Fürst Bismarck: »Einjesperrt will ick werden, einjesperrt!«

(»Der Floh«, Juli 1892)]

Es ist ein großer Irrtum, sich den Fürsten Bismarck als erbittert

vorzustellen. Zwar von einzelnen Persönlichkeiten, die nach

seiner Überzeugung einst gegen ihn erfolgreiche Intrigen spannen,

spricht er nur mit Erbitterung oder mit scharfem Spott, aber

die Grundstimmung ist doch die Resignation, die zuweilen nicht

ohne einen melancholischen Zug ist. Diese leise Melancholie ist

erst bemerkbar geworden, seitdem ihm die treue Lebensgefährtin

starb. Seine Umgebung ist jedoch eifrig bemüht, solche Wolken

von seiner Stirn zu bannen. Überhaupt hat die Sorgfalt, mit der

ihn die Seinen umgeben, etwas innerlich Ergreifendes. Vor allem

ist es die Tochter, Gräfin Rantzau, die mit außerordentlicher

Zartheit um den Vater bemüht ist. Aber besonderen Dank schuldet

wohl die Mitwelt ihrem Gatten, der seine Karriere mitten in

ihrer Entwicklung unterbrach und jede Wallung eines natürlichen

Ehrgeizes niederkämpfte, um das Bedürfnis des greisen Helden

nach einem freundlichen Familienleben zu erfüllen. Graf Rantzau

hat da ein Opfer gebracht, das sich in dem steten Verkehr mit

dem Fürsten selbst belohnen mag, das aber nicht hoch genug

geschätzt werden kann, zumal ihm doch auch das Gefühl nicht fremd

bleiben mag, im Hause eines Bismarck mit dem eigenen Werte stets

zurückstehen zu müssen. Von den Rantzauschen Kindern weilen

zwei in Friedrichsruh, der älteste Sohn befindet sich auf der

Ritterakademie in Brandenburg. Es sind bildhübsche, schlanke,

hochgewachsene Jungen, von denen namentlich der jüngste am meisten

Bismarcksche Schädel- und Gesichtsbildung zeigt. Entzückend ist

es, das Verhältnis des Großvaters zu den Enkeln zu beobachten.

Welch tiefe Zärtlichkeit liegt in seinem Blick, wenn die frischen

Jungen zu den Mahlzeiten ins Zimmer treten, wenn sie dem Großvater

die Hand küssen, die dann liebevoll über ihre frischen jungen

Wangen streicht! Sie haben es nicht nötig, mäuschenstill auf ihren

Plätzen zu sitzen, gar manchesmal hört man ihr munteres Lachen vom

anderen Ende der Tafel. Die Jungen werden nicht verzärtelt, sie

werden zu tüchtigen Landjunkern herangebildet. In Varzin bestand

ihr Hauptgenuß darin, in der »Schafwäsche« mit den Dorfjungen zu

baden und nachher sich an weißen Rüben, frisch aus dem Felde, zu

delektieren. Der Fürst ist in seinen Bedürfnissen mäßig; das stets

wiederkehrende Gesichtsreißen mit seinen quälenden Schmerzen mag

ihm wohl auch die Freude des Genießens stören. Indessen nimmt

er immerhin noch die Speisen und Getränke zu sich, die etwa ein

rüstiger Sechziger zu seines Leibes Nahrung und Notdurft gebraucht.

