Obgleich sich Frau Odinzoff sehr in der Gewalt hatte und über viele
Vorurteile erhaben war, konnte sie doch ein unbehagliches Gefühl nicht
ganz unterdrücken, als sie im Speisesaal erscheinen mußte. Übrigens
ging die Mahlzeit ohne Zwischenfall vorüber. Porphyr Platonitsch
erschien und erzählte verschiedene Anekdoten. Er kam aus der Stadt
zurück. Unter anderen Neuigkeiten hatte er gehört, daß der Gouverneur
den Beamten in seiner unmittelbaren Umgebung vorgeschrieben habe,
Sporen zu tragen, damit es schneller gehe, falls er einen zu Pferde
fortschicken sollte. Arkad plauderte leise mit Katia und erwies, als
feiner Diplomat, der Fürstin kleine Aufmerksamkeiten. Bazaroff war
beharrlich schweigsam und finster. Frau Odinzoff warf, als er so mit
niedergeschlagenen Augen dasaß, zwei- oder dreimal einen verstohlenen
Blick auf sein strenges, gallichtes Gesicht mit dem Gepräge
verächtlicher Festigkeit und sagte sich: »Nein, nein, nein!« Nach
Tische begab sie sich mit der ganzen Gesellschaft in den Garten, ging,
da sie merkte, daß Bazaroff sie zu sprechen wünschte, einige Schritte
voraus und blieb dann stehen. Er trat zu ihr hin und sagte, die Augen
fortwährend niedergeschlagen, mit dumpfer Stimme:
»Ich muß mich bei Ihnen entschuldigen. Es ist unmöglich, daß Sie mir
nicht zürnen.«
»Nein, ich bin Ihnen nicht böse,« antwortete Frau Odinzoff; »aber ich
bin betrübt.«
»Um so schlimmer. Jedenfalls bin ich gestraft genug. Meine Stellung
ist, wie Sie zugeben werden, so albern als möglich. Sie haben mir
geschrieben: ›Warum abreisen?‹ Und ich kann und will nicht bleiben.
Morgen werde ich abreisen.«
»Eugen Wassilitsch, warum ...«
»Warum ich abreise?«
»Nein, das wollte ich nicht sagen.«
»Die Vergangenheit kehrt nicht wieder, Anna Sergejewna, und früher oder
später mußte es so kommen. Sie sehen, ich muß durchaus fort. Ich könnte
nur unter einer Bedingung hierbleiben. Diese Bedingung wird nie erfüllt
werden. Verzeihen Sie meine Kühnheit; aber nicht wahr, Sie lieben mich
nicht und werden mich nie lieben?«
Bazaroffs Augen funkelten einen Augenblick unter den schwarzen Brauen.
Anna Sergejewna antwortete ihm nicht -- »Dieser Mensch macht mir
angst,« sagte sie sich in diesem Augenblick.
»Adieu!« sagte Bazaroff, als ob er in ihrer Seele gelesen hätte, und
lenkte seine Schritte gegen das Haus.
Anna Sergejewna folgte ihm langsam. Sie rief Katia zu sich und nahm
ihren Arm, den sie bis zum Abend nicht wieder losließ. Sie setzte sich
nicht zum Spiel und lächelte gezwungen bei jedem Anlaß, was keineswegs
zu ihrem bleichen, müden Gesicht paßte. Arkad verstand von alledem
nichts und beobachtete wie alle jungen Leute, d. h. er fragte sich
beständig: »Was bedeutet das?« Bazaroff hatte sich auf seinem Zimmer
eingeschlossen; doch erschien er beim Tee. Frau Odinzoff hätte gern
einige freundliche Worte an ihn gerichtet; aber sie wußte nicht, was
sie ihm sagen sollte. Ein unerwarteter Umstand kam ihr zu Hilfe: der
Haushofmeister meldete Sitnikoff an. Es wäre schwer, das sonderbare
Benehmen des jungen Fortschrittsmannes bei seinem Eintritt genau zu
schildern. Mit der ihm eigenen Unverschämtheit hatte er sich zwar
entschlossen, eine Frau zu besuchen, die er kaum kannte, und die ihn
nie eingeladen hatte, bei der aber, wie er wußte, augenblicklich
geistvolle Männer seiner Bekanntschaft zu Besuch waren; gleichwohl
war er furchtbar verlegen, und anstatt seine auswendig gelernten
Entschuldigungen und Komplimente loszulassen, stotterte er allerlei
närrisches Zeug, wie: Eudoxia Kukschin schicke ihn, um sich nach dem
Befinden Anna Sergejewnas zu erkundigen, und Arkad Nikolajewitsch habe
sich über letztere stets in der schmeichelhaftesten Weise geäußert.
