[60] Simonides aus Julis auf Kos (556-486 v. Chr.), lebte teils in

Athen am Hofe des Hipparch, teils an dem des Hiero in Syrakus. Mit

ersterem war er befreundet, ebenso mit Themistokles, Pausanias,

Anakreon u. a. Er besaß weltmännische und wissenschaftliche Bildung und

war mit einem vorzüglichen Gedächtnis ausgestattet.

[61] Aristophanes aus Athen, zur Zeit des Peloponnesischen Krieges,

trat schon früh mit Komödien auf. Er lebte noch 386 v. Chr. – Eupolis

dichtete angeblich schon im 17. Jahre Komödien, mit Aristophanes

befreundet, dann entzweit. – Kratinus aus Athen, ebenfalls Zeitgenosse

des Aristophanes, durch persönliche Satire gefürchtet, schuf den

komischen Stil.

[62] Äschylus, geboren in dem attischen Demos Eleusis 525 v. Chr.,

führte in großer Zeit ein bewegtes Leben und übte auf die Gestaltung

der Tragödie nicht geringen Einfluß, gestorben 456 v. Chr. Von 70

Tragödien sind uns noch 7 erhalten.

[63] Uns ist nichts von einer Verbesserung seiner Stücke oder von der

Erlaubnis zur Aufführung seitens der Athener bekannt.

[64] Sophokles, geb. 496 v. Chr. in dem attischen Demos Kolonos, der

größte Tragödiendichter des Altertums, gest. 406. Von 86 Tragödien sind

7 erhalten, von denen einige auch heute noch aufgeführt werden. –

Euripides, geb. in Salamis 480 v. Chr., trat früh als Dichter auf,

gest. 406 in Pella, hochgeehrt von dem König Archelaus.

[65] Menander aus Athen, 342-290 v. Chr. Von seinen mehr als 100

Komödien haben wir nur noch Bruchstücke, zum Teil allerdings ziemlich

umfangreiche (so gerade in den hier genannten Epitrepontes), dagegen

Nachbildungen in mehreren Stücken des Terenz.

[66] Ein athenischer Redner, Zeitgenosse des Demosthenes.

[67] Aus Soli oder Syrakus, gest. 262 zu Athen, fast 100 Jahre alt. Von

seinen mehr als 90 Komödien ist nur wenig übrig. Zwei Stücke von ihm

hat Plautus frei nachgebildet.

[68] Thukydides aus Athen, 471-396 v. Chr.

[69] Herodot aus Halikarnaß, 484 bis gegen 410 v. Chr.

[70] Theopomp aus Chios, geb. um 378 v. Chr., schrieb auf Veranlassung

seines Lehrers Isokrates Hellenika, als Fortsetzung des Thukydides, und

58 Bücher Philippika, eine allgemeine Geschichte seiner Zeit. Beide

Werke sind verlorengegangen.

[71] Philistus aus Syrakus, Zeitgenosse der beiden Dionysios', 356 v.

Chr. in hohem Alter getötet. Er verfaßte sizilische Geschichten.

[72] Ephorus, aus dem äolischen Kyme, Verfasser einer Geschichte

Griechenlands von Anfang an bis zum Jahre 340 v. Chr.

[73] Clitarch aus Megara, Geschichtschreiber Alexanders d. Gr.

[74] Timagenes aus Alexandria, Freund des Asinius Pollio, schrieb

ebenfalls eine Geschichte Alexanders d. Gr.

[75] S. weiter unten.

[76] Außer den fünf genannten: Antiphon, Andocides, Isäus, Lycurgus und

Dinarchus.

[77] Aus dem Demos Päania, 384-322 v. Chr.

[78] Äschines aus Athen, 389-314 v. Chr., Gegner des Demosthenes.

[79] Hyperides aus Athen, geb. 390 v. Chr., wie Demosthenes tätig im

Kampfe gegen Philipp von Mazedonien, in Ägina auf Befehl des Antipater

322 hingerichtet.

[80] Lysias, geb. in Athen um 435 v. Chr., berühmter Lehrer der

Beredsamkeit, starb in hohem Alter 353 v. Chr.

