heftigen Ausbruch der Blattern-Epidemie (~epidemia de viruelas~)
erlitten; man suchte der Seuche durch Vaccination möglichst entgegen
zu arbeiten, aber die Materie (~el pus~) fing an zu mangeln und
unwirksam zu werden; die von England verschriebene, obgleich in
kristallenen Gefäßen gesandt, wollte nicht anschlagen; die Hoffnung,
daß man in dem Staat von Chihuahua an den Kühen die ächte Materie
entdeckt habe, schlug auch fehl, und schon drückte der Minister in
seinem Jahres-Bericht von 1831 die Furcht aus, zu der umständlichen und
kostspieligen Maßregel übergehen zu müssen, die Materie zur Impfung
von den nächsten, aber sehr entlegenen, Puncten in Nordamerika durch
Kinder, gleichsam von Arm zu Arm zu übertragen und so heranzuziehen.
Aus dem ministeriellen Bericht von 1832 geht indessen hervor, daß
man nicht nöthig hatte zu diesem Extrem Zuflucht zu nehmen, und daß
die Kuhpocken-Impfungs-Materie nunmehr wieder vorhanden war, es wird
jedoch nicht gesagt wie man sie sich verschafft hat. Der Bericht von
1832 lobt sodann den Gesundheits-Zustand der Republik, und drückt nur
Furcht und Sorge aus, daß die Cholera das Land heimsuchen und die
Bevölkerung decimiren werde, weshalb denn auch Quarantainen und andere
Vorsichtsmaßregeln in Anwendung kamen, die aber, wie wir jetzt wissen,
das gefürchtete Uebel nicht abzuhalten vermochten. Die Cholera hat im
Jahr 1833 große Verwüstungen in Mexico angerichtet; in der Hauptstadt
allein sind an 16 bis 17000 Menschen, also der zehnte Theil der
Einwohner, das Opfer derselben geworden.
Alle Volkszählungen in Mexico ergeben übrigens eine Mehrzahl des
weiblichen Geschlechts über das männliche; in manchen Staaten sogar
eine bedeutende, wie z. B. in Jalisco eine von 11 pCt., in Puebla von 7
pCt. u. s. w.
Die in den verschiedenen Theilen der Republik herrschende große
Verschiedenheit der Bevölkerung, mit Bezug auf den respectiven
Flächenraum, geht aus der anliegenden Tabelle gleichfalls hervor, und
es kann daher nicht auffallen, daß während in den ganz dünn bewohnten
Regionen an Gewerbe und Kunstfleiß noch nicht zu denken ist, in den
mehr bevölkerten Staaten und den oft sehr volkreichen Städten sich
dessen in nicht unbedeutendem Maaße findet und auszudehnen verspricht.
Im Parian zu Mexico und auf den Märkten anderer Städte, wie z. B.
Puebla u. s. w., sieht man denn auch wirklich viele schön und gut
gearbeitete Waaren, welche im Lande selbst angefertigt sind; z. B.
wollene Decken aller Art (~poncho’s Zerapa’s~ u. s. w.) in allen
Farben; sodann die bekannten bei der Bekleidung einer Mexicanerin,
gleichviel ob reich oder arm, nie fehlenden langen Umschlagtücher
von Baumwolle, oder Baumwolle und Seide; Hüte jeder Art mit breiten
Rändern nach mexicanischer Sitte, nebst deren Zierrath, den silbernen
oder goldenen Treffen und Tasseln; baumwollene Schnüre und Bänder; die
oft sehr reichen mit vielem Gold und Silber besetzten Reiter-Mäntel,
deren sich auch Damen bedienen; Leder-Arbeiten aller Art und namentlich
mexicanische Pferde-Sättel (unsern Husaren-Sätteln nicht unähnlich),
mit kostbaren Pelz-Ueberlagen u. dergl. m. Hierzu kommt in Puebla noch
Glas und Seife, womit viel Handel nach andern Städten getrieben wird.
In Mexico selbst haben sich denn in der neusten Zeit auch mehrere
Fremde, Deutsche und andere, als Hutmacher, Meubel-Schreiner,
Kleidermacher u. s. w. niedergelassen und machen zum Theil sehr gute
Geschäfte.