Mitten in diesen Dummheiten blieb er stecken und verlor den Kopf
derart, daß er sich auf seinen eigenen Hut setzte. Da ihn jedoch
niemand fortjagte, und Anna Sergejewna ihn sogar ihrer Tante und ihrer
Schwester vorstellte, gewann er bald so viel Fassung, um in gewohnter
Weise zu schwatzen. Die Erscheinung der menschlichen Dummheit hat
manchmal ihr Gutes in dieser Welt; sie lockert allzu straff gespannte
Saiten und beruhigt allzu stolze und eitle Gefühle, indem sie uns
erinnert, daß Dummheit und Geist einen gemeinsamen Ursprung und fast
etwas von Ähnlichkeit haben. Die Ankunft Sitnikoffs gab allem im Hause
eine gewöhnlichere und einfachere Wendung. Alle aßen sogar mit größerem
Appetit zu Nacht, und man trennte sich eine halbe Stunde früher als
gewöhnlich.
»Jetzt«, sagte Arkad vom Bett aus zu Bazaroff, der sich anschickte,
sich gleichfalls niederzulegen, »kannst du dir wiederholen, was du mir
einmal gesagt hast: ›Warum bist du so traurig? Wahrscheinlich hast du
irgendeine heilige Pflicht erfüllt?‹«
Seit einiger Zeit hatten die jungen Leute die Gewohnheit angenommen,
sich in dieser bittersüßen Weise zu hänseln, was immer ein Zeichen von
geheimem Verdruß und Verdacht ist, die man verbergen will.
»Ich gehe morgen fort zum Vater,« sagte Bazaroff.
Arkad kehrte sich um und lehnte sich auf den Ellbogen. Diese Nachricht
überraschte und erfreute ihn zu gleicher Zeit.
»O,« antwortete er, »bist du deshalb traurig?«
»Viel Wissen macht Kopfweh,« sagte Bazaroff gähnend.
»Und Anna Sergejewna?« fragte Arkad.
»Nun was? Anna Sergejewna?«
»Ich wollte sagen: Läßt sie dich fort?«
»Ich bin ihr nicht verpfändet.«
Arkad wurde nachdenklich, und Bazaroff drehte sich mit dem Gesicht
gegen die Wand.
Die beiden Freunde schwiegen mehrere Minuten lang.
»Eugen!« rief Arkad plötzlich.
»Was?«
»Ich werde morgen mit dir abreisen.«
Bazaroff gab keine Antwort.
»Aber ich kehre nach Hause zurück,« fuhr Arkad fort; »wir fahren
zusammen bis zum Dörfchen Koklow, wo du dich mit Fedote über deine
Weiterreise verständigen kannst. Ich hätte gerne die Bekanntschaft
deiner Eltern gemacht, aber ich fürchte, sie und dich selbst zu
genieren. Und dann hoffe ich doch, daß du später nochmals einen
Augenblick bei uns einkehrst?«
»Ich habe mein Gepäck bei dir gelassen,« antwortete Bazaroff, ohne sich
umzuwenden.