[81] Isokrates, geb. in Athen 436 v. Chr., ein Schüler des Sokrates,

ebenfalls berühmt als Lehrer der Beredsamkeit. Er starb 94 Jahre alt

wenige Tage nach der Schlacht bei Chäronea 338 v. Chr. eines

freiwilligen Todes.

[82] Demetrius von Phaleron, 317-307 v. Chr. fast unumschränkter

Statthalter in Athen; darauf gestürzt, fand er in Ägypten freundliche

Aufnahme. Er starb in Oberägypten 283 in der Verbannung an dem Bisse

einer Schlange.

[83] Plato, geb. 427 v. Chr., gest. 347, der größte Schüler des

Sokrates.

[84] Xenophon, aus dem attischen Demos Erchia, geb. um 434 v. Chr.,

Schüler des Sokrates, bekannt durch seine Teilnahme an dem Zuge des

jüngeren Kyros, wegen seiner Vorliebe für Sparta 399 verbannt, lebte

dann in Skillus bei Elis, darauf in Korinth, gest. 355.

[85] Aristoteles, geb. 384 v. Chr. zu Stagira in Mazedonien, Lehrer

Alexanders d. Gr., berühmtester und gelehrtester Philosoph des

Altertums, starb in Chalkis 322.

[86] Theophrast war zu Eresos auf Lesbos 371 v. Chr. geboren, wurde 322

Nachfolger des Aristoteles als Lehrer der peripatetischen Schule zu

Athen und starb 287. Er soll ursprünglich Tyrtamos geheißen und erst

von Aristoteles den Namen Theophrast erhalten haben.

[87] Publius Vergilius Maro (geb. 15. Oktober 70 v. Chr., gest. 19.

September 19 v. Chr.) ist im Altertum und im Mittelalter überschätzt,

später unterschätzt worden. Erst in neuerer Zeit ist ihm die ihm

gebührende Wertschätzung wieder zuteil geworden.

[88] Ein berühmter, von Quintilian oft genannter Redner.

[89] S. Anm. 45.

[90] Titus Lucretius Carus lebte von 98-55 v. Chr., schrieb das noch

erhaltene Lehrgedicht „Von der Natur der Dinge”.

[91] Publius Terentius Varro Atacinus, 82-36 v. Chr., aus Atax in

Gallia Narbonensis, verfaßte eine freie Nachbildung der Argonautika des

Apollonius, schrieb ein episches Gedicht „Der Sequanerkrieg” und

versuchte sich auch in der Satire.

[92] Quintus Ennius, geboren zu Rudiä in Kalabrien 239 v. Chr., berühmt

durch die uns noch in Bruchstücken erhaltenen Annalen, ein historisches

Epos in Hexametern; auch dichtete er Tragödien und Komödien. Er starb

169.

[93] Publius Ovidius Naso, 43 v. Chr. bis 17 n. Chr. -- Unter seinen

„epischen Gedichten” sind die Metamorphosen zu verstehen.

[94] Freund des Ovid.

[95] Kann wegen des folgenden Lobes nicht im geringschätzigen Sinne

genommen werden.

[96] Der Name Serranus beruht nur auf Konjektur.

[97] Von Valerius Flaccus, gest. um 88 n. Chr., haben wir noch sein

Gedicht Argonautika.

[98] Saleius Bassus, Zeitgenosse Vespasians; über seine Schriften ist

nichts Näheres bekannt.

[99] Beide Zeitgenossen Ovids.

[100] Marcus Annäus Lucanus aus Corduba, lebte 39-65 n. Chr., verfaßte

ein Epos Pharsalia, das sich durch rhetorisches Pathos auszeichnet.

[101] Gemeint ist Domitian, der nach der Besiegung der Chatten den

Titel Germanicus annahm.

[102] Eklogen 8, 13.

[103] Albius Tibullus, römischer Ritter, etwa 59-18 v. Chr.

[104] Sextus Aurelius Propertius, um 54-15 v. Chr., Altersgenosse

Tibulls.

[105] Cajus Cornelius Gallus, aus Forum Julii, ein vertrauter Freund

Vergils (1. Ekloge 10), endete durch Selbstmord 26 v. Chr.