Spaßhaft war es, wie er einmal sich entschuldigen wollte, daß er

ein paar kleine Glas Bier als Ganze hinunterstürzte, und wie ihn

Professor Schweninger auf seine Bemerkung, daß der Kaviar heute

früh doch gar zu salzig gewesen sei, darauf aufmerksam machte, daß

es »den schon gestern früh gegeben habe«. Bei der Mahlzeit ist

der Fürst äußerst lebendig, doch mag ihn die Rücksicht auf die

Dienerschaft veranlassen, hier die Politik möglichst zu vermeiden

und sich hauptsächlich in Reminiszenzen zu ergehen. Bei solchen

Gelegenheiten bewunderte ich stets die Sicherheit, mit der er

die entlegensten Namen zur Hand hatte, zugleich aber auch die

Prägnanz, mit der er durch irgendein Beiwort, durch die Erwähnung

irgendeines charakteristischen Merkmals die Persönlichkeiten, von

denen er spricht, uns lebendig vor das Auge zaubert. Den Hauptgenuß

bilden die Stunden nach dem um sieben Uhr stattfindenden Diner,

in denen der Fürst, die lange Pfeife rauchend, sich ohne Zwang

in politischen Gesprächen ergeht. Er verfolgt die Ereignisse des

Tages mit gespannter Aufmerksamkeit, ist über alles orientiert und

fällt sein Urteil mit erstaunlicher Treffsicherheit. Vor allem

betont er auch immer mit Nachdruck die Notwendigkeit eines guten

Einvernehmens mit Rußland. Einmal erwähnte ich die mir bekannte

Absicht des chinesischen Gesandten, den Fürsten um seinen Rat zu

fragen: »O nein, ich danke, ich gebe einen Rat nur dann, wenn ich

ihn auch verantworten muß. Ratgeber ohne Verantwortung — von der

Sorte gibt es schon Leute genug.« Auch auf den Plan, den Grafen

Herbert zum Führer einer neuen, großen nationalen Partei zu machen,

kam das Gespräch: »Ich würde meine Zustimmung dazu nie geben; zum

Parteiführer ist mein Sohn nicht Intrigant genug.« Im lebhaften

Gespräch geht wohl einmal die Pfeife aus; da will aber der Fürst

keine Hilfe haben: »Das Nachstopfen ist auch ein Teil des Genusses

beim Rauchen.« Nur das lange Streichholz — sechs Zoll lang —

darf man gerade noch anzünden. Der Fürst steht verhältnismäßig

spät auf; das ist eine alte Gewohnheit, die noch aus seiner

Amtszeit stammt und in der weiteren Gewohnheit begründet ist, bis

tief in die Nacht hinein zu arbeiten. Das erste Frühstück, nach

englischer Art, wird im Sommer auf einer Veranda eingenommen,

und hierbei werden die eingegangenen Zeitungen durchflogen. Von

den Briefen und Zusendungen, die selbst an gewöhnlichen Tagen

eintreffen, läßt sich schwer eine Vorstellung machen. Da sendet ein

Fabrikant eine Tuchprobe mit der Bitte, den Stoff als Bismarcktuch

in den Handel bringen zu dürfen, da schickt eine glückliche

Pastorenfrau die Photographie — ihrer fünf Sprößlinge; es sind die

heterogensten Themen, die in den Briefen angeschlagen werden, und

es ist selbstredend, daß auch zahllose Gesuche um Unterstützung

nicht fehlen. Dem ersten Frühstück folgt bei erträglichem Wetter

ein Spaziergang, sonst wohl beschäftigt sich der Fürst mit

Angelegenheiten der Verwaltung, die ihn oft recht stark in Anspruch

nehmen. Das zweite Frühstück vereinigt zum erstenmal die ganze

Familie: einige leichte, warme Speisen, Bier, Wein, ein leichter

Schaumwein. Wenn Gäste anwesend sind, wird wohl ein besonderer Gang

eingeschoben. Bei schönem Wetter erfolgt eine Ausfahrt und nach

der Rückkehr erneute Arbeit. An Zeitungen sind anscheinend etwa

sechs bis sieben dauernd abonniert; am sorgfältigsten liest der

Fürst die »Hamburger Nachrichten«, in deren lokalen Teil er sogar

hineinblickt. Den speziellen Dienst beim Fürsten hat noch immer der

treue Kammerdiener Pinnow, der mit außerordentlicher Sorgfalt um

seinen greisen Herrn bemüht ist, dem aber, nach der freundlichen

Rundung seines äußeren Menschen zu urteilen, sein Dienst recht gut

bekommt. So gestaltet sich das Leben des greisen Staatsmannes ganz

in der Art des vornehmen Landedelmannes. Es ist ein =otium cum

dignitate=, was er genießt.