Mit Colonisations- und Einwanderungs-Plänen zur Vermehrung der
Bevölkerung hat es den Mexicanern bis jetzt noch nicht glücken
wollen, und wird ihnen auch nicht glücken, bis sie durch Annahme der
Religionsfreiheit und liberalerer Grundsätze bei der Ansiedlung von
Fremden, die Auswanderung aus Europa, die jetzt fast ausschließlich
nach Nordamerika gerichtet ist, theilweise nach ihrem schönen Lande zu
ziehen verstehen.[26]
Die Colonisirung einiger Hundert Franzosen am Fluß Cuatzacualcos
im Staat Vera-Cruz schlug gänzlich fehl, weil die Unternehmer den
Einwanderern Versprechungen gemacht hatten, die sie nicht erfüllen
konnten, und weil sie in der Wahl der Subjecte nicht vorsichtig genug
waren. Sie sind theils nach Frankreich zurückgekehrt, theils haben sie
sich in andern Theilen der Republik niedergelassen.
Die Colonisirung von
+Texas+ oder +Tejas+ (sprich Techas)
hat dagegen zwar, was die Zahl der Ansiedler betritt, einen guten
Fortgang, aber diese Vermehrung der Population, welche lediglich
aus den angränzenden Staaten von Nordamerika herströmt, gereicht
Mexico eher zur Last und zum Nachtheil, als zum Vortheil, denn die
schwer zu zügelnden Nordamerikaner wollen sich nach den mexicanischen
Gesetzen nicht fügen, sondern eigne machen und aufstellen, wie es
wirklich bereits an dem Hauptorte der Ansiedlung, Austen Town (so
genannt nach dem Namen des ersten Unternehmers), der Fall ist. --
Bei der außerordentlichen Entfernung von dem Sitze der mexicanischen
Regierung, wird es dieser schwer fallen, wo nicht unmöglich seyn, ihre
Autorität geltend zu machen, während andererseits der Andrang der
nordamerikanischen Einwanderung so wachsen wird, daß vorauszusehen
ist, es werde sich dort ein eigner Staat bilden, der mehr zur
nordischen als zur mexicanischen Union gehört.
Beide Theile sehen dies kommen, und man sagt, die vereinigten Staaten
von Nordamerika hätten denen von Mexico wirklich bereits zehn Millionen
Pesos, für den Abstand der Provinz Texas, geboten. Die mexicanische
Regierung scheint es aber nicht zu wagen, eine solche Proposition dem
National-Congreß vorzulegen, und in der That würde Mexico mit Texas
einen seiner schönsten und wichtigsten Landestheile verlieren! Das
Clima daselbst ist vortrefflich und gesund, das Land wird von großen
und schönen Flüssen, dem Rio Bravo und Colorado, durchschnitten,
ein Vortheil der dem übrigen Mexico ganz abgeht, und der Boden von
Texas ist außerordentlich fruchtbar, während es an Ausdehnung nicht
fehlt; der Flächenraum wird auf 160 Millionen englische Acker Landes
geschätzt! Großbrittannien und Irland haben deren nur 47 Millionen
angebaut!
Man urtheile also, welche Anzahl von Ansiedlern dort noch Raum und
Auswahl des Terrains finden könnte, denn die jetzige Bevölkerung von
+Texas+ ist fast Null!
Dorthin sollten deutsche Auswanderer sich wenden, sie würden besser
dabei fahren als am Missouri, und ein besseres Clima und fruchtbareren
Boden daselbst finden.
Census der vereinigten Staaten von Mexico.
Seelen-Zahl
Staaten und nach Vorlage nach dem Almanach
Territorien Hauptstädte des Ministers von Galvan
Alaman in 1832 fürs Jahr 1833
Föderal-District Mexico 250,000 350,000
Staaten:
Chiapas San Cristobal 118,775 96,000
Chihuahua Chihuahua 112,694 166,000
Coahuila u. Tejas Leona Vicario 77,795 127,000
Durango Durango 149,121 250,000
Guanajuato Sta. Fé de Guanajuato 500,000 643,000
Jalisco Guadalaxara 656,830 680,000
Mexico Toluca 1,000,000 1,200,000
Michoacan Morelia 422,472 285,000
Nuevo Leon Monterey 83,093 113,419
Oajaca Oajaca 457,504 693,000
Puebla La Puebla 584,358 954,000
Querétaro Querétaro 114,437 280,000
S. Luis Potosi San Luis 298,230 192,000
Sinaloa -- 100,000}
Sonora -- 100,000} 254,705
Tabasgo Villa hermosa 60,000 82,000
Tamaulipas Vittoria 80,000 166,824
Vera-Cruz Jalapa 242,658 194,000
Yucatan Merida 500,000 630,000
Zacatecas Zacatecas 276,053 296,066
Territorien:
Alta California S. Carlos de Monterey 27,000 30,000
Baja California Loreto 15,000 6,000
Nuevo Mexico Santa Fé 50,000 52,300
Colima -- 40,000}
Tlascala -- 66,244} ? ?
