Nachwort.
Nur an der Hand des mit unendlichem Fleiß und großer Liebe verfaßten
Kataloges: „Adrian Ludwig Richter, Maler und Radierer, des Meisters
eigenhändige Radierungen, sowie die nach ihm erschienenen Holzschnitte,
Radierungen usw., usw., von Johann Friedrich Hoff“ war es möglich,
die chronologische Reihenfolge der Werke und Arbeiten des Meisters
wiederzugeben. Herr J. F. Hoff in Frankfurt a. M., ein Freund und
Schüler des verewigten Meisters, hat in jahrelanger rastloser Arbeit
ein selten vollständiges Verzeichnis zusammengebracht und dem Meister
noch bei Lebzeiten (das Werk erschien 1877 bei J. Heinrich Richter)
damit eine große Freude gemacht.
Bei dem knappen Raum war es nicht möglich -- es lag auch nicht in
meiner Absicht -- jedes einzelne Blatt oder alle die kleineren Werke,
für die Richter gearbeitet, in dieser Monographie zu erwähnen.
Es galt, in knapper Form ein Bild von der reichen Tätigkeit des
Meisters zu geben. Wenn wir den größeren Teil der Abbildungen, die
in Holz geschnitten wurden, nicht im Holzschnitt, sondern nach den
Originalzeichnungen wiedergegeben haben, so hat das seinen Grund
darin, daß die eigenartige Zartheit der Handzeichnung auch durch
den vollkommensten Holzschnitt nicht ganz genau wiederzugeben ist.
Die Handzeichnungen, die wir hier vervielfältigt darbieten konnten,
verdanken wir dem überaus gütigen Entgegenkommen der Direktion der
Königlichen Nationalgalerie in Berlin durch Herrn Professor ~Dr.~
von Donop, des Herrn E. Cichorius in Dresden, des Herrn A. Flinsch
in Berlin, des Herrn E. Theodor Kretzschmar in Dresden †, der Frau
Boerner in Leipzig usw. -- Die Erlaubnis zur Vervielfältigung der
Handzeichnungen wurde von Herrn Georg Gaber in Berlin und den
verschiedenen Herren Verlegern der Richterschen Werke auch für die
Wiedergabe der Holzschnitte und Radierungen freundlichst erteilt.
[Illustration: +Das Ludwig Richter-Denkmal auf der Brühlschen Terrasse
in Dresden.+]