Der Alte fragt: „Finger, wo bist du?“ Der Finger schreit: „Ich bin im
Garten auf dem Kehrichthaufen.“
Wie das erste Mal steht er auf, zerschneidet das Mädchen und hängt es
an die Wand.
Am nächsten Tage steht er auf, geht wieder in das Haus. Das jüngste
Mädchen schreit: „Wo sind meine Schwestern? Wohin hast du sie
gebracht?“
Der Alte sagt: „Die eine habe ich einem Prinzen gegeben, die andere
einem reichen Manne. Deine Schwestern sind gut untergebracht. Ich werde
dich auch mitnehmen und einem schönen Jünglinge geben.“
Das Mädchen hatte im Hause eine gelbe Katze, die nahm sie unter dem Arm
mit und ging mit dem Alten. Sie kommen an die Höhle und treten ein. Das
Mädchen sieht nach beiden Seiten, — was siehst du? — ihre beiden
Schwestern sind mitten durch gespalten und hängen an der Wand. Das
Mädchen sagt: „Ach, meine Schwestern sind tot“ und aus ihren Augen
fließt Blut anstatt Tränen. Sie sagt: „Du gottloser Kerl, ich werde
dich bestrafen“ und geht weiter.
Wir wollen die Geschichte nicht in die Länge ziehen. Der Alte kommt in
sein Zimmer und, wie das vorige Mal, sagt er zum Mädchen: „Ich hungere,
koche deine Schwester, wir wollen essen.“ Das Mädchen steht auf, nimmt
einen Leichnam, kocht die eine Hälfte im Herde, die andere nicht und
setzt sie vor. Der Alte nötigt das Mädchen, das Mädchen sagt: „Ich esse
kein Menschenfleisch.“
„Ja, was ißt du denn? Ißt du meinen Finger?“