»Ich rede etwas matt, meinst du. Das wird sich schon verlieren. Ich habe
ein großes Verlangen, mit dir zu reiten. Nach Nordwesten, Pe-king. Die
Mauern der Roten Stadt brechen wir ein; ich bin gut orientiert über alles,
was wir brauchen. Häuser, Mauern, Gärten, Paläste werden wir hinlegen; es
soll nichts stehen bleiben von der Roten Stadt, möchte ich.«
»Alles zerstören?«
Ngoh leidenschaftlich: »Ich kann nicht mitreiten, wenn ihr die Rote Stadt
nicht hinlegt, Wang. Das muß mit ihr geschehn; so reite ich gern mit.«
»Gut, wie du willst; es kommt darauf nicht an; es kommt auf ein paar Häuser
nicht an.«
Sie bogen um eine Ecke, standen am Marktplatz vor einem schmalen Haus, in
dem Wang sich einquartiert hatte; Wang machte, überlegend, kleine Augen;
dann lud er Ngoh ein. Eine Frau kam gestelzt; die beiden Männer saßen in
einem verräucherten Zimmer auf der Matte, schluckten Tee.
Wang nach einer Pause, versunken: »Ich lebe noch, wie du siehst. Das Jamen
ist heruntergebrannt.«
»Wir wollen nicht davon sprechen.«
»Das Leben dreht sich wie eine Mühle; man weiß nicht, welche Seite man
gerade erwischt hat. Jetzt bin ich wieder einmal -- nicht verbrannt.«