschlitzt war, riß noch einmal sein
Pferd um und sah nun erst verblüfft, dann ironisch lächelnd den Offizier
an. In der Nacht darauf hatte Irfen sein eigenes edles Pferd erschossen,
war in den Stall des Kommandeurs gedrungen, hatte auch dessen zwei kostbare
Pferde erschossen, nachdem er vorher den Stallburschen in widerlicher Weise
gemißhandelt hatte.
Über den Tisch langend, nahm er dem jungen Nick den Kohlestift und den
Löschbogen aus den Händen, sagte:
»Paß auf, Kamerad, wie deine Rechnung ganz richtig wird,« schloß die Augen
und fuhr mit dem breitgelegten Kohlestift nach allen Richtungen über die
Tafel, wobei er den Rand der roten Unterlage beschmierte. Auf die
erstaunte, etwas verwirrte Frage des jungen Nick, der sofort aufgesprungen
war, brach er in ein hartes meckerndes Lachen aus. Nick fuhr ihn,
aufrechtstehend, lärmend an, aber er setzte allen Aufforderungen, sich
näher zu erklären, nur ein höhnisches »Kismet; es gibt nur das Fatum«
entgegen, so daß die Unterhaltung einen peinlichen Ernst annahm und man in
den Nebenzimmern aufmerkte. Der graue Oberleutnant aber wandte plötzlich
sehr bedachtsam seinen Stuhl um, machte mit beiden Armen den Tisch vor sich
frei, setzte sich hin und legte sich breit, den Kopf auf den Armen, über
den Tisch hin. Das linke Auge kniff er zu, den linken Mundwinkel zog er
herunter, sein Gesicht bekam einen gespannten Ausdruck; er schlug mit dem
linken Arm wiegend auf die Tischplatte: »Sag, was du willst, Nick, tu was
du willst. Ich versichere: hast du das Glück, so kannst du deine Abteilung
rückwärts marschieren lassen über ein Stoppelfeld, und keiner stürzt dir
hin. Andernfalls: tue was du willst, quäle dich auf einer Pritsche ab,
zerarbeite dich, es nutzt nichts. Es kommt nicht zu dir, das Glück. Es hat
nicht den Schlüssel zu deiner Tür. Daran liegt's. Laß deine Hände weg
davon; es tritt nicht über deine Schwelle, niemals, wenn du auch mit einem
Strick an seinem Hals ziehst.« Der andere höhnte auf eine krampfhafte Art.
Er redete ruhig weiter. »Ich werde dir etwas sagen. Hole mir noch eine
Kanne griechischen Wein. Wenn ich mich heute schlafen lege, so werde ich es
einmal versuchen. Wieder einmal. Aber im Schlafe. Zum Hohn. Denn mit dem
Wachen, weiß ich, ist nichts. Ich werde im Schlafe fragen, verstehst du
mich, was ich wissen will oder nicht wissen will; ich weiß nicht was und
werde mit der Antwort aufwachen. Sieh her --« er hatte sich, den Kopf auf
den linken Arm, mit dem Oberkörper ganz gespannt über die Tischplatte
gelegt, griff mit der offenen Hand in die Luft -- »so wie ich hier bin,
werde ich schlafen, werde Kismet sagen und die Zukunft befragen, die wird
mir meine Frage beantworten.« Sein Faustschlag dröhnte auf dem Tisch; er
sprach mit absoluter Bestimmtheit. Es war kaum eine halbe Stunde später,
als er, über den Tisch gesunken, einschlief.
Mittags gegen zwei wachte er auf. Als er schweigend durch den Saal ging,
neckte ihn der junge Nick. Irfen besann sich, er hatte nichts im Schlaf
gefragt und ihm war nichts eingefallen. Er ging in die Stadt, kam um acht
Uhr wieder, um sich mit finsterer Miene wieder zum Trinken hinzusetzen.
Ein Pokulieren im kleinen Kreise begann; in dem beginnenden Lärm saß er
versunken da. Bis er mit einmal gegen zehn Uhr aufstand, krachend sein Glas
auf den Tisch schmetterte und schweigend, den Blick zum Fenster hinaus in
die Flamme der Gaslaterne gerichtet, steif stehen blieb.
»Halt, halt,« schrie er.
Dabei ließen seine Augen nicht von der Gaslaterne los. Die flackerte gar
nicht.
»Nummer sechs, Nummer sechs.«
»Deibel, was hat er?«
»Ich sage, Nummer sechs.«
»Das Fatum«, flüsterte Nick seinem erschrockenen Bruder zu.
»Welche Straße, Irfen?« schrie einer vom Ende des Tisches.
»Nummer sechs ist es.«
»Halloh, Perastraße,« brüllte derselbe, »da wohnt sie!«
Irfen blieb schweigend stehen. Er flüsterte etwas.
