Zellen 391.
Zentralbewegung 276, 278.
Zentrifugalkraft 313.
Zodiakallicht 339.
Zuckergewinnung 361.
Ergänzungen, Zusätze und Berichtigungen[884].
Zu S. 88, Anm. 2: Vgl. K. *Meyer*, Die Entwicklung des
Temperaturbegriffs im Laufe der Zeiten. Nr. 48 der Sammlung »Die
Wissenschaft«, Verlag von Vieweg, Braunschweig.
Zu S. 119: Zu den Ausführungen *Keplers* bemerkt E. *Wiedemann*:
»*Faraday* hat einmal meinem Vater gesagt, wenn man wüßte, was er alles
versucht habe, so würde man ihn für verrückt halten.«
Zu S. 121: Der Ehrensaal des Deutschen Museums in München birgt eine
Rekonstruktion der »Uranienborg« nebst den von *Tycho* benutzten
Instrumenten in der Größe 1 : 10.
Zu S. 129: Unter den Gegnern des Hexenwahns ist auch der Jesuit *Spee*
(1591-1635) zu nennen, der sich durch seine geistlichen Lieder einen
Namen in der Literaturgeschichte erworben hat (Wü).
E. *Wiedemann* bemerkt zu diesem Punkt: Ob wir dank der Telepathie
nicht bald wieder Hexenprozesse haben werden? Wir sind auf dem besten
Wege dazu! Sobald die Telepathie geglaubt wird, gibt es auch Hexen!
Zu S. 141: Das Problem des Sonnenbildes wurde schon von *Kamâl al Dîn*
gelöst (Wi).
Zu S. 143 oben: *Alhazen* war schon bekannt, daß das Verhältnis
zwischen dem Einfalls- und dem Brechungswinkel nicht konstant ist (Wi).
Zu S. 145 Mitte: Auch *Alhazen* war mit der am sphärischen Hohlspiegel
auftretenden Abweichung schon bekannt (Wi).
Zu S. 145 unten: Der Gedanke, den Linsen eine hyperbolische Form zu
geben, begegnet uns nach den neuesten Untersuchungen, welche die großen
Verdienste der Araber um die Entwicklung der Optik dargetan haben,
schon bei *Kamâl al Dîn* (Wi).
Zu S. 150, Anm. 3: Siehe auch S. *Günther*, Vergleichende Mond- und
Erdkunde (Vieweg, Die Wissenschaft) (Wü).
Zu S. 174 (4. Zeile): Es muß heißen »uns gegen die Umwelt geistig
einzustellen« *statt* »uns gegen die geistige Umwelt einzustellen«.
Zu S. 201: Ein prächtiges Ölbild *Otto* v. *Guerickes* befindet sich im
Ehrensaal des Deutschen Museums zu München.
Zu S. 207: Der Saal für Mechanik im Deutschen Museum zu München
enthält außer der Originalluftpumpe *Guerickes* auch Nachbildungen des
Baroskops (Abb. 64 unten).
Zu S. 265: Nach E. *Wiedemann* finden sich auch bei *Kamâl al Dîn*
schon richtige Vorstellungen über das Zustandekommen des Regenbogens.
Zu S. 282: Zu dem zweiten Absatz ist zu bemerken, daß dies Verhalten
*Newtons* für seine ganze Denkungsart bezeichnend ist (Wi).
Zu S. 338: Herrn Prof. Dr. *Plaßmann* (Münster i. W.) verdanke ich
folgende Mitteilung über die Entdeckung der Saturnmonde:
In neuerer Zeit wurden zwei weitere Monde auf photographischem Wege
entdeckt. Nach dem Abstände von dem Hauptplaneten (gemessen von dessen
Mittelpunkt und in Teilen seines Äquatorradius) lassen sich die 10
Monde folgendermaßen ordnen:
-----------+-----------------------------+-----------
Satellit | Entdecker -- Zeit | Abstand
===========+=============================+===========
Mimas | W. Herschel 1789 | 3,1
Enceledus | " " " | 3,9
Tethys | D. Cassini 1684 | 4,9
Dione | " " " | 6,2
Rhea | " " 1672 | 8,7
Titan | Chr. Huygens 1655 | 20,2
Themis | W. H. Pickering 1904 | 24,2
Hyperion | W. Cr. Bond 1848 | 24,5
Japetus | D. Cassini 1671 | 58,9
Phoebe | W. H. Pickering 1898 | 214,4
Zu S. 432: Mit physiologischer Optik hatten sich schon *Ptolemäos* und
vor allem *Ibn al Haitam* befaßt (Wi). Siehe Bd. I dieses Werkes.
Zu S. 491: Hier wie an früheren Stellen decken sich die modernen
Anschauungen nicht etwa vollkommen mit den älteren. Das Prinzip der
Erhaltung der Kraft (richtiger der Energie) konnte erst in Verknüpfung
mit dem Arbeitsbegriff aufgestellt werden. (Auf Grund einer Bemerkung
von E. *Wiedemann*.)
Fußnoten:
[1] *Kugler*, Astronomische und meteorologische Finsternisse.
(Zeitschr. d. deutschen morgenländ. Gesellschaft 1902. S. 60.)
[2] Besonders *K. F. Ginzels* Berechnungen der Sonnenfinsternisse für
Rom, Athen, Memphis und Babylon für den Zeitraum von 900 v. Chr. bis
600 n. Chr.
[3] Das Wort hat also eine von seiner heutigen ganz abweichende
Bedeutung.
[4] *v. Lippmann*, Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte der
Naturwissenschaften. Leipzig 1906. S. 142.
[5] *L. v. Ranke*, Englische Geschichte. I, 4.
[6] Näheres hierüber siehe an späterer Stelle.
[7] Nach den Niederlanden weist auch die älteste Kunde über die Laterna
magica. Vgl. *F. P. Liesegang*, Christian Huygens und die Erfindung der
Zauberlaterne. (Deutsche opt. Wochenschrift 1919. S. 152 u. 165.)
[8] Siehe darüber: *Servus*, Die Geschichte des Fernrohrs bis auf die
neueste Zeit. Berlin 1886. *Petri*, Das Mikroskop von seinen Anfängen
bis zu seiner jetzigen Vervollkommnung. Berlin 1896. *M. v. Rohr*,
Die optischen Instrumente (Leipzig, Teubner, 1906), sowie *v. Rohrs*
Abhandlungen in der optischen Wochenschrift.
[9] Die betreffende Bibelstelle lautet: Wiederum führte ihn der Teufel
auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre
Herrlichkeit.
[10] *Heller*, Gesch. d. Phys. I. 384.
Den der Erfindung zu Grunde liegenden Gedanken hat *Porta* in seiner
Magia naturalis angedeutet, jedoch ohne daß ihm die Ausführung gelungen
wäre. Es heißt dort: »Konkave Linsen lassen ferne Gegenstände, konvexe
nahe sehr deutlich wahrnehmen. Wenn man beide Linsenarten richtig
zusammenzusetzen wüßte, so würde man ferne wie nahe Gegenstände
deutlich sehen«.
[11] Nach dem Zeugnis des belgischen Gesandten *Borelius*. Das
betreffende, lateinisch verfaßte Schriftstück findet sich in *Wildes*
Geschichte der Optik I. 147. wiedergegeben.
[12] *Wilde*, Geschichte der Optik. Bd. I. 150.
In Middelburg wird noch heute ein Mikroskop gezeigt, das *Jansen*
verfertigt haben soll. Es befindet sich im Besitz der dortigen
wissenschaftlichen Gesellschaft. Über dieses und andere Mikroskope von
historischem Interesse siehe den Bericht von *R. Biedermann* über die
Ausstellung im South Kensington Museum. Berlin 1877. S. 945.
[13] *Gerland* und *Traumüller*, Geschichte der physikalischen
Experimentierkunst. Leipzig. W. Engelmann. 1899. Abb. 109.
[14] *Wolff*, Gesch. d. Astronomie. S. 359.
[15] *Heller*, Geschichte der Physik I. 386.
[16] *Galilei*, Sidereus nuntius, 1610. Le opere di Galileo Galilei,
Ed. naz. Vol. III. Parte prima. p. 60. Firenze 1892.
[17] *Johannis Kepleri* Dioptrice. 1611. *Kepleri* Opera omnia (ed.
*Frisch*) II. 515 ff.
[18] Dioptrice, Problema LXXXVI. Duobus convexis majora et distincta
praestare visibilia, sed everso situ.
[19] *Ostwalds* Klassiker Bd. 144. S. 49.
[20] *Keplers* Dioptrik, 89. Problem; es lautet: Tribus convexis erecta
et distincta et majora praestare visibilia.
[21] Wie er in seinem »Rosa Ursina« betitelten Werke mitteilt. Siehe an
späterer Stelle.
[22] *Ostwalds* Klassiker. 144. (*Keplers* Dioptrik oder Schilderung
der Folgen, die sich aus der unlängst gemachten Erfindung der Fernrohre
für das Sehen und die sichtbaren Gegenstände ergeben. 1611. Übersetzt
von *F. Plehn*. Leipzig, W. Engelmann, 1904). S. 61.
[23] *Ostwalds* Klassiker, 144. S. 72.
[24] *Christoph Scheiner* wurde im Jahre 1575 in einem kleinen
schwäbischen Orte geboren. Mit 20 Jahren trat er in den Jesuitenorden
ein. Er lehrte Mathematik in Ingolstadt und Rom und starb 1650 als
Rektor eines Jesuitenkollegiums.
[25] Näheres darüber siehe an späterer Stelle.
[26] *Humboldt*, Kosmos III. 383.
[27] Rosa ist ein symbolischer Name für die Sonne. Das Adjektiv Ursina
weist darauf hin, daß *Scheiner* das Buch einem Herzog von Orsini
widmete, der ihn bei seinen Untersuchungen unterstützt hatte.
[28] *Scheiner*, Oculus, hoc est fundamentum opticum. 1619.
[29] *Scheiner*, Oculus, Liber III. Pars I. Cap. VI. Refractio radii
visorii ex aëre in tunicam Corneam. VII. Refractio e Cornea in humorem
Aqueum. Cap. VIII. Densitas humorum oculi comparata. Cap. IX. Refractio
radii ex Aqueo humore in Crystallinum. Cap. X. Refractio crystallino
humore in Vitreum. Cap. XI. Refractio e Vitreo humore in tunicam
Retinam.
[30] *Libri*, Histoire des sciences mathématiques en Italie. Bd. III.
S. 201.
[31] In seinen *Galilei*-Studien handelt *E. Wohlwill* von zahlreichen,
das Leben *Galileis* betreffenden Einzelheiten (Mitteilungen zur
Gesch. der Med. u. Naturwissensch.). *Wohlwill* unternimmt darin auch
die Nachprüfung mancher Angaben der Biographen *Galileis*. Als erster
unter diesen ist *Niccolo Gherardini* zu nennen. Er hatte *Galilei*
1633 kennen gelernt und gab 15 Jahre nach *Galileis* Tode die erwähnte
Biographie heraus. Auch einem Schüler *Galileis*, *Vincenzio Viviani*,
verdanken wir eine Schilderung des Lebens seines Meisters. Ihr Titel
lautet: Raconto istorico della vita di Galileo Galilei.
Eine von *Wohlwill* unternommene Würdigung der *Galilei*-Biographie
*Vivianis* hat ergeben, daß die Angaben *Vivianis* nur mit Vorsicht
aufzunehmen sind. *Vivianis* Darstellung zeigt, wie manche von
Schülern herrührende Biographien, den Fehler, daß die Objektivität
der Darstellung unter der pietätvollen Gesinnung des Schriftstellers
leidet. *Wohlwill* kommt zu dem Ergebnis, daß die Angaben *Vivianis*,
für die eine Bestätigung durch anderweitige Zeugnisse fehlt, als
hinreichend beglaubigte Daten nicht angesehen werden können. Zu weit
scheint *Wohlwill* zu gehen, wenn er *Viviani* absichtliche Fälschungen
vorwirft und z. B. annimmt, er habe *Galilei* die Erfindung der
Pendeluhr zugeschrieben, während *Viviani* sie sehr wahrscheinlich
selbst erfunden habe.
[32] Forschungen über die Vorgänger *Galileis* hat *P. Duhem*
angestellt. Siehe darüber auch den I. Band.
[33] *Galilei*, Opere complete ed. Alberi, VI. 11-12.
[34] Allerdings nicht allein wegen seiner Anhängerschaft an
*Koppernikus*.
[35] Verbürgt ist dies nicht. Nach neueren Untersuchungen
handelt es sich sogar wohl nur um eine Erfindung, mit der man
*Galilei* einen besonderen Nimbus zu verleihen bezweckte. -- Nach
*Wohlwill* (*Galilei*-Studien in den Mitteil. zur Gesch. d. Med. u.
Naturwissensch. Bd. IV. N. 27. S. 247) ist *Gustav Adolf* sogar niemals
in Italien gewesen.
[36] *Galilei* sah zuerst drei Trabanten. Das war am 7. Januar 1610;
einige Tage später erblickte er alle vier. Darauf verfolgte er ihre
Bewegungen mehrere Monate sehr genau. Zu Ehren seines Herrscherhauses
nannte *Galilei* die Jupitermonde die »Mediceischen Gestirne«. Gegen
Ende des Jahres 1610 entdeckte *Galilei* die Lichtgestalten der Venus.
[37] Aus *Fabronis* »Lettere inedite d'uomini illustri, Florenz 1773«,
übersetzt von *C. J. Jagemann*. Siehe Geschichte des Lebens und der
Schriften des *Galilei* von *C. J. Jagemann*, Weimar 1783.
[38] Nach *A. B. Hanschmann*, *Bernhard Palissy* als Vater der
induktiven Wissenschaftsmethode. Leipzig 1903. S. 145.
