FUSSNOTEN:

[A] Nach dem spezifischen Gewichte des Goldes von 19,32 und dem

österreichischen Gesetze vom 2. August 1892 R. G. Bl. No. 126 hat ein

Cubikdecimeter puren Goldes einen Werth von 63369,60 Kronen und wurde

der österreichische Finanzminister mit Gesetz vom selben Tage R. G. Bl.

No. 130 ermächtigt, ein Golddarlehen von 183,456,000 alten

österreichischen Goldgulden oder 4369 Millionen Kronen für Valutazwecke

zu kontrahiren. Feingold in dieser Menge ergibt eine kreisrunde Säule

von ein Meter Durchmesser und 9,23475 Meter Höhe.

Die Zinsen des erwähnten Darlehns wurden auf neun Millionen Gulden

veranschlagt und müssen durch den Export von Brodfrüchten und

Schlachtvieh aufgebracht werden, entziehen daher dem Vaterlande die

Nahrungsmittel für 50000 gut genährte oder 200000 kümmerlich genährte

Menschen.

Auch in Peru zur Zeit seiner Eroberung durch Pizarro galt das Gold für

werthlos, weil es nicht zu Geld ausgemünzt wurde. Man deckte die Paläste

mit Goldplatten ein und die Soldaten trugen goldene Rüstungen.

[B] »Ein Rückblick aus dem Jahre 2000 auf 1887« von

Bellamy, Universalbibliothek Nr. 2661, 2662, und »Ein Blick in die

Zukunft« von Richard Michaelis, U.-B. Nr. 2800.

[C] Matthäus 13, 52.

[D] Jesaias 66, 1. Apostelgeschichte 7, 48. 49.

[E] Matthäus 6, 6.

[F] Matthäus 11, 14. und 17, 12.

[G] Matthäus 25, 34-45.

[H] Jesaias 65, 17. 20. 21. 22. 23.

[I] Petrus II, 3, 13. Jesaias betrachtete die noch heute

geltende Wirthschaftsordnung als eine verderbliche und solche, die auf

Ausbeutung der Menschen durch die besitzenden Klassen beruht und er

weissagt eine künftige andere und bessere Gesellschaftsordnung. Daraus,

nämlich aus der Erkenntniß der Ungerechtigkeit der Besitzherrschaft

erklärt sich der Kampf Christi gegen die Reichen und die Begriffe »diese

Welt« und die »andere Welt« bezeichnen den Gegensatz der herrschenden

und der künftigen Weltordnung.

[J] Ein Rückblick. -- Seite 104.

[K] Ein Blick in die Zukunft. -- Seite 27.

[L] Johannes 7, 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Marcus 3, 21. Matthäus 13,

57. 58., Marcus 6, 4. Matthäus 12, 46. 47. 48. 49. 50. Marcus 3, 31. 32.

33. 34. 35. Lucas 8, 19. 20. 21., besonders die Apostelgeschichte 1, 14.

-- Es ist merkwürdig, daß Christus nach der Hochzeit zu Kanaan und einem

kurzen Besuche in Kapharnaum niemals mehr mit Maria zusammen war und

diese immer mit den »ungläubigen« Brüdern ging, auch nach dem Tode

Christi mit den Brüdern zugleich auftrat, und die Art, wie Christus

jeder Erinnerung an Maria auswich, ist in Matthäus 12, 50. Marcus 3, 35.

Lucas 8, 21. einerseits und Lucas 11, 28. andererseits in eine

eigenthümlich indirecte Form gekleidet, was mit dem Satze übereinstimmt,

daß ein Prophet nirgends weniger gelte, als in seinem Hause und in

seiner Verwandtschaft. -- Lucas 11, 28. läßt keine andere Deutung zu,

als Maria könne _=nicht=_ selig gepriesen werden, weil sie das Wort

Gottes _=nicht=_ höre und dasselbe _=nicht=_ beobachte. Dann stimmt es

genau mit jenem anderen Worte »wer ist mir Mutter und Brüder, nicht

_=Maria=_ ist meine Mutter und nicht ihre _=Begleiter=_ sind meine

Brüder, sondern jene sind es, die den Willen Gottes thun.« Siehe noch

Matthäus 27, 55. 56. Marcus 15, 40. 41. Lucas 23, 49. -- Dagegen muß man

offenbar annehmen, daß Johannes 19, 25. 26. 27. nicht historisch

richtig, sondern nur bildlich zu nehmen ist, was schon daraus

hervorgeht, daß ja Johannes nach dem Zeugnisse der Synoptiker entflohen

war. Matthäus 28, 10. Marcus 16, 9. Lucas 23, 55. 56. und 24, 1. 2. 9.

10. -- Johannes 20, 2. 4. und 8. zeigt deutlich das Motiv, welches die

abweichenden Berichte dieses Evangelisten erklärt. Siehe auch Johannes

13, 23. dann 18, 15. 16. 19, 27. al. 2, 21, 20. 23.

[M] Wie aus Morgan »Die Urgesellschaft« hervorgeht, ist

ursprünglich die Mutter das Haupt der Familie und die weibliche

Abstammung für die Verwandtschaft entscheidend gewesen und erst mir

Einführung des Sondereigenthumes wurde die Abstammung von väterlicher

Seite entscheidend. Die Rückkehr zum Gesammtbesitze muß naturgemäß

wieder den Einfluß der Mutter zum entscheidenden in der Familie und im

Erziehungswesen machen.

[N] Michaelis, Ein Blick in die Zukunft, Seite 83.

[O] Die Civilliste war in Oesterreich mit einem Prozent vom

Gesammtproducte oder, was dasselbe war, vom Arbeitsaufwande, durch das

Volk bewilligt worden und da 55% der Bevölkerung produktiv waren, das

Volk somit 22 Millionen Arbeiter stellte, war die Civilliste gleich

220000 Arbeitsjahren, daher der gedachte Bau, dessen Herstellung sich

auf drei Jahre vertheilte, nur einen geringen Theil der öffentlichen

Bauten bildete, die die Civilliste auf sich nahm. Sie war für Hof und

Adel ausgeworfen und diente den Volksinteressen.

[P] Lucas 7, 47.

[Q] Seite 41 der 10. Auflage.

[R] Matthäus 6, 33.

[S] Nach der Volkszählung der im Reichsrathe vertretenen

Königreiche und Länder Oesterreichs betrug am 31. Dezember 1880 die Zahl

der Frauenspersonen im Alter von 15 bis 45 Jahren 5123884 und im Jahre

1882 die Zahl der Geburten 873522. Bliebe aber selbst dieses

Geburtenprocent von nur vier zu hundert der Gesammtbevölkerung (circa 22

Millionen) constant und würde die Sterblichkeit, was erwartet werden

muß, wenn eine rationelle Ernährung und Pflege aller Volksgenossen

eintritt, auf 1.5 % sinken, also der Jahreszuwachs auf 2.5 % steigen, so

würde sich die Bevölkerung in circa 30 Jahren verdoppeln, in 60 Jahren

aber vervierfachen. Wer wird die erforderlichen Wohnhäuser bauen? Kann

die Arbeit dieser Vermehrung folgen, dann allerdings wird sie zum Segen

werden. Je enger wir wohnen können, um so beglückender der Communismus.

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Oesterreich im Jahre 2020: Socialpolitischer Roman · 第 43 / 44 题