»Perastraße,« wiederholte er automatisch sehr leise, er setzte sich
plötzlich hin, sehr ruhig, trank sein Glas in einem Zuge aus und blickte
sich um. Einen Augenblick hielt die Verblüffung im Kasino an, dann lachte
einer, schließlich alle brüllend auf. Nick sprang auf: »Das Fatum hat
gesprochen, Kameraden. Räuchert unsere Pythia aus. Sie drangen auf den
Oberleutnant ein, schlugen wie er auf den Tisch: »Bravo, Prophete!«
Sie quälten ihn, zu sagen, was er gefragt hatte. Er fuhr sich über den
kahlen Schädel, brummte; er konnte sich nicht besinnen. Das Gelächter nahm
kein Ende.
Er sagte gleichmütig, indem er sich aus einem Kruge vom schwersten
Griechenwein einschänkte, in einer Stunde wolle er hingehen, das Fatum habe
gesprochen; er könne es nur entgegennehmen; sie sollten lieber einen Zeugen
auswählen; lachte zufrieden, als Nick sich selbst vorschlug und gewählt
wurde, und als die jungen Leute wilde Allotria zu treiben anfingen. Sie
vermummten sich in Frauenkleidung, erschienen vor ihm als Damen des Hauses
Nummer sechs, schnitten, als sie den schamhaften Schleier hoben, die
entsetzlichsten Grimassen, brüllten lockend und pathetisch: »Kismet,
Kismet!« Die Kasinoburschen legten ihm und Nick kurz vor elf die Mäntel um,
schnallten ihnen Degen und Revolver um, gaben ihnen den Fez in die Hand.
Durch das Spalier der Zurückbleibenden, die beschlossen hatten, bis zur
Rückkehr der beiden zu warten, gingen sie aus der Tür hinaus; Irfen voran,
völlig kalten Blicks, als verließe er wie sonst das Kasino; hinter ihm
prahlerisch, etwas betrunken und hoch vergnügt Nick.
Sie taten die ersten Schritte in die frische Nachtluft hinein. Nick
schwatzte stolpernd über das Pflaster; Irfen gab keine Antwort. Dann sprach
auch Nick kein Wort mehr. Als er an der ersten Straßenecke Irfen mit einer
Handbewegung über die Richtung orientieren wollte, bemerkte er, daß Irfen
den Kopf auf die Brust hatte sinken lassen, so daß sein Fez fast
herunterfiel und der Büschel vornüberhing. An einer Straßenlaterne kam es
ihm vor, als ob der Oberleutnant mit festgeschlossenen Augen ging, und als
ob eine tiefe Spannung seine Mundwinkel herunterzog und wieder die
unbeirrbare Sicherheit auf seinem Gesicht erschien.
Den schon bestürzten jungen Mann befiel eine Angst, die seine Glieder
lähmte. Als er noch einmal scharf den steinernen Ernst und die
Verbissenheit fixierte, die neben ihm schritt, fuhren seine Hände entsetzt
zusammen: »er versündigt sich« schoß ihm durch den Kopf; es überkam ihn die
Lust, stehen zu bleiben, wegzulaufen, jemandem mitzuteilen, was hier
vorging. Aber er konnte nicht anhalten. Es war ja auch lächerlich. Irfen
ging mit ziehendem Schritt vor ihm und ließ ihn nicht los. Er ging in
unglaublichem Gleichmaß dicht an den Häusern, mit kleinen, schleifenden
Schritten. Sie bogen aus der weiten Hauptstraße in die lange schmale
Perastraße. Da brannte nicht eine Laterne. Vor einem alten einstöckigen
Häuschen blieb der Oberleutnant stehen, ohne den Kopf zu heben. Er hatte
nicht aufgesehen, um das Haus zu finden. Sie standen fast eine halbe Minute
lautlos vor der kleinen Tür. Es war Nummer sechs; es war in der Tat Nummer
sechs. Dann legte Irfen die rechte Hand vor die Stirn und sagte, ohne sich
zu wenden: »Nick, ich will Dich bitten. Laß uns einen Augenblick an Allah
denken; dann müssen wir Allah eine Zeitlang vergessen.« Schon hatte er den
metallenen Türklopfer gehoben und ihn gegen das Holz fallen lassen. Er
stand wieder gesenkten Hauptes da; wartete.
Nick trat neben ihn. Drinnen polterte jemand eine Treppe herunter bis dicht
an die Haustür, schloß, riß an der Klinke; mit einem Krach und lautem
Knarren öffnete sich die Tür. Es war mit bloßem Kopf, in Hemdsärmeln, ein
Bedienter, ein graubärtiger Kroate, der mit einer riesigen Handlaterne die
Uniformen ableuchtete und höflich fragte, was die Herren wünschten.