[Illustration: ~Koriolan~

»Ich wollt’, er hätte für sein Vaterland gehandelt,

Wie er begann. Und nicht das aufgetrennt,

Was er mit eigner Hand geknüpft.«

(»Punch«, 16. Juli 1892)

]

Es war das schlichte, aber trotz seiner Schlichtheit zugleich vornehme

und behagliche Heim eines Landedelmannes, in dem Fürst Bismarck

den Abend seines Lebens verbrachte. Aber es war kein schlichter

Landedelmann, der dort der Hausherr war; wer immer zu ihm in

Beziehungen trat, der schied voll ehrfürchtiger Bewunderung; wem es

beschieden war, ihm näherzutreten und sein Vertrauen zu gewinnen, der

schied von ihm voll leidenschaftlicher Liebe. Wie hingen sie alle an

ihm, Lothar Bucher, Schweninger, Lenbach und die anderen — selbst der

Nüchternste empfand es, daß hier die Natur ein Meisterwerk geschaffen,

und mit einer Art heiliger Scheu blickte er auf das Antlitz des Großen.

»Es ist ein unbegreifliches, geheimnisvolles Leben in diesem mächtig

aufgebauten Kopfe, das auf den Beschauer geradezu überwältigend in den

Augenblicken wirkt, da er den Blick über die Personen und Gegenstände

seiner näheren Umgebung hinweg und in die Ferne schweifen läßt«, so

schildert die Malerin Vilma Parlaghy den Eindruck, den sie empfing.

Und der Dichter Adolf Wilbrandt erzählt aus dem Dezember des Jahres

1890, wie ihm der Fürst zuerst, als er ihn in der Tiefe des Saales auf

einem Sofa ruhen sah, als ein alter Mann erschien: »Doch nun erhob

sich der ›Alte‹, und lässig aufgereckt, in ruhiger, behaglicher Würde

stand die volle, hohe Gestalt vor mir, ins Leben zurückgekehrt. Wenige

Augenblicke hatten ihn verjüngt; mit freundlichem Hausherrnblick begann

er das Gespräch, mit dem ruhigen wartenden Blick der vordringenden

Augen, der zwischen seinem durchbohrenden Naheblick und seinem

Denkerfernblick gleichsam in der Mitte schwebt. Nie habe ich an einem

Menschen einen so erstaunlichen und leichten Wechsel vom zugreifenden

Naheblick des Tatmenschen und vom tiefen, geisterhaften Fernblick

des vorausschauenden Weisen gesehen. Wie sich in ihm so viele und

verschiedene Kräfte der deutschen Volksart zu einem mächtigen Akkord

vereinigt haben: wilde, dreinschlagende Tatkraft, bedächtige Zähigkeit,

strahlender Humor, plattdeutsche Gemütlichkeit, selbstwilliger

Herrschersinn, hingebende Mannestreue, tiefgrabende Klugheit — so gehen

von seinem Auge in oft unmerklichem Übergang brüderliche Strahlen

der widersprechendsten Menschenformen aus: des Kämpfers, der sich

mit allen Kräften durchzusetzen sucht, der in dich hineinbohrt, vor

dessen Scharfblick du dich vielleicht gern verstecken möchtest, und

des Denkers, der dich gar nicht sieht, der durch dich hindurch in

irgendeine Ferne schaut, eine vergangene oder zukünftige, der auf der

Welt nichts zu wollen scheint, als aus der Nichtigkeit des Augenblicks

in das Wesen der Dinge zu tauchen.«

[Illustration: ~Der Kanzlerstreit~

Bauer (dem die Finger in der Coupétür gequetscht worden sind): »Aber

dös tuet weh!«

Schaffner: »Dös glaab’ i. Wann’s guet tät, dann tätet ihr die Pratzen

den ganzen Tag net aus de Tür außi.«

Graf Caprivi fühlt sich durch den Ton der Preßpolemik beschwert, die

Fürst Bismarck in seinen Blättern anschlagen läßt. (»Kladderadatsch«,

August 1892)]