[39] Sidereus nuntius. Venedig 1610. Diese Schrift findet sich im
dritten Bande der *Alberi*schen Gesamtausgabe der Werke *Galileis*.
[40] So zählte er im Sternenbilde der Plejaden 40 Sterne, während das
unbewaffnete Auge nur 6 erkennt. Den Mond, den die Aristoteliker für
eine Scheibe hielten, erblickte er als eine Welt gleich der unsrigen
mit Gebirgen und Tälern. Er war sogar imstande, die Höhe der Mondberge
aus der Länge ihres Schattens zu berechnen.
[41] *Fabricius* und *Scheiner*.
[42] Siehe weiter unten bei *Kepler*.
[43] *Gerhard Berthold*, Der Magister *Johann Fabricius* und die
Sonnenflecken. Leipzig 1894.
[44] De maculis in sole observatis. Wittenberg 1611. Ein Neudruck des
sehr seltenen lateinischen Originals findet sich in der erwähnten
Schrift von *G. Berthold*.
[45] Siehe S. 13.
[46] An *Marcus Welser*. Die Briefe waren vom November und Dezember des
Jahres 1611 datiert und mit dem Pseudonym »Apelles latens post tabulam«
unterzeichnet.
[47] In der von *Moritz Carriere* gegebenen Übersetzung. Siehe
*Carriere*, Die philosophische Weltanschauung der Reformationszeit.
Stuttgart und Tübingen 1847. S. 139.
[48] Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme, das
Ptolemäische und das Koppernikanische, von *Galileo Galilei*. Aus dem
Italienischen übersetzt und erläutert von *Emil Strauß*. Leipzig B.
G. Teubner 1891. Der Titel des Originals lautet: Dialogo de Galileo
Galilei sopra i due massimi sistemi del mondo, Tolemaico e Copernicano.
MDCXXXII.
[49] Wie in so vielen Fällen, war die »Schule« weit beschränkter und
engherziger als der Meister, und vieles, was sie als »aristotelisch«
zu lehren vorgab, hat *Aristoteles* selbst teils gar nicht behauptet,
teils nicht als Dogma hingestellt! Vgl. *v. Lippmann*, Abhandl. u.
Vorträge, Bd. 2, S. 153 (über Aristoteles).
[50] Ausgabe von *Strauß* S. 37.
[51] Dialog, S. 57.
[52] Dialog (Ausgabe von *Strauß*) S. 81.
[53] Es geschieht dies im zweiten »Tag« des Dialogs.
[54] Dialog (Ausgabe von *Strauß*). S. 209.
[55] Dialog (*Strauß*). S. 382.
[56] Dialog. 4. Tag.
[57] Gleich 1200 Erdhalbmessern statt 23000.
[58] Dialog, Ausgabe von *Strauß*. S. 446.
[59] Es ist daher zu begrüßen, daß es durch eine mit den nötigen
Erläuterungen versehene Übersetzung dem deutschen Leser zugänglicher
gemacht wurde. Sie erschien 1891 bei *B. G. Teubner*: *E. Strauß*,
Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme von *Galileo
Galilei*.
[60] Siehe S. 26 dies. Bds.
[61] Es sei verwiesen auf *Gebler*, *Galileo Galilei* und die Römische
Kurie. Nach authentischen Quellen dargestellt. Stuttgart 1876-1880,
sowie auf *Wohlwill*, der Inquisitionsprozeß des *Galileo Galilei*.
Berlin 1870. Eine neuere Biographie veröffentlichte *Wohlwill* unter
dem Titel: *Galilei* und sein Kampf für die *Koppernikanische* Lehre.
1909. Hamburg. L. Voss.
[62] *Riccioli*, Almagestum novum, lib. IX.
[63] Siehe auch *G. Bertholds* in der Zeitschrift für Geschichte der
Mathematik (1897) erschienene Notiz: Über den angeblichen Ausspruch
*Galileis* »Eppur si muove«.
[64] Seine Mitteilung über diese Entdeckung datiert vom 20. Februar
1637.
[65] *Hevels* Selenographie, Danzig 1647.
[66] Er hatte sich deswegen 1616 mit Philipp III. von Spanien
vergeblich in Verbindung gesetzt (*S. Jagemann*. Geschichte des Lebens
und der Schriften des G. Galilei. 1783. S. 146).
[67] *Heller*, Geschichte der Physik, I. 366.
[68] Unterredungen und mathematische Demonstrationen über zwei neue
Wissenszweige von Galileo *Galilei*. Aus dem Italienischen übersetzt
und herausgegeben von A. v. *Oettingen*. Leipzig. Verlag von Wilhelm
Engelmann 1890. *Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften Nr.
11, 24 u. 25. Der Originaltitel lautet: Discorsi e dimostrazioni
matematiche intorno a due nuove scienze. Leyden 1638.
[69] S. Bd. I. S. 430.
[70] *Galilei*, Unterredungen und mathematische Demonstrationen,
Dritter und vierter Tag. *Ostwalds* Klassiker Nr. 24. S. 3
[71] Dieser Schluß war nicht zulässig. Welche Rolle hier der Luftdruck
spielt, war *Galilei* allerdings noch unbekannt.
[72] *Ostwalds* Klassiker Nr. 11. S. 70.
[73] *Ostwalds* Klassiker Nr. 11. S. 71.
[74] *Ostwalds* Klassiker Nr. 11. S. 72.
Daß die Luft schwer sei, wurde auch schon im Altertum angenommen.
Auch *Lionardo da Vinci* und *Cardano* schrieben der Luft Gewicht zu.
*Cardano* stellte das Problem, »das Verhältnis der Dichte des Wassers
zu derjenigen der Luft durch Wägung zu finden.« Er hielt die Luft für
50mal so leicht wie Wasser.
[75] *Galilei* gibt nämlich an (*Ostwalds* Klassiker Nr. 11, Seite 72),
sie sei gegen 400mal leichter, während sie tatsächlich 773mal so leicht
ist.
[76] *Rafaelo Caverni*, Storia del metodo sperimentale in Italia. Tomo
IV. p. 269 u. f. Firenze 1895.
[77] Commentaria in Aristotelem Graeca, edita consilio et auctoritate
Academiae literarum regiae Borussicae Vol. XVII. Philoponi in
physicorum libros quinque posteriores. Ed. Hieronymus Vitelli, Berolini
1888, p. 683.
[78] *Viviani* in seinem Bericht über das Leben *Galileis*, der
1654 geschrieben, aber erst 1717 veröffentlicht wurde. *Galilei*
selbst hat diese Versuche in seinen Schriften nicht erwähnt,
daraus glaubt *Wohlwill* schließen zu dürfen, daß es sich hier
nur um eine der in der Geschichte der Wissenschaften so häufigen
Legenden handelt (Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der
Naturwissenschaften IV, 2. 1905). Daß übrigens *Galilei* die Angaben
des *Aristoteles* durch Fallversuche widerlegt hat, geht aus seiner
in den »Unterredungen« gegebenen Darstellung zur Genüge hervor. Ob
diese Versuche vom Turme zu Pisa oder von einem anderen hohen Gebäude
vorgenommen wurden, ist im Grunde ohne Bedeutung.
[79] *Mach*, Die Mechanik in ihrer Entwicklung. Leipzig 1883. S. 133.
[80] Siehe die Mitteilungen z. Gesch. d. Medizin u. d. Naturwiss. XIV.
Bd. S. 181.
[81] Dialog, Ausgabe von *Strauß*, S. 237.
[82] *Galilei* braucht hierfür die Ausdrücke impeto, energia und
momento del descendere.
[83] *Ostwalds* Klassiker Nr. 24. S. 30.
[84] *Ostwalds* Klassiker Nr. 24. S. 25.
[85] *Ostwalds* Klassiker Nr. 24. S. 35.
[86] *Ostwalds* Klassiker Nr. 11. S. 75.
[87] Den Isochronismus der Pendelschwingungen entdeckte *Galilei*
bereits 1582 während seiner Studienzeit in Pisa.
[88] Näheres siehe bei *Gerland* und *Traumüller*, Geschichte der
physikalischen Experimentierkunst, Leipzig 1899, S. 120 u. f.
[89] Näheres berichtet darüber *A. Kistner* in den Mitteilungen zur
Geschichte d. Medizin u. d. Naturw. Bd. XIV. S. 240.
[90] Näheres findet sich in der Abhandlung *E. Gerlands*, Über die
Erfindung der Pendeluhr. Bibl. math. III. Folge, Bd. V. S. 234.
[91] Zeitschrift für Instrumentenkunde 1888. S. 79.
Die Zeichnung stellt die erste Idee der Anwendung des Pendels auf die
Uhr dar. Sie wurde nach den Angaben *Galileis*, der damals schon blind
war, von seinem Sohne und von seinem Schüler *Viviani* angefertigt.
Näheres siehe im Bericht über die Ausstellung im South-Kensington
Museum. Berlin 1877. S. 411 u. f.
[92] *Ostwalds* Klassiker Nr. 11. S. 84.
[93] S. Bd. I. S. 430.
[94] Näheres über die Entdeckung dieses Prinzips siehe bei *E.
Wohlwill*, Die Entdeckung des Beharrungsgesetzes (Zeitschrift für
Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft. Bd. XIV u. XV.)
[95] *P. Tannery*, Galilée et les principes de la dynamique.
Siehe auch die Jahrbücher über die Fortschritte der Mathematik,
Jahrgang 1901.
[96] *Rosenberger*, Geschichte der Physik B. II. S. 227.
[97] Der analytische Ausdruck für diese Kurve lautet: y^2 = 2px. Für
zwei Punkte x_{ʹ}y_{ʹ} und x_{ʺ}y_{ʺ} erhalten wir y_{ʹ}^2 = 2px_{ʹ}
und y_{ʺ}^2 = 2px_{ʺ}. Die Division der beiden Gleichungen ergibt das
oben ausgesprochene Gesetz: x_{ʹ} : x_{ʺ} = y_{ʹ}^2 : y_{ʺ}^2.
[98] *Galileis* Unterredungen und mathematische Demonstrationen. Siehe
*Ostwalds* Klassiker Nr. 24. Fig. 108.
[99] *Ostwalds* Klassiker Nr. 24. S. 107.
[100] *Ostwalds* Klassiker Nr. 24. S. 119. Mit dem Problem der
Kettenlinie befaßten sich *Huygens*, *Leibniz* und *Johann Bernoulli*.
Die erste Lösung erfolgte 1690 durch *Jakob Bernoulli* (Acta
Eruditorum, Mai 1690).
[101] *Ostwalds* Klassiker Nr. 24. S. 90 u. 91. Über die Ausführung
dieses Versuches durch die Florentiner Akademie siehe an späterer
Stelle dies. Bds.
[102] *Benjamin Robins*, New principles of gunnery. London 1742.
Näheres siehe an späterer Stelle.
[103] Eingehender hat man diese Fragen erst in der neuesten Zeit
untersucht.
[104] Es ist hier der moderne Ausdruck gebraucht.
[105] *Mach*, Die Mechanik in ihrer Entwicklung. 1883. S. 47.
[106] *Aristoteles*, Mechan. Probleme (*Poselger*). Hannover 1881. S.
34. Näheres über den vermutlichen Verfasser dieser Schrift findet sich
auf S. 128 des ersten Bandes.
[107] *Ostwalds* Klassiker Nr. 25. S. 43. (*Galilei*, Unterredungen und
mathematische Demonstrationen, fünfter und sechster Tag).
[108] *Mach*, Die Mechanik in ihrer Entwicklung. 1883. Fig. 157.
[109] *M. Rühlmann*, Vorträge über Geschichte der technischen Mechanik.
Leipzig 1885. Fig. 12.
[110] Discorso intorno alle cose che stanno in su l'acqua o che in
quelle.
[111] *Nelli*, Vita I. p. 62. Das Patent datiert vom Jahre 1594
(*Libri*, l'histoire des mathématiques en Italie. IV. S. 197).
[112] *Nelli*. Vita e commercio letterario di Galileo Galilei. Vol. I.
Losanna 1793. S. 72.
[113] *Traumüller* und *Gerland*, Geschichte der physikalischen
Experimentierkunst. Leipzig 1899. S. 116.
[114] Der Vorschlag rührte von *Galileis* Freund *Sagredo* her.
[115] *Sanctorius*, Professor der Medizin in Padua.
[116] Harmonicorum libri XII. Paris 1636.
[117] *Ostwalds* Klassiker Nr. 11. S. 86.
[118] Z. B. *Schwenter* (Bd. I, S. 424).
[119] Siehe an späterer Stelle.
[120] »Dialog« Ausg. von *Strauß* S. 418-434 und an anderen Stellen.
[121] Dialog (*Strauß*) S. 70.
[122] Dialog (*Strauß*) S. 278.
[123] Dialog (*Strauß*) S. 424.
[124] Le opere di *Galileo Galilei*, Florenz 1842-1856. Sie rührt von
*Alberi* her.
[125] *Favaro*, Le Opere di *Galileo Galilei*. Edizione nazionale sotto
gli auspicie di Sua Maestà il Re d'Italia. Firenze 1890 u. f.
*E. Wiedemann* nennt diese Nationalausgabe mit Recht »eins der
schönsten Denkmäler, das je Nationen einem ihrer großen Gelehrten
gesetzt haben«.
[126] Die Briefe an und von *Kepler* erschienen 1672 unter dem
Titel Epistolae *Joannis Kepleri* et *Math. Berneggeri* mutuae. Sie
sind im 1. Bande der von *Ch. Frisch* besorgten großen Ausgabe der
*Keplerschen* Werke zum Teil abgedruckt.