»Nichts,« antwortete Irfen, »laß uns die Treppe hinauf,« und suchte den
Kroaten beiseite zu schieben. Der Verblüffte stellte sich breitbeinig eine
Stufe höher, setzte seine Laterne neben sich nieder, sah noch einmal Nick
an und wiederholte seine Frage. Von oben tönte inzwischen eine dünne
scheltende Männerstimme; im Schlafrock hinkte ein gebücktes kahlköpfiges
greisenhaftes Herrchen über die Stufen, zog beim Anblick der beiden
Offiziere die Quasten zusammen und fragte sehr ernst, aber noch unwirsch,
wen sie zu sprechen wünschten oder wer sie jetzt schicke. »Ich bin von
niemandem geschickt,« fuhr ihn Irfen an, »ich muß hier im Haus etwas
sehen.« Das kleine Herrchen richtete sich steif auf, sah forschend in das
unbewegliche Gesicht des hageren Offiziers, sagte ganz unsicher, betreten:
»Meine Herren, Sie irren vielleicht in der Straße, in der Hausnummer. Ich
weiß nicht. Oben schlafen nur noch meine Damen; es wohnt hier niemand
sonst; ich kann jetzt niemanden einlassen.« »Der Schlaf Ihrer Damen ist
gewiß sehr wichtig; aber ich habe eine unaufschiebbare Mission.« Der Kroat
und sein Herr wechselten rasche Blicke. »Sie meinen wirklich Nummer sechs,
Perastraße Nummer sechs, meine Herren? Es muß doch aber ein Irrtum, eine
Verwechslung vorliegen.« »Lassen Sie mich die Treppen hinauf, mein Herr,«
drängte Irfen, »kümmern Sie sich nicht um meine Sachen. Ist oben nichts,
dann hab ich Unrecht. Reden Sie nicht; lassen Sie mich hinauf!« »Ich kann
Sie nicht ins Schlafzimmer meiner Damen lassen. Ich bitte Sie endlich von
meiner Tür zu gehen.« »Ich rühre Ihnen keine mit einer Fingerspitze an.«
»Ich bitte Sie hier fortzugehen. Ich rufe Leute, mein Herr.« »Und wenn Sie
die ganze Garnison alarmieren, komme ich hinauf. Nick, steh her; Du wirst
mir jetzt helfen.« Er tastete an dem Herrn vorbei nach dem Treppengeländer;
der fuhr heraus: »Nehmen Sie gütigst die Hand vom Geländer und rühren Sie
mich nicht an.« Der Kroat setzte die Laterne höher hinter sich, stellte
sich dicht vor Irfen hin, legte eisern seine Hand auf dessen Arm. »Nick, tu
mir den Gefallen gegen diese Menschen. Wenn ich Unrecht habe, habe ich
Unrecht. Aber du sollst selbst sehen.« -- Man hörte eilige Schritte oben,
ein Rauschen von Kleidern; eine angstvolle Frauenstimme rief: »Laß ihn doch
herauf; um Gottes Willen, Kari.« Aber der wutzitternde Kroat hatte mit
einem plötzlichen Schlag vor die Brust Irfen zurückgeschleudert und die Tür
zugeworfen. Erst schlug Irfen, sich gegen die Tür stemmend, mit beiden
Armen gegen die schwache Tür, dann trat er die Füllung mit zwei Fußstößen
ein, daß die Trümmer und Splitter auf die schreienden Leute drin schlugen.
In diesem Augenblick hob Herr Kastelli den Arm über den Kopf und bückte
sich; der scharfe Degen des Oberleutnants zischte über ihn durch die
Öffnung; aber gleichzeitig krachte die Treppe hinunter aus dem Revolver des
Kroaten ein Schuß, und rasch hintereinander zwei weitere Schüsse. Der lange
Irfen draußen richtete sich hoch auf und warf die Arme in die Luft, stürzte
rücklings auf das Trottoir, kroch wieder auf, lief, während der Fez liegen
blieb, schräg vorwärts auf die andere Seite der dunklen Straße, drückte
sich noch einen Augenblick an die Mauer an und fiel nach vorne dumpf
schallend aufs Gesicht. Nick, am Arm getroffen, kniete schon neben ihm,
suchte ihn umzudrehen. Als er Irfens Kopf wandte, sah er einen kleinen
Stirnschuß und sah das unveränderte Gesicht eines grauen Menschen, der das
linke Auge zugekniffen, den linken Mundwinkel herabgezogen hatte, als legte
er sich eben über einen verwüsteten Tisch und sagte, den Arm wiegend mit
unbeirrbarer Sicherheit: »Kismet.«
Der Herr Kastelli und seine Damen folgten bei der Beerdigung. Es waren drei
ältere Damen, Verwandte des Hausherrn, und ein Herr, die für wenige Tage
bei ihm auf der Durchreise wohnten. Im Kasino sagte man bei gelegentlichen
Besprechungen des Falles, daß der Verlauf der Sache im Grunde vorauszusehen
war.