[106] Caius Lucilius aus Suessa Auruncorum, römischer Ritter, 180 bis

102 v. Chr., Freund des jüngeren Scipio Africanus und Lälius.

[107] Quintus Horatius Flaccus, 65-8 v. Chr.

[108] Aulus Persius Flaccus aus Volaterrä, römischer Ritter, lebte

34-62 n. Chr., Verfasser von sechs noch erhaltenen Satiren.

[109] Marcus Terentius Varro aus Reate, 116-27 v. Chr. Von seinen

zahlreichen Schriften sind nur erhalten drei Bücher von der

Landwirtschaft, sowie Bruchstücke eines größeren Werkes Über die

lateinische Sprache und der etwa 96 Satiren.

[110] Quintus Valerius Catullus, geb. zu Verona 86 v. Chr., gest. 54 v.

Chr. „#Der größte Dichter, den Rom gehabt hat, ist Catullus#” (B. G.

Niebuhr).

[111] Furius Bibaculus, geb. 102 v. Chr. zu Cremona, von Horaz (Satiren

II, 5, 41) verspottet.

[112] Über dieses Urteil Quintilians vgl. #K. E. Güthling# in der

Zeitschrift für das Gymnasialwesen 1869, S. 886, wo derselbe mit Recht

sagt: „Aber es ist zum Erschrecken, wenn es bald nachher heißt:

≈Lyricorum Horatius fere solus legi dignus≈. Ich bekenne offen, daß mir

Lachmanns Urteil, das er im philologischen Seminar mehr als einmal

ausgesprochen hat, des Horatius Oden seien glatt wie Marmor, aber auch

kalt wie Marmor, und zwei bis drei beliebige Episteln des Horatius

seien ihm mehr wert, als alle Oden zusammengenommen, eine ganz gerechte

Schätzung des Lyrikers Horatius zu enthalten scheint, sosehr mich dies

Urteil anfangs frappierte. Sprache und Versbau sind unübertrefflich

vollendet; das ist aber auch das beste, was man von diesen Oden sagen

kann. Diejenigen von ihnen, die aus der Stellung des Dichters zum Hofe

hervorgingen, haben alle ein gemachtes, hohles Pathos, sind arm an

fruchtbaren Gedanken, und ich will es gern unentschieden lassen, ob sie

der Vorwurf unwürdiger Schmeichelei treffe oder nicht. Die übrigen

bewegen sich in einem sehr engen Gedankenkreise, den sie allerdings mit

Geschick variieren, so daß der nicht sehr aufmerksame Leser über der

schönen Form und einem zahllose Male in anderm Gewande wiederkehrenden

Gemeinplatz die Armut des Inhalts übersieht. Den meisten, ja fast allen

den fehlt die jugendliche Frische, die Leidenschaft und Glut der

Empfindung, welche den Leser hinreißt. Das ist auch natürlich; war doch

der Dichter ein Vierziger, als er zur Leier griff, und daß die

Beschäftigung mit der Satire keine besondere Vorbereitung für die Lyrik

abgegeben hat, versteht sich wohl von selbst. Um Quintilians Urteil

über Horatius zu verstehen und zu würdigen, mag das Gesagte genügen;

dem Lyriker Horatius stellen wir getrost den Catullus entgegen, nein,

wir stellen ihn aus voller Überzeugung über Horatius. Wenn Quintilian

den Catullus nur als Jambographen anführt, so ist das nicht zu

bewundern; er gehört ja zu den „Alten”, nicht zu den Kunstpoeten, als

deren Repräsentant und Verfechter in der Augusteischen Zeit Horatius,

wie das seine Polemik gegen ältere Dichter zeigt, vorzugsweise zu

betrachten ist. Niebuhrs Urteil über Catullus (vgl. Catullus, übersetzt

von Stromberg, Vorrede) ist bekannt; vor fünfundzwanzig Jahren habe ich

es auf Niebuhrs Namen angenommen, jetzt unterschreibe ich es aus

eigener Überzeugung. Es sei zum Schutze des von unserm Rhetor

totgeschwiegenen Lyrikers hiermit an dasselbe erinnert.”

[113] Cäsius Bassus, Freund des Persius, kam angeblich 79 bei dem

Ausbruche des Vesuvs um.