----------
Total der Bevölkerung nach Alaman 6,382,264
---------
Total der Bevölkerung nach Galvans Angabe 7,741,314
[26] Wie unbedeutend die seitherige Einwanderung von Fremden
in Mexico gewesen ist, wird folgende Tabelle der Bewegung des Jahres
1830, in dem Hafen von Vera-Cruz (dem hauptsächlichsten der Republik)
zur Genüge darthun:
Nation kamen ein gingen aus
Nordamerikaner 66 53
Engländer 75 30
Franzosen 99 65
Deutsche 52 20
Italiener 13 10
Schweizer 7 5
Mexikaner und Südamerikaner 79 34
Spanier -- 19
Ohne besondere Angabe der Nation
(also wohl Altspanier) 60 18
------------------
451 254
Der Staat von Vera-Cruz.
Dieser Staat ist einer der bestorganisirten in der Republik. Der
Jahresbericht, den der Gouverneur dieses Staats, Don Sebastian Camacho,
im Jahre 1832 der in Jalapa versammelten Legislatur abgestattet hat,
ist eins der ausführlichsten Documente, welche man in der Art sehen
kann; es füllt über 300 Quart-Seiten und ist dennoch in den meisten
Dingen unvollkommen und ungenügend, da nicht alle Cantone des Staates
mit gleicher Pünktlichkeit und Ausführlichkeit berichtet haben. Am
detaillirtesten sind die Tabellen über die Population, wovon einige die
Zahl der Kinder, Weiber und Männer, verheiratete und unverheiratete,
Wittwer und Wittwen, alles klassificirt nach dem Alter von 10 bis 100
Jahren, so genau und speciell angeben, daß ich nicht glaube, daß wir
etwas ähnliches in Europa besitzen. Im Auslande kann dies aber nur
wenig Interesse haben, dort genügt es, zu wissen, welche Bevölkerung
der ganze Staat und etwa die größeren Städte desselben enthalten, und
diese ist wie folgt angegeben:
Die Stadt +Orizaba+ 15,386
Der ganze Canton dieses Namens 46,991
Die Stadt +Cordova+ 6,098
Der ganze Canton dieses Namens 24,521
Die Stadt +Vera-Cruz+ 6,828
Der ganze Canton dieses Namens 24,556
Die Stadt +Jalapa+ 10,628
Der ganze Canton dieses Namens 42,704
Die Total-Bevölkerung des Staates Vera-Cruz 245,256
Im Jahre 1826 war dieselbe 242,658
--------
mithin eine Vermehrung von 2,598
oder von ungefähr ein vom Hundert, was denn aber auf einen
fünfjährigen Zeitabschnitt, so gut wie gar keine Zunahme ist.
Die mitunter allerdings ganz interessanten Bemerkungen des
obenerwähnten Berichts von Don Sebastian Camacho, verlieren, wie
schon gesagt, ihrer Unvollkommenheit wegen ihr meistes Interesse für
das Ausland und ich beschränke daher den weitern Auszug davon auf
die Bemerkungen, welche darin über die Erziehung der Jugend gemacht
werden. Der Bericht sagt nemlich hierüber, daß man damit umgehe, das
Lancaster’sche Unterrichtssystem einzuführen, und dafür 30,000 Pesos
bestimme, und daß mittlerweile, obgleich ohne Uebereinstimmung des
Systems, Schulen in fast allen Ortschaften des Staates beständen,
deren Kosten von den Municipalitäten bestritten würden, so wie, daß
außerdem an verschiedenen Punkten höhere Schulen angelegt seien, deren
Lehrer den +Staat+ von Vera-Cruz jährlich 5 bis 6000 Pesos kosten!
Das General-Budget der Föderation wirft sodann für die Errichtung und
Vervollkommnung von Primair-Schulen in der Republik 80,000 Pesos aus!