[127] Näheres über *Bernegger* und sein Verhältnis zu *Galilei* hat
*Eilhard Wiedemann* in den Berichten der physik. mediz. Sozietät in
Erlangen (Bd. 36, 1904) unter dem Titel, »Studien zur Geschichte
*Galileis*« bekannt gegeben.
[128] Die erste naturwissenschaftliche Gesellschaft rief *Porta*
1560 in Neapel ins Leben. Sie hieß *Academia secretorum naturae* und
bestand nur kurze Zeit. Im Jahre 1603 wurde die *Accademia dei Lyncei*
(Akademie der Lüchse) in Rom gegründet. Sie hatte neben der Förderung
der Naturwissenschaften künstlerische und literarische Ziele im Auge.
Noch mehr galt dies von der *Accademia della Crusca*.
[129] Eins ihrer Mitglieder (*Antonio Oliva*) fiel in Rom der
Inquisition in die Hände. Um der Tortur zu entgehen, nahm er sich durch
einen Sturz aus dem Fenster seines Gefängnisses das Leben.
[130] In den Saggi di naturali esperienze fatte nell' Accademia
del Cimento, Florenz, 1667. Im Jahre 1731 wurden die »Saggi« in
lateinischer Übersetzung von *Musschenbroek* herausgegeben: Tentamina
experimentorum naturalium captorum in Accademia del Cimento.
[131] *Musschenbroek*, Tentamina experimentorum captorum in Accademia
del Cimento. MDCCLVI. Tab. IX. Fig. 3.
[132] Abbildung aus *Musschenbroeks* Bericht über die Versuche der
Accademia del Cimento.
[133] De vi repercussionis et motionibus naturalibus a gravitate
pendentibus. Reggio 1670. Angestellt hatte *Borelli* die in diesem Werk
beschriebenen Versuche schon im Jahre 1655.
[134] Siehe Bd. II an spät. Stelle.
[135] Sie rührt von *Clairaut* her und findet sich im 189. Bande von
*Ostwalds* Klassikern S. 60 u. f. auseinandergesetzt.
[136] *Guericke*, Experimenta nova ut vocantur Magdeburgica, Cap. 37.
[137] *Cornelius Drebbel* wurde geboren zu Alkmar 1672. Nach einem
wechselvollen Leben gelangte er nach England an den Hof Jakobs I. Dort
starb er 1634. *Drebbel* war ein Physiker von dem Schlage *Portas*
und *Kirchers*. Seine magisch-physikalischen Versuche beschrieb er in
seinem Traktat von der Natur der Elemente.
[138] Über *Drebbels* Apparat, sowie über die Vorgeschichte des
Thermometers im allgemeinen hat *E. Wohlwill* in den Mitteilungen zur
Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften berichtet. Jahrg.
1902. Heft 1-4.
[139] In seiner Abhandlung »Neue Beiträge zur Vorgeschichte des
Thermometers« macht *Wohlwill* es wahrscheinlich, daß die Erfindung
dieses Instrumentes in den Niederlanden ganz unabhängig von derjenigen
in Italien erfolgte. (Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und
Naturwissenschaften. 1902. Nr. 4.)
[140] *Musschenbroek*, Tentamina. Tab. I. Fig. 1.
[141] *Renaldini*, Philosophia naturalis. 1694. III, 276. Nach
*Gerland* hat *Huygens* zum erstenmal, und zwar schon 1665, den
Vorschlag gemacht, den Schmelzpunkt und den Siedepunkt des Wassers als
Fundamentalpunkte zu benutzen (Zeitschrift für Instrumentenkunde XIII,
390. 1893.)
[142] Abschn. III der Abhandlungen der Accademia del Cimento. Florenz
1667.
[143] *E. v. Lippmann*, Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte der
Naturwissenschaften. Leipzig 1906.
[144] Abschnitt IV der »Saggi«.
[145] Abbildung aus *Musschenbroek*: Tentamina experimentorum
naturalium captorum in Accademia del Cimento.
[146] *Gerland*, Beiträge zur Geschichte der Physik. Leopoldina. Halle
1882.
[147] Eines dieser Instrumente befindet sich noch heute im
physikalischen Museum zu Florenz.
[148] *Benzenberg*, Versuche über das Gesetz des Falles, über den
Widerstand der Luft und über die Umdrehung der Erde. Dortmund 1804. S.
101.
[149] Bologna 1665.
[150] l. c. S. 235 u. f.
[151] Physico-Mathesis, s. S. 2.
[152] Physico-Mathesis, S. 8.
[153] Physico-Mathesis, Propos. XXII.
[154] Physico-Mathesis, Propos. XXIV. S. 231.
[155] *Ostwalds* Klassiker Nr. 43.
[156] *Grimaldi*, Physico-Mathesis. Propos. XLII.
[157] Im ersten Buche seiner Physico-Mathesis sucht *Grimaldi* in 60
Propositionen darzutun, daß das Licht eine Substanz sei, im zweiten
spricht er sich in einer Reihe von Propositionen für die Akzidentalität
des Lichtes, also für das Gegenteil aus.
[158] *Rosenberger*, *Newton* und seine Prinzipien. S. 27.
[159] *L. v. Ranke*, Englische Geschichte im 17. Jahrhundert, I, 324.
[160] Ein Ausspruch *Bacons*: »Scientia est potentia.«
[161] *Gilbert*, Physiologia nova de magnete magneticisque corporibus
et de magno magnete tellure, London 1600. Auch in Deutschland
erschienen mehrere Ausgaben, so in Stettin 1628 und 1633, sowie
in Frankfurt a. M. 1629. Eine biographische Skizze über *Gilbert*
veröffentlichte *F. M. Feldhaus*. Winters Universitätsbuchhandlung.
Heidelberg 1904.
[162] Nach anderen Angaben 1544. Siehe Mitteilungen z. Gesch. d. Mediz.
und Naturw. 1904. (Bd. III; Heft 1 u. 2.) S. 115.
[163] Ein auf Deutsch schlecht wiederzugebendes Diminutiv von Terra,
die Erde.
[164] Über *Petrus Peregrinus* siehe auch Bd. I. S. 353. Seine Schrift
wurde durch *G. Hellmann* von neuem herausgegeben. Siehe Nr. 10 der
von diesem veröffentlichten Neudrucke von Schriften über Meteorologie.
Nr. 10 bringt unter dem Titel »Rara Magnetica« die seltensten und
wichtigsten Abhandlungen über den Erdmagnetismus aus der ersten bis
*Gilbert* reichenden Periode.
[165] *Gilbert*, De magnete, Buch II, Kapitel II.
[166] Über die Verwendung der Magnetnadel bei der Anlage von Gruben
berichtet *Agricola* (1490-1555) in seinem Werke De re metallica.
[167] *Gilbert*, De magnete, I, 1. Diese Messung rührt von *Robert
Norman* her. Die erste, jedoch sehr ungenaue Beobachtung der
Inklination erfolgte im Jahre 1544 durch den Deutschen *Georg Hartmann*.
[168] *Gilbert*, De magnete. Lib. II. Cap. VI.
[169] *Gilbert*, De magnete II, Cap. IV.
[170] Ähnliche Gedanken wie bei *Gilbert* begegnen uns auch bei
*Descartes*, und man kann annehmen, daß dieser seine Wirbeltheorie
unter dem Einfluß von *Gilberts* Lehren entwickelt hat (*M. L. Hoppe*,
Die Abhängigkeit der Wirbeltheorie des *Descartes* von *Gilberts* Lehre
vom Magnetismus. Halle a. S. 1914).
[171] Solche Versuche stellte auch schon *Galilei* an. Siehe S. 77
dies. Bds.
[172] *Gilbert*, De magnete. Cap. XX.
[173] *Otto von Guericke*, De vacuo spatio. 1672. Tafel XVIII. Fig. 5.
[174] *Hoppe*, Geschichte der Elektrizität. Leipzig 1884, S. 5.
[175] *Bacon*, Novum organon. 1610. Übersetzt und erläutert von *J. H.
v. Kirchmann*, Berlin, 1870.
[176] *Telesio* (Bernardinus Telesius) schrieb in der Vorrede zu
diesem naturphilosophischen Buch, er könne nicht begreifen, daß so
viele ausgezeichnete Männer sich durch die Jahrhunderte mit der
aristotelischen Physik zufriedengegeben hätten. Er gründete eine
Vereinigung, die sich die Aufgabe stellte, die Natur zu ergründen und
die Philosophie des *Aristoteles* zu beseitigen. Diese Vereinbarung
wurde durch die Kurie aufgelöst.
Nach *Telesio* gibt es nur drei Prinzipien, ein völlig passives, den
Stoff, und zwei bewegende, die Wärme und die Kälte. Erstere dehnt den
Stoff aus, letztere zieht ihn zusammen. Die experimentelle Erforschung
der Natur hat *Telesio* nicht gefördert. Sein Verdienst ist, daß er die
Menschheit vom Autoritätsglauben freizumachen suchte.
[177] Näheres über ihn und seine Beziehung zu *Bacon* findet man in
dem Buche von *A. B. Hanschmann*, *Bernhard Palissy* als Vater der
induktiven Wissenschaftsmethode. Leipzig 1903.
Über *Palissy* siehe auch Bd. I dies. Werkes S. 438, 444, 445.
[178] *L. v. Ranke*, Englische Geschichte. Bd. II. S. 135.
[179] Siehe *Draper*, Geschichte der geistigen Entwicklung Europas.
Leipzig 1841. S. 527 u. f.
[180] Novum organum scientiarum. Lugd. Bat. 1645. Kap. 48, S. 366.
[181] Eine scharfe, aber in mancher Hinsicht gerechte Beurteilung
*Bacons* rührt von *Liebig* her (Ueber *Bacon* und die Methode der
Naturforschung, München 1863): »*Bacons* Urteil über *Gilbert* und
*Coppernikus* ist sein eigenes wissenschaftliches Todesurteil. Die
Tatsachen, die *Gilbert* entdeckte, hielt *Bacon* für Fabeln (Nov.
Organ. II. Aph. 48) und *Coppernikus* erklärt er für einen Schwindler
(Glob. intell. Cap. VI).« Das Vernichtende für *Bacon* ist, daß er
beide verurteilt, weil er ihrer Forschungsmethode die Berechtigung
abspricht. (Nov. Org. I. Aph. 64.) *Liebig* hat es von philosophischer
Seite an Entgegnungen zugunsten *Bacons* nicht gefehlt. Das zutreffende
Urteil ist auf der mittleren Linie zu finden, der die Darstellung des
vorliegenden Werkes gefolgt ist. Vgl. *v. Lippmann* in »Abhandl. u.
Vorträge« Bd. I: Bacon.
[182] Die gleiche Forderung ist oft und lange vor *Comenius* erhoben
worden. Es kam aber vor allem darauf an, wie *Galilei* sich ausdrückt,
die »Sprache und die Schriftzeichen verstehen zu lernen, worin dieses
Buch geschrieben ist. Erst dann könne es verstanden werden«.
Auch die übliche Art der philologischen Ausbildung wurde angegriffen.
Gegen sie wandte sich besonders der geistreiche *Montaigne*
(1533-1592), der zu dem Urteil gelangte, daß der Zögling durch das
jahrelange Studium der griechischen und der lateinischen Sprache
»dummer werde, als er war, da er von Hause fortging«.
[183] Der gregorianische Kalender schaltet somit in 400 Jahren 97 Tage
ein; sein Fehler beträgt für diesen Zeitraum nur 0,122 Tage.
[184] Die evangelischen Stände des Deutschen Reiches nahmen den
gregorianischen Kalender 1700 an. England folgte erst 1752, während die
griechisch-katholische Kirche sich bis auf den heutigen Tag ablehnend
verhalten hat.
[185] Rosa Ursina sive sol ex admirando facularum et macularum suarum
phaenomeno varius. 1630.
[186] *Kästner*, Geschichte der Mathematik. IV. S. 247.
[187] Siehe *Günther*, Kepler u. Galilei. E. Hofmann & Co., Berlin.
1896.
[188] Siehe *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher. 3. Auflage,
Abschnitt 12. Es handelt sich um den *Halley*schen Kometen.
Eine volkstümliche Darstellung der Lehren *Keplers* bringt das Buch *L.
Günthers*, Die Mechanik des Weltalls. Leipzig 1909.
[189] *Breitschwerdt*, J. Keplers Leben und Wirken. 1831. S. 71.
[190] Prodromus dissertationum cosmographicarum continens Mysterium
cosmographicum de admirabili proportione orbium coelestium a *Joanne
Keplero*. Tübingen 1596.
[191] Ein Bild des Lebens und Schaffens *Tychos* hat *J. E. L. Dreyer*
geliefert: *Tycho Brahe*, ein Bild wissenschaftlichen Lebens und
Arbeitens im 16. Jahrhundert. Autorisierte deutsche Übersetzung von *M.
Bruns*. XII, 434 S. Karlsruhe, 1894.
[192] *Friedrich II.*
[193] Namens Hven.
[194] Nach *Tychos* »Mechanica«. 1602.
[195] Brief an *Rothmann* vom 24. 11. 1589. *Tychonis Brahe*,
epistolarum astronomicarum libri. 1610.
[196] Bei Annahme des koppernikanischen Systems nämlich.
[197] Siehe den 66. Abschnitt von *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer
Forscher. Leipzig, W. Engelmann. 1908.
[198] *Tycho Brahe*, De mundi aetherei recentioribus phaenomenis. Liber
secundus. Prag 1603. Figur auf S. 463.
[199] Im Jahre 1587.
[200] 1588.
[201] *Laplace* sagt in seiner Darstellung des Weltsystems (Ausgabe von
*Hauff*), der Name aller derjenigen, welche ihre Gewalt mißbrauchten,
um die Fortschritte der Vernunft aufzuhalten, müsse der Verwünschung
aller Zeitalter preisgegeben werden. Als *Tychos* größten Widersacher
nennt *Laplace* (Bd. II, S. 278) den dänischen Minister *Walchendorp*.