Als im Frühjahre des Jahres 1896 eine Wiesbadener Deputation erschien,

schrieb eines ihrer Mitglieder: »Wir alle hatten das Gefühl, daß man

diesem Manne immerfort zuhören könnte, ohne auch nur im geringsten

zu ermüden. Wer je des Glückes und der Ehre der Gastfreundschaft in

seinem Hause teilhaftig geworden ist, wird rückhaltlos zugeben, daß es

seit Luther einen fesselnderen Erzähler in Deutschland nicht gegeben

hat. Jeder, der mit diesem Manne in einer ähnlichen Lage zusammen

ist, der in seine großen, hervortretenden, wunderbaren blauen Augen

mit dem unbeschreiblich ruhigen und durchbohrenden Blick geschaut und

ihn sprechen und erzählen gehört hat, wird mir recht geben, daß man

bald in dem Banne seiner Genialität gefangen ist und einem Wesen aus

einer anderen Welt gegenüberzustehen glaubt. So überragt er alle seine

Zeitgenossen.«

Unvergleichlich ist auch in diesen letzten ernsten Jahren die

Plauderkunst des Fürsten Bismarck gewesen. Nur daß über ihr dauernd

ein Schatten der Melancholie ruhte, der selbst dem goldenen Humor

einen tiefen schwarzen Rand verlieh. Reich wie vorher war sein Arsenal

plastischer Bilder, durchdringend blieb seine Menschenkenntnis,

wunderbar sein Gedächtnis. Und trotz allem blieb die Persönlichkeit

einfach, man spürte nichts von dem Übermenschen, man vergaß das

Riesenhafte dieser Gestalt. Das Haar wurde allmählich weiß, aber

die Gesichtsfarbe blieb hell, gesund und fast von jugendlicher

Frische bis zuletzt. Zuweilen zuckten Blitze des Grolls und auch des

leidenschaftlichen Hasses über sein Antlitz, die Grundstimmung aber

blieb dennoch eine von Humor verklärte Resignation. Aber auch hier

war dennoch etwas Eigenes zu spüren: der Mann, der die Geschicke der

Menschheit bestimmt hatte, konnte sich nicht plötzlich mit dem Lose

des Landmannes begnügen, der seinen Kohl baut, seine Wälder pflegt,

seine Steuern zahlt; er konnte sich nicht plötzlich und unvermittelt

losreißen von dem Boden, auf dem er so lange gestanden, und wenn er

auch das Scherzwort brauchte: »Ich bin schön ’raus«, so zeigten doch

die Kämpfe all dieser Jahre, daß er in den Sielen blieb und sich in

Wahrheit bis zum letzten Atemzuge als Kämpfer fühlte. — Und er hatte

Anlaß dazu. Denn wenn auch der Kurs der alte bleiben sollte, so suchten

doch die neuen Männer und auch der junge Kaiser das Heil auf anderen,

neuen Wegen, auf denen Fürst Bismarck, wenn er sein Werk erhalten

wollte, ihnen nicht nachfolgen konnte, vor denen zu warnen die Pflicht

»wie mit einer Pistole auf ihn zielte«. Er konnte kein »stummer Hund«

sein. Auch als man ihm den Maulkorb umlegen, den Mund versiegeln

wollte, auch als sein Nachfolger in dem ersten Uriasbriefe erklärte,

daß »den Anschauungen des Fürsten Bismarck ein aktueller Wert nicht

beigelegt werden könne«. Gerade weil die Kleineren, die ihm folgten,

seine Bahnen verließen und sich gegen ihn wandten, deshalb fühlte er

sich auf den Kampfplatz gerufen, deshalb hat der alte Recke noch einmal

das Schwert umgürtet und den Schild ergriffen und sich hinausgestellt,

um für sein Volk zu ringen. Und vielleicht wuchs er gerade damals und

gerade deshalb, weil er nicht verzichten, sich der höfischen Lehre

nicht fügen wollte, noch über sich selbst hinaus.

[Illustration: Der neue Phaeton oder das Aufbäumen des Partikularismus.