Dies beweiset denn doch, daß man den hochwichtigen Gegenstand der
Volks-Erziehung nicht ganz außer Acht läßt.
Finanz-Departement.
Es wird nicht ohne Interesse seyn, das Budget kennen zu lernen, welches
der Finanz-Minister Mangino dem Congreß in Mexico für das Jahr von Juli
1832 bis Juli 1833 vorgelegt hat. Es ist aber nur in den Ausgaben klar,
und drückt sich über die Einnahmen so dunkel aus, daß es unmöglich
ist, eine Bilanz zu ziehen; die Ausgaben werden auf nicht weniger
als 22,392,508 Pesos veranschlagt, wobei zu bemerken ist, daß dies
nur Ausgaben der Föderation sind, die mit den Ausgaben der einzelnen
Staaten für ihre Congresse und sonstigen Local-Bedürfnisse nichts
gemein haben.
Jene Ausgaben der Föderation zerfallen in folgende Haupt-Rubriken:
~a.~ Departement des Innern und Auswärtigen $ 1,049,438. 4
~b.~ do. der Justiz und geistlichen
Angelegenheiten „ 434,756.--
~c.~ do. des Krieges!! „ 16,465,121. 3
~d.~ do. der Marine „ 322,221. 1
~e.~ do. der Finanz und Kosten des
General-Congresses „ 4,120,971. 3
-----------------
$ 22,392,508.--
Als Details die am meisten Aufmerksamkeit erregen, mögen hier stehen:
~ad a.~ Gehalt des Ministers (so wie aller
Minister) $ 6,000
Fernere Gehalte in diesem Bureau „ 24,000
Für Papier und Druckkosten „ 29,609
Außerordentliche Ausgaben „ 20,000
Für +geheime+ Ausgaben im auswärtigen
Departement „ 100,000
Gesandtschaften und Consulate:
Zwei Gesandten bei dem großen amerikanischen
Congreß, der bekanntlich erst in
Panama, dann in Mexico gehalten werden
sollte, aber +nie ins Leben getreten
ist+ „ 13,200
~Chargé d’affaires~ in den vereinigten Staaten
von Nordamerika, nebst Secretariat „ 10,200
Außerordentliche Legation nach Central-Amerika
und Columbien, nebst Reisekosten „ 17,800
Außerordentliche Legation nach den Republiken
des südlichen Amerika’s, nebst
Reisekosten „ 28,250
Gesandtschaft in England:
Der Minister $ 12,000, Secretair u. s. w.
$ 8200, Total „ 20,200
Gesandtschaft in Frankreich:
Der Minister $ 10,000, Secretair u. s. w. }
$ 5700 } „ 15,700
Für die Reise dahin und Einrichtung des }
Hotels } „ 12,100
~Chargé d’affaires~ in Holland nebst }
Secretariat } „ 8,300
~Chargé d’affaires~ in Preußen, nebst }
Secretariat } „ 6,700
Für die Reise dahin und Einrichtung }
des Hotels } „ 5,100
Consulate in New-Orleans „ 2,600
„ in Bordeaux „ 2,600
Consulate in Hamburg, für die Hanse-Städte „ 3,600
Endlich noch für eine Gesandtschaft nach
+Europa+, welche der politischen Constellation
nach wahrscheinlich nothwendig
und nützlich werden würde, (hierbei hat
man ja wohl auf Spanien angespielt) „ 29,750
Sodann, für Errichtung und Vervollkommnung
von Primair-Schulen „ 80,000
Zur Unterstützung des Theaters „ 20,000
~ad b.~ “Geistliche Angelegenheiten,” hiebei genüge
die Bemerkung, daß für die Gesandtschaft
in +Rom+ $ 15,100, und für außerordentliche
und +geheime+ Ausgaben bei
+derselben+ $ 30,000! zusammen $ 45,100
ausgeworfen sind.