[202] *Guericke*, De vacuo spatio. lib. I. Icon. III.
[203] De motibus stellae *Martis*, Pars Secunda, Cap. 7.
[204] Siehe *Johannes Frischauf*, Grundriß der theoretischen Astronomie
und der Geschichte der Planetentheorien. Leipzig, W. Engelmann. 1903.
[205] De motibus stellae Martis. Prag 1609, Opera omnia ed. *Frisch*.
III. 135 ff.
[206] Am 24. Oktober 1601.
[207] Die Hexenverfolgungen haben mit dem Ende des 15. Jahrhunderts
mehr als zweihundert Jahre wie die Pest gewirkt. Näheres siehe bei
*Binz*, Doktor *Johann Weyer*, ein rheinischer Arzt, der erste
Bekämpfer des Hexenwahns. Berlin 1896. Das Unheil ging von der Kirche
aus. Seine Ausrottung erfolgte durch die der Naturwissenschaft zu
verdankende Aufklärung. Als Beweis für die Verblendung jener Zeit mögen
folgende Zeilen eines berühmten Theologen dienen. Sie sind einem Buche
entnommen, daß auf Befehl *Joachims* von Brandenburg verfaßt wurde.
Es heißt dort von den Hexen: »Kein Glied ist an unserem Körper, dem
sie nicht schaden können. Meist machen sie die Menschen besessen und
lassen sie von den Dämonen kreuzigen. Mit letzteren treten sie sogar
in fleischliche Verbindung. Kein Ort ist so klein, wo man nicht eine
Hexe findet. Aber selten findet sich ein Inquisitor«. Daß sich letztere
auf kirchliches Geheiß bald einstellten, beweist die Tatsache, daß
allein in der Gegend von Bormio die von *Innocenz VIII.* eingesetzten
Inquisitoren in einem Jahre 41 Hexen verbrannten.
[208] Tabulae Rudolphinae. Ulm 1627. Opera omnia (ed. *Frisch*), VI.
661.
[209] *Bürgi*, ein Schweizer (1552-1632), und *Napier* oder *Neper*,
ein Schotte (1550-1617), machten die so wichtige Erfindung der
Logarithmen unabhängig voneinander. *Bürgi* war zuerst Gehilfe an der
vom Landgrafen von Hessen unterhaltenen Sternwarte zu Cassel. Später
leitete er diese Sternwarte, trat aber bald nach dem Tode seines
fürstlichen Gönners in den Dienst *Rudolfs des Zweiten* über und wurde
so zum Mitarbeiter *Keplers*.
[210] De motibus stellae Martis, Cap. 59 (Opera, edit. *Frisch*, Bd.
III).
[211] Opera omnia (ed. *Frisch*) I. 106.
[212] »Harmonices mundi« lib. V.
[213] Opera omnia V. 279.
[214] Da sich die Massen bei gleicher Dichte wie die Volumina
verhalten. In Wahrheit beträgt das Volumen der Erde etwa das 50fache
von dem des Mondes, während sich die Dichten beider Weltkörper wie
1 : 0,6 verhalten. Die betreffende Stelle findet sich in *Keplers*
Astronomia nova (Opera omnia III, 151).
[215] Nach einem von *Kästner* in seiner Geschichte der Mathematik
Bd. IV. 360 mitgeteilten Auszug der Epitome astronomicae copernicanae
*Keplers*.
[216] *Joannis Kepleri* Phaenomenon singulare seu Mercurius in sole.
Leipzig 1609. (Opera omnia, ed. *Frisch*. II, 793.)
[217] In *Einhards* Vita Caroli Magni (herausgegeben von *Jaffé* 1876)
wird berichtet, der Merkur sei im April des Jahres 807 »quasi parva
macula nigra« vor der Sonnenscheibe gesehen worden.
[218] Opera omnia, II, S. 805.
[219] Durch Dr. *G. Berthold*.
[220] Siehe das Vorwort zu der erwähnten Ausgabe Dr. *Bertholds*. Über
*Keplers* Stellung zur Astrologie siehe auch S. 115 dieses Bandes.
[221] Der Prediger *David Fabricius* war nicht etwa ein Mann, der
sich mit der Astronomie nur oberflächlich aus Liebhaberei befaßte,
sondern er hat nach *Tycho Brahes* Tode die erste Stelle unter den
beobachtenden Astronomen eingenommen. So urteilt wenigstens *Kepler*,
mit dem *Fabricius* in regem Briefwechsel stand. Für die Bestimmung
der Marsbahn hat *Kepler* durch *Fabricius* viel wertvolles Material
erhalten. *David Fabricius* gehörte auch zu den ersten, die das
Fernrohr zu astronomischen Zwecken benutzten. Wahrscheinlich brachte es
ihm sein Sohn *Johann*, der sich 1610 als Student der Medizin in Leyden
aufhielt, aus Holland mit. Mit einem solchen Fernrohr entdeckte *Johann
Fabricius* im elterlichen Hause die Sonnenflecken. Er stellte darauf
unter Aufsicht seines Vaters eine Reihe von Beobachtungen zusammen und
veröffentlichte deren Ergebnis in einer Schrift, die 1611 unter dem
Titel »De Maculis in sole observatis« (Von den Sonnenflecken) erschien.
(Näheres darüber siehe Bd. II. S. 26.)
[222] Erschienen 1618-1621 in Linz und Frankfurt; Opera omnia VI, 113
u. f.
[223] Somnium *Kepleri* von *Ludwig Kepler* dem Sohne. Frankfurt
1634. Eine deutsche, mit Erläuterungen versehene Ausgabe besorgte *L.
Günther*, Leipzig, B. G. Teubner. 1898.
[224] *Günther* hat auch diese Anmerkungen übersetzt und erläutert. *L.
Günther*, *Keplers* Traum vom Monde. Leipzig 1898.
[225] *Günther*, *Keplers* Traum. S. 129 u. f.
[226] A. a. O. S. 174.
[227] Siehe auch *H. Hankel*, Die Entwicklung der Mathematik. Tübingen
1869. S. 26.
[228] Ad Vitellionem Paralipomena. Frankfurt 1604 (Gesamtausgabe von
*Frisch* II, 119).
[229] *Johannis Kepleri* Dioptrice. Augsburg 1611 (Gesamtausgabe von
*Frisch* II. 515). -- *Keplers* Dioptrik wurde neuerdings von *Plehn*
in deutscher Übersetzung als Band 144 von *Ostwalds* Klassikern der
exakten Wissenschaften herausgegeben (Leipzig, Verlag von Wilhelm
Engelmann, 1904).
[230] Siehe S. 133 ds. Bds.
[231] Ad Vitellionem Paralip. Cap. I, Prop. IX. (Edit. *Frisch*. II,
113).
[232] Der vollständige Titel lautet: Ad Vitellionem Paralipomena,
quibus Astronomiae pars optica traditur. Frankfurt 1604. Ausgabe von
*Frisch* II. 119-397.
Der Pole *Vitello* (*Vitellio*) lebte um 1270. Er war also ein
Zeitgenosse *Roger Bacons*. *Vitello* hat seine Optik, die im
wesentlichen in einer Wiedergabe der Lehren *Alhazens* besteht, in
Italien verfaßt. Sie erschien wiederholt gedruckt. Am bekanntesten ist
die Ausgabe von *Risner* (Basel, 1572).
[233] Letzteres wird damit begründet, daß das Licht nichts Stoffliches
sei (quia lux materia caret).
[234] Sicut se habent sphaericae superficies, quibus origo lucis pro
centro est, amplior ad angustiorem: ita se habet fortitudo seu densitas
lucis radiorum in angustiori ad illam in laxiori sphaerica superficie.
[235] Dies geschah durch *Harriot*, Epist. ad *Keplerum* scriptae; ed.
*Hanschii*, 233; 1606. Siehe auch *Wilde*, Geschichte der Optik. I. 190.
[236] Ad Vitellionem. cap. 2. Opera omnia II. 153. -- Einen Überblick
über den Inhalt dieses Werkes, das die optischen Grundlagen der
Astronomie entwickelt, gibt *F. Plehn* im Archiv für Optik. I. Bd. S.
75 u. f. 1908.
[237] *Wilde*, Geschichte der Optik. I. 188.
[238] *Poggendorff*, Geschichte der Physik. S. 167.
[239] *Johannis Kepleri* Dioptrice 1611. Opera omnia II. S. 515-567.
[240] *Johannes Keplers* Dioptrik oder Schilderung der Folgen, die sich
aus der unlängst gemachten Erfindung der Fernrohre für das Sehen und
die sichtbaren Gegenstände ergeben. 1611. Übersetzt und herausgegeben
von *Ferdinand Plehn*. *Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften.
Nr. 144. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1904.
[241] *Keplers* Dioptrice, Figur zu Problema IV (Editio *Frisch* II,
528).
[242] Dioptrice, XIII. Propositio (Edit. *Frisch* II, 530): Nullus
radius, qui intra corpus crystalli super unam ejus superficiem plus 42°
inclinatur a vertice, potent illam superficiem penetrare.
[243] Dioptrik, Lehrsatz XII.
[244] Das Komplement des 42° betragenden Brechungswinkels.
[245] Der von *Snellius* gefundene Ausdruck läßt sich leicht in den
gebräuchlichen umwandeln. Man geht von der oben gegebenen Abb. 47 aus
und schlägt um C einen Kreis mit CA als Einheit (siehe Abb. 48). Dann
ist sin α (Einfallsw.) = DE und sin β (Brchsw.) = AF, ferner ist
AC : CB = sin (180 - α) : sin β = sin α : sin β = DE : AF. Ist
nun AC : CB konstant, und zwar für Luft und Wasser = 3 : 2, so gilt
dasselbe von sin α : sin β, da wir diesen Ausdruck gleich AC : CB
gefunden haben.
[246] *Descartes* Dioptrik, Kapitel 2. Näheres über *Descartes'* Anteil
an der Entdeckung des Brechungsgesetzes siehe in der bezüglichen
Abhandlung von *P. Kramer* (Abhandlungen zur Geschichte der Mathematik.
4. Heft. 1882), sowie in der Abhandlung von *H. Wieleitner* »Das
Brechungsgesetz bei *Descartes* und *Snellius*« (Natur und Kultur, 13.
Jahrgang. S. 403-406).
[247] Lehrsatz XXXIX.
[248] Siehe auch *Wilde*, Geschichte der Optik. Berlin 1838. Bd. I. S.
201.
[249] Die Ähnlichkeit des Auges mit der Dunkelkammer findet man
zuerst bei *Lionardo da Vinci* erwähnt. *Porta*, dem wir die erste
abendländische Beschreibung der Dunkelkammer verdanken, betrachtete die
hintere Wand des Auges als einen Hohlspiegel, von dem aus das Licht
nach der Mitte des Auges gelange, um dort wahrgenommen zu werden.
Der Nachweis, daß die Linse des Auges ein Bild auf die Netzhaut wirft,
erfolgte indessen schon vor *Scheiner* (*Arauzi* 1587). Das Auge eines
Tieres wurde auf der hinteren Seite mit einem Ausschnitt versehen. In
diesem Ausschnitt fing man das Bild eines vor dem Auge befindlichen
Lichtes auf. *E. Pergens*, Geschichtliches über das Netzhautbildchen
und den Optikuseintritt. Klinisches Monatsblatt für Augenheilkunde. Bd.
42, I. S. 137-143.
[250] In Vitellionem Paralipomena. Cap. V.
[251] *Ostwalds* Klassiker Nr. 144 (Dioptrik), S. 26-34.
[252] Siehe an späterer Stelle dieses Werkes.
[253] Dioptrik, Lehrsatz 62.
[254] *Wilde*, Geschichte der Optik, I. S. 199.
[255] *Hirschberg*, Die Optik der alten Griechen. Zeitschr. f.
Psychologie und Physiol. d. Sinnesorgane. Bd. XVI. S. 350. Siehe auch
Bd. I ds. Werkes S. 267.
[256] Ad Vitellionem Paralipomena. Frankfurt 1604. Cap. V. Propos.
XXVIII (Edit. *Frisch* II, 255.)
[257] *Kepler*, Dioptrice LXIV, Propositio. (Ed. *Frisch* II, 540.)
[258] Siehe *Wilde*, Geschichte der Optik I, 254.
[259] Siehe S. 14 u. f. ds. Bds.
[260] Siehe *Ostwalds* Klassiker d. exakt. Wiss. Nr. 20, S. 12 u. 13.
[261] *Hevelius*, eigentlich *Hewelke*.
[262] Selenographia seu descriptio lunae et macularum ejusdem.
[263] *Wolf*, Geschichte der Astronomie. S. 396.
[264] Näheres über das mutmaßliche Schicksal dieser Briefe siehe in
*Poggendorffs* Geschichte der Physik. S. 448.
[265] Eine englische Ausgabe besorgte *Newton* (Cambridge 1681).
[266] In seiner Pratique d'Arithmétique. Leyden 1585.
[267] In seiner Pratique d'Arithmétique.
[268] Zuerst in dem Rechenbuch des *Johannes Widmann* von Eger, das
1489 in Leipzig erschien. Erwähnt seien auch die Rechenbücher von *Adam
Riese*, dessen Verdienst um die Kunst des Rechnens ja sprichwörtlich
geworden ist. Die Rechenbücher *Adam Rieses* haben wissenschaftlich
keine Bedeutung; sie waren aber praktisch recht brauchbar und sehr
verbreitet. Über die Species, die Progressionen, die Bruchrechnung und
die Regel de tri gehen sie kaum hinaus. *Adam Riese* (1492-1559) war
Bergbeamter in Annaberg und leitete gleichzeitig eine Schule, in der er
besonders das Rechnen lehrte.
