Agnes (tritt ein mit einer Suppe). Guten Morgen, Theobald!
Theobald. Danke schön, Jungfer, danke schön! Wohl geschlafen?
Agnes. So sollt' ich Euch fragen! Ihr werdet oft herausgeklopft,
wenn sie gerauft haben, und ein Pflaster brauchen.
Theobald. Das bemerkt Ihr? (Für sich.) Ich geb ihr den Strauß und
bestelle alles! Wenn sie dann ein Gesicht macht und pfui sagt und
mich anfährt: dazu gibst du dich her-
Agnes. Was verbergt Ihr denn hinter dem Rücken?
Theobald (zeigt den Strauß). Ja so, das hätt' ich bald vergessen!
Agnes. Ah, der ist schön! Gebt ihn mal her! (Sie riecht.) Wenn wir
doch auch einen Garten hätten! Wessen Namensfest ist denn heute?
(Sie will ihn zurückgeben.)
Theobald. Behüte, er gehört Euch!
Agnes. Mir? Oh, da dank ich! Aber da geht's mit Eurem alten Ohm
wohl bald zu Ende?
Theobald. Mit meinem Ohm?
Agnes. Nun ja, weil er seine Blumen zu verschenken anfängt, das
pflegt ein Gärtner nicht zu tun, und gekauft habt Ihr sie doch gewiß
nicht?
Theobald. Er ist nicht von mir!
Agnes. Nicht von Euch? Von wem denn?
Theobald. Ratet!
Agnes. Von--Nein, Barbara kann's nicht sein, die sieht mich nicht
mehr an, ich weiß zwar nicht, warum.
Theobald. Es ist keine Sie!
Agnes. Keine Sie? Und Ihr seid's auch nicht? (Sie legt den Strauß
auf den Tisch.)
Theobald. Gottlob, ihr fällt sonst niemand ein!