[114] Lucius Attius, von 170 bis etwa 90 v. Chr. -- Marcus Pacuvius aus

Brundusium, geb. um 220 v. Chr., starb in einem Alter von 90 Jahren.

[115] Lucius Varius Rufus, 74-14 v. Chr., Epiker und Tragiker, Freund

des Vergil und Horaz. Vgl. Horaz, Oden I, 6, 1; Satiren I, 10, 44;

Episteln II, 1, 247; 3, 55.

[116] Publius Pomponius Secundus lebte unter den vier ersten Kaisern

nach Augustus; gest. um 60 n. Chr.

[117] Lucius Älius Stilo, Rhetor und Altertumsforscher, Lehrer des

Cicero und Varro.

[118] Titus Maccius Plautus, um 254-184 v. Chr.

[119] Cäcilius Statius aus Insubrien, Zeitgenosse des Ennius, um

219-166 v. Chr.

[120] Publius Terentius Afer, um 194-159 v. Chr., kam aus Afrika in

früher Jugend als Sklave nach Rom, wo er erzogen und freigelassen

wurde.

[121] Lucius Afranius, Zeitgenosse des Terenz, um 150 v. Chr.

[122] Cajus Sallustus Crispus, 87-34 v. Chr.

[123] Titus Livius, 59 v. Chr. bis 17 n. Chr.

[124] Servilius Nonianus, Konsul 35 n. Chr., gest. 60 oder 61 n. Chr.

Er war ein tüchtiger gerichtlicher Redner und wandte sich sodann dem

Studium der Geschichte zu. Er beschrieb die Zeit des Untergangs der

Republik und die Gründung der Monarchie.

[125] Aufidius Bassus lebte unter Tiberius. Er schrieb Geschichtswerke

über die erste Kaiserzeit sowie über den Germanischen Krieg und starb

unter Nero.

[126] Quintilian meint vielleicht Cornelius Tacitus.

[127] Cajus Cremutius Cordus, freimütiger Geschichtschreiber zur Zeit

des Tiberius.

[128] Marcus Tullius Cicero war geboren 106 v. Chr., ermordet 43 bei

Cajeta.

[129] Bezieht sich in dieser Allgemeinheit nur auf die gerichtlichen

Reden vor dem Areopag.

[130] Die sechs unter dem Namen des Demosthenes überlieferten Briefe

sind unecht.

[131] Bezieht sich auf die meisten philosophischen Schriften Ciceros,

ebenso auf „Brutus” und „vom Redner”.

[132] In den vorhandenen Gedichten Pindars ist diese Äußerung nicht zu

finden.

[133] Cajus Asinius Pollio, 76 v. Chr. bis 5 n. Chr., der bedeutendste

Redner nach Cicero und zur Zeit des Augustus. Quintilian erwähnt ihn

oft, Horaz hat ihn Oden II, 1 verherrlicht.

[134] Marcus Valerius Corvinus Messalla, 64 v. Chr. bis 8 n. Chr.,

Staatsmann und Feldherr, besonders aber auch Redner. Vgl. Horaz, Oden

III, 21.

[135] Cajus Julius Cäsar, 100-44 v. Chr.

[136] Marcus Cälius Rufus, 88-48 v. Chr., Freund Ciceros.

[137] Cajus Licinius Calvus, 82 bis etwa 47 v. Chr., Freund des Catull

und selbst Dichter.

[138] Servius Rufus, der berühmteste Rechtsgelehrte zur Zeit Ciceros.

[139] Cassius Severus, geb. 44 v. Chr., wegen seiner scharfen Zunge

nach der Felseninsel Seriphos verbannt, wo er um 30 n. Chr. starb.

[140] Domitius Afer aus Nemausus (Nismes), gest. 59 n. Chr. -- Julius

Africanus aus Gallien, blühte unter Nero.

[141] Marcus Galerius Trachalus, Konsul 68 n. Chr., der dem Kaiser Otho

seine Reden verfaßt haben sollte.

[142] Quintus Vibius Crispus, unter Nero als Denunziant (≈delator≈) von

trauriger Berühmtheit, lebte noch als Greis unter Domitian.