[269] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 479.
[270] Anfänge hierzu finden sich schon bei *Aristoteles*.
[271] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 581.
[272] Näheres siehe *Cantor* II. S. 718.
[273] *Suter*, Geschichte d. mathem. Wissenschaften. Bd. II. S. 19.
[274] *O. Stolz*, Größen und Zahlen. Leipzig 1891. S. 11.
[275] *Scipione del Ferro*, 1508.
[276] *Tropfke* I. S. 285.
[277] *Luigi Ferrari*, 1522-1565.
[278] *Gauß* 1799 und *Abel* 1824.
[279] Veröffentlicht in *Descartes'* »Geometrie« im Jahre 1634. Eine
deutsche Bearbeitung des Werkes lieferte *Schlesinger*. Berlin 1894.
[280] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 780.
[281] *Cantor* II. S. 605.
[282] Über *Euklids* drei Bücher Porismen siehe *Cantor* I. S. 239 u.
f. Vielleicht hängt der Ausdruck mit πείρω, ich forsche, zusammen;
jedenfalls verstand man darunter einen Satz, der ein neues Problem
anregte und einschloß. (*Cantor* I. S. 291.)
[283] *Fermat* entwickelte seine analytisch-geometrische Methode
in seiner Schrift: »Ad locos planos et solidos isagoge«. Die ihm
*Descartes* gegenüber zugeschriebenen Prioritätsansprüche sind schwer
zu entscheiden, weil *Fermat* sich zumeist darauf beschränkte,
die Ergebnisse seiner Forschungen in Paris lebenden Mathematikern
(besonders *Mersenne*) brieflich mitzuteilen. Seine Werke und ein
großer Teil seiner Briefe wurden erst längere Zeit nach seinem Tode
veröffentlicht. *Fermat*, Varia opera. Tolosae 1679.
[284] Elemente VI. 27.
[285] Bei *Regiomontan* begegnet uns z.B. die Aufgabe, festzustellen,
von welchem Punkte der Erdoberfläche eine 10 Fuß lange senkrechte
Stange, die 4 Fuß über dem Boden endigt, am größten erscheint. Eine
Lösung hat *Regiomontan* indessen nicht gegeben. Im 16. Jahrhundert
(bei *Tartaglia*) begegnet uns ferner die Aufgabe, eine bestimmte Zahl
so zu teilen, daß das Produkt dieser Teile multipliziert mit ihrer
Differenz den größten Wert hat.
[286] Methodus ad disquirendum maximum et minimum (*Fermat*, Opera
varia S. 63 u. f.). *Fermat* wandte seine Methode schon 1629, also
lange vor dem Erscheinen des *Descartes*'schen Werkes an. (*Cantor* II.
S. 782.)
[287] de la moindre action.
[288] Der Gedanke findet sich bei *Pappus*. S. auch *Mach*, Die
Mechanik in ihrer Entwicklung. S. 397.
[289] *Dühring*, Kritische Geschichte der allgemeinen Prinzipien der
Mechanik. Berlin 1873. S. 290.
[290] Methodus inveniendi lineas curvas maximi minimive proprietate
gaudentes; neuerdings in *Ostwalds* Klassikern Nr. 46 in deutscher
Übersetzung erschienen. Leipzig, W. Engelmann. 1894.
[291] Les lois du mouvement et du repos, déduites d'un principe
métaphysique. Histoire de l'Académie de Berlin 1746. p. 290.
[292] Siehe den 8. Abschnitt des III. Bandes.
[293] *Archimedes* (ed. *Nizze*) Seite 12-23. Siehe auch: *Dannemann*,
Die Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung. Bd. I. S. 164 u. f.
[294] A. a. O. S. 163.
[295] De motibus stellae Martis: Cap. 59, 5. Opera *Kepleri* (ed.
*Frisch*) III, 401.
[296] *Zeuthen*, Geschichte der Mathematik im 16. und 17. Jahrhundert.
Leipzig, B. G. Teubner. 1903. S. 255.
[297] Nova Stereometria Doliorum vinariorum. Linz 1615. Opera omnia
(ed. *Frisch*) IV, 555. Unter dem Titel »Neue Stereometrie der Fässer«
aus dem Lateinischen übersetzt und herausgegeben von *R. Klug*. Bd. 165
von »*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften«. Leipzig, W.
Engelmann. 1908.
[298] Opera omnia IV. 575.
[299] Opera *Kepleri* IV, 584-585.
[300] *Kepleri* Opera omnia (ed. *Frisch*) IV, 607-609.
[301] *Bonaventura Cavalieri* wurde 1598 in Bologna geboren. Er war
Schüler und später Freund *Galileis*. Nachdem *Cavalieri* in Bologna
als Professor der Mathematik gewirkt hatte, starb er dort im Jahre 1647.
[302] Geometria indivisibilibus continuorum nova quadam ratione promota.
[303] Das Werk *Guldins* erschien 1635-1641 unter dem Titel
Centrobaryca. *Paul Guldin* wurde 1577 in St. Gallen geboren; er war
Jesuit und wirkte als Lehrer der Mathematik in Rom und an anderen
Orten. *Guldin* starb 1643.
[304] *Gerhard*, Geschichte der Mathematik in Deutschland. S. 130.
[305] Arithmetica infinitorum sive nova methodus inquirendi in
curvilineorum quadraturam 1655. *John Wallis* wurde 1616 in einem
kleinen Orte der Grafschaft Kent geboren und wirkte als Professor der
Mathematik in Oxford. Er gehört zu den Begründern der Royal Society und
starb im Jahre 1703.
[306] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. II. S. 822.
[307] Der Brief wurde im Oktober 1674 an *Leibniz* gesandt.
[308] Nova methodus pro maximis et minimis itemque tangentibus... (Acta
eruditorum 1684).
[309] De geometria recondita et analysi indivisibilium atque
infinitorum. Acta eruditor. 1686.
[310] Method of fluxions. London 1736. Geschrieben hatte *Newton*
dieses Werk schon 1671.
[311] *Fatio de Duillier.*
[312] Réflexions sur la metaphysique du calcul. infinitesimal 1797.
[313] *René Descartes* (*Cartesius*) wurde 1596 in der Touraine geboren
und starb 1650 in Stockholm, wohin er durch die Königin *Christine* von
Schweden berufen worden war. Vorher hatte er nach einer unsteten Jugend
viele Jahre in Holland gelebt.
[314] *Pierre Gassendi*, geboren 1592 in der Provence, gestorben
in Paris im Jahre 1655, ist der Erneuerer der atomistischen Lehre
*Epikurs*. Über das Verhältnis *Epikurs* zu *Demokrit* siehe Bd.
I. S. 75. Nach *Gassendi* wurde eine bestimmte Anzahl von Atomen
geschaffen. Sie sind der Urgrund aller Dinge. Außer den Elementen
bestehen daher auch das Licht, die Wärme usw. aus Atomen. Sie sind
unteilbar, von bestimmter Größe und Gestalt, schwer, absolut hart und
undurchdringlich. Zwischen den Atomen befindet sich der leere Raum.
Kurz, in den Grundzügen und mit nur geringen Abänderungen entwickelt
*Gassendi* in seiner Physica corpuscularis die zuerst von *Demokrit*
aufgestellten Lehren der materialistischen Weltanschauung. (Näheres
siehe bei *Lange* in seiner Geschichte des Materialismus und Kritik
seiner Bedeutung für die Gegenwart. 1882. S. 184 u. f.)
[315] Brief von *Huygens* an *Leibniz* vom 11. Juli 1692. *Chr.
Hugenii* exercitationes mathem. ed. Uylenbroek. Hag. Com. 1833. I, 136.
[316] Novum organum. Lugd. Bat. 1645. Lib. II. Art. 37. p. 294.
[317] Cogitata physico-mathematica. Parisiis 1644. p. 21.
[318] Aristarchus Samius, de mundi systemate Parisiis 1644, p. 2. Vgl.
*J. C. Fischer*, Geschichte der Physik. 1801. Bd. I. S. 272.
[319] De motionibus naturalibus. Lugd. Bat. 1686. c. VI. p. 166.
[320] Epitome astronomiae. 1621. Lib. IV. p. 510. *Leibniz* macht an
verschiedenen Stellen darauf aufmerksam, daß zuerst *Kepler* diesen
Begriff einer Trägheit eingeführt habe. Ansätze zu ihm finden sich nach
*v. Lippmann* schon bei *Aristoteles*.
[321] Principia philosophiae 1677. P. II. § 43. p. 41.
[322] *Boyle*, Origo formarum et qualitatum. 1669. p. 50.
[323] *Huygens*, Discours sur la cause de la pésanteur 1690. p. 162.
[324] *Hooke*, De potentia restitutiva. 1678. p. 7.
[325] *Locke*, An essay concerning human understanding. London 1731. V.
I. Book II. p. 87.
[326] Micrographia, London 1665. p. 16.
[327] Micrographia, 1665. p. 12.
[328] *Descartes*, Principia philosophiae. 1677. P. II. § 36. p. 37.
[329] *T. Lucretii Cari*, De rerum natura libri sex. II. v. 294-307.
Vgl. *G. Berthold*, Notizen zur Geschichte des Prinzips der Erhaltung
der Kraft (Ber. d. Kgl. Akad. d. Wiss. z. Berlin. 1875. S. 57, sowie
Bd. I des vorliegenden Werkes S. 241).
[330] Animadversiones in X. libr. Diogenis Laertii 1675. V. I. p. 241.
[331] Der Engländer *Thomas Hobbes* (1632-1679) suchte gleich
*Descartes* alle Vorgänge auf die Bewegung kleiner Teilchen
zurückzuführen. Die Bewegung pflanzt sich dadurch fort, daß sich
das Medium bewegt. Eine unvermittelte Wirkung in die Ferne gibt es
nicht. Dies alles kennzeichnet die Philosophie des *Hobbes* als
materialistisch. Gleichzeitig ist sie sensualistisch, indem sie alle
Begriffe auf die Wirkung der Sinnesorgane zurückführt. Bekannt ist
der Satz, durch den *Hobbes* dies folgendermaßen ausdrückt: »Nihil
est in intellectu, quod non prius fuerit in sensu«. Dieser Satz wird
irrtümlich mitunter *Locke* zugeschrieben.
[332] *Spinoza* (1632-1677) stammt von portugiesischen Juden, die nach
Amsterdam geflüchtet waren, um den Verfolgungen der Inquisition zu
entgehen. Die jüdische Gemeinde verhielt sich gegen *Spinoza* nicht
weniger intolerant, da sie ihn seiner religiösen Ansichten wegen durch
Meuchelmord aus dem Wege zu räumen suchte und schließlich ausstieß.
*Spinoza* erwarb sich seinen Lebensunterhalt durch das Schleifen
optischer Gläser. Er wurde durch seine philosophischen Schriften als
Fortsetzer des cartesianischen Systems bekannt und erhielt einen Ruf
nach Heidelberg, den er aber ausschlug, weil er die Freiheit der
Forschung nicht als gesichert ansah.
[333] *Newton*. Philosophiae naturalis principia mathematica 1723. Lib.
III. Scholium generale p. 484.
[334] Philosophiae natur. princ. math. 1723. S. 5.
[335] a. a. O. S. 147.
[336] a. a. O. S. 173.
[337] Auszug aus dem Briefe *Newtons* an *Bentley* v. 25. II. 1692;
abgedruckt bei *S. Horsley*, *J. Newtoni* op. omn. Lond. 1782. IV. p.
438.
[338] *Horsley* l. c. p. 394.
[339] Opera omnia; Lausanne 1742. III. 138.
[340] Diss. de causa gravitatis. *Chr. Hugenii* op. reliqua. 1728. I.
121. 125.
[341] *P. H. Fuß*, correspondance math. et physique. St. Petersburg
1843. T. II p. 550.
[342] Nov. act. Petrop. 1779. T. III. P. I. p. 162.
[343] Opera philosophica, ed. *Erdmann*. 1820. p. 466.
[344] Journal des savants. 1669. S. 23.
[345] *Th. Birsch*, The history of the Royal Society. Lond. 1756. Bd.
II. S. 337.
[346] *Rosenberger*, Geschichte der Physik. II. 131.
[347] De Beghinselen der Weegkonst. Leyden 1586.
[348] Les [oe]uvres mathématiques de *Simon Stevin*. Leyden 1634.
[349] Wonder en is gheen Wonder.
[350] *Stevins* Werke, Seite 499. V. Buch der Statik.
[351] *Stevins* Werke, S. 499, Fig. 4.
[352] *Stevins* Werke, S. 500, Fig. 2 u. 3.
Beide Nachweise gehören bekanntlich zum festen Bestand des heutigen
Physikunterrichts, der sich dazu derselben Apparate wie *Stevin*
bedient.
[353] *Stevins Werke*, Les [oe]uvres mathématiques de *Simon Stevin*,
herausgegeben von *Girard*, Leyden 1634. Des éléments hydrostatiques;
Théorème IX. p. 488-491. Die betreffende Untersuchung hat *Stevin* im
Jahre 1608 veröffentlicht (S. *Cantor*, Geschichte der Mathematik. II.
533).
[354] *Galileis* Discorsi erschienen 1638.
[355] *Viviani*, Della scienza universale delle proporzioni.
[356] Opera geometrica. Florenz 1644, 3. Abschnitt: De motu gravium
naturaliter descendentium.
[357] v = √(2gh), v_{1} = √(2gh_{1}), v : v_{1} = √h : √h_{1}. Mit der
Formel v = √(2gh) war *Torricelli* noch nicht bekannt; sie rührt von
*Johann* und *Daniel Bernoulli* her. Bei *Torricelli* ist v = A · √h,
worin h die Höhe und A eine Konstante bedeutet.