»Wie kommts, daß er mich nicht fragt, warum ich abreise? Und dazu
noch so unvermutet, wie ich?« fragte sich Arkad. »Im Grunde, warum
reisen wir ab, er und ich?« Diese Fragen blieben ungelöst in Arkads
Kopf, und sein Herz war von geheimer Bitterkeit erfüllt. Er fühlte,
daß es ihm schwerfallen werde, dies Leben, an das er sich gewöhnt, zu
verlassen, aber nach Bazaroffs Abreise allein zu bleiben, schien ihm
noch schwerer. »Ohne Zweifel ist etwas zwischen ihnen vorgefallen,«
sagte er sich; »warum aber sollte ich nach seiner Abreise ihr vor
Augen bleiben? Ich würde ihr entschieden mißfallen und es ganz bei ihr
verderben.« Anna Sergejewnas Gestalt trat lebhaft vor seine Seele, dann
aber verdrängten andere Züge nach und nach das Bild der jungen Witwe ...
»Katia macht mir auch Kummer!« flüsterte Arkad in sein Kopfkissen, auf
das er eine Träne fallen ließ ... Plötzlich aber strich er sich die
Haare zurück und rief:
»Warum zum Teufel ist nur der Dummkopf von Sitnikoff hergekommen?«
Bazaroff rührte sich in seinem Bett.
»Ich sehe, mein Lieber, daß du noch sehr dumm bist,« sagte er endlich.
»Die Sitnikoffs sind uns unentbehrlich. Idioten seiner Art sind mir
absolut notwendig. Verstehst du mich? Die Götter sind nicht dazu da,
Töpfe zu machen[26].«
»Ei, ei!« dachte Arkad; und zum erstenmal erschien ihm Bazaroffs
Eigenliebe in ihrer ganzen Größe.
»Wir sind also Götter, du und ich? oder vielmehr du; denn ich, sollte
ich zufällig nicht auch ein Idiot sein?«
»Ja,« erwiderte Bazaroff, »du bist noch dumm.«
Frau Odinzoff zeigte keine große Überraschung, als ihr Arkad am
nächsten Morgen ankündigte, daß er mit Bazaroff abreisen werde; sie sah
zerstreut und müde aus. Katia blickte ihn ernst an und sagte nichts;
die Fürstin bekreuzte sich unter ihrem Schal derart, daß ers bemerken
mußte; Sitnikoff aber kam bei der Nachricht gänzlich außer Fassung.
Er hatte soeben zum Frühstück einen neuen Frack angelegt, der diesmal
nichts vom Slawophilen verriet; tags zuvor schien der Bediente, der ihm
aufzuwarten hatte, ganz erstaunt, als er die Masse Weißzeug sah, die
der neue Gast mitgebracht; und da verließen ihn seine Genossen! Er lief
angstvoll und unentschlossen hin und her wie ein verfolgter Hase am
Saum des Waldes; ganz außer sich, erklärte er plötzlich fast mit einem
Schrei, daß auch er entschlossen sei, abzureisen. Frau Odinzoff drang
nicht in ihn, zu bleiben.
»Mein Wagen ist sehr bequem,« sagte der unglückliche Jüngling zu Arkad,
»ich kann Sie nach Hause fahren. Eugen Wassilitsch darf dann nur Ihren
Tarantaß nehmen; so macht sichs sogar viel bequemer.«
»Wo denken Sie hin, unser Gut liegt durchaus nicht auf Ihrem Wege; Sie
müßten einen großen Umweg machen.«
»Das hat nichts zu sagen; ich habe viel Zeit übrig, und zudem rufen
mich Geschäfte in jene Gegend.«
»Branntweingeschäfte?« fragte Arkad in fast zu verächtlichem Ton.
Aber Sitnikoff war so bestürzt, daß er nicht einmal nach seiner
Gewohnheit zu lachen anfing.
»Ich versichere Sie, daß mein Wagen sehr bequem ist,« fuhr er fort,
»und daß er für alle Platz hat.«
»Kränken Sie Herrn Sitnikoff nicht durch eine Weigerung,« sagte Anna
Sergejewna.
Arkad blickte sie an und verneigte sich tief.