[143] Er lebte unter Vespasian; er gehört auch zu den in Tacitus'

Gespräch über die Redner teilnehmenden Personen.

[144] Nach Tacitus (Gespräch über die Redner) und Plinius (Briefe):

Aper, Marcellus, Maternus, Messalla u. a.

[145] Vater und Sohn, Zeitgenossen des Cäsar und Augustus, Anhänger der

pythagoreischen Lehre. – Über Cornelius Celsus siehe Anmerkung 16.

[146] Nicht näher bekannt; vielleicht ist der Name falsch überliefert.

[147] Von Geburt ein Insubrer, Zeitgenosse Ciceros.

[148] Lucius Annäus Seneca, Sohn des Rhetors gleichen Namens, geboren

zu Corduba in Spanien um 2 n. Chr., gestorben 65.

Zweites Kapitel

[1] Livius Andronikus aus Tarent um 240 v. Chr., der erste dramatische

Dichter Roms.

[2] Damit sind die vom ≈pontifex maximus≈ angefertigten ≈annales maximi≈

gemeint, eine nüchterne Aufzählung der denkwürdigsten politischen und

religiösen Begebenheiten, fortgesetzt bis zum Pontifikat des Mucius

Scävola 130 v. Chr.

[3] Zur Erläuterung der hier erwähnten atomistischen Vorstellung

Epikurs vgl. Lukrez IV, 48 ff.

Dennoch sag' ich, es senden die Oberflächen der Körper

Dünne Figuren von sich, die Ebenbilder der Dinge;

Häutchen möcht' ich sie nennen, und gleichsam die Hülsen von diesen,

Denn sie gleichen an Form und Gestalt dem nämlichen Körper,

Dem entflossen umher sie die freien Lüfte durchschwärmen.

[4] Buch 2, Kap. 8.

Drittes Kapitel

[1] D. h. das Schreiben.

[2] Über den Redner I, 150; 257.

[3] Lucius Licinius Crassus, berühmter Redner, 140-91 v. Chr. Die

zweite Hauptperson in der erwähnten Schrift Ciceros ist Marcus Antonius

(142-87 v. Chr.), der Großvater des Triumvirs Antonius.

[4] Vergleichung mit dem Teile des römischen Staatsschatzes, der für

die äußersten Notfälle reserviert war.

[5] Der Gedanke erinnert an das bekannte Wort Hesiods („Werke und Tage”

289): Doch vor die Tugend setzten den Schweiß die unsterblichen Götter.

Vgl. auch Epicharmus bei Xenophon „Erinnerungen an Sokrates” II, 1, 20:

Nur für Arbeit wird das Gute von den Göttern uns verkauft.

[6] Vielleicht derselbe, an welchen Horaz Epistel I, 3 und II, 2

gerichtet hat.

[7] Wie sehr in Gallien die Beredsamkeit in der Kaiserzeit blühte,

zeigt der von Caligula zu Lugdunum veranstaltete Wettkampf der

griechischen und lateinischen Beredsamkeit.

[8] Satiren 1, 106.

[9] S. die bekannte Erzählung bei Plutarch, Leben des Demosthenes Kap.

7.

Viertes Kapitel

[1] Cajus Helvius Cinna, Freund Catulls, Verfasser eines epischen

Gedichtes „Smyrna”, das noch erhalten ist. -- Der Panegyrikus des

Isokrates ist eine Festrede, die vor der Festversammlung bei den

Olympischen Spielen gesprochen worden und uns noch erhalten ist. Vgl.

Plutarch, „Leben der zehn Redner” IV, 15: Den Panegyrikus schrieb er in

zehn, nach anderen in fünfzehn Jahren.

Fünftes Kapitel

[1] S. 1, 155.

[2] Z. B. im Anfange der Bücher „Von den Pflichten” und „Vom höchsten

Gut und Übel”.

[3] Von Plato hat Cicero den Timäus und Protagoras, von Xenophon den

Ökonomikus übersetzt.

[4] Eine Hetäre, welche der Gottlosigkeit angeklagt war und von ihrem

Liebhaber Hyperides verteidigt wurde.

[5] III, 5, 15.

[6] S. Briefe an Atticus IX, 4, 9. Hierher gehören die Paradoxa, die

Cicero in seinen letzten Lebensjahren verfaßt hat.