[358] Siehe *Ostwalds* Klassiker Nr. 11. S. 17.
[359] Siehe S. 82 u. 83 dies. Bds.
[360] Siehe das 7. Heft der »Neudrucke von Schriften und Karten über
Meteorologie u. Erdmagnetismus«, hrsg. von Prof. Dr. *G. Hellmann*:
Evangelista *Torricelli*, Esperienza dell'Argento Vivo. Berlin. A.
Asher & Co. 1897.
[361] *Torricelli* hatte zuerst *Ricci* in Rom darüber geschrieben und
dieser *Mersenne* berichtet.
[362] Zu dem *Descartes* *Pascal* angeregt haben will.
[363] *Blaise Pascal*, Récit de la grande expérience de l'équilibre des
liqueurs, Paris 1648. Neuerdings erschienen als 2. Heft der »Neudrucke
von Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus«,
herausgegeben von Professor Dr. *G. Hellmann*. Berlin, A. Asher & Co.
[364] Traité de l'équilibre des liqueurs et de la pesanteur de la masse
de l'air. Paris 1663. Verfaßt wurde diese Abhandlung schon im Jahre
1653.
[365] *Pascal*, Oeuvres III. p. 86-86.
[366] In seinen akademischen Vorlesungen (lezioni academiche), die 1715
in Florenz erschienen, und zwar in der 7. Vorlesung.
[367] Eine ausführliche Biographie lieferte *F. W. Hoffmann* unter dem
Titel: *O. v. Guericke*, ein Lebensbild aus der Geschichte des 17.
Jahrhunderts.
[368] Er starb am 11. Mai 1686 in Hamburg.
[369] Siehe die betreffenden Abhandlungen *G. Bertholds* in den
Annalen der Physik und Chemie Bd. 20. 1883, Bd. 54. 1895, sowie in den
Verhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Stockholm 1895. Nr. 1.
[370] Mechanica hydraulico-pneumatica, S. 307.
[371] *Ottonis de Guericke* Experimenta nova (ut vocantur) Magdeburgica
de Vacuo Spatio. Amsterdam 1672
[372] Aus dem Lateinischen übersetzt und mit Anmerkungen herausgegeben
von *Friedrich Dannemann*. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1894
(59. Bd. von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften).
Einige wichtige Kapitel des »Über eigene Versuche« betitelten Buches
bilden mit den erforderlichen Erläuterungen den 17. Abschnitt des
Werkes von *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig, W.
Engelmann 1908.
[373] Auf der ersten Seite der Vorrede seines Werkes de Vacuo Spatio.
[374] *Ostwalds* Klassiker Nr. 59. S. 11.
[375] Eine der von *Guericke* gebauten Luftpumpen sowie seine
Magdeburger Halbkugeln befinden sich jetzt im Deutschen Museum von
Meisterwerken der Naturwissenschaft und der Technik in München.
Die Zeit der Erfindung der Luftpumpe wird auf 1647-49 oder 1651-52
angesetzt. Ob mit Recht, bleibt dahingestellt. Siehe *F. Poske*, Zum
Gedächtnis *Otto von Guerickes*. Verhandl. d. Deutschen physikal.
Gesellsch. IV (1902). Nr. 16.
Eine andere Luftpumpe gelangte 1676 nach Stockholm. Dort diente sie
Jahrzehnte zur Anstellung von Versuchen. Als noch vorhanden wurde sie
zuletzt im Jahre 1734 nachgewiesen. Neuere Nachforschungen nach dieser
Originalluftpumpe *Guerickes* blieben zunächst ohne Erfolg (*Berthold*
in *Poggend.* Annalen. 1895. S. 726). Vor kurzem (1917) hat sie sich
aber in den Sammlungen der Universität Lund wiedergefunden. Über die
noch erhaltenen Luftpumpen und Nebenapparate *Guerickes*, sowie die
ersten englischen und niederländischen Luftpumpen gibt der »Bericht
über die Ausstellung wissenschaftlicher Apparate im South Kensington
Museum« (Berlin 1877. S. 158 u. f.) Auskunft.
[376] Magdeburgische Versuche Kapitel XXII. Siehe 59. Bd. von
*Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften S. 66.
[377] Siehe S. 207.
[378] Siehe *Ostwalds* Klassiker Nr. 59. S. 66.
[379] *Ostwalds* Klassiker Nr. 59. S. 45.
[380] *Pascal* hatte dies aus der Verkürzung der Quecksilbersäule des
Barometers gefolgert (siehe S. 197 d. Bds.). *Guericke* verschloß
einen Rezipienten am Fuße eines Kirchturms und begab sich mit ihm auf
die Spitze desselben. Wurde der Hahn jetzt gedreht, so trat Luft aus,
während Luft in den Rezipienten hineindrang, wenn man ihn auf der
Spitze des Turmes verschloß und am Fuße wieder öffnete. *Guericke*, De
vacuo spatio. III. Buch, 30. Kap.
[381] *Ostwalds* Klassiker Nr. 59. Kap. XV.
[382] *Ostwalds* Klassiker Nr. 59. S. 108.
[383] New experiments, Physico-Mechanical, touching the Spring of the
Air and its Effects made in the most part in a new pneumatical engine.
Oxford 1660. Ein Jahr später erschien eine lateinische Übersetzung
unter dem Titel: Nova experimenta de vi aeris elastica.
[384] *R. Boyle*, Opera varia. Genevae 1680. S. 38. Fig. 5.
[385] Mitgeteilt von *Boyle* in seiner Schrift gegen *Linus*, Defensio
contra *Linum* London 1662. Cap. V. Opera Varia. Genf 1680. S. 42 ff.
[386] *Mariotte*, Essai sur la nature de l'air. 1679. Die wichtigsten
Abschnitte enthält *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher. S.
104 u. f.
[387] 40--1--14.
[388] *Leibnizens* und *Huygens'* Briefwechsel mit *Papin*.
Herausgegeben von *Gerland*. Berlin 1881. S. 222.
[389] Durch *Vidi*. *Poggendorffs* Annalen. 1848. Bd. 73. S. 620.
[390] Siehe Bd. I S. 434.
[391] Dort ist er 1644 auch gestorben.
[392] Eine sehr ausführliche Geschichte des Namens »Gas« bringt *v.
Lippmann* im II. Bande seiner Abhandlungen u. Vorträge. S. 361-394.
Veit u. Co. Leipzig 1913.
[393] *Van Helmonts* Schriften hat sein Sohn unter dem Titel »Ortus
medicinae vel opera et opuscula omnia« im Jahre 1648 herausgegeben.
[394] *H. Kopp*, Die Alchemie in älterer und neuerer Zeit, Heidelberg
1886. Bd. I. S. 8.
[395] *Leibniz*, Historia inventionis phosphori. Miscellanea
Berolinensia 1710. T. 1. p. 91.
[396] Ein Jahrhundert später (1776) zeigte *Gahn*, daß sich Phosphor
aus kalzinierten Knochen darstellen läßt, indem man den beim Eindampfen
der Knochen mit Schwefelsäure erhaltenen Rückstand mit Kohle
destilliert.
[397] *H. Peters*, Leibniz in seiner Beziehung zur Chemie und den
anderen Naturwissenschaften. Chemikerzeitung 1901. Nr. 81 u. 82.
[398] *J. C. Orchall*, Augsburg 1684.
[399] Das Geburtsjahr ist nicht bekannt.
[400] Alchemia est ars perficiendi magisteria et essentias puras e
mistis separato corpore extrahendi.
[401] Es wurde auch als Wundersalz (Sal mirabile) bezeichnet und fand
in der Heilkunde bald ausgedehnte Anwendung.
[402] 2NH_{4}Cl + CaO = CaCl_{2} + 2NH_{3} + H_{2}O.
[403] In der heutigen Formelsprache würde dieser Vorgang durch folgende
Gleichung wiederzugeben sein:
3HgCl_{2} + Sb_{2}S_{3} = 2SbCl_{3} + 3HgS.
[404] In seinem Preliminary discourse.
[405] *E. Bloch*, *Boyles* Anschauungen über die Metallverkalkung.
Chemikerzeitung. 1915. S. 481-486.
[406] Nach *v. Lippmann* kannte diese Reaktion schon *Plinius*.
[407] *Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften Nr. 125. Leipzig,
W. Engelmann. 1901.
[408] Dies hatte man seit 1600 schon wiederholt vor *Mayow* beobachtet.
[409] *Ostwalds* Klassiker Nr. 125. S. 15.
[410] Siehe den 19. Abschnitt des 3. Bandes.
[411] Rariarum stirpium per Pannoniam, Austriam et alias provincias
observatarum historia. Antwerpen 1583.
[412] Rariarum stirpium per Hispanias observatarum historia. Antwerpen
1576.
[413] Exoticorum libri 10. Antwerpen 1605.
[414] *Sprengel*, Geschichte der Botanik. I. 294.
[415] Pinax theatri botanici. Basel 1623.
[416] *Sachs*, Geschichte der Botanik. S. 37.
[417] Er wurde 1519 in Arezzo geboren, war ein Schüler des (Bd. I. S.
458) erwähnten *Luca Ghini* und starb 1603.
[418] *Emil Wohlwill*, Joachim Jungius. Mit Beiträgen zu Jungius'
Biographie und zur Kenntnis seines handschriftlichen Nachlasses.
Hamburg 1888.
[419] Isagoge phytoscopica. 1678.
[420] *Robert Morison* wurde 1620 in Aberdeen geboren. Er starb 1683.
[421] Plantarum umbelliferarum distributio nova. 1672.
[422] Er wurde 1628 in Essex geboren und starb 1705.
[423] Historia plantarum. 1686-1704.
[424] Latinisiert für *Bachmann* (1652-1725).
[425] *Tournefort* (1656-1708) wurde in der Provence geboren. Er wirkte
als Professor am Jardin des Plantes und durchforschte die Flora in
Griechenland, Nordafrika und Kleinasien, Ländern, welche der Botanik
des Altertums wegen immer noch eine besondere Anziehungskraft ausübten.
[426] *Sprengel*, Geschichte der Botanik. II. 157.
[427] Historia plantarum (1686) und Methodus plantarum nova (1682).
[428] Historia plantarum. Bd. I. 1886. S. 40.
[429] a. a. O. S. 42.
[430] *Karl Jungmann*, Die Weltentstehungslehre des Descartes. Bd. 54
der Berner Studien zur Philosophie und ihrer Geschichte. Herausgegeben
von *Ludwig Stein*. Bern, Buchdruckerei Scheitlin, Spring & Co., 1907.
51 Seiten.
[431] *Laplace*, Précis de l'histoire de l'astronomie. Paris 1821. p.
99.
[432] Die Royal Society veröffentlichte ihre Arbeiten seit dem Jahre
1665 unter dem Titel »Philosophical Transactions«.
[433] Siehe auch *P. Tannery*, Les sociétés savantes et l'histoire des
sciences. Paris, 1906.
[434] *Weld*, History of the Royal Society, und *v. Ranke*, Englische
Geschichte. V. 165. Die Verleihung der Korporationsrechte erfolgte am
10. Juli 1662.
[435] *Heinrich Oldenburg* war im Jahre 1626 in Bremen geboren und als
Konsul seiner Vaterstadt nach England gekommen. Nach Verlust seiner
Stelle zog er als Hofmeister eines jungen Lords nach Oxford. Dort
wurde er mit Mitgliedern der Royal Society bekannt, die ihm seiner
Sprachkenntnisse wegen das Amt eines Sekretärs anvertrauten.
[436] Zeitweilig führten sie den Titel Philosophical Collection. Die
Gesellschaft selbst übernahm die Herausgabe erst vom 47. Bande (1753)
ab.
[437] Über ihn und seine Bedeutung für die Förderung der Wissenschaften
wurde an anderer Stelle (s. S. 245) schon berichtet.
[438] Nicht zu verwechseln mit der schon vor ihr gegründeten
französischen Akademie, die wie die Accademia della Crusca in Rom, der
Pflege der französischen Sprache diente.
[439] Siehe den ersten Abschnitt des IV. Bandes.
[440] *Jungius* wirkte eine Zeitlang als Rektor des Johanneums in
Hamburg. Er starb nach einem vielbewegten Leben 1667. Siehe auch
*Guhrauer*, Joachim Jungius und sein Zeitalter. Tübingen 1850.
[441] Der vollständige Titel lautet in der Übersetzung: Vorschlag, die
Naturforschung ihres Nutzens wegen zu fördern und zu diesem Zwecke
eine Deutsche Gesellschaft zu gründen, deren Aufgabe es sein würde
die nutzbringenden Künste und Wissenschaften in unserer Sprache zu
beschreiben und den Ruhm des Vaterlandes zu mehren.
[442] *Harnack*, Geschichte der preußischen Akademie der
Wissenschaften, Berlin 1901. S. 243.
[443] Eine ausführliche Biographie *Newtons* verfaßte *Brewster*: Life
of Newton. London 1831. Übersetzt von *B. M. Goldberg*. Leipzig 1833.
Neu bearbeitet erschien dies Werk unter dem Titel: Memoirs of the
Life, Writings and Discoveries of Sir Isaac Newton. Edinburg. 2 Bde.
1855. 2. Aufl. 1860. Siehe auch *Snell*, Newton und die mechanische
Naturwissenschaft. Dresden u. Leipzig 1843.
[444] *Wallis*, Arithmetica infinitorum sive nova methodus inquirendi
in curvilineorum quadraturam. 1655. *Wallis* beschäftigte sich darin
wie *Cavalieri* in seinen »Indivisibilien« vorzugsweise mit Quadraturen
und Kubaturen, verfuhr, anknüpfend an *Descartes*, aber mehr
rechnerisch, während *Cavalieri* seine Ableitungen so geometrisch als
irgend möglich zu gestalten trachtete (siehe auch *Cantors* Geschichte
der Mathematik II, 822).