(Oben Bismarck, unten Caprivi.) Vorschlag zu einem Wandgemälde für den

Reichstag. (»Kladderadatsch«, Mai 1893)]

Und es geschah, was geschehen mußte: die ewig Zagenden, die Leisetreter

und Ängstlichen wandten sich von ihm ab, sandten nach Friedrichsruh

guten Rat, abzulassen und als geduldiger Zuschauer den Ereignissen zu

folgen. Sie kannten nicht den kategorischen Imperativ der Pflicht, der

das ganze Leben des großen Kanzlers und auch den Abend beherrschte;

sie ahnten nicht, daß er das Amt, daß aber nicht das Amt ihn groß

gemacht, und sie mußten es vernehmen, daß aus dem heiligen Walde von

Friedrichsruh ihnen das Scheltwort »Angstprodukte« entgegenklang.

[Illustration: ~Banquos Geist~

»Wer auch Reichskanzler werden mag, immer wird er auf seinem Sessel den

Schatten Bismarcks sitzen sehen. (»Ulk«, November 1894)]

Einmal hat auch Fürst Bismarck geglaubt, sich die Reichstagstribüne als

Plattform verschaffen zu müssen, damit sein Wort noch weiter vernommen

werde, sein Rat auch durch die äußerliche Verantwortung des Mandates

gedeckt sei. In Geestemünde hat er kandidiert, bis er in der Stichwahl

mit einem sozialistischen Handwerksgesellen Sieger geworden. Aber er

hat dennoch das Mandat niemals benutzt, nur der äußerste Zwang hätte

ihn getrieben, sowohl seine tiefe Abneigung gegen das im Reichstage

herrschende Fraktionswesen zu überwinden, wie die Abneigung gegen die

Rolle eines Frondeurs, der gegen seinen eigenen Nachfolger Oppositionen

macht. »Ich bin«, so erklärte er einer Deputation seiner Wähler, »im

siebenundsiebzigsten Jahr nun nicht mehr rüstig genug, um der Aufgabe

so zu entsprechen, wie ich glaube, daß sie erfüllt werden sollte.

Nicht bloß die Unbequemlichkeit, außerhalb der eigenen Häuslichkeit zu

wohnen und zu schlafen, hält mich zurück, sondern auch die Aussicht auf

peinliche Begegnungen mit früheren Freunden, die solche zu sein seit

meinem Abgang aufgehört haben. Ich hoffe von Ihnen, daß niemand die

schlimme Erfahrung selbst gemacht hat, mit seiner geschiedenen Frau

unversöhnt unter einem Dache zu wohnen. Ähnlich ist das Wiedersehen mit

geschiedenen Freunden. Natürlich kann ich nach meiner Vergangenheit

nicht einer Partei angehören; wenn ich im gewissen Sinne auch

Parteimann bin, so bin ich jetzt für das alte Kartell, dafür, daß die

staatserhaltenden Parteien sich so weit verständigen, wie es ihnen

möglich ist, und die Dornen ihrer Programme nicht gegeneinander kehren.

Der Gedanke einer prinzipiellen Opposition gegen meinen Amtsnachfolger

und die Regierung liegt mir außerordentlich fern; ebenso fern aber

liegt es mir, still zu sein gegen Vorlagen, die ich für schädlich

halte. Wenn ich glaube, daß das Vaterland mit seiner Politik vor einem

Sumpfe steht, der besser vermieden wird, und ich kenne den Sumpf,

und die anderen irren sich über die Beschaffenheit des Terrains, so

ist es fast Verrat, wenn ich schweige. Was sollte ich für andere

Zwecke haben, als dem Lande zu dienen? Ehrgeiz etwa? Das wäre doch

töricht anzunehmen. Was sollte ich denn werden? Mein Avancement ist

abgeschlossen.«

[Illustration: ~Der Steuermann verläßt das Schiff.~ (»Punch«, 29. März

1890)]

[Illustration: ~Proteus in Friedrichsruh~

Bismarck in Geschichte, Karikatur und Anekdote · 第 296 / 334 题