Zwischenrede

Hier aber finden wir uns in dem Falle, dem Leser eine Pause und zwar

von einigen Jahren anzukündigen, weshalb wir gern, wäre es mit der

typographischen Einrichtung zu verknüpfen gewesen, an dieser Stelle

einen Band abgeschlossen hätten.

Doch wird ja wohl auch der Raum zwischen zwei Kapiteln genügen, um

sich über das Maß gedachter Zeit hinwegzusetzen, da wir längst

gewohnt sind, zwischen dem Sinken und Steigen des Vorhangs in unserer

persönlichen Gegenwart dergleichen geschehen zu lassen.

Wir haben in diesem zweiten Buche die Verhältnisse unsrer alten

Freunde bedeutend steigern sehen und zugleich frische Bekanntschaften

gewonnen; die Aussichten sind derart, daß zu hoffen steht, es werde

allen und jeden, wenn sie sich ins Leben zu finden wissen, ganz

erwünscht geraten. Erwarten wir also zunächst, einen nach dem andern,

sich verflechtend und entwindend, auf gebahnten und ungebahnten Wegen

wiederzufinden.

Wilhelm Meisters Wanderjahre — Band 2 · 第 10 / 20 题