[445] *Zucchi* 1616. Siehe *Nicolai Zucchii* Optica philosophica.
Leyden 1652. Die bezügliche Stelle wird von *Wilde* in seiner
Geschichte der Optik, Bd. I. Seite 308 angegeben. *Zucchi* machte
auch, wie er an dieser Stelle mitteilt, den entsprechenden
Fundamentalversuch, indem er das Licht mit einem Hohlspiegel auffing
und gleichzeitig eine Konkavlinse in passender Entfernung ans Auge
brachte. Er wird deshalb von *Wilde* schon als der Erfinder des
Spiegelteleskops bezeichnet (*Wilde* I, 308). *Gregory* beschränkte
sich in seiner Optica promota vom Jahre 1663 (Seite 92 u. f.) auf den
bloßen Vorschlag, das durch zwei Spiegel erzeugte Bild durch eine Linse
zu betrachten. Die Ausführung dieses *Gregory*'schen Teleskops erfolgte
erst ein Jahrzehnt später (1774) durch *Hooke*. Siehe die schematische
Zeichnung in *Wüllners* Lehrbuch der Experimentalphysik II, 344.
[446] Aus den Philos. Transactions von 1672.
[447] 1672.
[448] Philos. Transact. 1742. S. 155.
[449] Philos. Transact. 1731. S. 147 u. f.
[450] Optics or a treatise of the reflections, refractions, inflections
and coulours of light. London 1704. -- *Newtons* Optik wurde als 96.
und 97. Band von *Ostwalds* Klassikern der exakten Wissenschaften
übersetzt und herausgegeben von *W. Abendroth*. W. Engelmann, Leipzig.
1898. -- Es ist dies die erste deutsche Übersetzung. Neben vier
englischen Auflagen gibt es sechs lateinische und drei französische
Ausgaben.
[451] *Newtons* Optik. I. Tafel III. Abb. 13.
[452] *Newtons* Optik. I. Tafel IV. Abb. 18.
[453] *Newtons* Optik, II. Taf. IV. Abb. 16.
[454] Opera omnia (ed. *Frisch*) II. 119 u. f.
[455] De radiis visus et lucis in vitris perspectivis et iride
Tractatus Marci de Dominis, Venedig 1611.
*De Dominis* (1566-1624) war Kleriker und erlitt ein ähnliches
Schicksal wie *Giordano Bruno*. Er geriet mit den katholischen Lehren
in Widerspruch, wurde von der Inquisition gefangen gesetzt und starb in
dem Kerker der Engelsburg, wahrscheinlich an Gift.
Nach *v. Lippmann* entstammt die Lehre, daß die Farben eine Mischung
von Weiß und Dunkel seien, pseudo-aristotelischen Schriften.
[456] Näheres siehe *Newtons* Optik (*Ostwalds* Klassiker Bd. 96 S. 50
u. f.) sowie *Wilde*, Geschichte der Optik. II. S. 44 u. f.
[457] Der Spiegel hatte einen Durchmesser von 4 Fuß und wog 2000 Pfund.
*Herschel* lieferte eine Beschreibung dieses Fernrohrs in den Philos.
Transact. 1795, II, pag. 347. Das Teleskop des Earl *of Rosse* vom
Jahre 1845 besaß sogar eine Länge von 16,6 und einen Spiegeldurchmesser
von 1,82 m.
[458] Für bestimmte Zwecke (photographische Aufnahmen) werden auch
jetzt noch gewaltige Reflektoren von über 2 m Öffnung benutzt.
[459] Bzw. in G (rot) und in H (violett) beim äußeren Bogen.
[460] *Ostwalds* Klassiker. Bd. 96. S. 130.
[461] Jesuit, von 1566-1624 lebend. Er wurde von der Inquisition seiner
freieren religiösen Auffassung wegen eingekerkert.
[462] *Grimaldi*, Physico-Mathesis de lumine, coloribus et iride.
Bologna 1665. S. 235 u. f.
[463] Siehe S. 92 u. f.
[464] *Huygens*, Abhandlung über das Licht. Nr. 20 von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften.
[465] *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig 1908.
Abschnitt 34.
[466] *Hooke*, Micrographia or some philosophical descriptions of
minute bodies. London 1665.
[467] Micrographia, Observat. IX: Of the Colours observable in Muscovy
Glass and other thin Bodies.
[468] *Newton*, Optice, Lib. II. Pars 1. Observatio VI. S. 149 der
*Clarke*schen Ausgabe von 1740.
[469] Frage 5. (*Ostwalds* Klassiker. Nr. 97. S. 101.)
[470] Frage 8. (*Ostwalds* Klassiker. Nr. 97. S. 101.)
[471] Frage 30. (*Ostwalds* Klassiker. Nr. 97. S. 124.)
[472] Frage 29. (*Ostwalds* Klassiker. Nr. 97. S. 123.)
[473] *Rosenberger*, *Newtons* Prinzipien. S. 329.
[474] *Poggendorff*, Geschichte der Physik. S. 645.
[475] *Picard*, La mésure de la terre. Paris 1671.
[476] 1 Toise = 6 frz. Fuß = 1,949 m.
[477] Sie hatte für den Breitengrad 55972 Toisen ergeben. *Snellius*
verfuhr folgendermaßen. Er bestimmte die Polhöhe von Alkmaar zu 52°
40,5ʹ, diejenige von Bergen op Zoom zu 51° 29ʹ. Der Abstand der durch
beide Orte gehenden Parallelkreise ergab sich daraus zu 1° 11,5ʹ.
Die Messung dieses Abstandes ergab 55072 Toisen für den Grad. Bei
dieser Messung wurde zum erstenmal das Verfahren der Triangulation
angewandt (De terrae ambitu a *Willebrordo Snellio*, Leyden 1617),
indem *Snellius* von einer festen, äußerst genau gemessenen Standlinie
oder Basis ausging und von dieser aus durch Winkelmessung ein Netz von
Dreiecken bestimmte. Als einige Jahre nach seiner ersten Messung die
Umgegend von Leyden überschwemmt wurde und überfror, benutzte er diese
Gelegenheit, um nochmals eine Ausgangslinie möglichst genau zu messen.
*Willibrord Snellius*, in Leyden 1591 geboren und dort als
Universitätslehrer 1626 gestorben, ist uns bei früherer Gelegenheit als
der Entdecker des Brechungsgesetzes bekannt geworden. Von ihm rührt
auch das trigonometrische Verfahren des »Rückwärtseinschneiden« her,
das fälschlich wohl dem Franzosen *Pothenot* zugeschrieben wird. Die
hier kurz geschilderte Tätigkeit dieses hervorragenden Geometers war
es also, die *Newton* die Lösung des größten naturwissenschaftlichen
Problems, das je den Menschengeist beschäftigte, ermöglicht hat.
[478] Genau gleich 15ʹ 1ʺ 1-4/9ʺ. Siehe *Newtons* Prinzipien (Ausgabe
von *Wolfers*) S. 386.
[479] Philosophiae naturalis principia mathematica, London 1687.
Übersetzt von *Wolfers*, Berlin 1872. Siehe auch *Ferd. Rosenberger*:
*Isaac Newton* und seine physikalischen Prinzipien. Ein Hauptstück aus
der Entwicklungsgeschichte der modernen Physik. Leipzig 1895.
[480] *Hooke*, An attempt to prove the motion of the earth, London
1674. S. 27 und 28.
[481] *Newtons* Prinzipien (ed. *Wolfers*), S. 515.
[482] Dies würde geschehen, wenn die Geschwindigkeit 21000ʹ für die
Sekunde beträgt.
[483] *Newtons* Prinzipien. I. Buch. § 13.
[484] *Newtons* Prinzipien (ed. *Wolfers*), Fig. 213.
[485] Siehe Abb. 14 dies. Bds.
[486] Siehe auch die »Begriffsbestimmungen und Leitsätze« aus *Newtons*
mathematischen »Prinzipien der Naturphilosophie«, die im ersten
Teil des 191. Bandes von *Ostwalds* Klassik. d. exakt. Wissensch.
zusammengestellt sind (Leipzig, W. Engelmann, 1914).
[487] *Seneca*, Nat. Quaest. III, 28.
[488] Näheres darüber siehe im III. Bande.
[489] Optik, Frage 31.
[490] *Newtons* Prinzipien III. 5. Abschnitt.
[491] Den Gegensatz zwischen den Newtonianern und den Cartesianern
verspottete *Voltaire* einst mit folgenden Worten: »Wenn ein Franzose
in London ankommt, so findet er einen großen Unterschied. In Paris
verließ er die Welt ganz voll von Materie, in London findet er sie
völlig leer. In Paris sieht er das Universum von ätherischen Wirbeln
erfüllt, während in London unsichtbare Kräfte ihr Spiel treiben. Dort
ist es der Druck des Mondes, der Ebbe und Flut bewirkt, während in
England das Meer gegen den Mond gravitiert und alles durch den Zug
verrichtet wird.«
[492] *E. Hoppe*, Zur Geschichte der Fernwirkung. Programm des
Wilhelmgymnasiums, Hamburg 1901.
[493] *Rosenberger*, *Newtons* Prinzipien. S. 234.
[494] Ausführlicher wurde das System der corpuscules ultramondaines
von Le Sage entwickelt (*Prévost*, Deux traités de physique mécanique,
Genève et Paris, 1818).
[495] Nach dem gregorianischen Kalender am 5. Januar 1643 und am 31.
März 1727.
[496] Siehe S. 24.
[497] *Christiani Hugenii* Systema Saturnium. Haag 1659.
[498] Saturn wird von einem dünnen, ebenen, freischwebenden Ringe
umgeben, der zur Ekliptik geneigt ist.
[499] Die übrigen Saturnmonde wurden später von *Cassini*, *Herschel*
u. a. entdeckt.
[500] Der Reihenfolge nach, wie oben erwähnt, der sechste Mond.
[501] Das Patent, das er auf seine Erfindung nahm, datiert vom 16. Juni
1657.
[502] Siehe S. 96.
[503] Siehe S. 290.
[504] Siehe *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher, S. 96.
[505] *Olaf* oder *Olof Römer* wurde am 25. September 1644 zu Arhuus
geboren und starb am 19. September 1710 in Kopenhagen. Die erwähnten
Beobachtungen stellte er 1672-1676 auf der Pariser Sternwarte an. Sein
Bericht an die Pariser Akademie datiert vom 22. November 1675. (Anc.
Mémoires, Paris. Tome I et X.)
[506] 42 Stunden 27 Minuten 33 Sekunden.
[507] *Chr. Huygens*, Abhandlung über das Licht. Fig. 2. Siehe
*Ostwalds* Klassiker der exakten Wissenschaften Nr. 20, S. 14.
Die Abhandlung über das Licht (Traité de la lumière) erschien im Jahre
1690 in Leyden, zusammen mit der Untersuchung über die Ursache der
Schwere (Discours de la Cause de la Pesanteur). Die Arbeit über das
Licht entstand schon in Paris um 1678. Dadurch, daß *Huygens* 1681
Frankreich der Mißhandlung seiner Glaubensgenossen wegen verließ,
wurde die Herausgabe bis zum Jahre 1690 verzögert. Eine lateinische
Übersetzung wurde 1728 von *s'Gravesande* unter dem Titel »Tractatus de
Lumine« herausgegeben.
[508] Dieser in vielen Lehrbüchern der Physik beschriebene Apparat (z.
B. *Wüllner*, Lehrbuch der Experimentalphysik, III. Aufl. Bd. I, Fig.
66) zum Nachweis der Gesetze des Stoßes wurde von *Mariotte* angegeben.
(Traité de la percussion ou du choc des corps. Paris 1677.)
[509] *Ostwalds* Klassiker Nr. 20. S. 26.
[510] *Ostwalds* Klassiker Nr. 20. S. 34.
[511] Experimenta crystalli islandici disdiaclastici, quibus mira et
insolita refractio detegitur. Havniae 1669.
[512] *Huygens* hatte wie *Bartholin* gefunden, daß Licht, das in einen
Doppelspatkristall eindringt, im allgemeinen zwei Brechungen erleidet,
von denen die eine dem von *Snellius* gefundenen Gesetze folgt, nach
dem der Sinus des Einfallswinkels zum Sinus des Brechungswinkels
in einem bestimmten Verhältnis steht. Dies Verhältnis ermittelten
*Bartholin* und Huygens übereinstimmend gleich 5 : 3. Es blieb für
alle Neigungen stets dasselbe, während sich dies Verhältnis für den
zweiten, außergewöhnlichen Strahl mit der Neigung des einfallenden
Strahles änderte. Um das Auftreten beider Strahlen zu erklären, mußte
*Huygens* annehmen, daß sich ein Teil des Lichtes nach dem Eintreten in
den Kristall in kugelförmigen Wellen fortpflanze, ein anderer dagegen
in sphäroidischen. Ferner galt es, für den durch letztere bewirkten
Strahl ein dem von *Snellius* ermittelten analoges Gesetz zu finden,
was *Bartholin* nicht vermocht hatte.
[513] *Ostwalds* Klassiker Nr. 20. S. 61.
[514] *Ostwalds* Klassiker Nr. 20. S. 65.
[515] Siehe an späterer Stelle dieses Werkes.
[516] Nach heutiger Annahme ist die aristotelische Schrift Ȇber
die Farben« nicht echt-aristotelisch, entstammt aber der Schule des
Philosophen. S. auch *Wilde*, Gesch. d. Optik. I. S. 8 u. f.
[517] Horologium oscillatorium sive de motu pendulorum. Paris 1673.