------------
~ad c.~ “Kriegs-Departement:”
8 Divisions-Generäle im }
Dienst à 6000 $ }
}
3 Divisions-Generäle nicht }
im activen Dienst à 4000 „ }
} im Jahr
14 Brigade-Generäle im } $ 135,000
Dienst à 4500 „ }
}
4 Brigade-Generäle nicht }
im activen Dienst à 3000 „ }
4 General-Inspectoren der Truppen im }
Innern und den beiden Californien zu }
4000 $ } $ 34,000
nebst 6 General-Adjutanten zu 3000 $ }
12 Bataillone Infanterie der Linie „ 1,791,795
12 Regimenter Cavallerie der Linie „ 1,848,419
3 Brigaden Artillerie der Linie „ 509,477
12 Compagnien Artillerie der Miliz im
activen Dienst „ 259,896
1 Brigade Mineurs „ 118,360
Das Ingenieurcorps „ 80,093
1 Bataillon Invaliden in Mexico „ 118,634
Das Sanitätscorps „ 77,929
Die Hospitäler „ 503,470
6 Compagnien permanente Cavallerie in
Californien „ 128,440
38 Compagnien permanente Cavallerie in
verschiedenen Theilen der Republik „ 998,985
20 Bataillone active Miliz, unter den
Waffen, im Innern der Republik „ 4,239,465
13 Bataillone Küsten-Wächter, Miliz „ 1,181,482
6 Schwadronen derselben „ 499,083
Und noch mehrere Cavallerie und Infanterie
Miliz-Abtheilungen im Innern „ 1,000,000
Entschädigung an die Miliz, für die Bekleidung,
zu 5 Reales monatlich an die
Infanterie und zu 10 Reales monatlich
an die Cavallerie „ 460,920
Für +geheime+ Ausgaben im Kriegs-Departement „ 40,000
--------------
~ad c.~ “Finanz-Departement:”
General-Congreß
Diäten an 76 Deputirte $ 228,000
Diäten an 40 Senatoren „ 120,000
Reise-Gelder der Deputaten und Senatoren
aus den verschiedenen Staaten,
her und zurück „ 150,000
Secretariat und Kosten „ 76,994
-------------
Kosten des General-Congresses $ 574,994
Gehalt des Präsidenten der Republik $ 36,000
Civil-Pensionen „ 117,925
Pensionen an Spanier, welche durch das
Gesetz von 1827 von ihren Aemtern entsetzt
wurden „ 53,295
Für die Dividenden der auswärtigen Anleihen „ 942,000
als den wahrscheinlichen sechsten Theil der
Einnahme an den Douanen von Vera-Cruz
und Tampico. U. s. w.
Diese ungeheure Gesammt-Ausgabe von $ 22,392,508, schlägt übrigens der
Minister vor, um 5,312,914 $ auf den Kriegs-Etat, zu vermindern und
dergestalt auf $ 17,079,594 zurückzuführen, was sie in Einklang mit der
Einnahme des vorhergegangenen Jahres bringen würde.
Das reine Product aller Zweige der Finanz war nemlich für das Jahr von
Juli 1830 bis Juli 1831 $ 17,256,882
Hierin figuriren die Douanen in
+allen Häfen+ der Republik mit $ 8,287,082
Die Douanen des Distrikts der
Föderation und Landes-Gränzen mit „ 1,737,484
(Hierin sind die Zölle und Abgaben
nicht begriffen, welche die einzelnen
Staaten als Consumozoll
erheben, und welche natürlich in
die Staaten-Finanz und nicht in
die Föderatif-Casse fließen.)
Die Briefpost-Administration mit „ 230,683
Die Lotterie mit „ 41,260
Die Salinen mit „ 66,505
Verkauf von National-Gütern „ 11,924
Die Münze in der Föderatifstadt Mexico „ 135,480
Beiträge der Staaten zur Föderations-Casse „ 1,356,563
(Der Minister beklagt sich, daß
diese Summe nicht größer gewesen,
was dem Gesetze nach der
Fall hätte seyn müssen.)
Die 2 pCt. Circulations-Rechte
auf Silber und Gold, vom Innern
nach der Küste „ 74,913 u. s. w.
Man sieht, daß noch vieles unausgeführt geblieben ist, die Summe von
$ 17,256,882 auszugleichen, so wie, daß nirgends eine Sicherheit der
gleichmäßigen Einnahme für das nächste Jahr existirt! Das Budget des
Herrn Finanz-Ministers ist mithin allerdings ein sehr unzuverlässiges
und schwankendes, es liefert aber doch dem prüfenden Auge des
unpartheiischen Beobachters den Beweis, daß in Mexico für einen
geregelten Staatshaushalt, ohne übertriebenen Militair-Etat, Resourcen
genug vorhanden sind, nicht allein um das Laufende zu bestreiten,
+sondern+ auch um die National-Schuld gradatim zu tilgen.
[Illustration: Karte von Mexiko]