Die Abreise fand nach dem Frühstück statt. Beim Abschied gab Frau
Odinzoff Bazaroff die Hand und sagte:
»Auf Wiedersehen! Nicht wahr?«
»Wie Sie es wünschen!«
»In diesem Fall sehen wir uns wieder.«
Arkad ging zuerst die Treppe hinab und nahm in Sitnikoffs Wagen Platz.
Der Haushofmeister half ihm ehrerbietig einsteigen, er aber hatte nicht
übel Lust, ihn zu prügeln oder zu weinen. Bazaroff setzte sich in den
Tarantaß. Als sie in dem Dörfchen Koklow angekommen waren, wartete
Arkad, bis der Wirt Fedote seine Pferde an den Tarantaß gespannt
hatte; dann näherte er sich dem Fuhrwerk und sagte mit der früheren
Herzlichkeit zu Bazaroff:
»Eugen, nimm mich mit, ich habe Lust, dich zu begleiten.«
»Steig ein,« murmelte Bazaroff.
Als Sitnikoff, der pfeifend um den Wagen herumging, diese Worte hörte,
sperrte er vor Erstaunen den Mund weit auf; Arkad nahm ruhig seinen
Koffer, setzte sich neben Bazaroff, grüßte Sitnikoff höflich und rief:
»Fort!«
Die Pferde zogen an, und der Tarantaß war bald aus dem Gesicht
verschwunden ... Sitnikoff, der sich von seinem Erstaunen gar nicht
erholen konnte, warf dem Kutscher, der dem Laufpferd eben leicht die
Peitsche gab, einen grimmigen Blick zu, sprang in den Wagen, schrie
zwei vorübergehenden Bauern zu: »Setzt die Hüte auf, ihr Esel!« und
fuhr nach der Stadt zurück, wo er sehr spät ankam. Andern Tags aber,
im Salon der Madame Kukschin, behandelte er »die beiden hochmütigen,
groben Burschen«, die er soeben verlassen, wie's ihr Benehmen verdiente.
Arkad drückte Bazaroff kräftig die Hand, als er sich neben ihn setzte,
und sprach lange nichts. Bazaroff schien diesen Händedruck und dies
Schweigen zu verstehen. Die vorhergehende Nacht hatte er weder
geschlafen noch geruht; seit mehreren Tagen aß er auch beinahe nichts
mehr. Sein finsteres, eingefallenes Gesicht zeichnete sich scharf ab
unter dem Schirm seiner Reisemütze.
»Nun, Freund,« sagte er endlich, »gib mir eine Zigarre ... Ich muß eine
belegte Zunge haben? Sieh mal!«
»Ja,« antwortete Arkad.
»Dacht ichs doch ... Deshalb schmeckt mir auch die Zigarre nicht. Die
Maschine ist in Unordnung.«
»In der Tat, du hast dich in letzter Zeit sehr verändert,« meinte Arkad.
»Hat nichts zu sagen, ich werde mich schon wieder erholen. Nur eins
beunruhigt mich, die Zärtlichkeit meiner Mutter. Wenn man sich nicht
den Bauch vollpfropft und zehnmal des Tages ißt, dann muß man sehen,
wie sie sich quält. Mein Vater ist nicht so, gottlob! Er ist in der
Welt herumgekommen, er ist, was man so nennt, gesiebt und gebeutelt.«
»Unmöglich, zu rauchen!« sagte er ärgerlich und warf seine Zigarre
mitten in den Straßenstaub.
»Euer Gut ist etwa fünfundzwanzig Werst von hier?« fragte Arkad.
»Ja! Da ist übrigens ein Philosoph, ders uns sagen kann.« Dabei zeigte
er auf den Bauern, der auf dem Bock saß und dem Fedote seine Pferde
anvertraut hatte
Der Bauer beschränkte sich zu antworten: »Wer weiß? die Werste sind
hier nicht gemessen,« dann schien er wieder halblaut mit seinem
Gabelpferde zu brummen, das den Kopf schüttelte und sich in den Zügel
legte.