Eine Besprechung der einzelnen Teile dieses Werkes bringt eine
Abhandlung von *A. Heckscher* in den Mitteilungen z. Gesch. d. Med.
u. d. Natw. XIV. Bd. S. 97. In deutscher Übersetzung wurde es von
*A. Heckscher* und A. v. Oettingen als 192. Band von *Ostwalds*
Klassikern der exakten Wissenschaften, unter dem Titel »Die Pendeluhr«
herausgegeben. Leipzig, W. Engelmann, 1913. *Huygens* erste Pendeluhr
wird noch heute im physikalischen Kabinett der Universität Leyden
aufbewahrt.
[518] Im Besitze der Grundzüge seines unter dem Namen der
Fluxionsrechnung bekannt gewordenen analytischen Verfahrens befand
sich *Newton* schon im Jahre 1666. Siehe *Cantor*, Geschichte der
Mathematik. Bd. III. S. 150 u. f.
[519] Siehe S. 52 ds. Bds.
[520] Das von *Viviani* herrührende Modell dieser Vorrichtung existiert
noch im Galilei-Museum zu Florenz. Siehe *Günther*, Vermischte
Untersuchungen zur Geschichte der mathematischen Wissenschaften. 1876.
Seite 316.
[521] Die Erteilung von Erfindungspatenten ist eine neuzeitliche
Einrichtung. Ihre Ausbreitung gehört dem 19. Jahrhundert an. Die
Anfänge des Patentwesens reichen jedoch bis ins 17. Jahrhundert zurück.
Das erste Patentgesetz wurde 1624 in England durch Jakob I. bestätigt.
Während der ersten hundert Jahre wurden in England im ganzen nur etwa
300 Patente erteilt. In Frankreich setzte die Patentgesetzgebung im
Jahre 1791 und in Preußen 1815 ein.
[522] Siehe über sie die Arbeit von *W. Schmidt* in den Abhandlungen
zur Geschichte der Mathematik. 8. Heft (1898). S. 177.
[523] Siehe die der Arbeit *Schmidts* beigegebene Photographie.
[524] *Christiani Hugenii*, Horologium oscillatorium. Paris MDCLXXIII.
pag. 4. Fig. 1.
[525] Der Londoner Uhrmacher *Clement* erfand die Ankerhemmung im Jahre
1680.
[526] Horologium oscillatorium, Pars II.
[527] Horologium oscillatorium. Fig. auf S. 12.
[528] Diese Erfindung wurde veröffentlicht im Journal des savants vom
25. Februar 1675.
[529] Horologium oscillatorium, Pars 5. Eine zusammenfassende Arbeit
über die Geschichte der Erfindung der Pendeluhr lieferte *E. Gerland*
in *Wiedemanns* Annalen, Bd. 4, Seite 585-613.
*Gerland* schreibt *Galilei* das Verdienst zu, die Pendeluhr schon
1641, also 15 Jahre vor *Huygens* erfunden zu haben. Beide Männer
seien unabhängig voneinander auf sie gekommen. Von *Galileis* Apparat
existiert jedoch nur ein Entwurf. Er ist zehn Jahre nach *Galileis*
Tode nur unvollkommen zur Verwirklichung gelangt. (Siehe *Gerland* und
*Traumüller*, Geschichte der physikalischen Experimentierkunst. S. 121
und S. 57 des vorlieg. Bandes.)
[530] Horologium oscillatorium. pag. 4. Fig. II.
[531] t = π√(l/g).
[532] Dies geschah in der »Abhandlung über die Ursache der Schwere«
(Discours de la cause de la pesanteur), die 1690 als Anhang zu
der Abhandlung über das Licht erschien und von *R. Mewes* deutsch
herausgegeben wurde (A. Friedländer, Berlin 1893).
[533] Der mit den hervorragendsten Männern seiner Zeit in Briefwechsel
stehende Pater *Mersenne* (1588-1648).
[534] Centrum oscillationis vel agitationis figurae cujuslibet, dicatur
punctum in linea centri, tantum ab axe oscillationis distans, quanta
est longitudo penduli simplicis quod figurae isochronum sit.
[535] Si pondera quodlibet, vi gravitatis suae, moveri incipiant,
non posse centrum gravitatis ex ipsis compositae altius, quam ubi
incipiente motu reperiebatur, ascendere.
Diesen Satz benutzt *Huygens*, um die Unmöglichkeit des Perpetuum
mobile nachzuweisen. Er erklärt es für »mechanisch« unmöglich.
*Huygens* hatte indessen noch nicht erkannt, daß das Prinzip der
Erhaltung der Kraft für sämtliche Naturkräfte gilt. So sagt er in
einem Briefe an *Leibniz* ausdrücklich, ein Perpetuum mobile sei
zwar mechanisch unmöglich, doch bestehe einige Hoffnung, ein solches
physico-mechanisch zu konstruieren, z. B. mit Hilfe eines Magneten.
Dagegen hatte *Mersenne* bereits 1644 die Möglichkeit eines Perpetuum
mobile überhaupt in Abrede gestellt, und die auf dessen Konstruktion
gerichteten Bestrebungen mit dem Suchen nach dem Stein der Weisen
verglichen. Cogitata physico-mechanica. 1644. S. 224.
[536] Von *Felix Haushofer* im 138. Bande von *Ostwalds* Klassikern der
exakten Wissenschaften. W. Engelmannn, Leipzig 1903.
[537] *Ostwalds* Klassiker Nr. 138. S. 158.
[538] Im tiefsten Punkte ist nämlich, da dann die durchfallene Strecke
= l ist, v = [sqrt](2gl) und die Zentrifugalkraft P = v^2/l = 2gl/l =
2g. Dazu kommt die Schwere g, so daß (für m = 1) die gesamte Zugkraft =
3g ist.
[539] *Ostwalds* Klassiker Nr. 138, Fig. 21.
[540] *Mach*, Mechanik. Fig. 106.
[541] *Newtons* Prinzipien (übers. von *Wolfers*) S. 406.
[542] D. h. unter Berücksichtigung der in Paris gleichfalls durch
die Zentrifugalkraft hervorgerufenen Verminderung der Schwere. Siehe
auch die über diesen Gegenstand von *Newton* in seinen Prinzipien der
Naturlehre (ed. *Wolfers*) S. 401 angestellten Berechnungen.
[543] *Cassini* entdeckte in den Jahren 1671 bis 1684 den dritten,
vierten, fünften und achten Mond des Saturn.
[544] *Cassini* bestimmte deren Dauer zu 9 Stunden 56 Minuten; die
Abplattung des Jupiter beträgt 1/14.
[545] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.
[546] Siehe S. 65 dieses Bandes.
[547] Er starb dort im Jahre 1703.
[548] Siehe S. 169 dieses Bandes.
[549] *Wallis*, Opera mathematica I, 355-478. Der vollständige Titel
lautet: Arithmetica infinitorum sive nova methodus inquirendi in
curvilineorum quadraturam.
[550] Sie wurde in lateinischer Sprache im darauf folgenden Jahre in
den Philosophical Transactions veröffentlicht.
[551] *Christian Huygens*, »Über die Bewegung der Körper durch den
Stoß«, als 138. Band I. Teil von *Ostwalds* Klassikern der exakten
Wissenschaften herausgegeben von *Felix Hausdorff*. Leipzig, Verlag
von W. Engelmann, 1903. Diese Abhandlung von *Huygens* erschien unter
dem Titel »Tractatus de motu corporum ex percussione« im Jahre 1703
(Opuscula posthuma).
[552] S. Bd. I dieses Werkes, S. 241. Danach haben die Atomisten die
Konstanz der Materie und der Kraft damit begründet, daß es keinen Ort
außerhalb des Weltalls gäbe, wohin ein Teilchen der Materie entfliehen,
oder von wo eine neue Kraft in das Universum einzudringen vermöge.
[553] *Leibniz*, Mathematische Schriften. Herausgegeben von *Gerhardt*.
Halle 1860. II. Abt. Bd. II. S. 434.
[554] Ausgabe von *Pertz-Gerhardt*. Bd. VI. S. 231.
[555] Brevis demonstratio etc. (Acta eruditorum 1686. S. 163.)
[556] Der Kampf wogte bis 1691 zwischen *Leibniz* einerseits und
*Papin* und anderen Cartesianern andererseits hin und her. Dann
beteiligten sich auch die Engländer (Briefwechsel zwischen *Clarke*
und *Leibniz*) daran. *J. Bernoulli* war zuerst gegen *Leibniz*, trat
dann aber auf seine Seite. In diesen Streit mischten sich schließlich
die Gelehrten aller Länder Europas. Endgültig entschieden wurde er
erst 1743 durch *d'Alembert*. Dieser erklärte, daß der ganze Streit
nur auf eine leere metaphysische Diskussion oder auf einen Wortstreit
hinauslaufe. *D'Alembert*, Traité de dynamique. 1743. Vorrede S. 21.
[557] *Dühring*, Kritische Geschichte der allgemeinen Prinzipien der
Mechanik. S. 230.
[558] Opera philosophica S. 775.
[559] *H. Berthold*, Notiz zur Geschichte des Prinzips der Erhaltung
der Kraft (Chem. Zentralbl. VII, 7. 1876).
[560] Opera omnia III. S. 253.
[561] *Daniel Bernoulli*, Bemerkungen über eine allgemeinere Fassung
des Satzes von der Erhaltung der lebendigen Kraft. Berlin 1750. Aus dem
Französischen übersetzt und veröffentlicht im 191. Bande von *Ostwalds*
Klassikern. Leipzig, W. Engelmann. 1914.
[562] Siehe auch *Jacobis* Vorlesungen über Dynamik, herausgegeben von
E. Lottner, Berlin 1884. S. 19.
[563] De vera ratione virium vivarum. Acta erudit. 1735. 240.
[564] Hydrodynamica 1738. Sectio I. § 20. S. 12.
[565] Pensées sur l'interprétation de la nature 1754. § 45. p. 61.
[566] Siehe *A. Stadler*, *Kant* und das Prinzip von der Erhaltung der
Kraft. (Philosoph. Monatshefte Bd. XV. Leipzig 1879.)
[567] Eine Sammlung seiner Werke erschien 1717 in Leyden: *[OE]uvres de
Mariotte*, divisées en deux tomes.
[568] *[OE]uvres de Mariotte.* Bd. I. S. 149 u. f.
[569] *[OE]uvres de Mariotte.* Bd. II. S. 322 u. f.
[570] *Poggendorff*, Geschichte der Physik. S. 493.
[571] Traité de la percussion ou choc des corps. Paris 1677. [OE]uvres,
Bd. 1. S. 3 u. f.
[572] Siehe S. 293 dieses Bandes.
[573] *Mariotte*, [OE]uvres. Bd. II. S. 496.
[574] *[OE]uvres de Mariotte.* Bd. II. S. 607.
[575] *I. Kant*, Einige kurz gefaßte Bemerkungen über das Feuer.
Königsberg 1755.
[576] Catalogus stellarum australium, seu supplementum catalogi
*Tychonici*.
[577] Eine Zusammenstellung der Elemente findet sich in *Wolffs*
Geschichte der Astronomie. S. 702. Der *Halley*sche Komet flößte bei
seinem Erscheinen im Jahre 1456 während der Belagerung von Belgrad
Türken und Christen Schrecken ein.
[578] Siehe an späterer Stelle (Bd. III).
[579] Im Jahre 1647. Siehe *Wilde*, Geschichte der Optik. I. 272.
[580] Philos. Transactions von 1693.
[581] Den von *Halley* geführten Beweis dieser Formel enthält *Wildes*
Geschichte der Optik. I. 275 u. f.
[582] Philos. Transactions 1686. Discourse of the rule of the decrease
of the height of the mercury in the barometer, according as places are
elevated above the surface of the earth.
Abb. 102 ist der Abhandlung *Halleys* entnommen (Philos. Transact.
1686, S. 79). Für die Höhen, die einem gemessenen Barometerstand
entsprechen, berechnete *Halley* folgende Tabelle:
Barometerstand in Zollen Höhe in Fuß
30 0
29 915
28 1862
27 2844
26 4922
20 10947
15 18715
10 29662
5 48378
1 91831
[583] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. III. S. 114 u. 115.
[584] *Cantor* III. S. 80-82.
[585] *Cantor* III. S. 363.
[586] Philos. Transactions XVII 596-610. An Estimate of the Degrees of
the Mortality of Mankind, drawn from curious Tables of the Births and
Funerals at the City of Breslaw with an Attempt to ascertain the Price
of Annuities upon Lives.
[587] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. III. S. 45-47.
[588] *Cantor* III. S. 343.
[589] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. III. S. 616.
[590] Übersichtliche Karte, die mit einem Blick die Deklination der
Magnetnadel erkennen läßt.
[591] Die Entdeckung dieser Erscheinung erfolgte durch *E. Gunter* 1622.
[592] *Graham*, Observations made on the variation of the horizontal
needle at London. 1722-23.
[593] *Heller*, Geschichte der Physik. II. S. 308.
[594] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.
[595] Ephemerides Bononienses Mediceorum Siderum. Bologna 1668.
[596] Siehe S. 41 dieses Bandes.
[597] Die vier Jupitermonde hatte *Galilei* gleichfalls zu Ehren seines
fürstlichen Gönners als Sidera *Medicea* bezeichnet.
*Nach der Zeit ihrer Entdeckung* lassen sich die Saturnmonde in
folgende Reihe bringen:
*Huygens* entdeckte den 6. Mond im Jahre 1655,
*Cassini* " " 8. " " " 1671,
" " " 5. " " " 1672,
" " " 4. " " " 1684,
" " " 3. " " " 1684,
*Herschel* " " 1. " " " 1789,
" " " 2. " " " 1789,
*Bond* " " 7. " " " 1848.