[7] Z. B. Cicero und Hortensius.

[8] Er hatte als Tribun einen Antrag gestellt, gegen dessen Vorlesung

durch den Herold ein anderer Tribun Einsprache erhob. Cornelius las nun

den Antrag selbst vor und wurde dafür wegen Majestätsvergehens

angeklagt, jedoch von Cicero glänzend verteidigt.

[9] Das Gefolge des Milo und das des Clodius gerieten aneinander, ein

Sklave Milos verwundete Clodius, Milo eilte herbei und tötete ihn. Da

er infolgedessen angeklagt wurde, verteidigte ihn Cicero in der uns

erhaltenen Rede.

[10] Der jüngere Cato (Uticensis) trat dem Redner Hortensius seine Frau

Maria förmlich ab und nahm sie dann wieder zurück, nachdem sie sechs

Jahre mit Hortensius bis zu dessen Tode zusammengelebt hatte.

[11] Marcus Porcius Latro, Redner und Freund des Augustus.

[12] Lucius Cestius Pius, ein sehr angesehener griechischer Rhetor zur

Zeit des Augustus, der nur lateinisch vortrug.

[13] I, 2, 15.

Sechstes Kapitel

[1] Metrodorus aus Skepsis, einer Stadt in Mysien, akademischer

Philosoph und Rhetor, Schüler des Karneades.

[2] Der Rhetor Empylus wird sonst nirgends erwähnt.

Siebentes Kapitel

[1] Wo, läßt sich nicht nachweisen.

[2] VI, 2, 29 f.

[3] Dichter der alexandrinischen Schule im 2. Jahrhundert v. Chr.

[4] S. Cicero, Rede für Archias 18.

[5] Vielleicht zu beziehen auf Cicero „Der Redner” 34.

[6] Cajus Papirius Carbo, Konsul 120 v. Chr.

[7] Wo, ist nicht nachzuweisen.

[8] Popilius Länas, Rhetor zur Zeit des Tiberius; Quintilian erwähnt

ihn noch III, 1, 21; XI, 3, 183. Sonst ist er nicht näher bekannt.

[9] Vielleicht stammen diese Worte aus einer Schrift des Popilius

Länas.

Inhalt

Einleitung 3

1. Kapitel: Vom Wörtervorrat 8

2. Kapitel: Von der Nachahmung 39

3. Kapitel: Art und Weise der schriftlichen Übungen 47

4. Kapitel: Von der Nachbesserung 56

5. Kapitel: Über den Gegenstand der schriftlichen Übungen 58

6. Kapitel: Sammlung des Gedankenstoffes 65

7. Kapitel: Wie die Fertigkeit, aus dem Stegreif zu

reden, erworben und erhalten wird 68

Für die Lektüre

der römischen Klassiker im Originaltext unentbehrlich:

≈MÜHLMANN≈:

≈Lateinisch–deutsches

Wörterbuch≈

für Studierende und Schüler höherer Lehranstalten

43., berichtigte und vermehrte Auflage, besorgt von

Prof. Dr. Otto Güthling

Preis: geheftet RM. 4.90, in Halbleinen gebunden RM. 6.10,

in Halbleder gebunden RM. 7.60

Die von Prof. Dr. Otto Güthling vielfach berichtigte und stark

vermehrte Neubearbeitung des berühmten Wörterbuches von Mühlmann ist

für die Lektüre der lateinischen Klassiker ein Hilfsmittel, das den

von Studierenden und Schülern höherer Schulen gestellten

Anforderungen in vollem Umfange genügt. Sind doch außer den üblichen

Schulautoren auch diejenigen Schriftsteller berücksichtigt, die auf

Grund der neuen Lehrpläne jetzt teils mehr als früher behandelt

werden, teils neu hinzugekommen sind. Nicht unerwähnt bleibe

schließlich der niedrige Preis, der die Anschaffung wesentlich

erleichtert, sowie die gediegene, vornehme Ausstattung.

Durch jede Buchhandlung

≈PHILIPP RECLAM JUN., VERLAG, LEIPZIG≈

Unterricht in der Beredsamkeit · 第 6 / 6 段