»Ja! Ja!« sagte Bazaroff, »das sollte uns zur Lehre dienen, mein junger
Freund; ich glaube wahrhaftig, der Teufel hat die Hand im Spiel. Der
Mensch hängt an einem Fädchen, jeden Augenblick kann sich ein Abgrund
unter seinen Füßen öffnen, und an dieser traurigen Aussicht hat er
nicht genug, er ersinnt noch Gott weiß welche Dummheiten, die sein
Leben noch elender machen.«
»Worauf spielst du an?« fragte Arkad.
»Auf nichts, wie ich auch ohne alle Beziehung sage, daß wir uns beide
wie rechte Esel benommen haben. Übrigens habe ich in unserer Klinik
schon öfters bemerkt, daß die Kranken, welche ihr Zustand ungeduldig
machte, stets davonkamen.«
»Ich verstehe dich nicht ganz,« erwiderte Arkad, »mir scheint, du hast
keinen Grund gehabt, dich zu beklagen.«
»Weil du mich nicht recht verstehst, will ich dirs folgendermaßen
erklären: Meiner Meinung nach tut man besser, Steine auf der
Straße zu klopfen, als einer Frau auch nur die Spitze vom kleinen
Finger zu geben. All das ist ...« Bazaroff war im Begriff, seinen
Lieblingsausdruck »Romantik« zu gebrauchen, aber er hielt an sich.
-- »Du wirst mir jetzt nicht glauben,« fuhr er fort, »und doch
ists vollkommen wahr, was ich dir sage. Wir sind beide zusammen in
Weibergesellschaft geraten, und dieses Leben schien uns sehr behaglich;
aber es ist ebenso angenehm, diese Gesellschaft zu verlassen, als sich
bei heißem Wetter mit kaltem Wasser zu begießen. Ein Mann hat Besseres
zu tun, als sich mit solchen Lappalien abzugeben. Ein Mann muß wild
sein, sagt ein höchst weises spanisches Sprichwort. Du zum Beispiel,
Freund!« wandte er sich an den Kutscher, »hast du ein Weib?«
Der Bauer wandte sich um und zeigte den beiden Freunden sein plattes,
schlitzäugiges Gesicht.
»Ein Weib? freilich, wie sollt ich keins haben?«
»Schlägst du sie?«
»Mein Weib? Da kanns allerhand geben ... Ohne Grund schlägt man sie
nicht.«
»Das versteht sich! Und sie, schlägt sie dich auch?«
Der Bauer tat einen Ruck mit dem Zügel.
»Was sagst du da, Herr?« fragte er. »Ich glaube, du beliebst zu
scherzen.«
Die Frage hatte ihn offenbar verletzt.
»Hörst du, Arkad Nikolajewitsch, und doch sind wir beide geschlagen
worden. Das haben wir davon, zivilisierte Menschen zu sein!«
Arkad lächelte gezwungen, Bazaroff aber kehrte sich um und tat während
der ganzen übrigen Reise den Mund nicht mehr auf.
Die fünfundzwanzig Werst kamen Arkad so lang wie fünfzig vor. Das
kleine Dorf, wo Bazaroffs Eltern wohnten, zeigte sich endlich an dem
Abhang eines niedern Hügels. Nicht weit davon erhob sich aus einer
Gruppe junger Birken das Herrenhaus mit seinem Strohdach. Am Eingang
des Dorfes standen, die Mützen auf dem Kopf, zwei Bauern, die sich
stritten.
»Du bist ein dickes Schwein,« sagte der eine zum andern.
»Und du bist nichts als ein Ferkel, und dein Weib ist eine Hexe,«
erwiderte der andere.
»Diese liebenswürdige Vertraulichkeit«, sagte Bazaroff zu Arkad, »und
der heitere Ton dieses Wortwechsels können dir beweisen, daß meines
Vaters Bauern nicht allzustreng gehalten werden. Doch da streckt er
selbst die Nase ins Freie; wahrscheinlich hat er die Schellen klingeln
hören; er ists richtig, ich kenne seinen Schädel. Ei, ei, wie er weiß
geworden ist, der arme Teufel!«